Unternehmen · Tiercafés
Vier Alpakas, ein Café und eine Bewährungsprobe für die Tierhaltung nahe Islamabad
Ein Zoocafé bietet Getränke und Begegnungen mit vier Alpakas. Sein Besitzer möchte Kindern etwas über Naturschutz vermitteln, doch die Versorgung der Tiere und die Bildungsergebnisse sind weiterhin nicht verifiziert.
Video in der Originalsprache
Aus dem englischen Original übersetzt.
Vier Alpakas sollen die Attraktion eines neuen Cafés in einem Zoo nahe Islamabad sein: Besucher können etwas trinken und ein Tier streicheln, statt es von der anderen Seite eines Geheges aus zu beobachten. Im Mittelpunkt einer Attraktion, die auf engem Kontakt beruht, steht eine kleine Zahl von Tieren. Die entscheidende Frage ist nicht nur, wie nah Besucher herankommen können, sondern auch, ob die Tiere sich zurückziehen können, wenn sie genug haben.1
DW News berichtet, dass der Cafébesitzer Kasim Khan möchte, dass Kinder weniger Zeit vor Bildschirmen verbringen und lernen, sich um lebende Tiere zu kümmern. Er stellt die Begegnung als Möglichkeit dar, das Bewusstsein für den Naturschutz zu fördern. Das ist ein ansprechendes Ziel. Doch Zugang zu einem Tier zu verkaufen und Respekt vor ihm zu vermitteln, sind unterschiedliche Ansätze; der zweite kann mitunter erfordern, den ersten einzuschränken.1
Es gibt nicht genügend dokumentierte Belege, um dieses Café entweder als Erfolg des Naturschutzes oder als Versagen beim Tierwohl zu bezeichnen. Die Bildungswirkung ist nicht belegt, und die verfügbaren Berichte enthalten weder eine tierärztliche Beurteilung noch Verhaltensmessungen, die zeigen, wie es den Alpakas geht. Diese Lücken sind wichtiger als die Neuartigkeit, Erfrischungen mit Streicheln zu verbinden.
Was die Zahl vier bedeutet – und was nicht
Die Zahl von vier Tieren stammt aus dem DW-Bericht vom 6. November und bezeichnet die Alpakas, die für die Begegnungen im Café zur Verfügung stehen. Sie ist keine unabhängig bestätigte Zahl aller Alpakas im Zoo. DW bezeichnet die Attraktion außerdem als Pakistans erstes Alpakacafé – eine Behauptung, die sich auf eine nationale Premiere bezieht und unabhängig nicht verifiziert ist.1
Andere Berichte klären die Identität des Veranstaltungsorts nicht. Euronews beschreibt in einem Bericht vom 30. Oktober eine Attraktion namens „Coffee with Alpaca“ im Multi Zoo am Stadtrand von Islamabad und nennt eine Zahl von zehn Tieren. Auch The Diplomatic Insight nennt den Multi Zoo. Keiner der beiden Berichte belegt, dass es sich um denselben Betrieb handelt, über den DW berichtet.1217
Diese Beschreibungen lassen sich nicht ohne Weiteres zu einer einzigen Darstellung zusammenführen – und auch nicht als Beleg dafür werten, dass die Zahl von zehn auf vier gesunken ist. Sie könnten unterschiedliche Bereiche oder Betriebe beschreiben; anhand der verfügbaren Belege lässt sich das nicht klären. Der genaue Name des Veranstaltungsorts und das Eröffnungsdatum des in DWs Bericht beschriebenen Cafés bleiben daher unbestätigt.112
Für Familien ist der Reiz dennoch naheliegend. Eine solche Begegnung bietet Kindern die Gelegenheit, im Umgang mit einem lebenden Tier Sanftheit zu üben, statt es nur anzusehen. Khans erklärte Absicht sollte unter diesen Gesichtspunkten betrachtet werden, ohne sie als nachgewiesenes Ergebnis darzustellen. Die Berichte enthalten keine Messung dessen, was Kinder lernen, ob sich ihr Verhalten danach verändert oder ob das Café ein bestimmtes Naturschutzprogramm unterstützt.1
Das Tier braucht einen Rückzugsweg
Allgemeine Leitlinien zur Kamelidenhaltung bieten einen nützlichen Ausgangspunkt für die Beurteilung des Erlebnisses. Alpakas sind soziale Tiere mit Fluchtreaktion: Wenn sie Gefahr wahrnehmen, versuchen sie möglicherweise zu entkommen. Die Leitlinien empfehlen einen ruhigen, leisen Umgang. Eine Begegnung, die ein Kind begeistert, kann für das Tier dennoch aufdringlich oder beängstigend sein; gesellig zu sein bedeutet nicht, jeden Annäherungsversuch willkommen zu heißen.3
Zur Fürsorge gehört auch mehr als der Streichelbereich. SPCA New Zealand setzt sich dafür ein, dass Tiere möglichst das ganze Jahr über Zugang zu geeigneten Außenbereichen haben – Buschland, Wald oder Weideland –, in denen sie nach Futter suchen können, sowie zu Unterständen, Schatten und Möglichkeiten für artspezifisches Verhalten. Dies sind relevante Erwartungen an die Haltung von Alpakas, aber kein Beleg dafür, dass das Café im Raum Islamabad sie erfüllt oder missachtet.6
DW nennt unnatürliche Beleuchtung und die ständige Anwesenheit von Besuchern als mögliche Stressquellen in Tiercafés. Diese Warnung sollte nicht mit einer Feststellung über die vier Tiere verwechselt werden. Es gibt hier keine verifizierten Angaben zum Beleuchtungsplan des Cafés, zum Umfang des Kontakts, den jedes Alpaka hat, oder zu daraus entstehenden Schäden. Die verfügbaren Leitlinien legen auch weder einen alpaka-spezifischen numerischen Grenzwert für die Beleuchtung noch eine maximal sichere Dauer des Besucherkontakts fest.1
Bekannt
- DW berichtet von einer Begegnung mit Getränken und Streicheln mit vier Alpakas sowie einem Besitzer, der ein Bildungsziel beschreibt. 1
Unbekannt
- Ob die Alpakas sich von den Besuchern zurückziehen können, wie Kontakt und Ruhezeiten geregelt werden, welche Außenbereiche sie nutzen und welche tierärztliche Betreuung sie erhalten, ist weiterhin nicht verifiziert.
Als Nächstes
- Achten Sie auf dokumentierte Haltungsbedingungen und eine standortspezifische Bewertung des Tierwohls sowie auf Belege dafür, was Kinder tatsächlich lernen.
Einem Tier den Rückzug zu ermöglichen, wäre eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme, aber keine Garantie dafür, dass alle anderen Bedürfnisse des Tieres erfüllt sind. Ebenso kann eine allgemeine Warnung vor Tiercafés die Beobachtung dieses konkreten Cafés nicht ersetzen. Maßgeblich sind die tatsächliche Behandlung, Unterbringung, Ruhe und Versorgung – nicht die Annahme, Streicheln müsse harmlos sein oder kommerzieller Kontakt zwangsläufig Misshandlung bedeuten.
Die überzeugendste Umsetzung von Khans Bildungsidee würde diese Grenzen zum Teil der Lektion machen. Kinder könnten lernen, dass die Fürsorge für ein Tier auch bedeutet, zu akzeptieren, dass es vielleicht keine Aufmerksamkeit möchte. Für ein Geschäft, dessen Attraktion die Nähe ist, ist das ein anspruchsvoller Grundsatz: Manchmal besteht die verantwortungsvolle Begegnung darin, dass ein Besucher gar keine bekommt.
Wie ausgestrahlt
- Visitors can pet four alpacas while having a drink near Islamabad.
- The café's owner wants children to put down their screens and learn to care for animals. But close encounters can put pressure on animals when visitors keep coming.
- Can the attraction deliver that educational promise while giving the alpacas the space and care they need?
- A zoo near Islamabad has opened the café, combining refreshments with an animal encounter. Families can get close enough to touch an alpaca, rather than watching only from a distance.
- Four alpacas are reported as available for visitors to pet during the café encounter. That figure describes the attraction's hands-on experience; the zoo's overall animal count is a separate question.
- Owner Kasim Khan says he wants children to develop an interest in conservation by learning to care for living animals. Spending less time on screens is part of his aim. The experience gives children an opportunity to practise being gentle around an animal.
- Alpacas are social animals, but they also have a flight response. They can try to escape when they sense danger. General camelid-care guidance calls for calm, quiet handling, because an encounter a child enjoys can still frighten the animal.
- The café is reportedly Pakistan's first, although that national-first claim hasn't been confirmed. A second description of an alpaca attraction also complicates the picture.
- An attraction called Coffee with Alpaca at Multi Zoo has been described with ten animals. It's unclear whether that's the same operation. The two counts can't safely be combined into a single description of this café.
- Unnatural lighting and constant exposure to visitors are potential sources of stress in animal cafés. How much contact animals receive, and what happens when they want to avoid it, are central to their care.
- Alpacas need suitable outdoor surroundings for browsing, along with shelter and shade. They also need opportunities for their normal behaviour. Visitor interaction has to fit around those needs, even when close contact is the attraction families came for.
- Khan's educational aim still needs evidence of what children learn and how they behave after a visit. The welfare risks also don't show that these four alpacas have been harmed. Their condition remains unclear, including whether they can withdraw from visitors and how their contact and rest are managed.
Quellen17
19 Quellen aus 17 Medien· Meistzitierte zuerst
DW News1 Video1
- Zuerst berichtet
- Pakistan's first alpaca café · Video
euronewseuronews.com1
European Pulseeuropeanpulse.com1
extension.orgZuerst1
- Zuerst berichtet
- Camelid Welfare FAQs – Animal Welfare
G1globo.com1
Merck Veterinary Manualmerckvetmanual.com1
nationalpostnationalpost.com1
NewsScanernewsscaner.com1
- Zuerst berichtet
- Islamabad Zoo Launches 'Coffee with Alpaca' Family Attraction
Übersetzung aktualisiert:





