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Justiz · Schießerei an der Redwood Road

Kade Tuttle rief die Polizei und bat um Hilfe, um in die Wohnung zu gelangen. Sein Mitbewohner wird beschuldigt, ihn getötet zu haben.

Die Polizei sagt, James Stacey Riedman habe durch eine geschlossene Tür geschossen, nachdem er seinen Mitbewohner ausgesperrt hatte. Seine Behauptung, um seine Sicherheit gefürchtet zu haben, wurde vor Gericht noch nicht geprüft.

Verfasst 5 Min. Lesezeit

Video in der Originalsprache

Aus dem englischen Original übersetzt.

Kade Tuttle rief die Polizei, weil sein Mitbewohner ihn aus ihrer Wohnung in Salt Lake City ausgesperrt hatte. Als die Beamten eintrafen, fanden sie den 24-Jährigen vor der Tür mit einer tödlichen Schusswunde. Ermittler werfen dem Mitbewohner nun vor, durch die geschlossene Tür geschossen zu haben – und anschließend weder nach Tuttle gesehen noch Hilfe gerufen zu haben.⁠14⁠15

Die Polizei nahm den 47-jährigen James Stacey Riedman fest, nachdem er sich am Dienstag, dem 3. November 2026, nach Verhandlungen gestellt hatte. Er wurde in das Gefängnis von Salt Lake County gebracht; gegen ihn wird wegen Mordes und Behinderung der Justiz ermittelt. Seine Darstellung – er habe befürchtet, verletzt zu werden, und Tuttle lediglich erschrecken wollen – steht im Zentrum eines Vorwurfs, der vor Gericht noch nicht geprüft wurde.⁠14⁠15

Aus der Mitteilung der Polizei vom 4. November geht hervor, dass der Notruf am Vortag um 13:05 Uhr einging. Tuttle hatte dem Notrufdisponenten gesagt, sein Mitbewohner lasse ihn nicht in ihr gemeinsames Zuhause. Die Beamten versuchten, ihm zu helfen, als sie ihn fanden, doch er starb am Tatort. Laut der Berichterstattung von KSL über die eidesstattliche Erklärung zur Einlieferung in die Haftanstalt lautet die Adresse 768 North Redwood Road, nahe 800 North.⁠14⁠15

Das Datum ist wichtig, denn in einem Folgebericht von KUTV vom 4. November, der auch von KJZZ veröffentlicht wurde, wird beschrieben, dass der Einsatz am Montag stattgefunden habe. In der Mitteilung der Polizei ist der Vorfall ausdrücklich auf Dienstag, den 3. November, datiert. Die tödlichen Schüsse, die Konfrontation und die Übergabe betreffen diesen einen Vorfall, nicht getrennte Schießereien an aufeinanderfolgenden Tagen.⁠1⁠2⁠14

Was hinter der geschlossenen Tür geschah

Die detaillierte Darstellung des Streits beruht größtenteils darauf, was Riedman den Ermittlern nach seiner Übergabe gesagt haben soll. Laut der von KSL veröffentlichten eidesstattlichen Erklärung zur Einlieferung in die Haftanstalt hatte er Tuttle einige Wochen zuvor ein Zimmer vermietet. Er schilderte Vorfälle, bei denen er den Eindruck gehabt habe, Tuttle respektiere ihn nicht oder nutze ihn aus. Diese Beschwerden sind Riedmans Darstellung ihrer Beziehung und kein unabhängig belegtes Fehlverhalten Tuttles.⁠15

Riedman sagte, er habe Tuttle wegen dieser Beschwerden und Bedenken hinsichtlich seines Verhaltens absichtlich ausgesperrt. Als Tuttle zurückkam, habe er geklopft und Einlass verlangt, heißt es in der veröffentlichten eidesstattlichen Erklärung. Riedman sagte, Tuttle habe auch versucht, ihn anzurufen, er selbst sei jedoch nicht ans Telefon gegangen.⁠15⁠17

Riedman behauptete, er habe Angst bekommen, als Tuttle damit gedroht habe, die Tür einzutreten. Er sagte den Ermittlern, er habe befürchtet, Tuttle werde hineinkommen und ihm etwas antun oder andere dazu bringen, ihm etwas anzutun. Die Polizei sagt, Riedman habe daraufhin eine Schusswaffe geholt, sie auf die geschlossene Tür gerichtet und einen Schuss in Richtung der Stelle abgegeben, an der Tuttle geklopft hatte. Riedman sagte, er habe ihn damit verscheuchen wollen; die Ermittler werfen ihm vor, dass die Kugel Tuttle traf und tötete.⁠15⁠14

Die Ermittler hielten dieser Erklärung deutlich entgegen: Riedman habe «keine vernünftigen Tatsachen darlegen können, aus denen hervorgeht, warum er glaubte, in unmittelbarer Gefahr zu sein», heißt es in der von KSL zitierten eidesstattlichen Erklärung. Das ist die Einschätzung der Ermittler, keine gerichtliche Feststellung. Aus den verfügbaren Berichten geht weder hervor, dass ein Angriff im Gange war, noch dass ein Gericht seine geltend gemachte Rechtfertigung anerkannt oder verworfen hat.⁠15

Diese Unterscheidung ist entscheidend. Die Absicht, jemanden zu erschrecken, macht einen Schuss durch eine Tür nicht harmlos. Ob die Beweise einen Mord belegen und wie die behauptete Angst für diesen Vorwurf zu bewerten ist, muss jedoch im Rahmen des Rechtsverfahrens entschieden werden – nicht durch die Formulierung einer Festnahmebekanntmachung.

Auch das mutmaßliche Verhalten nach dem Schuss ist Gegenstand der Ermittlungen. Laut der veröffentlichten eidesstattlichen Erklärung sagte Riedman den Ermittlern, er habe draußen ein Keuchen gehört, aber die Tür nicht geöffnet, um nachzusehen, ob jemand verletzt sei. Er rief weder die Polizei noch den Rettungsdienst. Die Ermittler sagen, er habe die Waffe in seinem Schlafzimmer versteckt und die verschossene Patronenhülse aufgehoben und verborgen – mutmaßliche Handlungen, die für die Ermittlungen wegen Behinderung der Justiz relevant sind.⁠15

In dem veröffentlichten Festnahmedokument wird zudem vermerkt, dass sich ein Teenager in der Wohnung direkt gegenüber von Riedmans Tür befand. Eine Verletzung des Teenagers ist nicht belegt. Der Umstand verortet die mutmaßlichen Schüsse in einem gemeinschaftlich genutzten Wohnbereich, gegenüber der Tür eines weiteren bewohnten Zuhauses.⁠17

Eine Übergabe an die Polizei, dann ein ungeklärtes Strafverfahren

Als die Beamten eintrafen, konnten sie jemanden in der Wohnung sehen, doch er weigerte sich, herauszukommen. Das SWAT-Team und das Verhandlungsteam für Krisensituationen der Polizei rückten an. Nach mehreren Stunden Verhandlungen stellte sich Riedman freiwillig und wurde ohne weitere gemeldete Zwischenfälle in Gewahrsam genommen. Andere Bewohner wurden aufgefordert, in ihren Wohnungen zu bleiben; die Redwood Road wurde nahe der Wohnanlage in beide Richtungen gesperrt.⁠14⁠13⁠1

Ein von The Salt Lake Tribune veröffentlichter Bericht von FOX 13 gibt den Zeitpunkt der Übergabe mit etwa 16:30 Uhr an. KSL berichtete, Riedman habe sich bis 16:42 Uhr gestellt; dabei handelt es sich um den Zeitpunkt einer Statusmeldung, nicht um die Bestätigung eines anderen Zeitpunkts der Übergabe. In der Mitteilung der Polizei wird außer den mehreren Stunden Verhandlungen keine genaue Dauer genannt.⁠8⁠7⁠14

In ersten Berichten hieß es, die Polizei habe noch nicht festgestellt, ob die tödliche Verletzung selbst zugefügt oder von einer anderen Person verursacht worden sei. Der Polizeibericht vom 4. November ersetzt diese vorläufige Ungewissheit durch einen konkreten Mordvorwurf gegen Riedman. Damit wird aus dem Vorwurf jedoch kein Urteil. Nach der Übergabe beantragten die Ermittler einen Durchsuchungsbeschluss, um die Wohnung zu untersuchen; aus dem verfügbaren Material geht nicht hervor, wann er vollstreckt wurde oder was sichergestellt wurde.⁠4⁠9⁠14

Laut den veröffentlichten Angaben zur Einlieferung in die Haftanstalt geht es um einen Fall von Mord als Verbrechen ersten Grades und einen Fall von Behinderung der Justiz als Verbrechen zweiten Grades. Einige Berichte verwenden zwar den Begriff «Anklage», belegt ist jedoch eine Einlieferung im Rahmen der Ermittlungen; eine formelle Anklageerhebung durch die Staatsanwaltschaft wurde nicht bestätigt. Gephardt Daily berichtete am 4. November, Riedman werde ohne Kaution festgehalten. Eine Haftanordnung, spätere Änderungen seines Gewahrsamsstatus und ein angesetzter Gerichtstermin sind in den verfügbaren Berichten jedoch nicht belegt. Bis zum Beweis seiner Schuld über jeden vernünftigen Zweifel hinaus gilt er als unschuldig.⁠15⁠17

Bekannt

  • Die Polizei hat Tuttle identifiziert, Riedman festgenommen und den Vorwurf erhoben, dass ein Schuss durch die geschlossene Wohnungstür Tuttle getötet habe. 1415

Unbekannt

  • Ein formelles Anklagedokument, ein Gerichtsterminplan und eine gerichtliche Entscheidung über Riedmans geltend gemachte Rechtfertigung sind nicht belegt.

Als Nächstes

  • Zu beobachten sind die Entscheidung der Staatsanwaltschaft über eine Anklageerhebung sowie Gerichtsunterlagen zur Untersuchungshaft und zu den Beweisen hinter den Vorwürfen.
Wie ausgestrahlt
  1. Kade Tuttle called police for help getting into his home and died outside its door.
  2. Police arrested his roommate, 47-year-old James Stacey Riedman, after a negotiated surrender. Detectives allege he fired through their closed apartment door, killing the 24-year-old.
  3. Will prosecutors file formal charges, and what will a court make of his claim that he feared being hurt?
  4. Officers found Tuttle on the ground outside the apartment door with an apparent gunshot wound. They tried to help him, but he died at the scene. The apartment complex sits on Redwood Road, near 800 North in Salt Lake City.
  5. Tuttle himself had called the emergency dispatcher. He said his roommate had locked him out of their shared apartment and wouldn't let him back inside. When officers arrived, they could see someone inside, but that person refused to come out. Police called in their SWAT team and crisis negotiators.
  6. Police dispatched officers at 1:05 p.m. on November third. Riedman surrendered that afternoon, reportedly around 4:30. Police identified Tuttle and announced the arrest November fourth. The shooting and surrender were part of that single Tuesday incident.
  7. Negotiators worked for several hours before Riedman came out voluntarily. Police took him into custody without a further reported incident. Detectives initially hadn't determined whether the fatal wound was self-inflicted. By the next day, they were accusing Riedman of shooting Tuttle through the door. Their homicide investigation now centers on what Riedman told them afterward.
  8. Riedman told detectives he'd rented Tuttle a room several weeks earlier in an apartment he owned. He described repeated disagreements and said he felt disrespected and taken advantage of. Those grievances came from Riedman's account of their relationship.
  9. Riedman said he deliberately locked Tuttle out because of those grievances and concerns about his behavior. He said Tuttle returned, knocked and demanded entry, then tried calling him. Riedman didn't answer. He claimed he became afraid when Tuttle threatened to kick down the door, and feared Tuttle might hurt him or recruit others to do so.
  10. Riedman claimed he feared being harmed and intended to scare Tuttle away. Detectives said he couldn't give reasonable facts explaining why he believed he faced immediate danger. A court hasn't decided whether his claimed fear justified firing through the door.
  11. Police say Riedman described getting a gun, pointing it at the closed door and firing one round through it. He aimed toward where Tuttle had been knocking. Detectives allege that round struck and killed Tuttle. The account of the shot, and Riedman's stated intention to frighten him, remain allegations to be tested in court.
  12. Investigators say Riedman admitted hearing a gasp outside after firing. He kept the door closed and didn't check whether anyone had been hurt. He also didn't call police or emergency medical services, leaving Tuttle outside the apartment where officers later found him.
  13. Detectives also say Riedman hid the firearm in his bedroom. They allege he picked up the spent cartridge casing and concealed that, too. Those alleged actions are part of the obstruction investigation, alongside the investigation into the fatal shot. Police booked him for investigation of both offenses after questioning him.
  14. A teenager was in the apartment directly opposite Riedman's door, investigators said. The alleged shot passed into a shared residential space. Other residents at the complex were told to shelter in place while police dealt with the barricade and negotiated a surrender.
  15. Police closed Redwood Road in both directions near the complex for hours. The disruption continued through the armed standoff and the response surrounding it. After Riedman surrendered, detectives worked to obtain a search warrant so they could enter and examine the apartment as part of their investigation into Tuttle's death.
  16. Riedman was booked into the Salt Lake County Jail for investigation of first-degree felony murder and second-degree felony obstruction of justice, one count each. By November fourth, he was reportedly being held without bail. He is presumed innocent unless proven guilty beyond a reasonable doubt.
  17. Detectives now allege that Riedman killed Tuttle through the closed door after locking him out. Any prosecution would have to prove its case and address his claimed justification for firing. We don't yet know whether prosecutors have formally filed charges, or what a court will decide about his detention and his claimed fear for his safety.

Quellen13

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Übersetzung aktualisiert:

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