Katastrophen · Taifun ChampiFortlaufendes Thema · Bericht 1 von 2

Champi mit 140 mph zieht in größter Nähe an Guam vorbei. Der Notstand ist nicht vorbei.

Die nördliche Augenwand des Taifuns der Kategorie 4 hat extreme Winde im Süden Guams an Land getrieben. Die größte Annäherung ist vorüber, doch die Bewohner werden weiterhin angewiesen, in Schutzräumen zu bleiben.

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Fortlaufendes ThemaTag 3

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Das ganze Thema
  1. Update 1Champi mit 140 mph zieht in größter Nähe an Guam vorbei. Der Notstand ist nicht vorbei.Sie sind hier
  2. Update 2Die Warnungen für Champi enden, doch die Gefahr durch überflutete Straßen und gefährliche See bleibt bestehenNeuer

140 mph: Das ist die maximale anhaltende Windgeschwindigkeit des Taifuns Champi, während er sich seinem Punkt der größten Annäherung an Guam entfernt – kein Messwert für jedes einzelne Haus, sondern die Intensität eines Sturms der Kategorie 4, dessen nördliche Augenwand im Süden der Insel bereits extreme Winde an Land getrieben hat. Das Zentrum ist sehr nahe am südlichen Ende Guams vorbeigezogen. Mit ihm ist die Gefahr nicht vorüber. 80 3

Am Sonntag, dem 18. Oktober 2026, um 5:26 Uhr Chamorro-Standardzeit standen Guam und Rota sowie die angrenzenden Gewässer weiterhin unter Taifunwarnung. Für den Süden Guams galt eine Extremwindwarnung, für Guam eine Sturzflutwarnung; für beide war als Endzeit 5:30 Uhr angegeben. Dieser unmittelbar bevorstehende Zeitpunkt bedeutet keine Entwarnung und lässt auch nicht darauf schließen, ob eine neue Warnung folgen wird. 80 3 75

Die unmittelbare Anweisung lautet, in einem stabilen Schutzraum zu bleiben, und zwar in einem verstärkten Innenraum abseits von Fenstern. Guams Vorgabe lautet, in einem Stahlbetongebäude zu bleiben, bis Condition of Readiness 4 bekannt gegeben wird – selbst wenn die Bedingungen vorübergehend ruhig erscheinen. In den zu dieser Stunde vorliegenden offiziellen Berichten ist keine solche Bekanntgabe belegt. Die früheren Empfehlungen, die Vorbereitungen abzuschließen oder zu evakuieren, sind den Anweisungen gewichen, während der gefährlichen Bedingungen Schutz zu suchen. 3 124 154

Die jüngste verifizierte Sturmwarnung, die Zwischenmeldung 13A des National Weather Service, wurde um 5:14 Uhr veröffentlicht. Sie datiert Champis größte Annäherung auf etwa 4:26 Uhr und beschreibt den Sturm als «sehr nahe am südlichen Ende Guams». Das ist eine analysierte größte Annäherung und keine Bestätigung, dass das Zentrum an Land gegangen ist. Daraus folgt auch nicht, dass frühere Prognosen von Supertaifun-Stärke eingetroffen sind: Die jüngste Einschätzung bleibt bei Kategorie 4 mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 140 mph. 80

Was das ziehende Zentrum zurücklässt

Der Unterschied zwischen dem Zentrum und der Augenwand ist entscheidend dafür, was Guam gerade erlebt. Um 3:26 Uhr zeigten die Daten des Dopplerradars der Andersen Air Force Base extreme Winde im Zusammenhang mit Champis nördlicher Augenwand, die von Talofofo südwärts an Land zogen. Für den Süden Guams sagte die Warnung zerstörerische Winde von 115–135 mph im äußersten Süden voraus. Das sind prognostizierte örtliche Windgeschwindigkeiten, keine verifizierten Messwerte für jedes Dorf, und sie unterscheiden sich von der maximalen anhaltenden Windgeschwindigkeit des Sturms. 3

Bei der jüngsten, für 5 Uhr gültigen Beobachtung befand sich das Zentrum etwa 35 Meilen süd-südwestlich von Guam und bewegte sich mit 14 mph nach Westen. Die Meteorologen erwarteten bis Montag eine leichte Wendung nach Westnordwest bei kaum veränderter Vorwärtsgeschwindigkeit und prognostizierten, dass Champi seine Intensität bis Sonntagabend beibehalten würde. Dass der Sturm weiterzieht, bedeutet daher nicht, dass er sich rasch abschwächt. 80

Taifunwinde reichten bis zu 25 Meilen vom Zentrum nach außen, tropensturmartige Winde bis zu 125 Meilen. Diese Entfernungen beschreiben die Reichweite der Zirkulation; sie bedeuten nicht, dass überall in diesen Gebieten einheitliche Bedingungen herrschen. Eine Zugbahn markiert die Bewegung des Zentrums, nicht die Grenze des gefährlichen Wetters. 80

Von der Annäherung zum Vorbeizug

  1. Freitag, 16. Oktober, 20 Uhr ChST

    Champi war ein Tropensturm mit Windgeschwindigkeiten von 60 mph, etwa 510 Meilen ost-südöstlich von Guam.

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  2. Sonntag, 18. Oktober, 3:26 Uhr ChST

    Das Radar zeigte extreme Winde der nördlichen Augenwand, die von Talofofo südwärts an Land zogen.

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  3. Sonntag, 18. Oktober, gegen 4:26 Uhr ChST

    Laut der jüngsten Warnmeldung erfolgte die größte Annäherung sehr nahe am südlichen Ende Guams.

    80
  4. Sonntag, 18. Oktober, 5:14 Uhr ChST

    Warnmeldung 13A belässt Champi bei 140 mph und beschreibt die größte Annäherung als bereits vorüber.

    80

Diese letzte Aktualisierung verändert die Darstellung des Vorbeizugs wesentlich. In den um 4:40 Uhr veröffentlichten Aktualisierungen der Warnungen wurde der Vorbeizug südlich von Guam noch als bevorstehend beschrieben; auch die Möglichkeit von Supertaifun-Stärke innerhalb von 12 Stunden wurde genannt. Die neuere Warnmeldung ersetzt diese vorausschauenden Angaben zu Zeitpunkt und Position. Sie hebt die anhaltende Windgefahr nicht auf. 1 80

Für die Inseln gelten zudem unterschiedliche Warnstufen. Für Tinian und Saipan sowie die angrenzenden Gewässer bestehen weiterhin Tropensturmwarnungen, während für beide Inseln Taifun-Vorwarnungen gelten. Dort werden Tropensturmbedingungen erwartet; Taifunbedingungen sind weiterhin möglich. Ihre Warnungen unterscheiden sich von denen für Guam und Rota, bedeuten aber keine Entwarnung. 80

Guams Bereitschaftsstufe ist bereits über die Vorbereitungsphase hinausgegangen. Gouverneurin Lourdes A. Leon Guerrero versetzte die Insel mit Wirkung ab Samstag, dem 17. Oktober, um 13 Uhr in Condition of Readiness 1 und löste damit die am Freitag geltende Condition 2 ab. Rota erreichte am Samstag um 17 Uhr die Typhoon Condition of Readiness 1. 103 16 124

Die Gefahr folgt mehreren unterschiedlichen Zeitabläufen

Überflutungen sind eine gleichzeitige Notlage und nicht bloß ein Problem für die Stunden nach dem Wind. Um 3:23 Uhr verlängerte der Wetterdienst die Sturzflutwarnung für Guam bis 5:30 Uhr. Er meldete radarbasierte Hinweise auf Gewitter mit Starkregen, während sich Champis innere Augenwand dem Süden Guams näherte. Eine unabhängig verifizierte beobachtete Niederschlagsmenge ist hier nicht belegt. Frühere Niederschlagsprognosen dürfen nicht als bereits gefallene Mengen behandelt werden. 75

Eine separate Hochwasser-Vorwarnung gilt für Guam, Rota, Tinian und Saipan bis Sonntag nachmittag; als kodierte Endzeit ist 16 Uhr angegeben. Die Vorwarnung weist darauf hin, dass übermäßiger Regen und abfließendes Wasser Flüsse, Bäche und schlecht entwässerte Gebiete überfluten könnten. Sie kann gleichzeitig mit der dringlicheren Warnung für Guam gelten; aus deren Bestehen folgt nicht, dass die weiter gefasste Vorwarnung aufgehoben wurde. Überflutete Straßen sind weiterhin zu meiden. 78 124

Auf See werden in der Nähe der Augenwand erhebliche Wellenhöhen von bis zu 35 Fuß prognostiziert – Bedingungen, die die Seewarnung als gefährlich bis tödlich beschreibt und bei denen Schiffe beschädigt werden, kentern oder sinken können. Das ist eine prognostizierte Angabe zum Seegang, keine beobachtete Wellenhöhe und keine Vorhersage, dass jede Welle 35 Fuß erreichen wird. Schiffe wurden angewiesen, sicher im Hafen festzumachen. 4

Die Seewarnung sieht außerdem schädigende Winde bis mindestens Sonntagabend und gefährlichen Seegang bis Montag, dem 19. Oktober, vor. Der Punkt der größten Annäherung des Zentrums, die stärksten Bedingungen an einem bestimmten Ort und das Ende des gefährlichen Seegangs müssen nicht gleichzeitig eintreten. Deshalb bleibt die Küste gefährlich, auch nachdem der Sturm auf der Karte bereits zurückweicht. 4

In den untersuchten Echtzeit-Berichten offizieller Stellen ist keine bestätigte Zahl von Todesopfern oder Schadenssumme belegt. Das ist kein Beleg dafür, dass es keine Schäden gegeben hat. Die örtlichen Spitzenwindgeschwindigkeiten, Niederschlagsmengen, tatsächlichen Wellenhöhen und Schäden in den einzelnen Gemeinden müssen noch ermittelt werden. 80 124

Die nächste vollständige Warnmeldung ist ausdrücklich für Sonntag um 8 Uhr ChST angesetzt; um 11 Uhr soll eine Zwischenmeldung folgen. Bis die Behörden bekannt geben, dass es sicher ist, den Schutzraum zu verlassen, bleibt die praktische Antwort unverändert: Bleiben Sie geschützt. Champis größte Annäherung an Guam liegt hinter der Insel; die Wind-, Hochwasser- und Gefahren auf See liegen für die Bewohner noch nicht hinter ihnen. 80 154

Wie ausgestrahlt 15 Zeilen
  1. Champi’s northern eyewall has driven extreme winds ashore in southern Guam. The Category Four typhoon carries maximum sustained winds of 140 miles an hour. People face destructive winds and flash flooding even after the center’s closest approach. How long must residents stay sheltered as the storm moves away?
  2. Champi’s center was about 35 miles south-southwest of Guam at five this morning, moving west at 14 miles an hour. It was about 90 miles south-southwest of Rota, 155 miles south-southwest of Tinian and 165 miles south-southwest of Saipan.
  3. Those are the conditions for Sunday, October eighteenth, with warning status current through five twenty-six this morning, Chamorro Standard Time. The latest bulletin came twelve minutes earlier. Forecasters expect a slight turn toward the west-northwest through Monday, with little change in forward speed. They expect Champi to maintain its current strength through Sunday night.
  4. Champi’s maximum sustained winds remain at 140 miles an hour. Typhoon-force winds extend outward up to 25 miles from the center, and tropical-storm-force winds up to 125 miles. Local conditions vary across that broad circulation.
  5. Champi has strengthened substantially since Friday evening. At eight that night, it was a tropical storm with 60-mile-an-hour winds, about 510 miles east-southeast of Guam. Even the warning updates issued at four forty this morning still described a future passage south of Guam. The newer analysis places that closest approach in the past.
  6. Champi passed very near Guam’s southern point around four twenty-six this morning. Earlier forecasts allowed for super-typhoon strength during the passage. The latest assessment keeps Champi at Category Four. The continuing danger reaches well beyond the center.
  7. The northern eyewall was already reaching shore before that closest approach. At three twenty-six, radar indicated extreme winds moving onshore from Talofofo southward, heading west at 15 miles an hour. The southern Guam warning forecasts local destructive winds of 115 to 135 miles an hour. Those are forecast winds for the far south; conditions at individual communities will vary.
  8. Governor Lourdes Leon Guerrero placed Guam in Condition of Readiness One at one Saturday afternoon, replacing Friday’s Condition Two. Rota entered Typhoon Condition of Readiness One at five Saturday afternoon. Guam’s instruction is to remain inside a sturdy, concrete-reinforced structure.
  9. Stay in a reinforced interior room away from windows, and remain sheltered through dangerous conditions. Guam’s guidance is to stay inside until Condition of Readiness Four is announced. A temporary calm gives residents no reason to go outside. Earlier instructions to finish preparations or evacuate have given way to immediate shelter instructions, especially for central and southern Guam.
  10. Guam and Rota, including their adjacent waters, remain under Typhoon Warnings. Tinian and Saipan and their adjacent waters have Tropical Storm Warnings, while Typhoon Watches continue for both islands. Tropical-storm conditions are expected there, and typhoon conditions remain possible.
  11. Guam also faces a Flash Flood Warning, alongside southern Guam’s Extreme Wind Warning. Both list an end time of five thirty this morning; that time alone gives no assurance of safety. Radar showed thunderstorms producing heavy rain as the inner eyewall approached. A wider Flood Watch covers all four islands through four this afternoon. Runoff can flood rivers, creeks and poorly drained areas.
  12. Significant seas near the eyewall are forecast to reach up to 35 feet. That sea-state forecast describes conditions capable of damaging, capsizing or sinking vessels. Individual waves vary. Vessels have been instructed to remain secured in safe harbor.
  13. The marine warning defines typhoon conditions as winds of at least 64 knots, about 74 miles an hour. Champi’s peak winds are much stronger. Damaging winds could continue through at least Sunday night, and dangerous seas into Monday. Flooded roads and the shoreline remain places to avoid while those hazards continue after the center’s passage.
  14. The next full storm advisory is scheduled for eight this morning, followed by an intermediate advisory at eleven. Officials haven't released a confirmed casualty figure or damage total. Assessments still have to determine what individual communities experienced.
  15. Residents must remain protected until authorities announce it’s safe to leave shelter. Champi’s closest approach has happened, but the moving center doesn't end the wind, flood or marine emergency. Guam remains in Condition of Readiness One, with instructions to stay inside until Condition Four is announced.

Quellen

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