Justiz · Terrorismusverfahren in Manchester

Zwei Männer wegen mutmaßlichen Bombenplans gegen jüdische Gemeinde in Manchester in Untersuchungshaft

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten Erkundungen an einer Synagoge und einem Museum sowie Gespräche über Bauteile für eine Chlorgasbombe vor. Ein Angriff wurde nicht gemeldet; der nächste Gerichtstermin ist für den 23. Oktober angesetzt.

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  1. Update 1Zwei Männer wegen mutmaßlichen Bombenplans gegen jüdische Gemeinde in Manchester in UntersuchungshaftSie sind hier

Der Vorwurf lautet, es habe einen Plan gegeben, Manchesters jüdische Gemeinde mit einer selbstgebauten Chlorgasbombe anzugreifen. Aus den verfügbaren Berichten geht jedoch nicht hervor, ob tatsächlich ein fertiger Sprengsatz existierte oder ob die Polizei eine Bombe oder Bauteile sichergestellt hat. Dieser Unterschied ist wichtig: Es geht um ein Verfahren wegen mutmaßlicher Vorbereitungen, nicht um einen gemeldeten Angriff oder eine erwiesene Straftat. 1

Zwei Angeklagte, Salam Ahmadyan und Rahman Salehi, wurden am 3. Oktober 2026 vor dem Westminster Magistrates’ Court in Untersuchungshaft genommen. Bezirksrichterin Nina Tempia ordnete an, dass sie in Haft bleiben; ihr nächster Gerichtstermin ist für den 23. Oktober im Old Bailey angesetzt. Bei der Anhörung gab keiner der beiden eine Erklärung zur Anklage ab. Keiner von ihnen wurde schuldig gesprochen; dass sie zu diesem Zeitpunkt keine Erklärung abgaben, ist kein Geständnis. 5 14

Die Staatsanwaltschaft nennt die Heaton Park Synagogue und das Manchester Jewish Museum als mutmaßliche Ziele. Für jüdische Einwohner betreffen diese Vorwürfe Orte des Gebets und des Gemeinschaftslebens sowie die Bewahrung jüdischer Geschichte. Die Schwere der Vorwürfe entbindet nicht von der Pflicht, zwischen den Behauptungen der Staatsanwaltschaft und gerichtlich Festgestelltem zu unterscheiden. 6

Von der Festnahme bis zum nächsten angesetzten Gerichtstermin

  1. 20. September 2026

    Beide Männer wurden in Manchester festgenommen.

    2
  2. 2. Oktober 2026

    Die Polizei und die Crown Prosecution Service gaben Terrorismusanklagen bekannt.

    23
  3. 3. Oktober 2026

    Beide erschienen vor dem Westminster Magistrates’ Court und wurden in Untersuchungshaft genommen, ohne eine Erklärung zur Anklage abzugeben.

    514
  4. 23. Oktober 2026 – angesetzt

    Ihr nächster Gerichtstermin ist für das Old Bailey angesetzt.

    514

Die Metropolitan Police gibt Ahmadyans Alter mit 36 Jahren an, sein Geburtsdatum mit dem 5. März 1990 und seinen Wohnort mit Liverpool; Salehi sei 34 Jahre alt, am 28. Oktober 1991 geboren und lebe in Salford. Beide sind iranische Staatsangehörige. Die Anklageunterlagen und die Gerichtsberichterstattung bestätigen diese Schreibweisen ihrer Namen und korrigieren die anfänglichen Schreibweisen „Salah Ammajane“ und „Rahman Salihai“. 1 2 4

Bei Salehis Alter besteht eine gesonderte, ungeklärte Abweichung. In der Mitteilung der Crown Prosecution Service vom 2. Oktober wird er mit 35 Jahren angegeben, während die Polizeiakte und die Gerichtsberichte vom 3. Oktober 34 nennen. Auch die BBC-Auszüge weichen voneinander ab. Ausgehend vom in der Polizeiakte genannten Geburtsdatum wäre er bei der Anhörung 34 und am 28. Oktober 35 Jahre alt; diese Rechnung erklärt jedoch nicht die unterschiedlichen veröffentlichten Altersangaben. 2 3 4 8

Was die Staatsanwaltschaft beweisen muss

Der Vorwurf lautet auf Beteiligung an Handlungen zur Vorbereitung terroristischer Straftaten; berichtet wird darüber gemäß Abschnitt 5 des Terrorism Act 2006. Die CPS beschreibt den Vorwurf als Vorbereitung einer terroristischen Handlung oder Unterstützung einer anderen Person dabei, und zwar am oder vor dem 20. September 2026. Ein Beginn des mutmaßlichen Verhaltens ist nicht belegt. Die vollständige Anklageschrift und eine genauere Angabe des einschlägigen Unterabschnitts des Gesetzes liegen nicht vor; die vollständige Bezeichnung des Gesetzes und des Abschnitts wird durch Gerichtsberichte gestützt, nicht durch die unvollständigen offiziellen Auszüge zur Anklage. 3 14

Die Manchester Evening News berichtet über den Vorwurf einer „feindseligen Erkundung“ der jüdischen Gemeinde Manchesters und nennt die Synagoge und das Museum als Ziele. In einem von PBS veröffentlichten Bericht der Associated Press wird ein Staatsanwalt mit dem Vorwurf zitiert, die Synagoge sei überwacht und ein Angriff auf sie recherchiert worden. Aus den verfügbaren Berichten gehen weder die genauen Erkundungshandlungen und deren Zeitpunkt noch die mutmaßlichen Handlungen der einzelnen Angeklagten an den jeweiligen Orten hervor. Die Nennung einer Einrichtung als mutmaßliches Ziel ist kein Beleg dafür, dass dort ein Angriff stattgefunden hat. 6 12

Sky News berichtet, die Terrorismusabwehr habe den Männern vorgeworfen, über verschlüsselte Anwendungen mit anderen über die Beschaffung von Bauteilen für eine selbstgebaute Chlorgasbombe kommuniziert zu haben. Das ist ein Vorwurf zu Kommunikation und einer beabsichtigten Beschaffung. Er belegt weder, dass alle benötigten Materialien beschafft wurden, noch dass ein Sprengsatz fertiggestellt wurde. 1

Aus den verfügbaren Informationen geht weder hervor, um welche Anwendungen es sich handelte, noch werden die Nachrichten wiedergegeben, alle Beteiligten genannt oder die Bauteile genauer bezeichnet. Ebenso bleibt offen, ob die Polizei eine Bombe oder Materialien sichergestellt hat. Diese Lücken rechtfertigen weder die Behauptung, ein Sprengsatz sei beschlagnahmt worden, noch die Behauptung, es sei nichts gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft muss das mutmaßliche Verhalten und den jeweiligen Zusammenhang jedes Angeklagten damit nachweisen.

Zu den Vorwürfen gehört auch ein mutmaßlicher Kontakt zu einer dritten Person, die sich vermutlich im Iran aufhält. Sky News schreibt diese Behauptung der Staatsanwaltschaft zu; The Sun berichtet von einer vorsichtigen Formulierung über einen Kontakt im Ausland, der sich „möglicherweise im Iran“ befinde. Identität und Aufenthaltsort dieser Person sind nicht belegt. 1 15

Das Datum ist keine Angriffszeit

Die Festnahmen erfolgten am Sonntag, dem 20. September, in Manchester. Sky News verortet sie im Northern Quarter; aus dem verfügbaren Auszug der Metropolitan Police geht jedoch nur Manchester hervor. Eine Bildunterschrift, die eine Szene in der Newton Street erwähnt, belegt den Festnahmeort nicht unabhängig. Die Tageszeit ist weiterhin unbekannt. 1 2 23

Der 20. September war Erev Jom Kippur, der Vorabend des jüdischen Versöhnungstags. Hebcal und Chabad bestätigen, dass Jom Kippur 5787 an diesem Sonntag bei Sonnenuntergang begann und am Montag, dem 21. September, nach Einbruch der Dunkelheit endete. Chabad zufolge dauert das Fasten von einigen Minuten vor Sonnenuntergang bis nach Einbruch der Dunkelheit. 28 29 31

Damit ist die Kalenderangabe zum Festnahmedatum bestätigt, nicht aber eine beabsichtigte Angriffszeit. Konkrete Zeiten für die Feierlichkeiten in Manchester sind hier nicht belegt, und ohne eine Uhrzeit der Festnahmen lässt sich nicht sagen, ob sie vor oder nach Sonnenuntergang erfolgten. Das Datum allein beweist keinen Plan, während des Gottesdienstes anzugreifen.

The Jewish Chronicle schreibt Innenministerin Shabana Mahmood die Bestätigung zu, dass beide Männer „vor mehreren Jahren“ mit einem kleinen Boot ins Vereinigte Königreich gekommen seien. Ihre vollständige Erklärung und der genaue Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung sind nicht verfügbar. Diese begrenzte Information zur Einreise belegt weder den Einwanderungsstatus eines der beiden Männer zum Zeitpunkt der Festnahme noch erklärt oder beweist sie das mutmaßliche terroristische Verhalten. 19

Die Metropolitan Police gab die Anklagepunkte nach Ermittlungen der Terrorismusbekämpfung bekannt. Aus den verfügbaren Informationen geht nicht hervor, welche Polizeibehörde oder regionale Einheit den Einsatz leitete, die Festnahmen vornahm oder Durchsuchungen durchführte. Die offiziellen Auszüge bestätigen die Festnahmen und die Bekanntgabe der Anklage, überprüfen jedoch nicht unabhängig jedes operative Detail der Berichterstattung. 2

Der 23. Oktober ist der nächste angesetzte Gerichtstermin, keine Frist für ein Urteil. Entscheidend bleibt, welche Beweise vorgelegt werden, wie jeder Angeklagte darauf reagiert und ob sich die Vorwürfe beweisen lassen. Fest steht: Zwei Angeklagte sitzen in Untersuchungshaft und müssen sich wegen eines Vorwurfs der Vorbereitung terroristischer Handlungen verantworten – nicht wegen eines vollendeten Angriffs, einer nachgewiesenen Bombensicherstellung oder eines Schuldspruchs. 5 14

Quellen für diesen Bericht

Sky News: Gerichtsbericht vom 3. Oktober. 1 Metropolitan Police: Bekanntgabe der Anklage. 2 Crown Prosecution Service: Mitteilung der Staatsanwaltschaft. 3

BBC News: Gerichtsbericht und Bericht zur Anklage. 4 8 Inkl: Auszug aus dem Gerichtsbericht. 5 Manchester Evening News: mutmaßliche Ziele und Gerichtsverfahren. 6 The Standard: Gerichtsbericht. 7

The Guardian: Gerichtsbericht vom 3. Oktober. 9 The Jewish Chronicle: Gerichtsbericht. 10 RTÉ: Vorwürfe zur Überwachung der Synagoge. 11 Associated Press/PBS: Darstellung der Staatsanwaltschaft. 12 BBC.com.im: wiedergegebener Auszug aus dem Gerichtsbericht. 13 London Daily News: Berichterstattung zu Anklage, Erklärungen zur Anklage und Untersuchungshaft. 14

The Sun: Vorwurf eines Kontakts im Ausland. 15 TNNews.ai: Bericht zum Fall. 16 Yahoo News UK: Gerichtsbericht. 17 The Independent: Bericht zur Anklage. 18

The Jewish Chronicle: Bericht zur Anklage und zu Mahmoods Erklärung über die Einreise. 19 The Telegraph: Bericht zur Anklage. 20 The Standard: Bericht zur Anklage. 21 The Times of Israel: Bericht zum Festnahmedatum und zu Jom Kippur. 22

Manchester Evening News: Bericht zur Anklage vor der Anhörung. 23 The Guardian: Bericht zur Anklage vom 2. Oktober. 24 My London: Bericht zum Fall. 25 Belfast Telegraph: Auszug aus dem Bericht zur Anklage. 26 KentOnline: Auszug aus dem Bericht zur Anklage. 27

Hebcal: Termine für Jom Kippur 2026. 28 Chabad: Überblick zu den Feiertagsterminen und Leitfaden zu den Feierlichkeiten. 29 31 Hebcal: Kalender für Israel 5787. 30

Hebcal: Feiertagskalender 5787, Überblick zu Jom Kippur, Kalender für die Diaspora und Feiertagskalender 2026. 32 33 34 35 36 Am Hazak: Kalender für Jom Kippur 2026. 37

Wie ausgestrahlt 20 Zeilen
  1. A judge remanded two men in custody over an alleged plot against Manchester’s Jewish community.
  2. The alleged targets include Heaton Park Synagogue and Manchester Jewish Museum—institutions used for worship, community life and preserving Jewish history. Neither defendant has been found guilty, and no attack is reported in this case.
  3. What is established about the case, and what still has to be proved?
  4. Salam Ahmadyan, 36, of Liverpool, and Rahman Salehi, 34, of Salford, are the two defendants. Both are Iranian nationals. Ahmadyan was born on March 5, 1990; Salehi’s recorded birth date is October 28, 1991. These are the corrected spellings of their names.
  5. Salehi’s published age differs by one year: 34 in the police identity record and court accounts, but 35 in the prosecution’s charging announcement. His recorded birth date makes him 34 at the October 3 hearing and 35 on October 28. That arithmetic does not explain why another account used 35, and the discrepancy remains unresolved.
  6. District Judge Nina Tempia remanded both men in custody at Westminster Magistrates’ Court on October 3, 2026. They did not enter pleas at that appearance. The absence of a plea is not an admission, and the custody decision is not a finding of guilt.
  7. The charge is engaging in conduct in preparation for terrorist acts, identified as an offence under section five of the Terrorism Act 2006. The allegation encompasses preparing to commit an act of terrorism or assisting another person to do so.
  8. The alleged conduct occurred on or before September 20, 2026. A beginning date is not established. The full charge sheet and any more precise statutory subsection are unavailable; the statutory citation is not independently confirmed by the incomplete police and prosecution charging passages. The charges were announced on October 2 following a Counter Terrorism Policing investigation.
  9. Heaton Park Synagogue and Manchester Jewish Museum are identified as intended targets in the allegations. The case includes alleged hostile reconnaissance of Manchester’s Jewish community, surveillance of the synagogue and research into attacking it. The precise reconnaissance activities, their dates and each defendant’s alleged actions at each location are not established.
  10. The alleged bomb preparations concern communications about acquiring components—not an established completed device. The men allegedly used encrypted applications to communicate with other people about obtaining components for a homemade chlorine bomb.
  11. The application names, message contents, identities of all participants and particular components are not established. Neither is it established that the defendants obtained all necessary materials, possessed a completed bomb, or that police recovered a bomb or components. Those gaps must not be turned into either a claim that a device existed or a claim that nothing was recovered.
  12. An alleged overseas contact does not establish Iranian government direction. The case also includes alleged contact with a third party believed to be in Iran. That person’s identity and location are unestablished; even the location remains tentative.
  13. No available evidence establishes instructions, funding or operational control by Iran’s government or any Iranian state agency. Iranian nationality and an alleged overseas contact do not, by themselves, demonstrate state direction. The allegations concern these two defendants, not Iranian nationals or migrants collectively.
  14. The arrests took place in Manchester on September 20, 2026. The precise location and time of day are not established. The Northern Quarter is not a confirmed arrest location, and a Newton Street photograph caption does not establish where the arrests happened.
  15. The investigation involved Counter Terrorism Policing, but the operational responsibilities of individual forces and regional units remain unspecified. It is not established which led the operation, made the arrests or conducted searches. Not every operational detail has been independently corroborated.
  16. September 20 was the eve of Yom Kippur, the Jewish Day of Atonement. It was 9 Tishrei 5787, followed by Yom Kippur on September 21, 10 Tishrei. The observance began at sunset on September 20 and ended at nightfall on September 21; the fast runs from several minutes before sunset until after nightfall.
  17. Manchester-specific observance times are not established here. Without an arrest time, it cannot be determined whether the arrests preceded or followed sunset. The calendar verifies the description of the arrest date; it does not establish an intended attack hour or prove a plan to attack during worship.
  18. Both men arrived in the United Kingdom by small boat several years ago. Their immigration status at the time of arrest is not established. That arrival history does not explain or prove the alleged terrorist conduct.
  19. The established legal position is therefore two defendants in custody facing a terrorism-preparation charge, without pleas entered at their first appearance. The reconnaissance, communications and intended acquisition of bomb components remain allegations. The prosecution must prove the alleged conduct and each defendant’s connection to it; a charge does not supply that proof.
  20. What evidence will be presented, how each defendant will respond and whether the allegations can be proved remain unresolved. Their next appearance is listed at the Old Bailey on October 23, 2026.

Quellen

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