Katastrophen · Gedränge in KolkataFortlaufendes Thema · Bericht 1 von 2
Gedränge am Festpavillon in Kolkata fordert mindestens 17 Tote; widersprüchliche offizielle Todeszahlen
Nach dem Gedränge bei der Durga-Puja in Chorbagan befindet sich noch ein Patient in kritischem Zustand. Der Pavillon ist versiegelt, doch die Opferzahlen und die Abfolge der Versäumnisse sind weiterhin ungeklärt.
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Fortlaufendes ThemaTag 5
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Das ganze ThemaBei einem einzigen Ausgang des Durga-Puja-Pavillons in Nord-Kolkata starben am 17. Oktober 2026 mindestens 17 Menschen. Unter den Toten war ein siebenjähriges Mädchen. Was ein Abend mit Festbesuchen hätte sein sollen, endete damit, dass Verletzte ins Calcutta Medical College and Hospital gebracht und der Chorbagan-Sarbojanin-Pavillon für die Öffentlichkeit geschlossen wurden. 30 39 96
Der Ort ist inzwischen für Untersuchungen versiegelt worden. Ministerpräsident Suvendu Adhikari erklärte, 25 Menschen würden behandelt, einer davon sei in kritischem Zustand. Doch selbst die Zahl der Toten ist ungeklärt: In seiner schriftlichen Erklärung nennt er 17, während seine von ANI verbreiteten Äußerungen im Krankenhaus 19 angeben. 17 ist die belegte Mindestzahl, keine endgültige Bilanz. 49 36 101
Die wichtigsten Fakten
Die Polizei von Kolkata verortete das Gedränge gegen 19:40 Uhr indischer Zeit am Ausgangstor des Pavillons, der auch Sarada Park oder Chor Bagan genannt wird, im Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers Girish Park. Der Ort liegt nahe der Muktaram-Babu-Straße, unweit der Chittaranjan Avenue. Es war Maha Saptami, ein bedeutender Tag der Durga-Puja, und große Menschenmengen besuchten die Pavillons, als starker Regen einsetzte. 39 93 34
Die Zahlen müssen noch erklärt werden
In Adhikaris schriftlicher Erklärung hieß es: „Berichten zufolge haben auf tragische Weise 17 Menschen ihr Leben verloren, und 25 Menschen werden derzeit behandelt. Eine Person befindet sich unter engmaschiger Beobachtung weiterhin in kritischem Zustand.“ In einer Fassung seiner Äußerungen im Krankenhaus sagte er jedoch, 19 Menschen seien gestorben, darunter 17 am Unglücksort. 49 101
Die schriftliche Erklärung wurde am 17. Oktober gegen 19:44 UTC verbreitet; ANI verbreitete die Äußerungen mit der Angabe von 19 Todesopfern gegen 19:21 UTC und erneut um 19:58 UTC. Dies sind Verbreitungszeiten und kein Beleg dafür, wann die jeweiligen Äußerungen gemacht wurden. Es gibt keine ausdrückliche Erklärung, die die Zahlen miteinander in Einklang bringt. Es wäre falsch, entweder 17 als bestätigte Korrektur nach unten zu bezeichnen oder anzunehmen, die Differenz stehe für zwei Todesfälle nach der Einlieferung ins Krankenhaus. 49 36 101
Eine vorläufige Beschreibung der 17 Toten nannte 13 Frauen, drei Männer und ein Kind. In einer frühen Mitteilung hieß es, sechs der Verstorbenen seien identifiziert worden. Keine der beiden Angaben stellt ein abgeschlossenes Opferregister dar, und aus der frühen Zahl der identifizierten Personen geht nicht hervor, wie viele später noch nicht identifiziert waren. 30 96 102
Bei den Verletztenzahlen muss eine andere Unterscheidung getroffen werden. Adhikaris Zahl von 25 bezeichnet Menschen, die behandelt werden. Die Polizei erklärte, rund 35 Menschen seien zum Calcutta Medical College gebracht worden. Die von India Today aufgefundene Überschrift meldete mindestens 35 Verletzte, während der Titel der Seite über 35 nannte; AajTak berichtete von 40. Das sind keine getrennten Gruppen, die man addieren kann, und niemand hat eine endgültige Gesamtzahl aller Verletzten ermittelt. 49 39 1 9
Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Menschen kann von einer früheren Zahl der transportierten Personen abweichen, doch keine patientenbezogene Aufschlüsselung erklärt diese konkreten Zahlen. Einige Verletzte wurden später in anderen Krankenhäusern behandelt. Minister Umesh Rai bezeichnete den Zustand der Verletzten zunächst als stabil; Adhikaris spätere Einschätzung nannte einen Patienten in kritischem Zustand und 24 außer Gefahr. Die frühere Entwarnung kann nicht als aktueller Zustand jedes einzelnen Patienten gelten. 34 101
Regen ist nicht die ganze Erklärung
Regen und dichtes Gedränge tauchen in den vorläufigen Berichten immer wieder auf. Die Polizei beschrieb einen starken Andrang von Pavillonbesuchern während des Regens. Ein von The Times of India zitierter Polizeibericht besagte, dass Menschen, die draußen warteten, bei einsetzendem Regen nach vorn drängten und einige auf die Straße stürzten. 39 26
Rai schilderte einen plötzlichen Zustrom von Menschen, die Schutz suchten, und brachte die Möglichkeit ins Spiel, dass ein Pfiff oder eine Durchsage den Ansturm ins Innere ausgelöst habe. Auch Adhikari verwies auf eine Durchsage der Organisatoren und auf Mängel bei den Vorkehrungen des Komitees. Dies sind für die Ermittler wichtige Aussagen, die überprüft werden müssen, keine abgeschlossene Erklärung dafür, was zuerst geschah. 34 100 36
Augenzeugen beschrieben enge Ein- und Ausgänge, unzureichende Beleuchtung und irreführende Anweisungen. Einige Berichte erwähnten Druck auf ein Tor oder den Einsturz eines Teils des Bauwerks. Der Titel von India Today erwähnte den Einsturz eines Teils; die Bildunterschrift von The Hindu beschrieb, wie ein Ausgangstor unter dem Druck der Menge einstürzte. Keine der beiden Darstellungen belegt, dass ein Einsturz das Gedränge auslöste und nicht erst währenddessen geschah. 6 16 1 2
Der Unterschied ist wichtig. Zu sagen, Menschen hätten sich auf der Suche nach Schutz bewegt, beschreibt ihre Bewegung; es erklärt nicht, warum der verfügbare Platz und die Maßnahmen zur Kontrolle der Menge sie nicht schützen konnten. Die Ermittler müssen noch den Ablauf feststellen, klären, wer die Ein- und Ausgänge kontrollierte, und herausfinden, welche der gemeldeten Bedingungen dazu beitrugen. Es gibt keine verifizierte Messung der Torbreite, keine abgeschlossene Prüfung der Beleuchtung und keine festgestellte Fehlleistung bei der Notfallreaktion.
Polizeiverstärkung, Feuerwehrleute, ein Katastrophenschutzteam, Krankenwagen und medizinische Teams wurden entsandt. Rettungskräfte brachten Menschen ins Krankenhaus, und die Behörden schlossen den Pavillon, bevor sie ihn für die Untersuchung versiegelten. Polizei und Forensiker begannen mit vorläufigen Arbeiten, darunter der Sichtung von CCTV-Aufnahmen. Ihre Anwesenheit belegt ein Eingreifen, nicht, wie schnell die Hilfe jede einzelne Person erreichte oder ob die Reaktion angemessen war. 38 39 36
Die Verantwortung reicht über einen Rücktritt hinaus
Organisatoren, Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes und diensthabendes Personal wurden zur Befragung festgehalten. Berichten zufolge waren es etwa zehn Personen, darunter fünf Organisatoren; die genaue Zahl wurde jedoch nicht einheitlich bestätigt. Eine Festhaltung ist kein Beweis für Fahrlässigkeit oder strafrechtliche Verantwortung. 32 108
Der Generalsekretär des Organisationskomitees, Jayanta Banerjee, und weitere Vorstandsmitglieder traten laut AajTak aus moralischer Verantwortung zurück. Das ist eine organisatorische Konsequenz, aber kein rechtlicher Befund darüber, wer die Entscheidungen zur Steuerung der Menschenmenge getroffen hat. Adhikari erklärte, jeder, bei dem Fahrlässigkeit festgestellt werde, werde rechtlich belangt. 77 36
Der Ministerpräsident hat außerdem eine von einem Richter geleitete Untersuchung zugesagt und erklärt, er werde sich an den Obersten Richter des Calcutta High Court wenden. In seiner schriftlichen Erklärung versprach er Schritte zur Einrichtung „einer STF unter einem amtierenden Richter“; andere Berichte bezeichneten das geplante Gremium als SIT. Entscheidend ist, dass eine richterlich geleitete Untersuchung zugesagt wurde – nicht, dass bereits ein Richter ernannt und ein veröffentlichter Untersuchungsauftrag in Kraft ist. Die vorläufigen Arbeiten von Polizei, Forensikern und einer Sondereinsatzgruppe dürfen nicht mit diesem geplanten Verfahren verwechselt werden. 49 84 101
Der Bundesstaat kündigte für jede trauernde Familie 25 Lakh Rupien – 2,5 Millionen Rupien – sowie eine Stelle im öffentlichen Dienst an. In seinen mündlichen Äußerungen versprach Adhikari außerdem für jede verletzte Person 5 Lakh Rupien, also 500.000 Rupien, sowie die vollständige Übernahme der Behandlungskosten. Premierminister Narendra Modi kündigte separate Unterstützung aus dem Prime Minister’s National Relief Fund an: 2 Lakh Rupien pro Todesfall und 50.000 Rupien pro verletzter Person. Ob die Gelder ausgezahlt, die Stellen vergeben und die Kosten erstattet wurden, ist nicht bestätigt. 49 101 8 61
Unionsinnenminister Amit Shah traf nach dem Vorfall in Kolkata ein und sprach mit Adhikari. Seine für Sonntag, den 18. Oktober, geplanten Termine, darunter Besuche im Belur Math und bei Pavillons, wurden abgesagt oder verschoben, damit er die Verletzten besuchen konnte. Der Krankenhausbesuch bleibt ein angekündigter Plan und ist kein bestätigtes Ereignis. Auch Veranstaltungen des Bundesstaats mit dem Ministerpräsidenten, Ministern und Abgeordneten wurden für Sonntag abgesagt. 51 54 34
Die Durga-Puja-Feierlichkeiten dauern noch mehrere Tage. Rai forderte andere Veranstalter auf, mehr Ein- und Ausgänge vorzusehen, die Beleuchtung zu verbessern und bei übermäßigem Andrang zu handeln; Adhikari rief zu einer Abstimmung mit der Polizei und zu ordnungsgemäßen Fluchtwegen auf. Diese Warnungen belegen nicht, dass an jedem Veranstaltungsort dieselben Mängel bestehen. Sie machen jedoch deutlich, dass die Sicherheit der Menschenmenge an anderen Orten nicht warten kann, bis die Untersuchung in Chorbagan abgeschlossen ist. 70 100
Für die betroffenen Familien sind die unmittelbaren Prüfsteine konkret: der Zustand des kritisch kranken Patienten, ein nachvollziehbares Opferregister, die Auszahlung der zugesagten Unterstützung und eine Untersuchung, die klärt, wie dieser Ausgang zur Todesfalle wurde. Die gebührenfreie Notfall-Hotline des Bundesstaats lautet 1800-3455678; eine weitere Notfallnummer ist 033-22141310. 49 42
Wie ausgestrahlt 22 Zeilen
- Crowds crushed together at a festival exit, killing at least seventeen people.
- A Durga Puja pavilion in north Kolkata is now sealed. One of twenty-five people receiving treatment is critically ill. Investigators must establish how the crush began and who controlled the crowd's movement.
- The crush happened at the Chorbagan Sarbojanin pavilion, also called Sarada Park, in the Girish Park area. It's near Muktaram Babu Street, off Chittaranjan Avenue. Calcutta Medical College received casualties.
- Police place the crush at about seven-forty in the evening on October seventeenth. It was Maha Saptami, a major day of Durga Puja. Large crowds were visiting festival pavilions when heavy rain fell.
- Chief Minister Suvendu Adhikari's written statement gives seventeen deaths. His hospital remarks give nineteen, including one version saying seventeen died at the scene. He hasn't explained the difference. Seventeen remains the supported minimum, and the final toll is unresolved.
- We don't know whether those figures reflect deaths after admission or a counting error. The written figure doesn't explain what happened to the higher number.
- A seven-year-old girl was among those killed. The provisional description of seventeen victims lists thirteen women, three men and one child. Officials initially identified six of the dead. Some injured people were subsequently treated at other hospitals.
- Early injury estimates range from thirty-five to about forty. Adhikari says twenty-five people are receiving treatment. Police say about thirty-five were transported to Calcutta Medical College. These figures shouldn't be added together. Nobody has reconciled a final total of everyone injured.
- Minister Umesh Rai initially described the injured as stable. Adhikari's assessment identifies one critical patient among the twenty-five receiving treatment, with twenty-four out of danger. That leaves one family still facing an immediate medical emergency.
- People waiting outside moved forward to seek shelter from the rain. Some fell on the road. Rai described a sudden influx and suggested a whistle or announcement might have prompted people to rush inside.
- Adhikari also referred to an organisers' announcement and shortcomings in the committee's arrangements. Witnesses described narrow entrances and exits, inadequate lighting and misleading instructions. Investigators still have to establish which conditions contributed and what happened first.
- Some descriptions mention pressure on a gate or part of the structure collapsing. It's not yet confirmed whether a collapse triggered the crush. Investigators must also examine the exits, lighting and emergency response before assigning responsibility.
- Police reinforcements, firefighters, a disaster-management team and ambulances with medical teams were sent. Rescuers took people to hospital. Authorities closed the pavilion to visitors, then sealed it for examination. Police and forensic personnel began preliminary work, including reviewing CCTV footage.
- Organisers, private security personnel and on-duty staff have been detained for questioning. About ten people, including five organisers, were reportedly detained, although that number hasn't been confirmed. Police are investigating their roles in admissions, exits and crowd movement.
- The organising committee's general secretary, Jayanta Banerjee, and other office-bearers tendered their resignations, taking moral responsibility. Criminal responsibility still has to be determined. Adhikari says anyone found negligent will face legal action.
- Adhikari has promised a judge-led investigation. He says he'll write to the Chief Justice of the Calcutta High Court. A judge hasn't been appointed to that proposed inquiry. Police, forensic specialists and a special task force have already begun preliminary work.
- The state has announced twenty-five lakh rupees and a government job for each bereaved family. Injured people are promised five lakh each, plus treatment costs. Central assistance is two lakh per death and fifty thousand rupees per injured person.
- Those are separate promises of support. Families' receipt of the money, jobs and reimbursement hasn't been confirmed.
- Prime Minister Narendra Modi announced the central assistance through his national relief fund. Union Home Minister Amit Shah arrived in Kolkata after the incident and spoke with Adhikari. Shah plans to visit injured people after cancelling or postponing his Sunday programmes.
- Those programmes included Belur Math and festival pavilion visits on October eighteenth. State programmes involving the chief minister, ministers and legislators were also cancelled for Sunday.
- Several days of Durga Puja are still ahead. Rai urged other organisers to provide more entry and exit points, improve lighting in crowded or dark spaces, and intervene when crowds become excessive. Adhikari called for coordination with police and proper exit routes.
- The state has activated a toll-free emergency helpline at one eight zero zero, three four five, five six seven eight. An additional emergency contact is zero three three, two two one four, one three one zero.
Quellen
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