Katastrophen · Sturmschäden in Arizona

Die Sturmschäden in Heber-Overgaard sind eindeutig. Für Stromversorgung und Hilfe gibt es keinen Zeitplan

Ein möglicher Tornado verursachte in der Gemeinde in Arizona erhebliche Schäden und Berichte über leichte Verletzungen. Wann die Stromversorgung wiederhergestellt wird und ob Nothilfe gewährt wird, ist weiterhin ungeklärt.

Ausgestrahlt Verfasst 5 Min. Lesezeit46 QuellenHeyDay News Desk · About usWatch report

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Heber-Overgaard braucht keinen bestätigten Tornado, um sich in einer Notlage zu befinden. Bäume stürzten auf Häuser, Strommasten fielen um und Familien verloren am Mittwochabend den Strom. Unklar ist weiterhin sowohl, wie der Wind, der die Zerstörung verursachte, einzuordnen ist, als auch, wann Haushalte wieder Strom und Hilfe erhalten. 1 46

Der Sturm zog am 21. Oktober über die Gemeinde im Navajo County hinweg, während Unwetter Arizona bis Donnerstag, den 22. Oktober, heimsuchten. Das Büro des Sheriffs meldete erhebliche Schäden und leichte Verletzungen. Heber-Overgaard, Heimat von etwa 3,000 Menschen, liegt rund 140 Meilen nordöstlich von Phoenix. Fotos und Videos von Einwohnern zeigten entwurzelte Bäume und eingestürzte Bauwerke – nicht einfach eine Gemeinde, der eine Gefahr bevorstand, sondern eine, die bereits mit deren Folgen zu kämpfen hatte. 1

Die Zahl der Verletzten ist noch vorläufig. Der Abgeordnete des Bundesstaats Arizona, Walt Blackman, sagte, mindestens eine Verletzung sei gemeldet worden; das Büro des Sheriffs nannte keine Zahl. Aus diesen Angaben geht hervor, dass Menschen verletzt wurden, doch keine von ihnen liefert eine endgültige Zahl oder Auskunft darüber, welche Behandlung nötig war. Die Meldung, dass es „bislang“ eine Verletzung gebe, ist keine abschließende Feststellung, dass nur eine Person verletzt wurde. 1 29

Stromversorgung und Hilfe bleiben ungeklärt

Laut 12News waren Versorgungsbetriebe im Einsatz, doch weder die Gesamtzahl der bestätigten Stromausfälle noch ein Termin für die Wiederherstellung der Versorgung lagen vor. Damit bleibt für Familien, deren Häuser und Stromversorgung von demselben Sturm getroffen wurden, eine grundlegende Frage zur Bewältigung der Folgen unbeantwortet: Wie lange müssen sie ohne Strom auskommen? 46

Blackman, zu dessen Wahlkreis Teile des Navajo County gehören, bat Gouverneurin Katie Hobbs, für den Landkreis den Notstand auszurufen. „Wir haben Familien ohne Strom, erhebliche Sachschäden und mindestens eine gemeldete Verletzung“, sagte er in einer von The Associated Press wiedergegebenen Erklärung. FOX 10 berichtete ebenfalls am Mittwochabend über seinen Antrag. 1 28

Ein Antrag ist jedoch keine Ausrufung des Notstands – und auch eine solche Ausrufung wäre für sich genommen kein Beleg dafür, dass ein bestimmter Haushalt Hilfe erhalten hat. In den verfügbaren Berichten ist weder eine spätere Entscheidung von Hobbs noch eine genehmigte Fördersumme oder eine Zahlung an Einwohner dokumentiert. Auch gibt es keine vollständige Zahl beschädigter Gebäude oder vertriebener Haushalte, was eine Einschätzung des gesamten Umfangs der bevorstehenden Wiederherstellung erschwert. 28 13

In der Overgaard Baptist Church traf der Sturm die Mitglieder, als sie gerade eine Gebetsversammlung beendeten. Gemeinsam suchten sie im Damen-WC Schutz. Die Kirche berichtete, dass es den Mitgliedern gut gehe, sie aber mitgenommen seien, und meldete den Verlust vieler Bäume, Schilder und Zäune sowie einiger Fenster. 1

„Wir hatten eine wunderbare Gebetsversammlung im Damen-WC.“

Overgaard Baptist Church 1

Der Bericht der Kirche zeigt ein klares Ergebnis innerhalb eines unvollständigen Gesamtbilds der Gemeinde: Die Versammlung fand Schutz und ihre Mitglieder waren in Sicherheit. Das mindert weder die Meldungen über Verletzte anderswo noch macht es die Schäden am Kirchengelände und an den Fenstern zu einem Maßstab für die Schäden an den Nachbarhäusern.

Der Schaden ist nicht die Diagnose

Als der Sturm über Heber-Overgaard hinwegzog, galt eine Tornadowarnung. KTAR zitierte einen Meteorologen des National Weather Service mit einer vorläufigen Einschätzung: „Wir glauben, dass es dort einen Tornado gegeben hat.“ Das geht über bloße Vermutungen auf Grundlage von Fotos hinaus, ist aber noch kein abschließendes Ergebnis einer Schadensuntersuchung. 1 14

Eine offizielle Bestätigung, eine Einstufung auf der Enhanced-Fujita-Skala, eine vermessene Zugbahn oder der Zeitpunkt einer Untersuchung liegen nicht vor. Dabei geht es nicht um die Frage, ob die Zerstörung schwerwiegend war. Es geht um den Unterschied zwischen der Feststellung schwerer Windschäden und der genauen Bestimmung ihrer Ursache. Eine Warnung signalisiert eine Gefahr; die Schadensbewertung muss feststellen, was geschehen ist. 14

Die Wetterlage erklärt, warum Tornados befürchtet wurden. Warme, feuchte Luft, die nach Norden strömte, befeuerte die von der kalifornischen Küste heranziehenden Stürme, während wechselnde Winde den Stürmen Rotation ermöglichten, erklärte Ryan Bernhart, Meteorologe des Wetterdienstes. „Das ist für diese Gegend zu dieser Jahreszeit sehr ungewöhnlich“, sagte er der AP. Günstige Bedingungen für Tornados klären jedoch nicht, was die Schäden an einem bestimmten Haus verursacht hat. 1

Heber-Overgaard war ein Teil eines größeren Unwettergeschehens. Hagelkörner in Golfballgröße beschädigten am Mittwochabend im Norden und Zentrum Arizonas Dächer, zerschlugen Fenster und verbeulten Autos. Winde ließen in Flagstaff und Mesa Bäume umstürzen, teils auf Mauern und Carports. Nordwestlich von Flagstaff fielen im Coconino National Forest einige Dutzend Ponderosa-Kiefern, die mehr als 30 Fuß hoch waren. Diese Baummaße beziehen sich auf die Waldschäden; die regionalen Hagelmeldungen sind keine Messungen von einzelnen Grundstücken in Heber-Overgaard. 1

Die Gefahr am Donnerstag hatte ihren eigenen Zeitplan

Mit den Zerstörungen am Mittwochabend war das Unwetter nicht vorbei. In einer am Donnerstag um 5:30 Uhr MST veröffentlichten Lageeinschätzung beschrieb der National Weather Service in Flagstaff eine Unwetterbeobachtung für den Norden Arizonas, die planmäßig bis 10 Uhr dauern sollte. Zu dem späten Vormittagszeitpunkt, auf den sich dieser Bericht bezieht, war die angegebene Ablaufzeit bereits verstrichen. Die Beobachtung sollte daher weder als weiterhin gültig dargestellt werden noch als Beweis dafür gelten, dass jede Gefahr vorüber war. 15

Laut der Vorhersage für Donnerstag verlagerte sich die Unwettergefahr in Richtung Ost-Arizona. In seiner Lageeinschätzung prognostizierte der Wetterdienst in Phoenix bis zum frühen bis mittleren Nachmittag in Südzentral- und Ost-Arizona schadenbringende Böen, großen Hagel und eine geringe Chance auf einen einzelnen Tornado. Niederschlagsraten von mehr als ein bis zwei Zoll pro Stunde könnten Überschwemmungen verursachen. Das waren mögliche Vorhersageszenarien – keine gemessenen Niederschläge und keine Meldung über Überschwemmungen in Heber-Overgaard. 15 40

Eine weiter gefasste Prognose mit geringem Unwetterrisiko erstreckte sich bis in den Westen New Mexicos und galt bis zum frühen Freitag; möglich waren großer Hagel, schadenbringende Winde und einige Tornados. Diese regionale Prognose war keine lokale Warnung. Für Haushalte, die bereits mit umgestürzten Bäumen und einer unterbrochenen Stromversorgung konfrontiert waren, stellten sich konkretere Fragen zur unmittelbaren Versorgung. 38

Bekannt

  • Bäume stürzten auf Häuser, Strommasten fielen um, Verletzte wurden gemeldet und Versorgungsbetriebe waren im Einsatz. 146

Unbekannt

  • Die endgültigen Zahlen zu Verletzten und Sachschäden, die Zahl der Haushalte ohne Strom und ein Zeitplan für die Wiederherstellung der Stromversorgung sind weiterhin nicht bestätigt.

Als Nächstes

  • Achten Sie auf die offizielle Bewertung der Windschäden, Mitteilungen zur Wiederherstellung der Stromversorgung und eine Entscheidung über Blackmans Antrag auf Ausrufung des Notstands.

Die endgültige Einstufung des Sturms ist für eine korrekte Dokumentation wichtig. Sie wird jedoch weder ein beschädigtes Haus reparieren noch die Stromversorgung wiederherstellen. Ein wichtiger nächster Maßstab für die Hilfsmaßnahmen ist, ob Familien klare Informationen zur Wiederherstellung der Stromversorgung und konkrete Hilfe bei der Bewältigung der Sturmschäden erhalten.

Wie ausgestrahlt 15 Zeilen
  1. Trees fell onto homes and utility poles came down in Heber-Overgaard. Families lost electricity, and the sheriff's office reported significant damage and minor injuries. A tornado is suspected. How soon can households get power and help while officials assess what caused the destruction?
  2. About 3,000 people live in the community, roughly 140 miles northeast of Phoenix in Navajo County. Its 2020 census count was 2,898. The storm struck Wednesday night, October 21, as severe weather crossed Arizona into Thursday.
  3. Fallen and snapped trees struck residential property, and uprooted trees and crumpled structures marked the damage. State Representative Walt Blackman said at least one injury had been reported. The sheriff's office described the injuries as minor, but the final number of people hurt still isn't clear.
  4. A tornado warning was in effect when the storm crossed Heber-Overgaard. Weather service meteorologists gave a preliminary assessment that it likely produced a tornado. An official damage survey hasn't confirmed that assessment. The damage to homes and poles is already clear.
  5. Church members were finishing a prayer meeting when the storm arrived. At Overgaard Baptist Church, they moved together into the women's restroom to shelter. The church said members were OK, though their nerves were rattled. Outside, the storm had damaged the grounds and windows.
  6. The church described losing many trees, along with signs, fences and a few windows. Its statement said, “We had a great prayer meeting in the women's restroom.” The members' safety there came alongside reports of injuries elsewhere in the community.
  7. Families also lost power as utility poles fell. Utility crews were working, but the disruption reached homes already dealing with storm damage. Blackman, whose district includes parts of Navajo County, asked Governor Katie Hobbs to declare a state of emergency for the county.
  8. Blackman's request puts emergency help before the governor. He described families without electricity and significant damage to their property. Whether that request produces a declaration and assistance for affected households is still unsettled.
  9. Golf-ball-size hail battered northern and central Arizona Wednesday night, damaging roofs, shattering windows and denting cars. Strong winds also knocked down trees in Flagstaff and Mesa, with some landing on walls and carports. The destruction extended into the forest northwest of Flagstaff.
  10. A few dozen ponderosa pines more than 30 feet tall fell in Coconino National Forest. Those measurements describe the forest damage. In Heber-Overgaard, trees struck homes, but officials haven't given a complete count of damaged buildings.
  11. Warm, moist air moving north helped fuel storms arriving from the California coast. Changing winds allowed storms to rotate, creating conditions favorable for tornadoes. That combination helps explain why forecasters were watching for more than hail and damaging straight-line winds during this outbreak.
  12. Weather service meteorologist Ryan Bernhart called the seasonal setup very unusual for the area. He also emphasized the strength of the fallen forest trees, saying, “These are not small trees that are down.” Some stood more than 30 feet tall.
  13. Storms capable of hail and wind damage continued across central Arizona early Thursday, with flooding and tornadoes also possible. Northern Arizona's earlier severe thunderstorm watch was scheduled to end at 10 that morning, a time that's already passed. Thursday's forecast shifted the severe-weather threat toward eastern Arizona.
  14. Rainfall rates exceeding one to two inches an hour could cause flooding in south-central and eastern Arizona. Forecasters also expected possible damaging gusts, large hail and a small chance of an isolated tornado through early to mid-afternoon. Those were projected hazards.
  15. A broader slight-risk outlook covered parts of central and eastern Arizona into western New Mexico for October 22 into October 23. Large hail, damaging winds and a few tornadoes were possible. In Heber-Overgaard, crews were working, but families still had no restoration timetable or confirmed decision on emergency help.

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