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Wissenschaft · Wiederansiedlung von BibernFortlaufendes Thema · Bericht 2 von 2

Sechs Biber kehren in das Einzugsgebiet von Loch Ness zurück. Die eigentliche Bewährungsprobe kommt erst noch

Die erste Familie lebt nun auf Dundreggan im Einzugsgebiet von Loch Ness. Als Nächstes wird sich zeigen, ob sich durch Biber geschaffene Lebensräume entwickeln können, während Lachse und Forellen weiterhin ungehindert wandern.

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Was sich seit unserem letzten Bericht geändert hat

7 Tage später

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Die erste Familie lebt nun auf Dundreggan im Einzugsgebiet von Loch Ness. Als Nächstes wird sich zeigen, ob sich durch Biber geschaffene Lebensräume entwickeln können, während Lachse und Forellen weiterhin ungehindert wandern.

Sechs Biber, eine Familie: In diesem Umfang vollzieht sich nun die Rückkehr in das Einzugsgebiet von Loch Ness. Die Tiere wurden am 4. November 2026 in einem kleinen See auf dem Wiederverwilderungsgelände Dundreggan in Glenmoriston freigelassen und sind die ersten Tiere eines dreijährigen Programms. Sie sind in die kleineren Gewässer des Einzugsgebiets gelangt, nicht in Loch Ness selbst. Ihre Ankunft ist eine abgeschlossene Wiederansiedlung; die von ihren Befürwortern versprochenen Feuchtgebiete und gesünderen Flüsse bleiben Möglichkeiten, keine Ergebnisse.⁠12⁠14

Die Familie besteht aus einer Mutter, zwei etwa zwei Jahre alten Jungtieren und drei Tieren, die Anfang dieses Jahres geboren wurden. Vorerst ist der deutlichste Beleg für den Erfolg bescheiden, aber ermutigend: Die Tiere schwimmen ruhig in ihrem neuen Zuhause.⁠1

Am 30. Oktober 2026 berichtete HeyDay News, dass NatureScot die Freilassung von bis zu 15 Biberfamilien an vereinbarten Standorten im Einzugsgebiet des River Ness innerhalb von drei Jahren genehmigt hatte. Geändert hat sich nun, dass die erste Familie in der Landschaft lebt. NatureScot erteilte die Genehmigung an Trees for Life, das Dundreggan betreibt, und an Beaver Trust.⁠15⁠12

Die wichtigsten Fakten

  1. 6Biber in der zuerst freigelassenen Familie 1
  2. 15 FamilienHöchstens genehmigt innerhalb von drei Jahren 15
  3. 4. NovemberDatum der abgeschlossenen Freilassung im Jahr 2026 214

Die Unterscheidung zwischen Familien und einzelnen Tieren ist wichtig. Im jüngsten Bericht von BBC Scotland ist von einem Projektziel von mindestens 15 Familiengruppen innerhalb von drei Jahren die Rede. Die Genehmigung von NatureScot erlaubt bis zu 15 Familien. Das eine ist ein Ziel, das andere eine Obergrenze: Beides begründet keine Erlaubnis, mehr als 15 Familien freizulassen.⁠1⁠15

In einigen früheren Berichten wurden diese Einzelheiten vermischt. Im Bericht der BBC über die Genehmigung war von bis zu 15 einzelnen Bibern statt Familien die Rede; die offizielle Formulierung von NatureScot legt den genehmigten Umfang fest. Farmers Weekly nannte den 2. November als Datum der Genehmigung, die Bekanntmachung von NatureScot datiert jedoch vom 30. Oktober. Keines dieser Genehmigungsdaten darf mit der Freilassung am 4. November verwechselt werden.⁠18⁠20⁠15⁠14

Ein neues Zuhause, ein altes Problem

Diese Tiere wurden nicht einfach deshalb umgesiedelt, weil Dundreggan sie haben wollte. Sie stammen aus einem anderen Teil Schottlands, wo Biber wertvolle landwirtschaftliche Flächen beeinträchtigten und Bemühungen, den Schaden zu verringern, gescheitert oder nicht möglich waren. Vor der Freilassung wurde die Familie in der spezialisierten Biber-Unterbringungseinrichtung des Five Sisters Zoo gesundheitlich untersucht.⁠1

Diese Herkunft ist ein wichtiger Teil der Geschichte. Eine Umsiedlung bietet ein neues Zuhause und reagiert zugleich auf einen Konflikt am bisherigen Standort. Damit verschwindet der Konflikt nicht als Managementfrage. Dasselbe Tier kann in einer Landschaft willkommen und in einer anderen schwer unterzubringen sein.

NatureScot stufte das Einzugsgebiet des River Ness 2022 als einen der am besten geeigneten Standorte Schottlands für Biber ein. Das Programm soll Populationen die Möglichkeit geben, sich über Waldgebiete und Hunderte Meilen Fluss- und Seeufer hinweg zu verbinden und zu wachsen. Laut der von der BBC wiedergegebenen Darstellung von NatureScot unterstützten mehr als 73% der Befragten in der Konsultation der Antragsteller den Vorschlag. Das ist die Zustimmung unter denjenigen, die geantwortet haben, und keine repräsentative Umfrage unter allen Bewohnern des Einzugsgebiets; eine Zahl der Befragten wurde hier nicht festgestellt.⁠1

Die lokale Geschichte gibt der Rückkehr ihren zeitlichen Rahmen von etwa fünf Jahrhunderten. Ein häufig zitiertes erhaltenes Dokument aus den Jahren 1526–1527 verortete Schottlands Biber in der Umgebung von Loch Ness. Es belegt nicht, wann das letzte Tier vor Ort starb. Biber wurden vor etwa 400 Jahren in Schottland ausgerottet; die erste Wiederansiedlung im Land fand 2009 statt. Dundreggan markiert einen neuen Anfang vor Ort, nicht den Beginn der umfassenderen Rückkehr der Biber nach Schottland.⁠1

Steve Micklewright, Geschäftsführer von Trees for Life, bezeichnete es als «sehr schönes Erlebnis», die Tiere zurückzusehen. Im Gespräch mit BBC Scotland sagte er: «Ich kann sie schwimmen sehen, und sie sind sehr ruhig, was ein wirklich gutes Zeichen ist.» Außerdem sagte er, die Tiere wirkten sofort angekommen und entspannt. Dies sind frühe Beobachtungen ihres Verhaltens, kein Beleg dafür, dass sich die Familie langfristig etabliert hat.⁠1

Das Versprechen und das Risiko von Dämmen

Die ökologischen Hoffnungen des Projekts hängen davon ab, was die Biber tun, und nicht nur davon, dass sie da sind. Sie graben Kanäle, fällen Bäume und bauen Dämme. Dadurch können Teiche, Feuchtgebiete und Lücken im Wald entstehen, durch die mehr Licht fällt. Trees for Life hofft, dass die so entstehenden Lebensräume Fröschen und Libellen zugutekommen und Insekten Vögeln und Fledermäusen als Nahrung dienen.⁠1

Alan McDonnell, Leiter der Naturschutzarbeit der Organisation, sprach von «dem Potenzial für neue Feuchtgebiete, mehr Wildtiere und gesündere Flüsse». Entscheidend ist das Wort Potenzial. An kleineren Bächen können Dämme laut Trees for Life das Wasser verlangsamen und Sedimente zurückhalten, was die Wasserqualität verbessern kann. Als Ergebnis dieser Freilassung sind solche Verbesserungen bislang nicht nachgewiesen.⁠1

An diesen kleineren Bächen wird auch die Sorge um die Fischerei besonders greifbar. Lachse und Forellen nutzen die Bäche, um ihre Laichgebiete zu erreichen. Brian Shaw, der das Ness District Salmon Fishery Board vertritt, sagte BBC Scotland, es gebe «tiefe» Besorgnis wegen des Dammbauens, insbesondere in diesen kleineren Gewässern. Das Board will die Durchgängigkeit während der Laichwanderungen und erneut im Frühjahr überwachen, wenn die Fische flussabwärts ziehen. Es handelt sich um ein beobachtetes Risiko, nicht um einen Beleg dafür, dass diese sechs Biber bereits Fische blockiert oder ihre Bestände geschädigt haben.⁠1

Entscheidend sind Transparenz und Offenheit zwischen allen Organisationen, damit wir alle wissen, wie sich die Lage entwickelt.

Brian Shaw, Ness District Salmon Fishery Board 1

Das Board hatte den Antrag bereits vor der Freilassung mit Trees for Life besprochen. Shaws Haltung ist kooperativ und nicht konfrontativ: Die Organisationen sollten zusammenarbeiten, damit mögliche Auswirkungen auf den River Ness abgemildert werden können. Er rechnet damit, dass die Biberpopulation rasch wachsen und das Konfliktpotenzial mit der Zeit zunehmen könnte. Das ist seine vorausschauende Sorge, keine durch diese erste Familie belegte Populationsprognose.⁠1

Die praktische Bewährungsprobe besteht also nicht darin, ob Biber ihre Umgebung verändern – genau das ist das Ziel des Projekts –, sondern darin, ob diese Veränderungen nützliche Lebensräume schaffen können, während Lachse und Forellen weiterhin durch wichtige Bäche wandern können. Die erhofften Vorteile oder die befürchteten Schäden als bereits erwiesen darzustellen, würde den Belegen vorgreifen.

Trees for Life plant geführte Besuche, sobald sich die Tiere eingewöhnt haben. Dabei soll es Gelegenheit geben, die Biber und Spuren ihrer Aktivitäten zu sehen. Standorte für künftige Freilassungen sollen ebenfalls bekannt gegeben werden, nachdem sich diese Familie eingewöhnt hat. Ein bestätigter Beginn der Besuche oder ein Termin für die nächste Freilassung steht noch nicht fest. Sechs Tiere haben aus einer Genehmigung ein lebendiges Projekt gemacht. Ob daraus ein dauerhafter Erfolg der Wiederherstellung wird, lässt sich nicht nach einem ruhigen ersten Schwimmen sagen.⁠1

Chronologie

Tag 8 · 2 Berichte

Chronologie der Geschichte
  1. Berichtete zuerst

  2. 4 Tage später

Wie ausgestrahlt
  1. Six beavers now live in the Loch Ness catchment, beginning a three-year reintroduction programme. On October 30, we reported approval for up to 15 families over three years. Their arrival brings the prospect of new wetlands, alongside concerns about salmon and trout. Can the animals establish themselves while fish keep moving freely through the streams?
  2. The release took place on November 4. NatureScot had announced approval on October 30, granting Trees for Life and Beaver Trust the licence. Trees for Life operates the estate where this first family was released.
  3. The animals entered a lochan, a small loch, on the Dundreggan rewilding estate in Glenmoriston. That puts them within the wider Loch Ness and River Ness catchment, with the release itself taking place in the estate's smaller waters.
  4. The family came from elsewhere in Scotland, where beavers were damaging prime agricultural land. Attempts to reduce that damage had failed or weren't possible. Moving them gives the animals a new home while responding to difficulties where they were already living.
  5. Five Sisters Zoo provided the family's health checks before release, at its specialist beaver holding facility. Their journey brings together two sides of managing the species: finding suitable habitat and dealing with problems at existing sites.
  6. The six Eurasian beavers are one mother, two juveniles about two years old, and three young born earlier this year. They're the first family in the Ness Beaver Project's planned series of introductions.
  7. The animals were swimming calmly soon after their arrival. Steve Micklewright, chief executive of Trees for Life, described their return as a “very beautiful thing to see.” He said they looked settled and relaxed straight away.
  8. Micklewright said, “I can see them swimming and very calm, which is a really good sign.” That's the early picture of the family's behaviour. The project's longer-term hopes depend on what the animals do as they settle into their surroundings.
  9. NatureScot identified the River Ness catchment as one of Scotland's most suitable places for beavers in 2022. The programme aims to let populations connect and grow through woodland and hundreds of miles of river and loch banks.
  10. The project aims for at least 15 family groups over three years. NatureScot's licence allows up to 15 families over three years. Any expansion beyond that ceiling would need further permission. The licence counts whole families, each potentially containing several animals.
  11. More than 73 percent of people who responded to the applicants' consultation supported the proposal. That measures consultation respondents, rather than a representative survey of everyone living in the catchment.
  12. A surviving historical record from 1526 to 1527 places Scotland's beavers around Loch Ness. That's the basis for the roughly five-century comparison. Beavers were hunted to extinction in Scotland about 400 years ago, and first reintroduced nationally in 2009.
  13. Beavers can reshape the places they live by digging channels, cutting trees back and building dams. Those activities can create pools, wetlands and woodland gaps that let in more light. Trees for Life sees that engineering as the opportunity behind the release.
  14. Alan McDonnell, head of nature restoration at Trees for Life, described “the potential for new wetlands, more wildlife, and healthier rivers.” The project hopes those habitats will support frogs and dragonflies, with insects feeding birds and bats.
  15. On smaller streams, dams can slow water and trap sediment. Trees for Life hopes that will help improve water quality. But that same dam-building behaviour is at the centre of the fishery board's concern about fish passage.
  16. Salmon and trout use smaller burns, or streams, to reach spawning areas. Brian Shaw, representing the Ness District Salmon Fishery Board, described “deep” concern about dams there. The board plans to watch passage during spawning movements and again in spring, when fish move downstream.
  17. Shaw wants cooperation between the organisations so any impacts can be addressed. The board had already been discussing the application with Trees for Life before the release. He said, “The key is just transparency and openness between all organisations so we all know the situation as it develops.”
  18. Shaw expects the population could expand rapidly, increasing the potential for conflict. He wants the organisations to learn and manage problems together. For now, the family appears settled. Whether habitat changes develop as hoped, while salmon and trout retain free passage, will take monitoring over time.
  19. Trees for Life plans guided visits once the beavers have settled, offering chances to spot the animals and signs of their activity. There's no opening date yet. Future release sites will also be announced after this family settles into its new environment.

Quellen16

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Übersetzung aktualisiert:

Kürzlich ausgestrahlt