Wissenschaft · Biosicherheit auf Inseln
Zweites Hermelin auf Rousay gefangen – Hoffnung auf einzelnen Eindringling zerschlagen
Fallensteller und Freiwillige haben zwei Raubtiere von der Orkney-Insel entfernt. Der zweite Fang macht die Hoffnung auf einen einzelnen Eindringling zunichte, doch der Weg, auf dem die Tiere ankamen, und die Frage, ob weitere vorhanden sind, bleiben ungeklärt.
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Aus dem englischen Original übersetzt.
ThemenverlaufTag 3
1 Bericht7 Medien21 Quellen
Für die Fallensteller und Freiwilligen, die monatelang auf Rousay gesucht hatten, war der Fang des ersten Hermelins der Insel ein Erfolg – aber nicht das Ende der Arbeit. Nun wurde ein zweites Tier gefangen und getötet. Damit zerschlagen sich die Hoffnungen, mit der Entfernung eines Raubtiers sei die Bedrohung für die einheimische Tierwelt der Orkney-Insel gebannt. 12 13 1
Eine Wildkamera entdeckte das zweite Hermelin am 21. Oktober 2026 in der Nähe des Loch of Loomachun. Laut The Orcadian wurde es zwei Tage später in der Nähe gefangen. Ein Bericht von BBC Scotland vom 23. Oktober bestätigte, dass es gefangen und getötet worden war. Zwei Tiere wurden entfernt; ob weitere vorhanden sind, ist unbekannt. 7 1
Vor der zweiten Entdeckung hatte das Orkney Native Wildlife Project erklärt, es sei «zunehmend zuversichtlich», dass das am 9. Oktober gefangene Tier das einzige Hermelin auf Rousay gewesen sei. Das war eine vorsichtige Einschätzung, keine Erklärung, dass die Insel hermelinfrei sei. Dennoch beendet der zweite Fang eindeutig die Erklärung, bei diesem Eindringen habe es sich um ein einzelnes Tier gehandelt. 1
Von den ersten Meldungen bis zum zweiten Fang
- 7. Mai 202612
Das Projekt bestätigt die Anwesenheit eines Hermelins auf Rousay, nachdem es im April mögliche Sichtungen gegeben hatte.
- 9. Oktober 2026121
Das erste Hermelin wird in der Nähe des Loch of Loomachun gefangen.
- 21. Oktober 202671
Eine Wildkamera entdeckt ein zweites Tier in der Nähe desselben Sees.
- 23. Oktober 202671
Das zweite Hermelin wird in einer nahe gelegenen Falle gefangen; sein Tod wird in den Berichten desselben Tages bestätigt.
Hier ist der Unterschied zwischen einer Sichtung und einem Fang wichtig. Das zweite Tier wurde am 21. Oktober entdeckt; es ist nicht belegt, dass es an diesem Tag gefangen wurde. Ebenso war der Fang im Oktober nicht der erste Hinweis auf ein Hermelin auf Rousay: Die Reaktion hatte mit möglichen Sichtungen im April und der Bestätigung im Mai begonnen. Fallensteller, Freiwillige vor Ort und die Inselgemeinschaft trugen alle zu dieser Suche bei. 7 12 13
Projektleiterin Sarah Sankey bezeichnete die zweite Sichtung als «eine zutiefst beunruhigende Entwicklung» und fügte hinzu, dass sie so kurz nach der ersten Entfernung besonders bedauerlich sei. The Orcadian berichtete, dass die Maßnahmen zur Ausrottung nach der Entdeckung verstärkt wurden. Aus den vorliegenden Berichten geht weder hervor, wie viele zusätzliche Fallen oder Kameras aufgestellt wurden, noch wird ein Zeitplan für die Überwachung nach dem Fang genannt. 1 17
Ein Raubtier am falschen Ort
Die Suche soll Wildtiere schützen, die sich nicht einfach anderswo ersetzen lassen. Hermeline jagen bodenbrütende Vögel und die Orkney-Wühlmaus, eine Unterart, die es nirgendwo sonst auf der Welt gibt. Die Wühlmaus ist größer und schwerer als die gewöhnliche Wühlmaus; ihr gesamter natürlicher Lebensraum liegt auf diesem Archipel. 1
Orkney ist außerdem ein wichtiges Brutgebiet für Große Brachvögel, Sterntaucher, Kornweihen und Sumpfohreulen. Diese Vögel verdeutlichen die umfassendere Bedeutung für den Naturschutz, nicht einen gemessenen Schaden, den die beiden Tiere auf Rousay angerichtet hätten. Den vorliegenden Erkenntnissen zufolge gibt es weder eine inselspezifische Zahl erbeuteter Tiere noch einen dem Paar zugeschriebenen Bestandsrückgang. 1
Hermeline sind auf dem schottischen Festland und in anderen Teilen des Vereinigten Königreichs heimisch. Sie sind mit Wieseln und Ottern verwandt und jagen normalerweise Kaninchen und kleine Nagetiere wie Mäuse. Das Problem ist nicht, dass die Art überall grundsätzlich schädlich wäre: Ein erfolgreicher Räuber ist in ein Inselökosystem gelangt, in dem er nicht heimisch ist. Weibchen können pro Jahr Würfe von sechs bis 12 Jungen haben, weshalb Verzögerungen ein Risiko darstellen – doch es gibt hier keine gesicherten Belege dafür, dass Hermeline sich auf Rousay fortgepflanzt haben. 1
Die umfassendere Aufgabe begann lange vor der Suche auf dieser Insel. Hermeline wurden 2010 erstmals auf Orkney nachgewiesen und etablierten sich auf Mainland Orkney, Burray und South Ronaldsay. NatureScot nennt diese etablierten Populationen als Hintergrund für die Beseitigungsmaßnahmen auf dem Archipel. 10
Das Projekt gibt an, dass seit 2019 auf ganz Orkney mehr als 9,100 Hermeline entfernt wurden – eine kumulierte Zahl, über die die BBC am 23. Oktober berichtete. Sie ist weder eine Zählung für Rousay noch eine Schätzung der noch vorhandenen Tiere. Bei der Maßnahme kommen Wildkameras, Fallen und auf Hermelinkot trainierte Hunde zum Einsatz. Ziel ist es laut Projekt, auch das letzte Hermelin zu entfernen; angestrebt wird ein hermelinfreies Orkney bis 2030 – nicht ein zugesagtes Datum, bis zu dem Rousay geräumt sein soll. 1 4
Die BBC beschreibt das umfassendere Programm als ein Projekt im Umfang von £15 Millionen. Bei den berichteten Kosten handelt es sich nicht um eine vollständige, geprüfte Abrechnung der Ausgaben. Separat dazu kündigte der RSPB am 14. August 2024 weitere Mittel in Höhe von £2.5 Millionen vom National Lottery Heritage Fund und mehr als £1.5 Millionen aus dem Nature Restoration Fund der schottischen Regierung an, der von NatureScot verwaltet wird. Dabei handelte es sich um Finanzierungszusagen, nicht um eine neue Zuweisung im Oktober 2026 oder eine laufende Gesamtsumme der Ausgaben. 1 5
Der Weg der Tiere bleibt ungeklärt
Dass beide Tiere in der Nähe desselben Sees gefunden wurden, erklärt nicht, wie sie dorthin gelangten. Naturschützer sagen, Hermeline seien gute Schwimmer und könnten den Eynhallow Sound von Mainland Orkney aus überquert haben. Das ist jedoch nur ein möglicher Weg, keine beobachtete Überquerung und keine gesicherte Erklärung für eines der beiden Tiere. Die Fänge zeigen nicht, ob die Hermeline gemeinsam ankamen, getrennt übersetzten oder auf andere Weise nach Rousay gelangten. 1
Diese Unsicherheit macht Biosicherheit zu einem untrennbaren Teil der Beseitigung. Die Arbeit des Projekts zielt sowohl darauf ab, eine Ausbreitung der Hermeline auf weitere Inseln zu verhindern, als auch darauf, ihre Rückkehr nach einer Ausrottung zu verhindern. Bereits vorhandene Tiere aufzuspüren und neue Ankünfte zu entdecken sind miteinander verbundene Aufgaben; Erfolg bei der ersten macht die zweite nicht überflüssig. 14
Meldungen aus der Öffentlichkeit helfen neben Überwachungsgeräten, Hundesuchen und Informationen aus dem Fallennetz dabei, die Reaktion zu steuern. Das Projekt nimmt Meldungen telefonisch, über seine Website und über die Facebook-Gruppe «Stoats in Orkney» entgegen. Es berichtet, dass einige detaillierte Meldungen am Morgen dazu geführt hätten, dass bis zur Mittagszeit Fallen aufgestellt und über Nacht ein Tier gefangen worden sei – ein Beispiel dafür, was hilfreiche Informationen bewirken können, aber keine garantierte Reaktionszeit. 11
Es wurde weder ein Datum für die Erklärung Rousays als hermelinfrei angekündigt noch eine festgelegte Schwelle für eine solche Erklärung genannt. Der zweite Fang hat eine Frage beantwortet: Bei diesem Eindringen war das erste Tier nicht allein. Die Fragen, von denen das weitere Vorgehen abhängt – ob noch weitere Tiere vorhanden sind und wie neue Ankünfte verhindert werden können –, sind weiterhin offen.
Wie ausgestrahlt 18 Zeilen
- Trappers have caught and killed a second stoat on Rousay. Two predators have now been removed from an island where conservationists had hoped there was only one. They're protecting ground-nesting birds and a vole found nowhere else in the world. They still have to work out whether more stoats remain and how the animals reached the island.
- A trail camera picked up the second animal near Loch of Loomachun on October twenty-first. Trappers caught it nearby two days later, on October twenty-third. The first animal had been caught near the same loch on October ninth.
- The Orkney Native Wildlife Project had said it was increasingly confident that the first animal was the only stoat on Rousay. The second capture overturned that hope. Removing the first animal had ended a months-long search, but another predator was still there.
- The project confirmed a stoat's presence on May seventh, after potential sightings in April. October ninth brought the first capture. October twenty-first brought the second detection, followed by capture on October twenty-third. Trappers, local volunteers and the island community have all helped the response.
- Project manager Sarah Sankey called the second sighting deeply concerning, especially so soon after the first removal. The project stepped up eradication efforts after the detection. Two animals have been caught, but nobody has announced that Rousay is clear.
- Stoats prey on ground-nesting birds and the Orkney vole. On these islands, that puts an introduced predator alongside wildlife with particular conservation value. The vole is a subspecies found only in Orkney, and it's larger and heavier than the common vole.
- Orkney is an important breeding area for curlews, red-throated divers, hen harriers and short-eared owls. Across the archipelago, protecting those birds and the vole is a central reason for removing stoats before they spread further.
- Stoats are native to mainland Scotland and other parts of the United Kingdom. They're related to weasels and otters, and usually hunt rabbits and small rodents such as mice. Their arrival puts that hunting ability into an island ecosystem where they aren't native.
- Female stoats can produce litters of six to twelve kits a year. That capacity to multiply explains the urgency of finding every animal. Whether any have bred on Rousay is unknown.
- Stoats were first recorded in Orkney in twenty-ten. They became established on Mainland Orkney, Burray and South Ronaldsay. The wider removal operation now stretches far beyond the two animals found on Rousay.
- The project says it has removed more than nine thousand one hundred stoats across Orkney since twenty-nineteen. Each removal takes out a predator, but even that cumulative total can't tell conservationists whether another animal is still hiding on Rousay.
- The operation uses trail cameras, traps and dogs trained to detect stoat droppings. Its aim is to remove every last stoat. The project targets a stoat-free Orkney by twenty-thirty, though Rousay has no announced clearance date.
- The National Lottery Heritage Fund committed another two point five million pounds in August twenty-twenty-four. More than one point five million pounds also came through the Scottish Government's Nature Restoration Fund, managed by NatureScot. Those were commitments to support the work.
- The wider programme reportedly costs fifteen million pounds. That figure isn't a complete audited spending total. The earlier funding awards describe money committed, so they can't be treated as a running account of what has already been spent.
- Stoats are strong swimmers. Conservationists say a crossing from Mainland Orkney through Eynhallow Sound is one possible explanation for their arrival on Rousay. But nobody knows how either animal got there. Finding both near the same loch doesn't reveal their route.
- The project's biosecurity work aims to stop stoats spreading to more islands and prevent their return after removal. That means an island's protection depends both on finding animals already there and detecting fresh arrivals.
- Public sightings help direct the search alongside cameras, dog searches and information from the trap network. People can report sightings by phone, through the project's website or through the Stoats in Orkney Facebook group.
- In some previous responses, detailed morning sightings have led to traps being installed by lunchtime and an animal caught overnight. That shows how quickly a useful sighting can lead to removal, though response times vary. Rousay's second capture proves the first animal wasn't alone. Whether more remain, and how to prevent another arrival, are still unresolved.
Quellen
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