Katastrophen · Busunglück in Winter Haven
Ein Auto überquerte vor Morgengrauen die Mittellinie. Warum, kann noch niemand sagen.
Zwei Menschen starben, als ein weißer Malibu einen Schulbus des Polk County mit 37 Schülern rammte. Die Darstellung des Sheriffs dazu, wie es geschah, ist detailliert. Sein Bericht darüber, warum, ist leer, und die Beweise, die ihn füllen könnten, sind unveröffentlicht.
Video in der Originalsprache
Transkript · WIRD GELADEN
Aus dem englischen Original übersetzt.
ThemenverlaufTag 1
1 Bericht21 Medien25 Quellen2 Videos
Warum verließ ein weißer Chevrolet Malibu an einem dunklen Montagmorgen seine Spur und prallte gegen einen Schulbus voller Teenager? Fast einen Tag nach dem Unfall kann das außerhalb der Ermittlungen niemand sagen. Ein Mädchen der 10. Klasse im Bus ist tot, ebenso der Fahrer eines Jeeps. Der Fahrer des Malibu, der auf dem Weg zur Arbeit war, wurde weder festgenommen noch angeklagt. Es gibt eine recht genaue Schilderung dessen, wie sich der Unfall abspielte, aber fast nichts dazu, warum.
Die wichtigsten Fakten
Was der Sheriff zum Hergang sagt
Polk County Sheriff Grady Judd schilderte den Ablauf bei einer Pressekonferenz. Gegen 6:13 Uhr fuhr der Bus 1819 der Polk County Public Schools auf der Lucerne Park Road (State Road 544) in östlicher Richtung, etwa 1,5 Meilen westlich des U.S. 27 und nordöstlich von Winter Haven, und brachte Schüler zur Winter Haven High School. Eine vorläufige Auswertung des Busvideos zeige den Bus auf seiner eigenen Spur, sagte Judd. Ein in westlicher Richtung fahrender Malibu habe „aus noch unbekannten Gründen“ die Mittellinie überquert und den Bus nahe den Hinterrädern getroffen, wobei ein Reifen abgerissen worden sei. Der Bus habe die Kontrolle verloren, sei auf die Fahrbahn in Gegenrichtung geschleudert und frontal mit einem silbernen Jeep zusammengestoßen, dann auf dem Dach in einem Graben gelandet. Der Jeep fing Feuer; der Bus nicht. 5 19
Montag, 5. Okt., und was als Nächstes ansteht
- Mo, 5. Okt., gegen 6:13 Uhr519
Ein in westlicher Richtung fahrender Malibu überquert die Mittellinie und trifft den Bus nahe den Hinterrädern.
- Augenblicke später93
Der Bus schert in die Gegenfahrbahn aus, kollidiert frontal mit einem silbernen Jeep und überschlägt sich in einem Graben; der Jeep brennt.
- Mo, 5. Okt., gegen 14 Uhr13
Die Lucerne Park Road wird in beiden Richtungen wieder freigegeben, nachdem mehr als 100 Einsatzkräfte am Unfallort gearbeitet haben.
- Di, 6. Okt., 11 Uhr13
Das Sheriffbüro setzt seine nächste Pressekonferenz in seinem Einsatzzentrum in Winter Haven an.
Der Fahrer des Jeeps starb am Unfallort. Ebenso das Mädchen im Bus, das Judd „ein wunderbares Mädchen der 10. Klasse“ nannte. Keiner von beiden war bis Montagabend öffentlich genannt worden. 13 4
Wer verletzt wurde und wie schwer
An Bord waren 39 Personen: 37 Schüler der Winter Haven High, die Fahrerin und ihre 9-jährige Tochter. Früh am Tag sprachen die Behörden von fünf bis sieben Traumaalarmen und einem kritischen Patienten. 1 7 Die spätere Aufschlüsselung des Sheriffs ist das klarste verfügbare Bild: 22 Schüler wurden in einem anderen Schulbus mit einem Sanitäter ins Krankenhaus gebracht, sieben per Krankenwagen, drei per Luftrettung und vier mit ihren Familien. Die Fahrerin und ihre Tochter wurden im Krankenwagen gebracht. Die Schülerzahlen ergeben zusammen 36, also die 37 Schüler abzüglich des gestorbenen Mädchens. Diese Summe ist unsere eigene Rechnung, keine offizielle Angabe. 13 14
Bis zur abendlichen Zusammenfassung waren die meisten Verletzten behandelt und entlassen worden. Doch niemand hat eine Gesamtzahl der schweren Verletzungen oder den aktuellen Zustand der noch im Krankenhaus Behandelten veröffentlicht, und diese Lücke wiegt schwerer, als die saubere Aufschlüsselung vermuten lässt. Eine Zählung dessen, wie Menschen transportiert wurden, ist keine Zählung dessen, wie schwer sie verletzt wurden.
Das Lob und die Vorsicht
Schulleiter Fred Heid, der neben Judd stand, sagte, Evakuierungsübungen hätten den Schaden begrenzt: „Das Ereignis hätte weitaus schlimmer sein können … Wir haben heute sehr, sehr großes Glück, dass nicht mehr Schüler schwer verletzt wurden, auch die Fahrerin.“ 13 Das ist eine plausible Lesart. Ein Bus auf dem Dach, ein brennender Jeep in kurzer Entfernung und die meisten Schüler, die unverletzt davongehen – das ist kein unbedeutendes Ergebnis. Es ist jedoch die eigene Einschätzung des Schulbezirks, abgegeben wenige Stunden nach dem Unfall, und bisher überprüft nichts Veröffentlichtes sie. Richtig zusammengefasst: Die Behörden schreiben es den Übungen zu; dass die Übungen der Grund waren, ist nicht belegt.
Eine Frau auf dem Weg zur Arbeit hielt an und half am Unfallort verletzten Schülern. 12
Zwei Schilderungen, ein Aufprall
NBC News gab Judds Darstellung so wieder, dass der Malibu die Hinterräder des Busses traf. 1 WRAL berichtete unter Berufung auf Unfallermittler, das Auto sei in die Seite des Busses gefahren und habe die Hinterräder abgerissen. 2 Ein anderes Medium zitierte Judd mit den Worten, das Auto habe die Seite des Busses in der Nähe der Hinterräder getroffen. 9 Höchstwahrscheinlich handelt es sich um denselben Aufprall, unterschiedlich detailliert beschrieben; die endgültige Rekonstruktion wird das klären. WRAL verortete den Unfall zudem „nahe Orlando“; er ereignete sich im Polk County, im Raum Winter Haven. Auch bei der Frage, ob außer dem Bus zwei oder drei Fahrzeuge beteiligt waren, unterscheiden sich die Medien, wobei mindestens eines mehr als der Malibu und der Jeep beteiligt war. 2 3
Das ist kein Vorwurf an irgendjemanden. Vorläufige Auswertungen werden üblicherweise präzisiert, und dass ein Sheriff ein Video beschreibt, das er gesehen hat, ist gängige Praxis. Es beeinflusst aber, wie viel Gewicht die zentrale Aussage tragen kann. „Der Bus war auf seiner Spur“ ist die einzige Tatsache, von der die Schuldfrage bei diesem Unfall derzeit abhängt, und sie ist im Moment von niemandem außer den Ermittlern überprüfbar.
Was das Schweigen umfasst
Der Fahrer des Malibu kooperiert mit den Ermittlern der Verkehrstötungsabteilung des Polk County, und nichts in der Berichterstattung sagt, ob Beeinträchtigung, ein medizinischer Notfall, Ablenkung oder etwas anderes eine Rolle spielte. Das Fehlen einer Anklage ist in keiner Richtung als Befund zu verstehen. Verfahren wegen Verkehrstötungen ziehen sich oft hin, weil sie von Toxikologie, Fahrzeugdaten und Rekonstruktion abhängen. Ein Medium berichtete, die National Transportation Safety Board habe neben dem Sheriffbüro eine Sicherheitsuntersuchung eingeleitet; das steht nicht in der eigenen Zusammenfassung des Sheriffs und beruht auf einem einzigen Bericht. 3 13
Im eigenen Beitrag des Schulbezirks hieß es, der Unfall habe „das Leben einer Schülerin der Winter Haven High und eines weiteren Verkehrsteilnehmers gefordert“. 18 Die Winter Haven High blieb am Montag geöffnet, und die Vorsitzende des Schulrats bat die Gemeinde, die Familie des Mädchens und die Schule zu unterstützen. 13
Bekannt
- Eine Schülerin der 10. Klasse der Winter Haven High im Bus und der Fahrer eines Jeeps starben. 46
- Judd zufolge war der Bus auf seiner eigenen Spur, und ein in westlicher Richtung fahrender Malibu überquerte die Mittellinie, traf den Bus nahe den Hinterrädern, woraufhin der Bus frontal mit einem Jeep zusammenstieß und sich überschlug. 59
- Der Malibu-Fahrer kooperiert mit den Ermittlern und war zum Zeitpunkt der Pressekonferenz nicht festgenommen worden. 1
Unbekannt
- Warum der Malibu die Mittellinie überquerte und ob eine Anklage folgt.
- Die Namen der beiden Getöteten sowie Zahl und Zustand der schwer verletzten Schüler.
- Ob die NTSB formell beteiligt ist und was das Busvideo und die Notrufe zeigen.
Als Nächstes
- Die Pressekonferenz des Sheriffs am Dienstag, 6. Okt., um 11 Uhr in Winter Haven: Namen, eine mögliche Entscheidung über eine Anklage und ob das Video veröffentlicht wird.
Wie ausgestrahlt 12 Zeilen
- A car crossed the center line and hit a school bus carrying 37 students.
- Two people are dead: a 10th-grade girl riding to Winter Haven High School, and the driver of a Jeep the bus struck head-on. Nobody has been arrested.
- Why did the car cross the line, and will its driver face charges?
- It was still dark, about 6:13 a.m., when Polk County bus 1819 headed east toward Winter Haven High School. Preliminary review of the bus video shows it in its own lane. A white Chevrolet Malibu heading west crossed the center line, for reasons not yet known, and struck the bus near its rear wheels. The impact ripped a tire off. The bus lost control and veered into the westbound lane, where it hit a silver Jeep head-on, then flipped onto its roof in a ditch. The Jeep caught fire, and its driver died at the scene. The bus did not burn. The girl on the bus died at the scene too. Neither victim has been named.
- The crash happened on Lucerne Park Road, State Road 544, about a mile and a half west of U.S. 27, near a Walmart distribution center northeast of Winter Haven. More than 100 first responders worked the scene, and the road stayed closed in both directions until about 2 p.m.
- Thirty-nine people were aboard: 37 students, the driver, and her 9-year-old daughter. The students left the scene four ways. Twenty-two rode to a hospital on another school bus with a paramedic. Seven went by ambulance. Three were airlifted. Four were taken by their families. The driver and her daughter went by ambulance. Those student figures add up to 36, the 37 students minus the girl who died. That is arithmetic, not an official count.
- By evening, most of the injured had been treated and released. Early in the day, five to seven trauma alerts were issued, with one person critical. Patients went to AdventHealth Heart of Florida, Lakeland Regional Health, Winter Haven Hospital and Arnold Palmer Children's Hospital, and one hospital had discharged 10 young patients to their parents by midday. One adult from another vehicle went by ambulance, and two other people got themselves to hospital. A woman on her way to work stopped and helped injured students at the scene.
- But no total for serious injuries has been published, and nobody has released a current condition for anyone still hospitalized.
- The county's sheriff called it the most horrific bus tragedy in decades, as far back as he can remember. The school superintendent credited evacuation drills with limiting the harm. He said families had been contacted and district staff were at the hospitals reuniting students with parents. Winter Haven High stayed open.
- The Malibu's driver was on the way to work and is cooperating with traffic homicide investigators. There has been no arrest and no charge. Nothing in the reporting says whether impairment, a medical emergency, distraction or something else played a part. The bus video and 911 calls were not released Monday.
- Accounts differ on one detail: whether the car hit the bus's rear wheels, or hit its side and tore the rear wheels off. They probably describe the same impact, and final findings will settle it. Accounts also differ on how many other vehicles were involved, two or three, though at least one more was. And an early report placed the crash near Orlando. It happened in Polk County.
- So the question stands. No one has said why the car crossed the line, and no charges have been announced. Federal involvement is unconfirmed: a National Transportation Safety Board investigation has been reported, but the sheriff's office has not listed it. The victims' names, any charging decision, the video, and the full injury count are all still to come. The sheriff's office has scheduled its next briefing for 11 a.m. Tuesday at its operations center in Winter Haven.
Quellen
25 Quellen20 Medien2 Videos
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Übersetzung aktualisiert:
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- r1Erstmals veröffentlicht.
