Justiz · Klagen zur Sicherheit von ChatGPT

Acht Bundesstaaten verklagen OpenAI wegen der Informationen, die Familien über ChatGPT erhielten

Iowa fordert die Löschung von Daten und Rückerstattungen an Verbraucher, während acht separate Zivilklagen anfechten, was OpenAI Familien über ChatGPT mitgeteilt hat. Die Vorwürfe sind nicht bewiesen.

Ausgestrahlt Verfasst 7 Min. Lesezeit29 QuellenHeyDay News Desk · About usWatch report

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Iowa will ein Gericht dazu bewegen, OpenAI zur Löschung von Daten zu verpflichten, die über Einwohner des Bundesstaats gesammelt wurden. Neben Rückerstattungen an Verbraucher und zivilrechtlichen Strafen verleiht diese Forderung dem Streit um die Sicherheit von ChatGPT konkrete Bedeutung: Was geschieht mit den Informationen und dem Geld von Familien, wenn der Bundesstaat nachweist, dass sie irregeführt wurden? Iowa’s Pulse berichtet über diese beantragten Rechtsfolgen; zugesprochen wurde bisher keine davon. 14

Iowa ist einer von acht Bundesstaaten, die am Mittwoch, dem 14. Oktober 2026, separate Zivilklagen gegen OpenAI eingereicht haben. Auch Kansas, Nebraska, West Virginia, Arkansas, Arizona, Idaho und Montana reichten Klagen ein. Ihr zentraler Vorwurf lautet nicht einfach, dass ein Chatbot gefährliche Antworten geben kann. Vielmehr habe OpenAI Verbraucher über die Sicherheit getäuscht, während Kinder Risiken ausgesetzt gewesen seien, zu denen nach Angaben der Bundesstaaten gehörte, dass sie sich selbst und anderen schadeten. Über diese Vorwürfe hat noch kein Gericht entschieden. 2 4 1

Diese Unterscheidung ist wichtig. Ein gefährlicher Gesprächsverlauf, eine irreführende Sicherheitsdarstellung und ein durch rechtswidriges Verhalten verursachter Schaden sind unterschiedliche Behauptungen. Mit diesen Verfahren werden die Aussagen des Unternehmens gegenüber Familien überprüft; allein die Klageerhebung stellt keine dieser Behauptungen als Tatsache fest.

Eine Ankündigung, getrennte Rechtsstreitigkeiten

Iowas Generalstaatsanwältin Brenna Bird wurde bei der Ankündigung im Parlamentsgebäude von Iowa von Kansas’ Kris Kobach, Nebraskas Mike Hilgers und West Virginias John B. McCuskey begleitet. Die Bundesstaaten reichten jedoch keine gemeinsame Klage für alle acht ein. Unterschiedliche Gesetze der Bundesstaaten und getrennte Verfahren bestimmen, was jeder Bundesstaat beweisen muss und welche Rechtsfolgen er erwirken kann. 16 2

Kobachs Ankündigung wirft OpenAI vor, Einwohner von Kansas über die Sicherheit von ChatGPT getäuscht zu haben. Auch Arkansass Generalstaatsanwalt Tim Griffin kündigte ein Verfahren wegen angeblich irreführender Sicherheitsdarstellungen an. McCuskeys Ankündigung erklärt ausdrücklich, dass West Virginia am 14. Oktober Klage eingereicht habe. Darin werde dem Unternehmen vorgeworfen, Kinder zu gefährden, Eltern zu täuschen und gegen Verbraucherschutzgesetze des Bundesstaats zu verstoßen. 5 11 28 7

Das Büro des Generalstaatsanwalts von Montana formulierte seinen Vorwurf unmissverständlich:

ChatGPT hat in der Vergangenheit Menschen mit psychischen Problemen und Minderjährigen gefährliche Ratschläge gegeben.

Büro des Generalstaatsanwalts von Montana 17

Das ist die Darstellung des Bundesstaats, keine gerichtliche Feststellung. Die Vorwürfe reichen außerdem über Kinder hinaus: Bloomberg Law berichtet über Behauptungen, OpenAI habe es versäumt, ausreichende Schutzmaßnahmen für schutzbedürftige Nutzergruppen einzuführen, darunter ältere Menschen. Die Auseinandersetzung geht damit über den Streit um eine einzelne Werbung hinaus. 9

Acht Klagen bedeuten jedoch weder acht dokumentierte Verletzungen noch eine andere Zahl von Opfern. Für diesen Bericht wurde keine verifizierte Gesamtzahl geschädigter Kinder, keine Altersaufteilung, keine Rate schädlicher Interaktionen und kein Maß für die Reichweite bei Nutzern ermittelt. Auch ist aus der verfügbaren Berichterstattung kein bestimmtes Gespräch eines Kindes samt Verletzung und Kausalzusammenhang belegt. Die Schwere der Vorwürfe macht diese Unterscheidungen umso wichtiger.

Worauf sich die Bundesstaaten berufen

Nebraska führt drei Gesetze an: den Nebraska Consumer Protection Act, den Uniform Deceptive Trade Practices Act und den Age-Appropriate Online Design Code Act. Hilgers’ Ankündigung bringt damit sowohl Aussagen gegenüber Verbrauchern als auch das Design von Online-Angeboten in die rechtliche Auseinandersetzung ein. Die Klage Nebraskas wurde beim District Court of Buffalo County eingereicht und fordert ausdrücklich ein Geschworenenverfahren – ein Verfahrensantrag, kein angesetzter Prozess. 6 15

Arizonas Generalstaatsanwältin Kris Mayes wirft OpenAI weitreichende Verstöße gegen den Arizona Consumer Fraud Act durch irreführende Design- und Marketingpraktiken vor. Idahos Generalstaatsanwalt Raúl R. Labrador wirft dem Unternehmen Verstöße gegen den Idaho Consumer Protection Act vor. In diesen Ankündigungen werden gesetzliche Grundlagen genannt, aber nicht die genaue Zahl oder der Wortlaut der einzelnen Klagepunkte festgestellt. 13 12 19

Iowas Klageschrift ist beim Iowa District Court for Polk County eingereicht und wird vom Bundesstaat durch Bird erhoben. Sie nennt acht beklagte Unternehmen, darunter die OpenAI Foundation, die als frühere OpenAI, Inc. bezeichnet wird, OpenAI Group PBC und OpenAI OpCo, LLC. Diese Zahl der beklagten Unternehmen ist von den acht klagenden Bundesstaaten zu unterscheiden. Der Hinweis auf den früheren Namen identifiziert eine Partei; er erläutert für sich genommen weder den Zeitpunkt noch die rechtlichen Folgen einer Umstrukturierung des Unternehmens. 3

Iowas beantragte Rechtsfolgen könnten den Fall auch unabhängig von den Sicherheitsvorwürfen folgenreich machen. Bei den Rückerstattungen geht es um Geld, das Verbraucher gezahlt haben; bei der Löschung um Informationen, die über Einwohner gesammelt wurden. Der genaue Umfang dieser Forderungen, eine Berechnung der Rückerstattungen und eine mögliche Strafsumme sind jedoch nicht verifiziert. Die zugänglichen Abschnitte der Klageschrift enthalten keinen Antragsteil mit den beantragten Rechtsfolgen. Die Beschreibung dieser Forderungen stützt sich daher auf die Berichterstattung von Iowa’s Pulse und nicht auf einen unabhängigen Abgleich mit dem Wortlaut dieses Abschnitts. 14 3

Für Eltern stellt sich grundsätzlich die Frage, ob sie wahrheitsgemäße Informationen hatten, um zu entscheiden, wie ihre Kinder ChatGPT nutzen sollten. Die ungeklärten Einzelheiten sind entscheidend: Welche Sicherheitsversprechen fechten die Bundesstaaten an, welche Gespräche werden sie vorlegen und welche Belege verknüpfen das angebliche Verhalten mit Schäden? Im für diesen Bericht verfügbaren Material ist keine bestimmte interne E-Mail, kein Testergebnis, keine Entscheidung eines Sicherheitsteams und keine Anweisung einer Führungskraft belegt.

Zusagen zu Schutzmaßnahmen sind kein Ergebnis

OpenAI erklärt, weiterhin Experten konsultieren zu wollen, um die eigene Arbeit zu unterstützen und zusätzliche Schutzmaßnahmen zu entwickeln. Außerdem sei das Unternehmen entschlossen, mit den Bundesstaaten an pragmatischen KI-Regeln zu arbeiten, die branchenweit und nicht nur für ein einzelnes Unternehmen gelten, wie aus dem Fernsehbericht von NBC News hervorgeht. Die Reaktion wird hier sinngemäß wiedergegeben; der vollständige Wortlaut und die Identität des Sprechers wurden nicht verifiziert. 1

Diese Zusagen sind kein Eingeständnis einer Haftung. Ebenso wenig belegen sie, dass ein bestimmtes behauptetes Risiko beseitigt wurde. Zusammen mit ihnen wurden weder ein Zeitplan noch ein messbares Sicherheitsziel oder eine konkrete neue Schutzmaßnahme festgelegt.

Bekannt

  • Acht Bundesstaaten erhoben separate Zivilklagen wegen Aussagen zur Sicherheit von ChatGPT; die Klageschriften sind keine Feststellungen einer Haftung. 24

Unbekannt

  • Die Belege, die bestimmte Aussagen, Chatbot-Gespräche und angebliche Schäden miteinander verknüpfen, müssen noch geprüft werden. Eine bevorstehende Anhörung oder eine Frist für eine Stellungnahme wurde nicht verifiziert.

Als Nächstes

  • OpenAIs inhaltliche Stellungnahme vor Gericht und die von den Bundesstaaten vorgelegten Beweise werden zeigen, wie viel von ihrem weitreichenden Vorwurf sie belegen können.

Die unmittelbare Entwicklung ist, dass rechtliche Rechenschaft gefordert wird – nicht, dass eine rechtliche Verantwortung festgestellt wurde. Ob Familien Rückerstattungen erhalten, Daten von Einwohnern gelöscht oder Strafen verhängt werden, hängt davon ab, was diese getrennten Verfahren belegen – nicht davon, wie nachdrücklich eine gemeinsame Ankündigung ausfällt.

Quellen

NBC News, Fernsehbericht: Acht Bundesstaaten verklagen OpenAI mit dem Vorwurf, ChatGPT schade Kindern. 1

NBC News: Acht Bundesstaaten verklagen OpenAI wegen der mutmaßlichen Schäden, die ChatGPT Nutzern zufügt. 2

Klageschrift aus Iowa: Beim Iowa District Court for Polk County. 3

CNBC: Acht Bundesstaaten verklagen OpenAI wegen Sicherheitsbedenken zu ChatGPT. 4

Ankündigung des Generalstaatsanwalts von Kansas: Klage gegen OpenAI wegen der Sicherheit von ChatGPT. 5

Ankündigung des Generalstaatsanwalts von Nebraska: Klage gegen OpenAI wegen der Sicherheit von ChatGPT. 6

Ankündigung des Generalstaatsanwalts von West Virginia: Klage gegen OpenAI wegen der Sicherheit von ChatGPT. 7

Business Insider: Acht Bundesstaaten verklagen OpenAI und sagen, ChatGPT schade Kindern. 8

Bloomberg Law: Bundesstaaten erheben Klagen gegen OpenAI wegen der Online-Sicherheit von Kindern. 9

Arizona Capitol Times: Arizona und andere Bundesstaaten verklagen OpenAI wegen angeblicher Schäden für die Öffentlichkeit. 10

Ankündigung des Generalstaatsanwalts von Arkansas: Griffin verklagt OpenAI, weil das Unternehmen Arkansaser über die Sicherheit von ChatGPT in die Irre geführt habe. 11

Klageschrift aus Idaho: Anwälte des Bundesstaats Idaho. 12

Ankündigung der Generalstaatsanwältin von Arizona: Mayes kündigt Klage gegen OpenAI an. 13

Iowa’s Pulse: Iowa fordert in Klage gegen OpenAI die Löschung von Einwohnerdaten und Rückerstattungen an Verbraucher. 14

Klageschrift aus Nebraska: OpenAI Global, LLC, und weitere Beklagte. 15

KCCI: Generalstaatsanwältin von Iowa verklagt OpenAI mit dem Vorwurf, ChatGPT schade Kindern. 16

Ankündigung des Generalstaatsanwalts von Montana: Knudsen reicht Klage gegen OpenAI ein, weil das Unternehmen Kinder und Jugendliche gefährde. 17

WDTV: Generalstaatsanwalt von West Virginia schließt sich einer Klage mehrerer Bundesstaaten gegen OpenAI an. 18

Ankündigung des Generalstaatsanwalts von Idaho: Labrador kündigt Klage gegen OpenAI an. 19

PegaPoll: OpenAI von acht Bundesstaaten verklagt – wegen des Vorwurfs, ChatGPT habe Kindern geschadet. 20

The Verge: Acht Bundesstaaten verklagen OpenAI und sagen, ChatGPT sei für Kinder nicht sicher. 21

CNBC TV18: Acht US-Bundesstaaten verklagen OpenAI mit dem Vorwurf, ChatGPT schade jungen Nutzern. 22

The Hill: Acht Bundesstaaten verklagen OpenAI mit dem Vorwurf, das Unternehmen habe Nutzer über die Sicherheit von ChatGPT getäuscht. 23

The Guardian: Acht Bundesstaaten werfen OpenAI in einer Klage vor, Kinder angeleitet zu haben, sich selbst zu schaden. 24

New York Post: OpenAI von acht Bundesstaaten verklagt – mit dem Vorwurf, ChatGPT habe Kinder angeleitet, sich selbst und anderen zu schaden. 25

CBS2 Iowa: Iowa verklagt OpenAI nach dem Verbraucherschutzgesetz des Bundesstaats. 26

Just The News Iowa: Iowa schließt sich einer Klage von acht Bundesstaaten gegen OpenAI wegen der Sicherheit von ChatGPT an. 27

5NEWS: Generalstaatsanwalt von Arkansas Tim Griffin reicht Klage gegen das Unternehmen hinter ChatGPT ein. 28

DigitBin: Acht Bundesstaaten verklagen OpenAI wegen Vorwürfen zu ChatGPT und dem Schutz von Kindern. 29

Wie ausgestrahlt 16 Zeilen
  1. Eight states are suing OpenAI over ChatGPT's safety claims. They allege the company misled families while children faced risks of harming themselves and others. Consumer reimbursement and deletion of residents' data are among the requests. The courts must decide whether OpenAI deceived consumers and what relief they should receive.
  2. Iowa, Kansas, Nebraska and West Virginia filed actions, along with Arkansas, Arizona, Idaho and Montana. The coordinated filings came October fourteenth, twenty twenty-six. Each state brought its own lawsuit, so different laws and court proceedings will govern the cases.
  3. The states accuse OpenAI of advertising or presenting its systems as safe while failing to protect vulnerable users. Their allegations reach beyond children to elderly people, too. For parents, the dispute concerns whether they had truthful information to decide how their children should use ChatGPT. The allegations haven't been proven in court.
  4. Iowa Attorney General Brenna Bird was joined at the Statehouse announcement by Kansas's Kris Kobach, Nebraska's Mike Hilgers and West Virginia's John B. McCuskey. West Virginia alleges that OpenAI endangered children, deceived parents and violated state consumer-protection laws.
  5. Kansas and Arkansas also accuse OpenAI of misleading residents about ChatGPT's safety. Montana's action concerns children and teenagers, including allegations about advice given to minors and people struggling with their mental health.
  6. Montana alleges ChatGPT has given dangerous advice to minors and people with mental-health struggles. The courts will have to examine the actual exchanges and any connection to harm. There's no confirmed count of children harmed in these cases.
  7. Iowa brought its case in Polk County District Court through Bird. Its petition is reportedly ninety-one pages long and dated October fourteenth. The case reaches across eight OpenAI entities, including its foundation and operating companies.
  8. OpenAI Foundation is identified under its current and former names in Iowa's petition. The eight corporate defendants would face Iowa's claims within that state's case. The other states are pursuing their own proceedings.
  9. Iowa's requests reach into residents' personal information and money they've paid. A court order could require the company to act on data it collected, compensate consumers or pay penalties. Whether Iowa obtains any of that depends on the case's outcome.
  10. Iowa reportedly seeks deletion of data collected from its residents, reimbursement of consumers and civil penalties. Those requests still need a judge's approval. The exact scope of deletion and reimbursement, and any penalty amount, aren't yet clear.
  11. Nebraska alleges violations of three laws. Hilgers cites the Nebraska Consumer Protection Act, the Uniform Deceptive Trade Practices Act and the Age-Appropriate Online Design Code Act. That brings both consumer representations and online design into the state's legal challenge.
  12. Nebraska has demanded a jury trial in Buffalo County District Court. That request sets out how the state wants its case heard. A trial date would come through the court's scheduling process.
  13. Arizona Attorney General Kris Mayes alleges deceptive design and marketing under the Arizona Consumer Fraud Act. Idaho Attorney General Raúl Labrador alleges violations of the Idaho Consumer Protection Act. Each court will consider the claims brought under its own state's law.
  14. OpenAI says it will keep consulting experts to inform its work and build additional safeguards. It also says it's committed to working with states on pragmatic AI policies that apply across the industry. The company hasn't attached a timetable or measurable safety target to those commitments.
  15. The next consequential steps are OpenAI's response in court and the evidence the states present. The cases turn on the safety promises families received, whether those promises were deceptive, and whether the alleged conduct can be connected to particular harms.
  16. The filings put those questions before eight separate courts. Families' access to reimbursement or data deletion will depend on what the states prove and what judges order. No upcoming hearing or response deadline has been confirmed.

Quellen

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