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Bangkok erklärte alle 50 Bezirke zu Katastrophengebieten. Im Osten staut sich das Wasser weiterhin.

Eine stadtweite Katastrophenverordnung hat den Einsatz Bangkoks mobilisiert, doch volle Kanäle halten die östlichen Wohngebiete überflutet – und die Schätzung für die Entwässerung hängt davon ab, dass der Regen aufhört.

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Bangkoks Katastrophenerklärung wegen der Überschwemmungen gilt für alle 50 Bezirke. Das Wasser ist jedoch nicht gleichmäßig über sie verteilt – und am Sonntag, dem 27. September, standen einige der am stärksten betroffenen Straßen im Osten weiterhin unter Wasser. Gouverneur Chadchart Sittipunt weitete am Samstag eine zuvor auf drei Bezirke beschränkte Einstufung aus, während die Stadt versuchte, Menschen in Sicherheit zu bringen und Straßen zu entwässern. Die Anordnung legt den Umfang des Notfalleinsatzes fest, nicht eine einheitliche Überflutungstiefe in der gesamten Hauptstadt. 3015

Tausende mussten ihre Wohnungen verlassen. ABC News (Australia) berichtete am Sonntag, dass etwa 4,200 Menschen in Notunterkünften untergekommen seien; einem lokalen Bericht zufolge wurden 233 Notunterkünfte eröffnet. Diese Zahlen beschreiben den Einsatz, nicht die Gesamtzahl aller Vertriebenen. Ein weiterer lokaler Bericht bezifferte die Zahl der betroffenen Haushalte in Bangkok auf 52,000. Ein betroffener Haushalt ist nicht zwangsläufig evakuiert, geschweige denn ein zerstörtes Zuhause. 1222

Die wichtigsten Fakten

  1. 50Bezirke, für die die Katastropheneinstufung gilt 30
  2. ~4,200Am Sonntag in Notunterkünften gemeldete Personen 2
  3. 233Als eröffnet gemeldete Notunterkünfte 22
  4. 52,000Als betroffen gemeldete Haushalte 22

Die Zahl der Menschen in den Notunterkünften muss mit einem Zeitstempel versehen werden. Ein Bericht vom 26. September besagte, dass rund 980 Menschen Zuflucht gefunden hätten; in den Berichten vom 27. September war von etwa 4,200 die Rede. Die frühere Zahl ist eine ältere Momentaufnahme, keine konkurrierende aktuelle Gesamtzahl. Ohne übereinstimmende Erfassungszeitpunkte oder eine offizielle Abstimmung wäre es irreführend, aus der Differenz einen präzisen Anstieg innerhalb eines Tages abzuleiten. 12222

Am Donnerstag, dem 24. September, begannen heftige Regenfälle Bangkok zu treffen. Während der intensiven Regenphase fielen in Teilen der Hauptstadt insgesamt fast 300 Millimetres; das war kein Messwert für jeden Bezirk. Einem lokalen Bericht zufolge fiel diese Menge zwischen Donnerstag, 4 p.m., und Samstag, 6 a.m. – in etwa 38 Stunden. Angaben zu fast 48 Stunden beziehen sich auf den längeren Zeitraum mit heftigen Regenfällen. Die Erklärung vom Samstag weitete einen bereits laufenden Einsatz aus; sie markierte nicht den Beginn der Überschwemmungen. 235363

Als die Kanäle vollliefen, drang Wasser in Häuser und auf Straßen ein. Ein stadtweiter Bericht vom Samstag listete Überschwemmungen auf 93 Straßen auf. In einem anderen Bericht wurden ausdrücklich 15 stark überflutete Hauptstraßen im Osten Bangkoks genannt. Die Angaben beziehen sich auf unterschiedliche geografische Gebiete und sind keine konkurrierenden Gesamtzahlen für Sonntag. Einige Geschäfte schlossen, der öffentliche Verkehr war beeinträchtigt und Flüge verspäteten sich, während Einsatzkräfte Wasser abpumpten und Hilfsgüter verteilten. Zwei Einwohner sagten ABC News (Australia), sie hätten kaum eine Warnung erhalten und keine Vorräte vorbereitet – ein Hinweis darauf, wie plötzlich eine Evakuierung einen Haushalt überrumpeln kann. 383112

Die Kanäle bestimmen den Zeitplan

Das unmittelbare Problem am Sonntag war das Wasser, das im Osten Bangkoks noch immer stand. Die Bangkok Post berichtete von Fahrzeugen, die auf der überfluteten Phetchaburi Road nahe Ekkamai liegen geblieben waren. Lat Krabang, Nong Chok und Bang Kapi sowie das Gebiet um Ramkhamhaeng gehörten weiterhin zu den besorgniserregenden Orten. Volle Hauptkanäle begrenzten, wie schnell das Regenwasser abfließen konnte. Eine stadtweite Erklärung kann einen Einsatz mobilisieren; sie schafft jedoch nicht von selbst Platz in einem Kanal. 1526

Die Beeinträchtigungen reichen inzwischen über die erste Flucht in Notunterkünfte hinaus. Die von der Stadtverwaltung Bangkok betriebenen Schulen sollten am Montag, dem 28. September, geschlossen bleiben; Beschäftigte der Stadt, die nicht vor Ort sein müssen, wurden angewiesen, von zu Hause aus zu arbeiten. Keine der beiden Maßnahmen bedeutet, dass alle Schulen oder Arbeitsstätten in Bangkok geschlossen sind. Für Familien, die ihre Straßen oder Wohnungen nicht nutzen können, heißt das ein weiterer Tag, an dem sie Betreuung, Arbeit und eine Unterkunft organisieren müssen. 295

Die Behörden schätzten, dass das Abpumpen des Hochwassers zwei bis drei regenfreie Tage dauern könnte; fünf Kanäle befanden sich weiterhin auf kritischem Niveau. Diese Bedingung ist entscheidend: Für Sonntag waren weitere heftige Regenfälle und Stürme vorhergesagt. Der DW-Korrespondent Tommy Walker hatte zuvor einen Ausblick gegeben, dem zufolge der Regen am Montag nachlassen könnte und das Wasser in besser versorgten Gebieten ab Dienstag abfließen könnte, während es in anderen Gebieten noch mehrere Tage dauern könnte. Keine der beiden Prognosen nennt ein bestätigtes Datum, bis zu dem das Wasser abgeflossen sein wird, oder einen Termin für die Rückkehr der Vertriebenen. 3821

Walker stellte diesen kurzen, heftigen Regenfällen die monatelangen Überschwemmungen Bangkoks im Jahr 2011 gegenüber und sagte, die Stadt scheine diesmal besser vorbereitet zu sein. Vorbereitung ist nicht dasselbe wie Schadensvermeidung. Die geprüfte Berichterstattung nennt weder eine bestätigte Gesamtzahl beschädigter Häuser oder Geschäfte noch eine Zahl der Todesopfer durch die Überschwemmungen. Die dringende Frage ist enger gefasst und schwieriger, als die stadtweite Erklärung vermuten lässt: Können die Kanäle leer laufen, bevor eine weitere Regenfront das Wasser in den östlichen Wohngebieten weiter ansteigen lässt? 138

Wie ausgestrahlt 8 Zeilen
  1. Floodwater has forced thousands of Bangkok residents from their homes. The city has declared all 50 districts disaster areas, and 52,000 households are affected. Heavy flooding persists in the east. How soon can the water drain enough for displaced families to return?
  2. About 4,200 people were in 233 emergency shelters by Sunday, September 27. A Saturday account put the number taking refuge at about 980. The counts have no matched times or official reconciliation, so they cannot establish a measured increase. Shelter occupancy is not a count of everyone displaced. Likewise, 52,000 affected households does not mean 52,000 homes were destroyed or evacuated.
  3. Nearly 300 millimetres of rain accumulated in parts of Bangkok, not across every district. One accumulation period ran from four p.m. Thursday to six a.m. Saturday, about 38 hours; descriptions of nearly 48 hours refer to the wider spell of heavy rain. Governor Chadchart Sittipunt expanded an existing three-district disaster designation on Saturday. It is an administrative designation, not evidence that all 50 districts flooded to the same depth or that the rain began that day.
  4. Canals filled and water entered homes and streets. Saturday's citywide count listed flooding on 93 roads. A separate Saturday count identified 15 deeply flooded main roads in eastern Bangkok. They cover different areas and are not Sunday road totals. Some businesses closed, public transport was disrupted and flights were delayed. Two residents said they had little warning and had not prepared supplies before the flooding.
  5. Floodwater was still stranding vehicles on Phetchaburi Road near Ekkamai on Sunday. Lat Krabang, Nong Chok and Bang Kapi, along with the Ramkhamhaeng area, remained concerns. Main canals were full, limiting how quickly water could leave the eastern neighborhoods. The citywide declaration has not made those streets usable again.
  6. Crews have been delivering aid and pumping water while residents seek higher ground and supplies. Bangkok city-run schools are scheduled to close on Monday, September 28, and city staff whose duties do not require them on site have been told to work from home. That does not mean every school or workplace in Bangkok is closing.
  7. Five canals were still at critical levels. The city's estimate is that draining floodwater would take two to three days without more rain. Heavy rain and storms had been forecast through Sunday, so that rain-free stretch is not guaranteed. An earlier forecast expected rain to ease Monday and drainage to begin Tuesday in better-served areas; less well-served neighborhoods could take several more days. Neither forecast confirms a clearance date.
  8. This is a short, severe rain burst, unlike Bangkok's months-long flooding in 2011. An assessment that the city appeared better prepared this time does not establish that damage was avoided. There is no verified count of damaged homes or businesses, or of flood deaths, in the checked material. What determines when families can return is whether more rain refills the canals before pumps and drainage can clear the eastern neighborhoods; no return date is confirmed.

Quellen

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