BerichtFortlaufendes Thema · Bericht 2 von 2
Burnham will Pflege, die bei Inanspruchnahme kostenlos ist. Wer würde dafür bezahlen?
Burnham will einen Pflegedienst nach dem Vorbild des NHS für England und verspricht, den Wählern einen Plan vorzulegen. Umfang, Kosten und Finanzierung sind weiterhin ungeklärt.
Video in der Originalsprache
Transkript · WIRD GELADEN
Aus dem englischen Original übersetzt.
Fortlaufendes ThemaTag 61
2 Berichte38 Medien62 Quellen1 Video
Das ganze ThemaWas sich seit unserem letzten Bericht geändert hat
60 Tage später
Damals
Nach 30 Jahren des Versagens verspricht Burnham, die Sozialfürsorge gemeinsam zu reformierenDamals noch offen
- In den bereitgestellten Auszügen sind weder ein bestätigter Kalendermonat für die Prüfung noch ein bestätigter Zeitplan für die Bezahlung oder ein bestätigter Finanzierungsmechanismus genannt.
Worauf wir achten wollten
- Ob die beschleunigte Prüfung kostenbezifferte Optionen hervorbringt, die parteiübergreifende Gespräche und eine Finanzierungsentscheidung überstehen.
- Ob die Ausweitung der Vereinbarung über faire Bezahlung über ein Grundsatzversprechen hinaus zu verbindlichen Vergütungssätzen und einer Finanzierung für Anbieter führt.
Jetzt
Burnham will einen Pflegedienst nach dem Vorbild des NHS für England und verspricht, den Wählern einen Plan vorzulegen. Umfang, Kosten und Finanzierung sind weiterhin ungeklärt.
Inzwischen gesichert
- Burnham hat versprochen, den Wählern bei der nächsten Parlamentswahl einen ausgearbeiteten Pflegeplan vorzulegen.
Was wäre nötig, damit soziale Pflege kostenlos ist, wenn jemand sie braucht – und wer würde stattdessen dafür bezahlen? Premierminister Andy Burnham hat einen nationalen Pflegedienst für England nach dem Vorbild des NHS vorgeschlagen, der sich an seinem Grundsatz orientiert: „Alle tragen bei, alle sind abgesichert.“ In seinem Interview mit Laura Kuenssberg von der BBC am 27. September sagte er, er werde einen konkreten Plan ausarbeiten und ihn den Wählern bei der nächsten Parlamentswahl vorlegen. Das ist das Versprechen, einen Vorschlag vorzulegen – kein finanzierter Dienst, der unmittelbar seine Arbeit aufnehmen kann, und auch keine Zusage, ihn vor der Wahl einzuführen. 12
Die Frage stellt sich lange vor einer Wahl. Wer im Alltag Hilfe braucht, kann nicht davon ausgehen, dass soziale Pflege zu denselben Bedingungen wie ein NHS-Termin angeboten wird. In England richtet sich die Unterstützung der Kommunen bei Pflegekosten nach einer Bedarfsprüfung und einer finanziellen Prüfung. Menschen mit Ersparnissen von mehr als £23,250 erhalten in der Regel keine solche Unterstützung; Menschen unterhalb dieser Schwelle müssen sich möglicherweise trotzdem an den Kosten beteiligen. Burnhams Vorhaben würde verändern, wann jemand mit einer Pflegekostenrechnung konfrontiert wird, doch er hat nicht festgelegt, welcher Anspruch an die Stelle der bisherigen Regeln treten würde. 212
Alle tragen bei, alle sind abgesichert.
Burnham bezeichnete das derzeitige System als „dürftig“ und warnte, dass eine kaputte soziale Pflege letztlich auch dem NHS schaden würde. Seine Argumentation lautet nicht nur, dass Pflegekosten schwer zu tragen sind. Vielmehr habe es auch Folgen für den Gesundheitsdienst, wenn Unterstützung nicht durch eine Garantie nach dem Vorbild des NHS abgesichert ist. Doch die Formulierung „kostenlos bei Inanspruchnahme“ klärt nur einen Teil der Frage: Sie besagt, dass die Person, die eine abgedeckte Pflegeleistung erhält, zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme nicht dafür zahlen müsste. Sie sagt nicht, welche Pflegeleistungen abgedeckt wären oder wie die gemeinsamen Kosten eingezogen würden. 12
Für die Kosten gibt es keine Einigung
Burnham wurde eine Schätzung von £18 Milliarden pro Jahr für ein ganz England umfassendes System vorgelegt, das bei Inanspruchnahme kostenlos wäre. „So hoch ist es nicht“, entgegnete er. Die Zahl ist eine Schätzung, die er bestreitet – kein eigener Haushaltsansatz, keine vereinbarte staatliche Kostenkalkulation und keine Angabe dazu, wie viel die Steuerzahler zahlen werden. Er nannte weder eine alternative Jahressumme noch eine bestimmte Abgabe und schloss Steuererhöhungen nicht aus. Ohne einen klar definierten Dienst bliebe selbst bei einem scheinbar präzisen Preis eine grundlegende Frage offen: Was genau wird da berechnet? 2
Im Wahlprogramm von Labour für 2024 wurde versprochen, die Beiträge zur Sozialversicherung, die Einkommensteuer und die Mehrwertsteuer nicht zu erhöhen. Burnham hat nicht erläutert, wie ein umfangreicher neuer Pflegeanspruch neben diesem Versprechen finanziert werden soll. Er hat auch nicht gesagt, ob kostenlose persönliche Pflege auf jede Art von benötigter Hilfe ausgeweitet würde oder ob Kosten für Pflegeheime und Unterkunft bestehen blieben. Diese Grenzen bestimmen sowohl die öffentlichen Kosten als auch die Antwort auf die Frage, die Familien am meisten interessieren dürfte: Welche ihrer derzeitigen Rechnungen würden wegfallen? 2
Keine Seite hat die Rechnung abschließend geklärt. Burnham hat einen Grundsatz vorgelegt, aber keine Finanzierungsformel; Philp hat einen möglichen Weg abgelehnt, ohne eine durchgerechnete Alternative daneben zu stellen. Das macht das Vorhaben nicht bedeutungslos. Es bedeutet jedoch, dass die Wähler den vorgeschlagenen Anspruch noch nicht mit einer glaubwürdigen Darstellung dessen vergleichen können, worauf sie gemeinsam verzichten oder wofür sie zahlen müssten.
Die Prüfung ist nicht der Dienst
Burnham will, dass die ursprünglich für 2028 vorgesehene Prüfung der sozialen Pflege durch Baroness Casey auf den Sommer 2027 vorgezogen wird. Er sagt, er werde mit ihr an den Einzelheiten arbeiten und einen parteiübergreifenden Konsens anstreben. Die Bitte, die Prüfung zu beschleunigen, bestätigt nicht, dass sich ihr Abgabetermin geändert hat; die Absicht, eine Einigung anzustreben, bedeutet nicht, dass andere Parteien zugestimmt haben. Der Termin der nächsten Parlamentswahl und ein möglicher Starttermin für einen nationalen Pflegedienst stehen nicht fest. 2
Bekannt
Unbekannt
- Umfang, jährliche Kosten, Finanzierungsmethode und Starttermin des Dienstes sind nicht festgelegt.
Als Nächstes
- Ob Caseys Prüfung vorgezogen wird und einen Plan hervorbringt, den die Wähler beurteilen können.
Entscheidend ist zunächst der Unterschied zwischen einem vorgeschlagenen und einem bestehenden Anspruch. Burnham setzt sich für Pflege ein, die ohne Rechnung verfügbar wäre, wenn sie gebraucht wird; Menschen, die kommunal finanzierte Unterstützung beantragen, müssen sich weiterhin einer Bedarfsprüfung und einer finanziellen Prüfung unterziehen. Die entscheidende Frage ist nun, ob er aus „alle sind abgesichert“ einen klar definierten, finanzierten Anspruch machen und deutlich sagen kann, welche Kosten weiterhin bei den Familien lägen. Bis dahin haben sich die geltenden Regeln zur Kostenbeteiligung nicht geändert. 212
Wie ausgestrahlt 7 Zeilen
- Prime Minister Andy Burnham proposes a national care service free at the point of use. For families facing care costs, that would change when a bill arrives. But what would the service cover, and how would he pay for it?
- People seeking council-funded care in England generally have a needs assessment, then a financial assessment. Savings above twenty-three thousand, two hundred and fifty pounds generally rule out council help with care costs. Falling below that figure does not necessarily make care free: a person may still have to contribute. Burnham wants to move towards an NHS-style system in which everyone contributes and everyone is covered, but he has not said exactly who would qualify or which bills would disappear.
- He calls the existing social care system “threadbare” and warns that, if it remains broken, it will ultimately damage the NHS. The distinction between health care and social care matters to someone who needs help with daily life: an NHS appointment is not subject to the council care-cost means test, while support with care can be.
- Eighteen billion pounds a year was the cost estimate put to Burnham for an England-wide system free at the point of use. He replied, “It's not that high.” That figure is not his costed plan or an agreed budget. He supplied no replacement annual estimate, funding formula or specific levy, and did not rule out tax rises. He has indicated that the choices could be difficult or unpopular.
- That leaves a political as well as a financial gap. Labour's 2024 election manifesto pledged not to increase national insurance, income tax or VAT; Burnham has not explained how the proposed service would be financed alongside that pledge. Shadow home secretary Chris Philp warns that tax rises are likely, calls further rises a Conservative red line and says his party would look for savings elsewhere. His warning is a forecast, not a decision to raise taxes. No quantified alternative savings have been established either.
- Burnham wants Baroness Casey's social-care review brought forward from its original 2028 deadline to summer 2027. He says he will work on the details with her and seek cross-party consensus. The earlier deadline has not been confirmed, and other parties have not agreed to his proposed model.
- Burnham says he will develop a clear plan and put it to voters at the next general election. That is a commitment to present a proposal, not a funded service already operating or a promise to introduce one before the election. The plan still needs to define what personal care would be free, whether residential or accommodation charges would remain, and when any new service could begin. Until those questions and a credible cost are settled, families cannot know which care bills it would remove or what taxpayers would pay. No date for the next general election or the start of a national care service has been established; people needing care remain subject to the existing assessment and charging rules.
Quellen
52 Quellen30 Medien2 Agenturtexte
Quellenkarte
Verfolgen Sie die Belege zu diesem Bericht. Die Karte zeigt die Zusammenhänge; die Links darunter öffnen die im Artikel zitierten Quellen.
Die Quellenkarte lädt, während Sie lesen.
Übersetzung aktualisiert:
Änderungsprotokoll
- r1Erstmals veröffentlicht.

