Unternehmen · Sicherheit beim Bau von Fab-Anlagen

Vier Arbeiter sterben auf TSMC-Baustelle; Stahlarbeiten an neuen Fabriken in ganz Taiwan ausgesetzt

Vier Beschäftigte eines Auftragnehmers starben am Fab-22-Standort in Kaohsiung. TSMC hat den Baustopp ausgeweitet, während Ermittler ein mutmaßliches Versagen einer Stahlverbindung und die Schutzmaßnahmen für die Arbeiter untersuchen.

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  1. Update 1Vier Arbeiter sterben auf TSMC-Baustelle; Stahlarbeiten an neuen Fabriken in ganz Taiwan ausgesetztSie sind hier

Vier Arbeiter stürzten gemeinsam mit dem Stahl in die Tiefe, den sie gerade montierten. Bis zum folgenden Morgen waren alle vier tot. Nach dem Einsturz auf der Baustelle von Fab 22 der Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. in Kaohsiung untersuchen Ermittler eine mutmaßlich gebrochene Stahlverbindung – und fragen, warum die Berichten zufolge eingesetzten Schutzmaßnahmen die Männer nicht vor dem Absturz bewahrt haben. 1 11

Der Unfall ereignete sich am 20. Oktober 2026 während des Hebens und Montierens von Stahl auf der Baustelle von Bauphase 4 im Bezirk Nanzih, der zum Southern Taiwan Science Park gehört. Drei Männer starben noch in dieser Nacht. Der vierte, mit dem Nachnamen Huang, starb am Morgen des 21. Oktober im Krankenhaus, nachdem er auf der Intensivstation behandelt worden war und seine Vitalzeichen instabil gewesen waren, so das Büro des Southern Taiwan Science Park. 1 18

Die Reaktion von TSMC reicht nun über den Bereich hinaus, in dem die Männer stürzten. Am 21. Oktober erklärte das Unternehmen, die Arbeiten auf der Baustelle in Kaohsiung sowie die Stahlbauarbeiten an seinen neuen Fabrikstandorten in ganz Taiwan freiwillig ausgesetzt zu haben. Das ist eine weitreichende Reaktion auf die Sicherheitslage auf Baustellen, aber keine angekündigte Stilllegung von in Betrieb befindlichen Chipfabriken oder sämtlichen Bauarbeiten im ganzen Land. 23

Alle vier Männer waren bei Shang Hao Machinery Co Ltd beschäftigt, auf Chinesisch 上昊機械有限公司. Den Angaben des Büros zufolge befanden sie sich an der äußeren Stahlkonstruktion im dritten Stock und führten Hebe- und Montagearbeiten aus; auch Schweißarbeiten wurden gemeldet. Der Arbeitgeber ist bekannt, die vollständige Kette aus Haupt- und Subunternehmen ist den verfügbaren Berichten zufolge jedoch nicht geklärt. 18 11 12

Der Notfall und die ausgeweitete Reaktion

  1. 20. Okt., 16:53 Uhr taiwanischer Zeit

    Die Feuerwehr in Kaohsiung erhält den Notruf und entsendet 10 Fahrzeuge und 22 Einsatzkräfte. Dies ist der Zeitpunkt der Alarmierung, nicht ein unabhängig bestätigter Zeitpunkt des Einsturzes.

    119
  2. 20. Okt., abends

    Im Abendbericht der CNA, aktualisiert um 23:02 Uhr, ist von drei Todesopfern und einem Arbeiter auf der Intensivstation die Rede.

    18
  3. 21. Okt., morgens

    Huang stirbt im Krankenhaus; damit steigt die bestätigte Zahl der Todesopfer auf vier.

    1
  4. 21. Okt.

    TSMC kündigt eine Aussetzung der Arbeiten auf der Baustelle in Kaohsiung und der Stahlbauarbeiten an neuen Fabrikstandorten in ganz Taiwan an.

    23

Bei den frühen Angaben zum Notfall handelte es sich nicht um eine andere Gruppe von Betroffenen. Focus Taiwan beschrieb in seinem ersten Bericht, der am 20. Oktober um 20:36 Uhr veröffentlicht wurde, zwei Arbeiter ohne Vitalzeichen und zwei Verletzte. Ohne Vitalzeichen aufgefunden zu werden, ist nicht dasselbe wie eine formelle Todesfeststellung. Die späteren Berichte schilderten den sich verschlechternden Zustand derselben vier Männer, die alle ins Krankenhaus gebracht wurden. 19 18 23

Eine mutmaßliche Verbindung, kein abschließendes Urteil

Der vorläufige Bericht des Büros konzentriert sich auf Bolzen in einer Verbindungsplatte der äußeren Stahlkonstruktion auf Höhe des dritten Stocks. Ermittler vermuten, dass diese Bolzen brachen und dadurch die Männer und schwere Stahlteile in die Tiefe stürzten. Die Unterscheidung zwischen diesem vermuteten Ablauf und einer abschließenden Ursachenfeststellung ist wichtig: Die Identifizierung einer offenbar versagenden Verbindung klärt noch nicht, warum sie versagte oder wer dafür verantwortlich war. 18 11

In einem Bericht der Liberty Times vom 21. Oktober nannte Bürodirektorin 鄭秀絨 eine Materialermüdung der Bolzen oder eine zu geringe Zahl von Bolzen als vorläufige Möglichkeiten. Keine der beiden Möglichkeiten ist als Ursache nachgewiesen. Die technische Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen; der Arbeitsort im dritten Stock ist keine gemessene Fallhöhe. In den verfügbaren Berichten wurden weder die genaue Fallhöhe noch das Gewicht des Trägers oder die Abmessungen der Stahlteile bestätigt. 11 12

Einige Berichte verorten den Defekt auch in unterschiedlichen Ausrüstungsteilen. Die China Times berichtete am 21. Oktober, dass Kranbolzen gebrochen seien; in dem der Behörde zugeschriebenen Bericht der Liberty Times vom selben Tag war dagegen von einem mutmaßlichen Versagen der Bolzen in der äußeren Stahl-Verbindungsplatte die Rede. Das sind inhaltlich unterschiedliche Beschreibungen, keine austauschbaren Bezeichnungen für einen gesicherten Unfallhergang. Der genauere Bericht des Büros liefert einen Ansatzpunkt für die Ermittlungen, aber kein abschließendes Urteil. 12 11

Dieselbe Vorsicht gilt bei der Frage des Baudrucks. Die China Times bezeichnete das Projekt als unter Zeitdruck vorangetrieben. In ihrem Bericht vom 21. Oktober wies der Bürodirektor einen Zusammenhang mit dem Bauzeitplan ausdrücklich zurück. Ein abschließender technischer Befund klärt diesen Widerspruch nicht. Allein auf Grundlage dieser Berichte lässt sich Zeitdruck weder verantwortlich als Ursache feststellen noch als abschließend geklärtes Ermittlungsergebnis ausschließen. 12 11

Der Direktor sagte außerdem, dass Schutzmaßnahmen und Sicherheitsseile im Einsatz gewesen seien. Damit wird ihre Anordnung zu einer zentralen Frage, statt die Sicherheitsprüfung abzuschließen. Aus den Berichten geht nicht hervor, wie die Arbeiter gesichert waren oder warum die gemeldeten Schutzvorkehrungen die tödlichen Stürze nicht verhinderten, als der Stahl herunterkam. Dass Ausrüstung vorhanden war, belegt nicht, dass die Arbeiten sicher geschützt waren. 11

Was geschehen muss, bevor die Arbeit wieder aufgenommen wird

Die Arbeitsunterbrechungen erfolgten schrittweise. In der ersten Stellungnahme vom 20. Oktober sprach TSMC davon, die betreffenden Bauarbeiten freiwillig auszusetzen. Die konkrete örtliche Anordnung des Büros betraf das Heben und Montieren von Stahl in Bauphase 4; zudem sollte der Unfallort gesichert bleiben. In der Mitteilung des Unternehmens vom folgenden Tag wurde die Vorsichtsmaßnahme auf Stahlbauarbeiten an neuen Fabrikstandorten in ganz Taiwan ausgeweitet. Diese Maßnahmen haben unterschiedliche Geltungsbereiche. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass sämtliche Aktivitäten von TSMC eingestellt wurden. 30 18 31 23

Arbeitsinspektoren wurden entsandt, um die Ursache zu untersuchen und die Verantwortung zu klären; TSMC zufolge unterstützen die Sicherheitsexperten des Unternehmens die Ermittlungen. Die eingestellten Stahlarbeiten in Bauphase 4 dürfen erst wieder aufgenommen werden, wenn ein Verbesserungsplan eingereicht und genehmigt wurde. In den verfügbaren Berichten gibt es kein bestätigtes Wiederaufnahmedatum und keine Genehmigung, keinen abschließenden technischen Bericht, keine im konkreten Fall verhängte Geldbuße und keine Entscheidung der Staatsanwaltschaft. Eine Arbeitssperre belegt auch nicht, dass das verbliebene Bauwerk stabilisiert oder von anhaltenden Gefahren befreit wurde. 1 11 23

Fab 22 wird für die Chipfertigung mit 2-Nanometer-Technologie und fortschrittlicheren Technologien entwickelt; die Fertigstellung der Bauphase 4 war für 2027 geplant. Diese Pläne erklären die Bedeutung des Projekts für die Expansion von TSMC. Sie belegen nicht, dass der Unfall den Fertigstellungstermin, die Produktion oder die Versorgung der Kunden verändert hat. Bestätigt sind vier Todesfälle, ein Baustopp und eine ausgeweitete Pause bei den Stahlarbeiten. 1 23

An die Reaktion werden nun höhere Anforderungen gestellt, als lediglich eine Pause anzukündigen. Bevor die Arbeiter zu den ausgesetzten Stahlarbeiten zurückkehren, muss die Untersuchung klären, warum die Verbindung versagte, warum die Schutzmaßnahmen die Männer nicht retteten und wer für beides verantwortlich war. Ein genehmigter Verbesserungsplan muss die Gefahr angehen, die sie das Leben kostete – und darf nicht lediglich einen Termin für die Fortsetzung der Bauarbeiten nennen.

Wie ausgestrahlt 14 Zeilen
  1. A collapsing steel structure killed four workers at TSMC's Fab 22 construction site. The deaths have stopped work at the Kaohsiung site and widened the safety response to new-fab steelwork across Taiwan. Investigators must determine what failed and why the workers' protection didn't prevent their fatal falls.
  2. All four men worked for Shang Hao Machinery. They fell with heavy steel components during a lifting and installation operation. All four were taken to hospital, but none survived.
  3. The collapse happened on October 20, 2026, in Nanzih District, Kaohsiung, at TSMC's Fab 22 development. The site is part of the Southern Taiwan Science Park. The men were working on its Phase 4 construction project.
  4. The Kaohsiung Fire Department received the emergency call at 4:53 that afternoon and dispatched 10 vehicles and 22 personnel. That time marks the notification to firefighters. Three workers died that night. The fourth, a man surnamed Huang, remained in intensive care with unstable vital signs.
  5. Huang died in hospital on the morning of October 21. The first emergency update had described two men without vital signs and two injured. By that evening, three deaths were confirmed. The changing toll followed the same four workers as their conditions deteriorated.
  6. Someone being found without vital signs still needs a formal death declaration, which explains the difference between the earliest emergency figures and the later confirmed toll. The bureau's account places the crew on the third-floor exterior steel structure, carrying out steel lifting and installation. Welding was also part of the work.
  7. The suspected failure lies in bolts on an exterior steel connecting plate at the third-floor level. The science park bureau says those bolts may have broken, allowing the workers and steel components to fall. Investigators are still examining that sequence.
  8. The bureau has identified bolt fatigue and too few bolts as preliminary possibilities. It hasn't determined the cause. The third-floor work location also doesn't give investigators a measured fall distance. Reconstructing the failure will require examining the connections and the loads they carried.
  9. Investigators are examining the exterior steel connection. Earlier explanations involving scaffolding or crane bolts point to different parts of the operation. Those explanations can't be combined into a settled cause. Construction-schedule pressure is also contested, with no final technical finding resolving its role.
  10. The science park bureau's director rejected a connection to schedule pressure and said protective measures and safety ropes were in use. How that protection was arranged, and why it failed to prevent the deaths, still needs explaining. Labor inspectors are investigating responsibility, with TSMC's safety personnel assisting.
  11. TSMC's wider suspension reaches steel-structure operations at new fab construction sites across Taiwan, alongside the Kaohsiung construction site. The bureau's specific local stoppage covers Phase 4 steel lifting and installation. That takes the safety response beyond the individual work area where the men fell.
  12. TSMC initially announced on October 20 that it was voluntarily stopping the related work. By October 21, the company had announced the broader suspension. The bureau also called for the accident scene to be preserved so investigators could examine what happened.
  13. Fab 22 is being developed for two-nanometer and more advanced chipmaking technologies. Phase 4 construction had been scheduled for completion in 2027. Those plans explain the project's role in TSMC's expansion, while the immediate consequences fall on construction workers and the stopped steelwork.
  14. The investigation hasn't yet explained why the connection failed or who was responsible for keeping the elevated work safe. The stopped Phase 4 steelwork can resume only after an improvement plan is submitted and approved. No restart date has been announced.

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