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Gesundheit · Falsch gekennzeichnetes Nahrungsergänzungsmittel

Als Katzenkralle verkauft, mit einem Opioid belastet: San Francisco warnt nach Todesfall

San Franciscos erster bekannter tödlicher Fall einer Überdosierung mit MGM-15 macht eine gefährliche Lücke zwischen einer pflanzlichen Kennzeichnung und einem nicht angegebenen Opioid deutlich. Dosis und Reichweite des betroffenen Warenbestands sind weiterhin unbekannt.

Ausgestrahlt Verfasst 4 Min. Lesezeit32 QuellenHeyDay News Desk · About usWatch report

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ThemenverlaufTag 6

1 Bericht21 Medien32 Quellen

Warnungen vor in Produkten versteckten Opioiden, die als Katzenkralle verkauft werden, sind nun in der Statistik der tödlichen Überdosierungen von San Francisco angekommen. Nach Berichten über Todesfälle im Zusammenhang mit falsch gekennzeichneten Kräuterprodukten in Utah und Washington warnten Gesundheitsbehörden von San Francisco am 21. Oktober vor dem ersten bekannten tödlichen Fall einer Überdosierung mit MGM-15 in der Stadt. MGM-15 ist ein halbsynthetisches, aus Kratom gewonnenes Opioid, das für keine medizinische Anwendung zugelassen ist. 2 3 4

Bei dem örtlichen Fall geht es um einen 37-jährigen Mann, der Ende September starb, nachdem er Tabletten mit der Marke „Script botanicals x Maui labs“ eingenommen hatte. Das Produkt wurde als Katzenkralle vermarktet, doch Tests wiesen MGM-15 sowohl beim Mann als auch im zugehörigen Produkt oder der Verpackung nach. Das Opioid war auf dem Etikett nicht angegeben. 2

Genau in dieser Diskrepanz liegt die zentrale Gefahr: Wer etwas kauft, das als pflanzliches Nahrungsergänzungsmittel ausgegeben wird, kann auf ein Opioid stoßen, das eine tödliche Überdosis verursachen kann, ohne dass die Verpackung darauf hinweist. Die Warnung richtet sich auch an medizinisches Fachpersonal, nicht nur an Verbraucher, denn die Kennzeichnung kann auch dann eine Exposition verschleiern, wenn jemand erkrankt. 4

San Franciscos Einstufung als „erster bekannter“ Fall ist eng gefasst. Sie bezeichnet eine tödliche Überdosierung mit MGM-15 innerhalb der Stadt – nicht den ersten Todesfall landesweit, eine Zählung aller lokalen Expositionen oder einen Beleg dafür, dass frühere Fälle unmöglich unentdeckt geblieben sein können. In der Warnmeldung der Stadt wird ausdrücklich auf Überdosierungen mit der Substanz an anderen Orten hingewiesen. 3

Die Los Angeles Times berichtete, dass Behörden in Utah MGM-15 und eine verwandte Substanz mit vier Todesfällen in diesem Bundesstaat in Verbindung brachten. Das Washington Poison Center meldete unabhängig davon vier bestätigte Todesfälle im Zusammenhang mit falsch gekennzeichneten Kräuterprodukten, die diese Substanzen enthielten. Auch diese Warnungen betrafen Produkte, die als Katzenkralle verkauft wurden; sie belegen nicht, dass alle Fälle mit der in San Francisco genannten Marke zu tun hatten. 2

Was die medizinischen Befunde belegen

Der medizinische Gutachter von San Francisco stufte den Tod des Mannes als Unfall ein und führte ihn auf die „toxischen Wirkungen von Kratom-Alkaloiden“ zurück, wie aus einem vom Los Angeles Times eingesehenen Bericht des Gerichtsmediziners hervorgeht. Dieser Befund geht über die Feststellung hinaus, dass MGM-15 allein seinen Tod verursacht habe. 2

Der Nachweis sowohl beim Mann als auch im zugehörigen Produkt ist wichtig: Er belegt die Exposition gegenüber einem Opioid, das auf der Verpackung nicht angegeben war. Die öffentlich verfügbaren Einzelheiten des Falls enthalten jedoch keinen vollständigen quantitativen toxikologischen Bericht. Sie nennen weder alle untersuchten Substanzen noch deren Konzentration oder sämtliche Substanzen, die ausgeschlossen wurden. Daher wäre es falsch zu behaupten, es seien keine anderen Drogen oder kein Alkohol vorhanden gewesen – ebenso wie die Behauptung falsch wäre, andere Substanzen müssten dazu beigetragen haben.

Auch eine kleinere, aber relevante Laborfrage bleibt in den veröffentlichten Beschreibungen offen. CBS Bay Area berichtete, MGM-15 sei in der Produktverpackung nachgewiesen worden; die Times beschrieb einen Nachweis in einer Packung Tabletten. Keine der beiden Darstellungen enthält genügend Einzelheiten, um zwischen einer Untersuchung intakter Tabletten, des Packungsinhalts oder von Rückständen an der Verpackung zu unterscheiden. Belegt ist der Nachweis im zugehörigen Produkt oder in der Verpackung – nicht eine gemessene Opioiddosis. 1 2

Katzenkralle selbst enthält kein MGM-15. Es handelt sich um eine verholzende Liane, die im Amazonasgebiet und in anderen tropischen Regionen Mittel- und Südamerikas vorkommt. Kratom ist eine andere Pflanze. MGM-15 wird durch chemische Veränderung von 7-Hydroxymitragynin oder 7-OH hergestellt, einer Substanz, die in Spuren natürlicherweise in Kratom vorkommt. Die Bezeichnung als Katzenkralle erklärte nicht, was Tests im Produkt nachwiesen. 2

Das Etikett gibt keinen Aufschluss über die Dosis

Die untersuchte Packung wurde als Packung mit vier Kautabletten beschrieben, die mit „uncaria tomentosa extract“ gekennzeichnet waren – dem botanischen Namen für Katzenkralle – und laut Etikett jeweils 100 Milligramm enthielten. Auf der Verpackung waren weder Kratom noch 7-OH aufgeführt; MGM-15 wurde ebenfalls nicht angegeben. 1 2

Diese Zahlen müssen sich weiterhin auf das beziehen, was sie tatsächlich beschreiben. Vier ist die Anzahl der Tabletten in der Packung, nicht die Anzahl, die der Mann nachweislich geschluckt hat. Und 100 Milligramm ist die angegebene Menge des Extrakts – kein Laborbefund, wonach 100 Milligramm MGM-15 enthalten waren. Die verfügbaren Befunde belegen weder die MGM-15-Menge pro Tablette noch die vom Mann eingenommene Dosis. Eine aufgedruckte Mengenangabe kann beruhigend präzise wirken und doch die falsche Frage beantworten.

Produkte dieser Art werden an Tankstellen und in Raucherbedarfsläden verkauft, doch in der Warnung wird nicht genannt, in welchem Geschäft der Mann seine Tabletten gekauft hat. Ebenso wenig belegt sie, dass alle Händler, die die Marke führten, denselben betroffenen Warenbestand hatten. Die Times teilte mit, sie habe Script botanicals um eine Stellungnahme gebeten, aber zunächst keine Antwort erhalten. 1 2

Die bestätigte behördliche Maßnahme ist eine Gesundheitswarnung. Eine Rückrufmitteilung, eine Liste betroffener Chargen und ein klar abgegrenztes Vertriebsgebiet wurden nicht verifiziert. Das beweist nicht, dass es keinen Rückruf gibt, und der Befund lässt sich nicht verantwortungsvoll auf jede Packung der Marke oder jedes als Katzenkralle verkaufte Nahrungsergänzungsmittel übertragen.

Bekannt

  • San Francisco hat eine bekannte tödliche Überdosierung mit MGM-15 festgestellt und die Öffentlichkeit sowie medizinisches Fachpersonal gewarnt. 34

Unbekannt

  • Der gemessene Opioidgehalt, die betroffenen Chargen und die Menge des betroffenen Produkts, die noch erhältlich ist, sind nicht bekannt.

Als Nächstes

  • Weitere Produkttests und verifizierte Angaben zu einem möglichen Rückruf oder betroffenen Chargen würden helfen, die Reichweite der Warnung einzugrenzen.

Die sofort erforderlichen Maßnahmen hängen nicht davon ab, diese Fragen zur Lieferkette zu klären. Gesundheitsbehörden raten dazu, 911 anzurufen und einer Person, die offenbar eine Überdosis erleidet, Naloxon zu verabreichen. Eine pflanzliche Beschreibung auf der Packung ist kein Grund, einen Opioidnotfall auszuschließen. 1

Wie ausgestrahlt 16 Zeilen
  1. Tablets sold as cat's claw contained an undisclosed opioid involved in a fatal overdose.
  2. San Francisco has identified its first known fatal overdose involving MGM-15, a chemically modified, kratom-derived opioid. It's not approved for any medical use. How far the affected supply reaches is still unclear.
  3. A 37-year-old man died in San Francisco in late September after consuming the tablets. The city's first-known designation applies to a fatal overdose involving MGM-15 within San Francisco. The compound had already appeared in overdoses elsewhere.
  4. Utah officials linked MGM-15 and a related compound to four deaths in that state. The Washington Poison Center also reported four confirmed deaths involving misrepresented herbal products containing those compounds. Those warnings involved products sold as cat's claw, extending the concern beyond this one city.
  5. The identified brand was Script botanicals x Maui labs. Its chewable tablets were marketed as cat's claw, using the botanical name uncaria tomentosa extract. Testing found MGM-15 in the associated product, even though the package didn't disclose that ingredient.
  6. The packaging also left out kratom and 7-hydroxymitragynine, often shortened to seven-OH. Products of this kind are marketed through gas stations and smoke shops. The warning doesn't identify the particular store where this man obtained his tablets.
  7. Cat's claw itself doesn't contain MGM-15. It's a woody vine found in the Amazon and other tropical areas of Central and South America. The danger here comes from an undisclosed opioid in a product sold under that plant's name.
  8. MGM-15 is made by chemically modifying a kratom-related compound. Seven-OH occurs naturally in trace amounts in kratom, a different plant. Chemical modification produces MGM-15. Someone relying on the herbal description could encounter an opioid capable of causing a fatal overdose.
  9. The medical examiner detected MGM-15 in the man and in the associated product or package. The examiner ruled the death accidental and attributed it to the toxic effects of kratom alkaloids. That finding covers a broader group of compounds.
  10. The package contained four tablets. That describes what was in the package; investigators haven't said how many the man swallowed. Another number on the label needs care, because a printed amount can sound like a measured drug dose.
  11. Each tablet carried a labeled amount of 100 milligrams of uncaria tomentosa extract. Testing hasn't supplied a measured amount of MGM-15 per tablet. So the label can't tell a consumer how much of that opioid they're taking.
  12. The health department directed its warning to health-care providers as well as the public. An herbal label can hide an opioid exposure from the person using the product and from someone trying to understand why they're ill.
  13. The man died in late September. San Francisco issued the public-health warning on Wednesday, October 21. The alert brought the laboratory finding to consumers and health-care providers weeks after the death, identifying a drug the product's label hadn't disclosed.
  14. This was San Francisco's second public warning about a synthetic opioid that year. In April, the city warned about cychlorphine after a 16-year-old boy's overdose death. The current warning concerns MGM-15 and the identified supplement.
  15. The affected supply still has no defined boundary. How much remains available, and which batches are affected, are unknown. The health warning identifies this product, but it doesn't give consumers a reliable way to determine the opioid dose in a package.
  16. For someone who appears to be overdosing, health officials advise calling 911 and administering naloxone, a medicine used to reverse opioid overdoses. That advice applies even when the product the person took was sold as an herbal supplement.

Quellen

32 Quellen21 Medien

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