Justiz · Ermittlungen zu Silver RailFortlaufendes Thema · Bericht 2 von 2
Nach den vier Todesfällen an der Silver Rail bleiben Fragen zum Zugang zu Schusswaffen unbeantwortet
Zwei Überlebende befinden sich nach dem Angriff an der Schule in Bend weiterhin im Krankenhaus. Berichte über den Kauf der Schrotflinte klären noch immer nicht, wie der Jugendliche an sie gelangte oder ob jemand anderes angeklagt wird.
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8 Stunden später
Damals
Die Schulen in Bend wollen nach vier Todesopfern wieder öffnen – aber nicht die Silver RailWas wir berichteten
- Bei der Leitstelle geht der erste Notruf ein. Ein Anrufer in einem Fahrzeug meldet, dass jemand mit einer Langwaffe auf ihn geschossen habe.
Jetzt
Zwei Überlebende befinden sich nach dem Angriff an der Schule in Bend weiterhin im Krankenhaus. Berichte über den Kauf der Schrotflinte klären noch immer nicht, wie der Jugendliche an sie gelangte oder ob jemand anderes angeklagt wird.
Drei Kinder und eine Lehrkraft wurden an der Silver Rail Elementary School getötet. Ein siebenjähriges Kind und die 54-jährige Lehrkraft Becky Drury befanden sich nach den jüngsten verfügbaren Berichten weiterhin im Krankenhaus. Dass sie weiterhin hospitalisiert sind, steht fest; eine neue medizinische Einschätzung dazu, wie sich der Zustand der beiden Überlebenden entwickelt, liegt jedoch nicht vor. 2 236
Dieselbe Unterscheidung ist für die Ermittlungen zu der Schießerei vom 15. Oktober 2026 in Bend, Oregon, wichtig. Auf Berichte, wonach die Mutter des jugendlichen Angreifers die Schrotflinte gekauft habe, folgte keine veröffentlichte polizeiliche Feststellung, die erklärt, wie er an die Waffe – oder die Munition, die er bei sich trug – gelangte. Der berichtete Kauf ist ein Ermittlungsansatz, aber keine Antwort auf die Frage nach dem Zugang zur Waffe. 102 1 236
In unserer Sendung vom 18. Oktober berichteten wir von vier getöteten Opfern, zwei Überlebenden im Krankenhaus und Ermittlungen zum Zugang zu Schusswaffen. Wir berichteten auch über die Behauptung, die Mutter des Angreifers habe die Waffe gekauft. Spätere Berichte haben keine wesentliche Änderung dieser Fakten belegt. Eine kurz nach der Sendung von KOIN verbreitete Polizeierklärung macht deutlich, dass die zentralen Ermittlungen weiterhin laufen. 236
Wie der Täter an die Waffe und die Munition gelangte, ist Teil dieser strafrechtlichen Ermittlungen.
Im Bericht von KOIN vom 18. Oktober, der mit 17:41 UTC datiert ist, hieß es außerdem, es seien keine Festnahmen erfolgt. Das ist eine engere Aussage als eine umfassende Auskunft darüber, ob Anklage erhoben wurde. Aus den verfügbaren Berichten geht keine Anklage gegen die Mutter hervor; auch wurde keine spätere, datierte offizielle Mitteilung der Polizei gefunden, die bestätigt, wer die Schrotflinte gekauft hat oder wie der Jugendliche an die Waffe und die Munition gelangte. 236
Ein berichteter Kauf bedeutet nicht, dass der Zugang geklärt ist
Die Polizei identifizierte den Angreifer als Griffin J. John II, 16, einen ehemaligen Schüler von Silver Rail. ABC News berichtete unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen aus dem Sicherheitsapparat, seine Mutter habe die Schrotflinte im Kaliber 12 gekauft. WRAL gab einen Bericht einer Quelle von NBC News weiter, wonach der Kauf im August erfolgt sei. Keiner der beiden Berichte macht aus dieser Behauptung eine bestätigte polizeiliche Feststellung. 1 2
Der Zeitpunkt im August war bereits Teil der früheren Berichterstattung und keine neu belegte Entwicklung. Noch wichtiger ist: Selbst ein bestätigtes Kaufdatum ließe wesentliche Fragen offen: Wo wurde die Waffe aufbewahrt? Was verhinderte oder ermöglichte den Zugang? Wie kam der Jugendliche an die Munition, und was wusste irgendjemand vor dem Angriff?
ABC News berichtete, Ermittler hätten die Wohnung durchsucht, in der der Jugendliche mit seiner Mutter lebte; WRAL zufolge kehrten die Ermittler zu dem Haus zurück. Keiner der beiden Berichte nannte ein Durchsuchungsergebnis, das den Zugang erklärt oder ein Fehlverhalten einer anderen Person belegt. Eine Durchsuchung ist ein Ermittlungsschritt, kein Schlussurteil. 1 2
Auch WRALs Erörterung einer möglichen strafrechtlichen Haftung war an Bedingungen geknüpft. Der frühere Staatsanwalt Bracken McKee sagte, eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung könne möglich sein, wenn die Ermittler feststellten, dass die Mutter von einem erheblichen, nicht zu rechtfertigenden Risiko wusste und es missachtete. Das beschreibt eine Beweisanforderung. Es belegt nicht, dass sie von einem solchen Risiko wusste, und ist keine Entscheidung über eine Anklage. 2
Diese Unterscheidungen sind keine Spitzfindigkeiten. Entscheidend ist, ob Beweise eine Verantwortlichkeit für die Handlungen einer anderen Person stützen – und nicht, ob eine berichtete familiäre Verbindung zur Waffe eine eindringliche Schlagzeile ergibt. Die Behauptung über den Kauf allein kann diese Schlussfolgerung nicht tragen.
Was über den Angriff weiterhin feststeht
Die Mitteilung der Polizei von Bend vom 16. Oktober belegt den 15. Oktober als Datum der Schießerei. Die darin genannte Uhrzeit von 12:59 Uhr entspricht dem ersten Notruf, nicht einer bestätigten Uhrzeit des ersten Schusses. Der Zeitstempel des Einsatzes sollte nicht mit einer vollständigen Darstellung des Beginns der Gewalt verwechselt werden. 102
Wie wir am 18. Oktober berichteten, erklärte die Polizei, der Jugendliche habe sich dem umzäunten Hintereingang der Schule genähert, die Waffe über den Zaun geworfen und sei auf das Schulgelände geklettert. Er habe auf einen Pick-up geschossen, dann durch verschlossene Türen gefeuert, bevor er ein Klassenzimmer betrat, das als Sonderpädagogik-Klassenzimmer beschrieben wurde.
In unserer Sendung berichteten wir außerdem über zwei Eingriffe: Eine Lehrkraft habe ein Telefon auf den Schützen geworfen, ihn zu Boden gebracht und versucht, ihm die Schusswaffe abzunehmen; ein Vater, dessen Kinder die Schule besuchten, sei mit einer Pistole hineingegangen und habe den Angreifer während eines Kampfes tödlich angeschossen. Die Polizei schrieb beiden zu, weitere Todesfälle verhindert zu haben. Die Lehrkraft, die dem Schützen körperlich Widerstand leistete, wurde nicht zuverlässig identifiziert, und spätere Berichte beseitigten diese Unsicherheit nicht.
Bei den vier Todesopfern handelte es sich um Kinder im Alter von fünf, acht und elf Jahren sowie um Megan Lambert, eine 25-jährige Lehrkraft und Volleyballtrainerin. Die Familien der beiden älteren Kinder baten darum, ihre Namen vertraulich zu behandeln. Auch der Angreifer starb; insgesamt gab es somit fünf Todesfälle – nicht fünf von ihm getötete Opfer. 2
Auch bei den Angaben zum Zustand der Überlebenden ist Sorgfalt geboten. WRAL beschrieb das verletzte Kind und Drury als im Krankenhaus auf dem Weg der Besserung; ABC News berichtete von schweren Verletzungen. Ein späterer, der Polizei zugeschriebener Bericht von KOIN führte weiterhin ein siebenjähriges Kind und eine zweite Lehrkraft im Krankenhaus auf, ohne eine neue medizinische Einschätzung zu liefern. „Auf dem Weg der Besserung“ belegt für sich genommen weder eine Verbesserung gegenüber den zuvor gemeldeten schweren Verletzungen noch eine Entlassung oder eine veränderte Prognose. 2 1 236
Auch die Rückkehr zum Schulbetrieb ist weiterhin ungeklärt. In unserem Bericht vom 18. Oktober unterschieden wir zwischen dem angekündigten Plan des Schulbezirks, andere Schulen am Mittwoch wieder zu öffnen, und der Schließung von Silver Rail bis auf Weiteres. Eine spätere Erwähnung eines Mittwochs ohne Kalenderdatum begründet keine neue Frist. Aus diesen Berichten ergibt sich kein neuer Termin für die Wiedereröffnung von Silver Rail. 1
Vorerst sind die entscheidenden Fragen dieselben, mit denen die Familien bereits nach dem früheren Bericht konfrontiert waren: Wie gelangte der Jugendliche an die Waffe und die Munition, stützen die Beweise Anklagen gegen weitere Personen, und wie entwickelt sich der Zustand der beiden verletzten Überlebenden? Wiederholte Behauptungen und bedingte juristische Einschätzungen beantworten diese Fragen nicht. Die nächste bedeutsame Entwicklung muss Beweise liefern und darf nicht bloß bereits Bekanntes erneut schildern.
Wie ausgestrahlt 15 Zeilen
- On October 18, we reported four school-shooting victims killed. Police are still investigating gun access. Three children and a teacher died, two survivors remain hospitalized, and investigators are examining how a teenager obtained the weapon and ammunition.
- What can investigators establish about that access, and could the evidence support charges against anyone else?
- Police say sixteen-year-old Griffin J. John the Second attacked his former elementary school with a twelve-gauge shotgun. The shooting happened October fifteenth at Silver Rail Elementary in Bend, Oregon. He wasn't currently enrolled in the district.
- Unnamed law-enforcement officials say his mother purchased the shotgun, with the reported purchase placed in August. That's not yet confirmed. Investigators searched the apartment where they lived and returned to the home, but haven't disclosed a finding that explains how he obtained the gun.
- Police say, “How the gun and ammunition were accessed is part of that criminal investigation.” They also say no arrests have been made. Whether anyone else will face charges remains unresolved.
- A possible manslaughter case against the mother would depend on evidence that she knew of and disregarded a substantial, unjustifiable risk. Former-prosecutor analysis identifies that possibility, but investigators haven't disclosed evidence showing she had that knowledge. The reported purchase alone doesn't tell us how her son gained access.
- Police found a Maverick 88 pump-action shotgun near the attacker. They estimated he fired as many as fifteen rounds in a classroom. About forty-four rounds remained on him or in his backpack. Investigators are examining his devices, messages and background, with help from the FBI and federal firearms investigators.
- The first emergency call came at twelve fifty-nine. The school went into lockdown at one-oh-one, and officers arrived at one-oh-two. That measures the response from the call; it doesn't pinpoint when the first shot was fired.
- Police say the attacker approached the fenced rear of the school shortly before that call. He threw the weapon over the fence, climbed onto school property and fired at a pickup truck. He then fired through locked doors and entered a classroom described as a special-education classroom.
- A teacher threw a phone at the gunman, tackled him and tried to take his firearm. A father whose children attended the school entered with a pistol and shot the attacker during a struggle. Police credited both interventions with preventing further deaths.
- The father was later identified as Kaylub Giamanco. He was thirty-six and had legally secured the pistol in his vehicle. The attacker was already dead when officers entered. The teacher who fought him hasn't been reliably identified, and conflicting descriptions don't resolve whether that teacher was injured.
- Five-year-old Rhoam Summer died, along with children aged eight and eleven whose families asked to keep their names private. Teacher and volleyball coach Megan Lambert was twenty-five. The attacker's death brought the total number of deaths to five, including four victims.
- The two wounded survivors are a seven-year-old child and fifty-four-year-old teacher Becky Drury. The child was previously reported in serious condition, and Drury had serious, non-life-threatening injuries. Both are still reported in hospital. Describing them as recovering doesn't tell us whether those medical assessments have changed.
- Residents held vigils, and flowers and tributes gathered outside the school. Community members organized fundraisers and meal trains. Students and staff had been evacuated to Journey Church for reunification, while state agencies coordinated crisis services and longer-term mental-health support.
- The district announced a Wednesday reopening for its other schools on an early-release schedule, followed by regular schedules Thursday and Friday. Silver Rail remains closed until further notice. Police are still investigating access to the gun and ammunition, and the school has no announced return date.
Quellen
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Übersetzung aktualisiert:
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