Unternehmen · Leistung der Wasserunternehmen
Wasserunternehmen haben 5 Mrd. £ für die Bekämpfung der Verschmutzung ausgegeben. Wo sind die Ergebnisse?
Acht der neun großen Wasserunternehmen Englands erhielten schwache Umweltbewertungen. Da einige finanzierte Maßnahmen noch nicht abgeschlossen sind und die Rechnungen steigen sollen, geht es um die Umsetzung – nicht um ein weiteres Investitionsversprechen.
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Englands Wasserwirtschaft hat innerhalb von fünf Jahren 5 Milliarden £ ausgegeben, um die Umweltverschmutzung zu bekämpfen. Nun sollen die Kunden eine weitere Runde von Verbesserungen finanzieren. Die jüngsten Ergebnisse der Aufsichtsbehörden legen jedoch ein Problem offen, das sich nicht allein durch Investitionsversprechen lösen lässt: Die Zahl schwerer Verschmutzungsfälle bleibt hoch, und einige Umweltmaßnahmen, für deren Umsetzung die Unternehmen Mittel erhalten haben, sind noch immer nicht abgeschlossen. 1
Die am 29. Oktober veröffentlichte Bewertung stuft acht der neun großen Wasser- und Abwasserunternehmen Englands für ihre Umweltleistung im Jahr 2025 als „schlecht“ oder „verbesserungsbedürftig“ ein. Nur Severn Trent erhielt die höchste Bewertung. Zusammen erzielten die Unternehmen 16 von möglichen 36 Sternen – ihr niedrigstes gemeinsames Ergebnis seit Beginn der Aufzeichnungen. 1
Die wichtigsten Fakten
Die Ergebnisse sind Teil des ersten gemeinsamen Berichts „Water Industry Performance Insights“, der Environment Agency, Natural Resources Wales, Ofwat und die Drinking Water Inspectorate zusammenführt. Die Aufsichtsbehörden kündigten den Bericht am 29. Oktober 2026 an. Die Umweltbewertung bezieht sich auf 2025 und nicht auf die Gesamtleistung der Branche im Jahr 2026. 2 11
Diese Unterscheidung ist wichtig, weil die gemeinsame Berichterstattung verschiedene Kennzahlen zusammenführt, aber nicht unbedingt denselben Berichtszeitraum abdeckt. Die Daten zu Wasserverlusten beispielsweise beziehen sich auf den Zeitraum von April 2025 bis März 2026. Die Veröffentlichung ist außerdem getrennt von Ofwats Bericht zur Leistung der Wasserunternehmen für 2024–25, der im Oktober 2025 erschien. 10 5
Ein schlechteres Ergebnis muss sorgfältig eingeordnet werden
Die rekordniedrige Gesamtzahl der Sterne ist vernichtend, lässt sich aber nicht einfach als Maß dafür verstehen, wie viel mehr Verschmutzung in Flüsse und Meere gelangt ist. Die Environment Agency führte das Ergebnis sowohl auf „nachlassende Leistung in einigen Bereichen“ als auch auf strengere Standards zurück. Ein anspruchsvollerer Maßstab kann zu einer niedrigeren Bewertung führen, selbst wenn sich die zugrunde liegende Leistung nicht im selben Verhältnis verschlechtert hat. 1
Der unmittelbarere Umweltbefund ist bereits besorgniserregend genug: Schwere Verschmutzungsfälle blieben 2025 auf ähnlich hohem Niveau wie in den Vorjahren und seien ein „großes Problem“, erklärte die Behörde. Die Bewertungen sollten nicht dazu dienen, einen genauen Anstieg der Verschmutzung zu konstruieren, den diese Ergebnisse nicht belegen. Auch enthält die Gesamtbewertung keine unternehmensweise Aufschlüsselung der Zahl schwerer Fälle. 1
In Wales erhielt Dŵr Cymru Welsh Water von Natural Resources Wales zwei von vier Sternen. Das Unternehmen ist Teil der umfassenderen gemeinsamen Berichterstattung, gehört aber nicht zu den neun Unternehmen Englands. 1
Andernorts gab es durchaus positive Ergebnisse. Die Trinkwasserqualität blieb „eine der besten der Welt“, die Unternehmen verringerten Versorgungsunterbrechungen, und die Aufsichtsbehörden würdigten einen langfristigen Rückgang der Wasserverluste, forderten aber weitere Verbesserungen. Diese Ergebnisse sollten klar voneinander getrennt betrachtet werden: Eine schlechte Umweltleistung bedeutet nicht, dass Leitungswasser für Haushalte generell unsicher ist, ebenso wenig wie hochwertiges Leitungswasser die Verschmutzung außerhalb der Wohnung entschuldigt. 1
Die schärfste Kritik richtete sich jedoch gegen die Umsetzung und nicht gegen das Bewertungssystem. Alan Lovell, Vorsitzender der Umweltbehörde Environment Agency, sagte BBC News, er sei wegen des Ausmaßes der Verschmutzung „sehr wütend“ und habe Verständnis für die Öffentlichkeit. Außerdem benannte er ein Versäumnis, das über die Frage hinausgeht, ob die Standards strenger geworden sind. 1
Nicht alle Unternehmen haben die Umweltmaßnahmen umgesetzt, für die sie Mittel erhalten haben.
Diesen Unterschied müssen die Kunden im Blick behalten. Zugesagte Mittel bedeuten nicht, dass die Arbeiten abgeschlossen sind. Ausgegebene Mittel sind für sich genommen kein Beweis für eine Verbesserung der Umwelt. Solange finanzierte Maßnahmen unvollendet bleiben, kann eine weitere Investitionsankündigung nicht als Beleg dafür gelten, dass das frühere Versprechen eingehalten wurde.
Die Erklärung der Branche hat ihre Grenzen
Diese Unterscheidung begrenzt, was sich mit dieser Aussage erklären lässt. Sie belegt weder, welcher Anteil der schweren Verschmutzung auf diese Ursachen zurückzuführen war, noch klärt sie die Verantwortung für die nicht abgeschlossenen Verbesserungsmaßnahmen. Die Stellungnahme der Branche und die Ergebnisse der Aufsichtsbehörden betreffen sich überschneidende Fragen, sind aber nicht als gleichbedeutende Antworten zu verstehen.
Water UK zufolge werden Rekordinvestitionen dazu beitragen, die Versorgung zu sichern, Wachstum zu ermöglichen und Abwassereinleitungen in Flüsse und Meere zu beenden; zugleich warnte der Verband, dass Verbesserungen Zeit brauchen. Die Unternehmen haben bis 2030 weitere Investitionen zugesagt, um Netze und Kläranlagen zu modernisieren. Dieses künftige Programm ist getrennt von den 5 Milliarden £, die in den vorangegangenen fünf Jahren bereits für die Bekämpfung der Umweltverschmutzung investiert wurden. 1
Für Haushalte sind die Kosten weniger abstrakt. Parallel zum Investitionsprogramm sollen die Rechnungen zwischen 2025 und 2030 im Durchschnitt um 36% steigen. Das ist der für diesen Zeitraum prognostizierte Anstieg und keine zusätzliche Erhöhung, die bereits vollständig umgesetzt wurde. 1
Die Geduld ist bereits am Ende. Im September 2026 sollen die beim Consumer Council for Water eingegangenen Beschwerden von Haushalten innerhalb eines Jahres um 84% gestiegen sein und den höchsten Stand seit 20 Jahren erreicht haben. Diese Zahl bezieht sich auf Beschwerden, die bei der Verbraucherorganisation eingingen, nicht auf alle Beschwerden, die direkt bei Wasserunternehmen eingereicht wurden. Deren Geschäftsführer Mike Keil sagte, viele Kunden hätten trotz gestiegener Rechnungen keine Verbesserung des Service oder der Leistung bemerkt. 1
„Die Menschen unterstützen Investitionen und verstehen, dass es Zeit braucht, bis sie Früchte tragen“, sagte Keil. Doch „Rechnungszahler fragen sich bereits, ob ihr Geld gut angelegt ist“. Die nicht abgeschlossenen Maßnahmen geben dieser Sorge eine konkrete Grundlage, die über die Unzufriedenheit mit der Höhe einer Rechnung hinausgeht. 1
Versorgungsdruck verschärft die Anforderungen an die Umsetzung
Die Verschmutzung ist nicht der einzige Umweltfaktor, der unter Druck steht. Der Haushaltsverbrauch in England und Wales lag 2025 durchschnittlich bei 137 Litern pro Person und Tag und damit kaum verändert gegenüber dem Vorjahr. Regierungsberater sagen, der Verbrauch müsse wahrscheinlich sinken, da der Klimawandel, das Bevölkerungswachstum und die langjährige Unterinvestition die künftige Versorgung belasten. Nach der Sommerdürre galten in weiten Teilen beider Länder weiterhin Verbote für die Nutzung von Gartenschläuchen. 1
Eine Senkung des Verbrauchs lässt sich nicht glaubwürdig allein als Aufgabe der Haushalte darstellen, solange weiterhin Wasser aus den Netzen verloren geht. Mark Owen, Leiter der Fischereiabteilung des Angling Trust, forderte weitere Maßnahmen gegen Leckagen: „Jeder verlorene Liter wurde der Umwelt bereits entnommen, während unsere Flüsse, Fische und Wildtiere unter enormem Druck stehen.“ 1
Umweltministerin Dame Angela Eagle sagt, sie fordere „Antworten von den Unternehmen, die versagen“. Ein für 2027 geplantes Gesetz soll die Struktur und Regulierung der Branche grundlegend reformieren, unter anderem durch die Zusammenlegung der für England zuständigen Aufsichtsbehörden. Wales plant eine neue Aufsichtsbehörde neben Natural Resources Wales. Das sind geplante institutionelle Veränderungen und keine Verbesserungen, die bereits in den jetzt bewerteten Ergebnissen zum Ausdruck kommen. 1
Die nächste Bewährungsprobe ist daher praktischer als ein weiteres Versprechen von Rekordinvestitionen oder eine neue Regulierungsstruktur. Die Unternehmen müssen die Umweltmaßnahmen abschließen, für deren Umsetzung sie bereits Mittel erhalten haben, die Zahl schwerer Verschmutzungsfälle senken und den Kunden zeigen, was sie für ihre höheren Zahlungen bekommen haben. Die jüngste Bewertung macht deutlich, warum Investitionen nötig sind. Sie zeigt jedoch noch nicht, dass die Branche genug dafür leistet.
Wie ausgestrahlt 15 Zeilen
- Eight English water companies earned environmental ratings of poor or requiring improvement. Serious pollution stayed at similarly high levels despite five billion pounds invested over the previous five years. Households face higher bills as companies promise more work. Will those payments deliver the improvements customers are funding?
- Eight of the nine major companies fell into those two categories. Severn Trent alone received the highest rating. Together, the companies earned sixteen out of thirty-six possible stars, their lowest combined score on record.
- The Environment Agency says that record low reflects both declining performance in some areas and tougher standards. So the star score alone can't tell us how much pollution changed. Serious pollution incidents remained a major concern in twenty twenty-five, at levels similar to previous years. The industry's environmental performance deteriorated again.
- Drinking-water quality remained among the best in the world, and companies reduced service disruptions. Regulators also recognised a long-term fall in leakage, while calling for further improvement. Those gains sit alongside the industry's continuing pollution problems.
- The first Water Industry Performance Insights joint report was announced on October twenty-ninth, twenty twenty-six. It brings together the Environment Agency, Natural Resources Wales, Ofwat and the Drinking Water Inspectorate. The environmental ratings assess twenty twenty-five. Other measures cover different periods, including leakage data from April twenty twenty-five through March twenty twenty-six.
- Environment Agency chair Alan Lovell says some companies haven't delivered environmental schemes they've already been funded to complete. He said he was very angry and sympathised with the public. His criticism reaches beyond pollution levels to work customers have already paid for.
- Water UK acknowledges that some companies' environmental performance isn't good enough. But the industry body says more than half of all pollution incidents result from blockages or vandalism outside companies' direct control. That's its explanation for pollution incidents overall. It doesn't give a separate breakdown for the serious incidents troubling regulators.
- Companies have invested five billion pounds over the preceding five years to tackle environmental pollution. Further investment is committed through twenty thirty. Alongside that programme, household bills are expected to rise by an average thirty-six percent between twenty twenty-five and twenty thirty.
- The future programme includes upgrades to networks and sewage treatment works. Water UK says record investment will secure supplies, support growth and end sewage entering rivers and seas, but that it will take time. Customers are already paying more while some previously funded schemes remain unfinished.
- Household complaints reaching the Consumer Council for Water rose eighty-four percent in a year, reaching their highest level in twenty years. That increase, made public in September twenty twenty-six, measures complaints reaching the consumer body rather than every complaint made directly to companies.
- Household water use has barely shifted either. Consumption in England and Wales averaged one hundred and thirty-seven litres per person per day in twenty twenty-five, similar to the previous year. Government advisers say demand will probably need to fall as climate change, population growth and historic underinvestment put future supplies under pressure.
- Consumer Council chief Mike Keil says many customers haven't noticed improvements and are questioning value for money. Angling Trust fisheries head Mark Owen wants companies to cut leakage further. Environment Secretary Dame Angela Eagle says she's demanding answers from failing companies.
- Hosepipe bans remained across large parts of England and Wales after the summer drought. Owen says every litre lost has already been taken from the environment, while rivers, fish and wildlife face immense pressure. Keil says customers support investment and understand it takes time, but already question whether their money is being well spent.
- Dŵr Cymru Welsh Water received two out of four stars from Natural Resources Wales. It sits outside England's nine-company total. The joint reporting covers both countries, where governments are planning different changes to the way the industry is regulated.
- Eagle also promises to shine a spotlight on the worst offences. Legislation planned for twenty twenty-seven would overhaul the industry's structure and regulation, including combining the regulators covering England. Wales plans a new regulator alongside Natural Resources Wales. Higher payments haven't yet delivered all the funded environmental work. Companies still have to finish those schemes and reduce serious pollution.
Quellen
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