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Justiz · Feuerwerkskörper in Birmingham

Unruhen mit Feuerwerkskörpern in Birmingham: Mann angeklagt, Durchsuchungsbefugnisse für die Nacht erneut in Kraft

Auf der Staniforth Street flohen Menschen vor Feuerwerkskörpern. Ein Erwachsener muss sich nun wegen eines Angriffs verantworten, ein anderer erhielt eine außergerichtliche Verwarnung, und die erneuerten Durchsuchungsbefugnisse reichen über die Verdächtigen hinaus.

Verfasst 5 Min. Lesezeit · 67 Quellen

Video in der Originalsprache

Aus dem englischen Original übersetzt.

Auf der Staniforth Street rannten Menschen in Deckung, als Feuerwerkskörper auf eine belebte Straße in Birmingham gerichtet wurden – auf Passanten, Gebäude und Polizeibeamte. Für alle, die in der Nähe vom Bonfire Night überrascht wurden, beschränkte sich die Gefahr nicht auf die Beteiligten. Aufnahmen, die BBC Birmingham beschrieb, zeigten Menschen, die in der Nähe der Aston University versuchten, den Geschossen zu entkommen.⁠1

Die Festnahmen nach den Unruhen in jener Nacht führen nun zu unterschiedlichen rechtlichen Ergebnissen. Ibraheem Iqbal, 21, wurde wegen eines Angriffs auf einen Polizeibeamten angeklagt und soll im Dezember 2026 vor dem Amtsgericht Birmingham erscheinen. Ein nicht namentlich genannter 22-jähriger Mann erhielt im Zusammenhang mit derselben Tat eine außergerichtliche Verwarnung, wie aus einem am 7. November veröffentlichten Update von Hits Radio hervorgeht.⁠51

Die Anklage gegen Iqbal ist ein Vorwurf, der vor Gericht geprüft werden muss, und keine Feststellung seiner Schuld. Die außergerichtliche Verwarnung ist ein außergerichtlicher Ausgang des Verfahrens, keine Anklage und keine Verurteilung. Keine der beiden Entwicklungen klärt, was mit den drei Jugendlichen geschehen wird, die bei der ersten Reaktion festgenommen wurden: Für sie wurde keine entsprechende Anklage oder sonstige Folge festgestellt.

Neben diesen Einzelfällen hat die Polizei außergewöhnliche Durchsuchungsbefugnisse für die Nacht in einem ausgewiesenen Teil Birminghams erneuert. Ihre praktische Reichweite geht über die Festnahmen hinaus: Personen innerhalb des genehmigten Gebiets können durchsucht werden, ohne dass die Beamten einen begründeten individuellen Verdacht gegen sie haben müssen. Das jüngste Zeitfenster gilt von 16:00 GMT am Samstag, dem 7. November, bis 07:00 GMT am Sonntag, dem 8. November.⁠54

Fünf Festnahmen bei zwei Einsätzen

Die Reihenfolge ist wichtig. Bei dem Einsatz in der Bonfire Night wurden nicht fünf Personen als eine Gruppe wegen desselben mutmaßlichen Verhaltens gemeinsam festgenommen.

Während des ersten Einsatzes am Donnerstag, dem 5. November, wurden zwei Jugendliche im Teenageralter wegen des Verdachts auf Verstöße gegen die öffentliche Ordnung und Missachtung einer Aufforderung, sich zu zerstreuen, festgenommen. Ein dritter Jugendlicher wurde wegen des Verdachts auf den Besitz von Feuerwerkskörpern in Gewahrsam genommen. Ihr genaues Alter und die jeweiligen Festnahmezeiten wurden nicht ermittelt. Es handelt sich weiterhin um Berichte über Festnahmen wegen eines Verdachts, nicht um bestätigte Anklagen.⁠1

Der Polizeieinsatz war umfangreich: Rund 60 Beamte einer Einheit für öffentliche Ordnung mit Einsatzhelmen fuhren zum Schauplatz; später kamen etwa 25 Beamte der Einsatzkräfte hinzu. Die Beamten führten Personen- und Durchsuchungskontrollen durch und drängten Dutzende Menschen aus Bereichen wie der nahe gelegenen Bagot Street ab. Sie warnten, dass eine Rückkehr zu einer Festnahme führen könne.⁠1

Nach weiteren Meldungen über Unruhen im Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern kehrten die Beamten in den frühen Morgenstunden des Freitags, des 6. November, zurück. Bei diesem späteren Einsatz wurden die 21 und 22 Jahre alten Männer wegen des Verdachts auf einen Angriff auf Polizeibeamte festgenommen. Es sind die beiden Festnahmen von Erwachsenen, auf die nun die gemeldete Anklage und die außergerichtliche Verwarnung folgten.⁠19⁠51

Aus den vorliegenden Berichten gehen weder die Zahl der Verletzten noch das Ausmaß möglicher Sachschäden hervor. Beides lässt sich auch nicht zuverlässig aus Aufnahmen von fliehenden Menschen, dem Umfang des Polizeieinsatzes oder der Zahl der Festnahmen ableiten. Die Aufnahmen belegen laut dem Bericht der BBC jedoch, dass Feuerwerkskörper auf Menschen und Gebäude gerichtet wurden, statt lediglich als Feuerwerk abgebrannt zu werden.⁠1

Der Polizeikommandeur von Birmingham, Chief Superintendent Tom Joyce, bezeichnete das Verhalten als «verantwortungslos und gefährlich». Seine Warnung richtete sich auch an Schaulustige, ohne zu unterstellen, dass jeder Zuschauer eine Straftat begangen habe.⁠1

Wenn Sie Feuerwerkskörper missbräuchlich verwenden, müssen Sie damit rechnen, dass gegen Sie vorgegangen und Sie strafrechtlich verfolgt werden. Und wenn Sie sich versammeln, um ein solches Verhalten zu beobachten, setzen Sie sich der Verletzungsgefahr aus.

Chief Superintendent Tom Joyce 19

Wie weit die erneuerten Befugnisse reichen

Für die Durchsuchungsgenehmigungen gelten unterschiedliche Anfangs- und Endzeiten. Sie sind nicht als ein einziger, ununterbrochener Einsatz zu verstehen; ebenso wenig darf das Zeitfenster am Freitagabend, das bis Samstagabend ausgelaufen war, mit dem jüngsten verwechselt werden.

Die getrennten Zeitfenster für die Durchsuchungsbefugnisse

  1. Frühe Morgenstunden des 6. November

    Nach Unruhen rund um die Bagot Street wurden Befugnisse nach Section 60 genehmigt, die bis 08:00 Uhr desselben Morgens galten.

    25
  2. 6. November, 16:00 GMT

    Eine weitere Genehmigung für die Nacht trat in Kraft. Die Befugnisse nach Section 60 und Section 60AA galten bis 07:00 Uhr am 7. November.

    19
  3. 7. November, 16:00 GMT

    Die jüngste Genehmigung für die Nacht trat in Kraft; ihr Ende war für 07:00 Uhr am 8. November angesetzt.

    5451

Section 60 hebt die übliche Voraussetzung auf, dass ein begründeter Verdacht gegen die zu durchsuchende Person bestehen muss. Der Einsatz umfasst außerdem eine Genehmigung nach Section 60AA, die es Beamten ermöglicht, die Abnahme von Gesichtsbedeckungen anzuordnen. Diese Genehmigungen sind von der Befugnis zu unterscheiden, Menschen auseinanderzutreiben; die Beschreibung eines Einsatzes als mit einer solchen Anordnung verbunden macht die verschiedenen Befugnisse nicht austauschbar.⁠19

Die Befugnisse gelten innerhalb eines ausgewiesenen Gebiets und nicht automatisch überall in Birmingham. Die genaue Abgrenzung der jüngsten Genehmigung nach einzelnen Straßen wurde hier nicht ermittelt. Diese geografische Begrenzung ist ebenso wichtig wie die Ablaufzeit: Eine Genehmigung für die Nacht ist keine stadtweite, zeitlich unbegrenzte Durchsuchungsbefugnis.⁠54

Im Update von Hits Radio vom 7. November sind die Wochentage, die den Daten 7. und 8. November zugeordnet werden, falsch angegeben. Die Kalenderdaten und Uhrzeiten des jüngsten Zeitfensters werden durch einen separaten Bericht der Express & Star vom 7. November bestätigt: vom Samstagnachmittag bis zum Sonntagmorgen.⁠51⁠54

Joyce sagte, die Sicherheit der Öffentlichkeit habe für die Polizei oberste Priorität, und kündigte an, am Wochenende mehr Beamte in gut sichtbaren Streifen einzusetzen, die an wichtigen Orten einsatzbereit sein sollten. Das ist die Begründung der Polizei für den fortgesetzten Einsatz: zu verhindern, dass eine weitere belebte Straße zu einem Ort wird, an dem Menschen Feuerwerkskörpern ausweichen müssen.⁠19

Der nächste festgelegte Kontrollzeitpunkt ist 07:00 GMT am 8. November, wenn die jüngste Durchsuchungsgenehmigung auslaufen soll, sofern die Polizei keinen weiteren Zeitraum genehmigt. Was aus den Fällen der Jugendlichen wird, ist darüber hinaus nicht geklärt; auch für Iqbals Gerichtstermin im Dezember gibt es noch keinen bestätigten Tag. Die Unterscheidung bleibt entscheidend: Ein gefährlicher Vorfall auf der Straße rechtfertigt Ermittlungen, doch die Verantwortung jeder einzelnen Person muss individuell festgestellt werden.⁠54⁠51

Quellen17

Von den hier zitierten Quellen veröffentlichte BBC Birmingham zuerst, 6 Tage vor der Ausstrahlung dieses Berichts. 7 weitere Medien folgten.

11 ältere Beiträge als Hintergrund gelesen.6 Medien ohne Datumsangabe:AlamyBarkFindExpress.co.ukfacebook.comitv.comWest Midlands Police & Crime Commissioner

Alle Quellen nach Medium

67 Quellen aus 17 Medien· Meistzitierte zuerst

Wie ausgestrahlt
  1. People ran for cover as fireworks flew at them in a Birmingham street. One man now faces a charge of assaulting a police officer, and police have renewed powers to search people without individual suspicion. The consequences reach beyond those suspected of throwing fireworks. What happens to the five people arrested, and how far do those renewed powers reach?
  2. Fireworks were aimed at people, buildings and police officers on Staniforth Street, near Aston University. The disorder happened on Bonfire Night, November fifth. Police also dispersed people around nearby Bagot Street, where officers later returned after further trouble.
  3. Ibraheem Iqbal, who's twenty-one, has been charged with assaulting a police officer. The other man, aged twenty-two, received a community resolution in connection with the same offence. That's an out-of-court outcome. The two men now face different legal consequences.
  4. Iqbal is due at Birmingham Magistrates' Court in December. The charge is an allegation that still has to be tested in court. Both adult men were arrested after officers returned to the area, following the initial response involving three teenagers.
  5. People sought cover as fireworks were directed along an occupied city street. Passers-by and officers were exposed to the projectiles, with buildings also targeted. The danger extended to people who happened to be nearby and those gathering to watch.
  6. Two teenage boys were arrested on suspicion of public order offences and failing to disperse. A third teenager was detained on suspicion of possessing fireworks. Police haven't announced an equivalent charging or other outcome for those three teenagers.
  7. Officers returned in the early hours of November sixth after further reports of firework-related disorder. They then arrested the men aged twenty-one and twenty-two on suspicion of assaulting police officers. The five arrests came across two responses, involving different suspected offences.
  8. About sixty public order officers wearing riot helmets went to the scene. About twenty-five response officers joined them later. Police dispersed dozens of people from areas including Bagot Street and warned them that returning could lead to arrest. Officers also carried out stop-and-searches.
  9. Police authorised extra search powers after the early-hours disorder around Bagot Street. That initial authorisation lasted until eight a.m. on November sixth. Further overnight orders followed, with separate start and finish times. By Saturday evening, the Friday-night city-centre order had already ended.
  10. Police renewed the search powers from four p.m. on November seventh until seven a.m. on November eighth. The previous city-centre order ran from four p.m. on November sixth until seven a.m. on November seventh. These are separate overnight authorisations.
  11. Section sixty lets officers search people without the usual requirement for reasonable grounds to suspect that individual. Section sixty A A also allows officers to require the removal of face coverings. Those authorisations are separate from the power to disperse people. They apply within a designated area of Birmingham, so people there may face a search while the authorisation is active.
  12. Birmingham Police Commander Tom Joyce called the behaviour irresponsible and dangerous. He warned that people misusing fireworks could face prosecution, and that gathering to watch puts people at risk of injury. He said protecting the public was the force's priority.
  13. Police are continuing high-visibility patrols through the weekend, with extra officers ready to respond in key locations. The latest overnight search authorisation is due to end at seven a.m. on November eighth unless police authorise a further period.

Übersetzung aktualisiert:

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