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Wissenschaft · Walstrandung

Alle vier lebend gefundenen Wale bei Ngāwi sterben trotz Rettungsversuchen

Retter brachten zwei Grindwale zurück ins Meer, doch keiner überlebte. Schätzungen zufolge strandeten etwa 50 Wale an der felsigen Küste Neuseelands; die genaue Zahl der Verluste und die Ursache sind weiterhin unbekannt.

Verfasst 4 Min. Lesezeit

Video in der Originalsprache

Aus dem englischen Original übersetzt.

Retter brachten an Neuseelands felsiger Küste bei Ngāwi zwei Grindwale lebend zurück ins Meer, doch keiner von beiden überlebte. Bis Donnerstagabend waren alle vier Wale gestorben, die nach einer Massenstrandung lebend gefunden worden waren. Damit endete ein Einsatz, bei dem Naturschutzmitarbeiter, spezialisierte Retter und freiwillige Helfer aus der Region zwischen den Felsen zusammenarbeiteten.⁠1⁠2

Schätzungen zufolge strandeten über Nacht nahe Cape Palliser an der Südspitze der Nordinsel etwa 50 Wale. Sie wurden am Donnerstag, dem 5. November 2026, gefunden. Der Tod der vier Tiere steht fest; das gesamte Ausmaß der Verluste ist es nicht. Die Körper lagen verstreut entlang der Küste, und einige waren bereits aufs offene Meer hinausgetrieben worden, bevor eine vollständige Zählung vorgenommen werden konnte.⁠1⁠2

Die wichtigsten Fakten

  1. Etwa 50Geschätzte Zahl der gestrandeten Wale 12
  2. 4Lebend gefunden; später alle gestorben 12
  3. 2Zurück ins Meer gebracht, aber nicht überlebt 112

Die meisten gestrandeten Wale waren bereits tot, während die Retter versuchten, die noch lebenden Tiere zu retten. Bis Donnerstagnachmittag konzentrierte sich der Einsatz auf vier Tiere. Mitarbeiter des Department of Conservation arbeiteten gemeinsam mit Rettern und Meerestiermedizinern von Project Jonah, den lokalen iwi – den Māori-Gemeinschaften der Gegend – und Freiwilligen aus Ngāwi. Sie hielten die Wale feucht und kühl, während weiter versucht wurde, sie ins Wasser zurückzubringen.⁠1

Es handelte sich nicht um eine Rettungsaktion an einem offenen Sandstrand. Die Wale waren an einer zerklüfteten Küste von Felsen umgeben, was den Zugang zu den Tieren erschwerte. Die Retter durchsuchten mehrere Kilometer Küste. Das gleiche Gelände erschwerte sowohl den Zugang zu den lebenden Walen als auch die Feststellung, wie viele an Land gekommen waren.⁠1

Zwei Wale wurden bei steigender Flut zurück ins Meer gebracht. RNZ berichtete darüber und stützte sich dabei auf Angaben des Department of Conservation; in einem Update um 17:30 Uhr hielt der Sender anschließend fest, dass alle vier lebend gefundenen Tiere gestorben waren, und berief sich dabei auf Louisa Hawkes von Project Jonah. Zwei Wale ins Wasser zurückzubringen war eine Rettungsmaßnahme, bedeutete aber nicht, dass sie dauerhaft überlebten.⁠12⁠2

Aus den Berichten geht nicht hervor, in welcher zeitlichen Reihenfolge die einzelnen Wale ins Meer zurückgebracht wurden und starben. Sie belegen weder eine konkrete erneute Strandung noch eine medizinische Erklärung dafür, warum die Tiere starben. Das Endergebnis ist klar, ohne diese fehlenden Einzelheiten zu ergänzen.

Warum die Zahlen getrennt betrachtet werden müssen

Die während des Einsatzes gemeldeten Zahlen beschreiben unterschiedliche Sachverhalte: eine erste Zählung am Strand, Zwischenstände zu den Todesfällen und eine umfassendere Schätzung für die betroffene Küste. Sie gleichzusetzen, würde einen falschen Eindruck von Gewissheit vermitteln.

Euronews berichtete, dass Anwohner fast 50 Wale gezählt hätten. Der Sender meldete außerdem die erste Zählung des Department of Conservation: etwa 20 Tiere am Strand, in der ersten von zwei identifizierten Gruppen. Die kleinere Zahl war somit keine vollständige Zählung aller Wale entlang der Küste und sollte die höhere Schätzung nicht ersetzen. Ebenso wenig ist die Schätzung der Anwohner eine genaue, unabhängig abgeglichene Zahl der Todesfälle.⁠1

In einer frühen Meldung von 1News war von mindestens 20 betroffenen Walen die Rede; in einem aktualisierten Bericht wurde die Zahl der Todesfälle mit mindestens 30 angegeben. Dabei handelte es sich um Zwischenstände im Verlauf des Einsatzes, nicht um konkurrierende Endzahlen. Auch die spätere Mindestzahl klärt die Gesamtzahl nicht, zumal Kadaver bereits aufs Meer hinausgetrieben wurden.⁠3⁠4⁠1

Diese Unterscheidung ist mehr als eine Frage der Zahlengenauigkeit. Der Tod der vier Tiere, die Retter zu retten versuchten, lässt sich eindeutig feststellen. Wie viele Wale insgesamt gestrandet sind und wie viele genau starben, sind getrennte Fragen. Eine abschließende Bilanz müsste die an den Felsen gefundenen Tiere mit jenen abgleichen, die nicht mehr an Land sind.

Die Ursache ist weiterhin ungeklärt

Grindwale sind sehr soziale Tiere und anfällig für Massenstrandungen, bei denen ganze Schulen in flachem Küstenwasser gefangen werden können. Diese allgemeine Anfälligkeit erklärt jedoch nicht, warum gerade diese Wale bei Ngāwi an Land kamen. Den vorliegenden Berichten zufolge wurde keine Ursache festgestellt.⁠1

Das Department of Conservation teilte mit, dass es in der Gegend seit den 1990er-Jahren keine Massenstrandung gegeben habe. Damit handelt es sich vor Ort um einen ungewöhnlichen Verlust, nicht aber um einen Beleg für ein jüngeres Muster bei Ngāwi. Der Rettungseinsatz ist beendet; um das Ereignis zu verstehen, reicht es nicht, zu wissen, dass die Art anfällig für Strandungen ist.⁠1

Bekannt

  • Alle vier lebend gefundenen Wale starben, darunter auch die beiden, die ins Wasser zurückgebracht wurden. 12

Unbekannt

  • Die genaue Gesamtzahl der Verluste und der Grund, warum die Wale an Land kamen, sind weiterhin ungeklärt.

Als Nächstes

  • Eine abgeglichene Zählung und mögliche Erkenntnisse zur Ursache würden Ausmaß und Umstände des Verlusts klären; ein nächster Schritt mit festgelegtem Datum wurde nicht gemeldet.
Wie ausgestrahlt
  1. All four pilot whales found alive on the rocks have died. Residents estimate about 50 whales stranded along the coast, and rescuers returned two living animals to the sea before losing them. The rescue is over, but the full scale of the loss and what brought the whales ashore are still unknown.
  2. The whales came ashore overnight near Ngāwi, close to Cape Palliser at the southern tip of New Zealand's North Island. They were found on Thursday, November fifth, along a rugged coastline where rocks complicated the rescue.
  3. Most of the stranded whales had already died when rescuers worked to save the four still alive. The Department of Conservation identified two pods. By Thursday afternoon, the effort was focused on keeping those remaining animals alive and getting them back into the water.
  4. Two whales were refloated as the tide rose. But both died, along with the other two animals found alive. Project Jonah confirmed the loss of all four by Thursday evening, ending the effort to save them.
  5. Department of Conservation staff worked alongside Project Jonah rescuers and marine medics. Local iwi, the area's Māori communities, and Ngāwi volunteers also joined the response. They continued trying to save the living animals despite the deaths around them.
  6. Rocks surrounded the stranded whales along the Ngāwi coast. Rescuers searched several kilometres of shoreline, while some carcasses had already been swept out to sea. The terrain complicated both reaching the animals and counting how many had stranded.
  7. Rescuers kept the surviving whales wet and cool while efforts continued to return them to the sea. Refloating two animals was a step in that effort, but both were among the four that later died.
  8. Some bodies had disappeared offshore before rescuers could complete a count. That helps explain why the estimated total covers more animals than the first beach count, and why the different figures need to be kept separate.
  9. Residents counted about 50 whales across the affected coastline. The Department of Conservation's initial count was roughly 20 animals on the beach in the first pod. Those figures describe different areas of the stranding, and the larger number remains an estimate.
  10. Early figures put at least 20 whales in the stranding. A later count put deaths at at least 30. Those were interim numbers as the response developed. With bodies spread along the rocks and others carried offshore, nobody has given a precise final total.
  11. Pilot whales are highly social, and mass strandings can trap whole pods in shallow coastal water. The Department of Conservation said this area hadn't recorded a mass stranding since the 1990s, making the losses unusual locally.
  12. Nobody has explained why these whales came ashore at Ngāwi. Their vulnerability to mass strandings doesn't explain this particular event. All four animals found alive died, including the two returned to the water, while the overall number lost remains uncertain because some carcasses were swept out to sea.

Quellen9

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Übersetzung aktualisiert:

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