Zum Inhalt springen
Jetzt

Katastrophen · Stürme in B.C.

Zeballos ordnet Evakuierung von 22 Anwesen an, während sich ein weiterer Sturm B.C. nähert

Am Samstagmorgen waren in B.C. noch etwa 40,000 Stromkunden ohne Versorgung, während Haushalte in Zeballos auf die Entscheidung warteten, ob sie sicher zurückkehren könnten, und weitere Fährverbindungen abgesagt wurden.

Verfasst 6 Min. Lesezeit · 21 Quellen

Video in der Originalsprache

Aus dem englischen Original übersetzt.

Für 22 Anwesen in Zeballos wurde die Evakuierung angeordnet, da heftiger Regen der kleinen Gemeinde auf Vancouver Island mit Überschwemmungen und Erdrutschen drohte. In der Nähe wurden Bewohner, für die eine separate Warnung galt, aufgefordert, bereit zu sein, innerhalb von weniger als 30 Minuten aufzubrechen, falls sie dazu angewiesen würden. Für diese Haushalte näherte sich der nächste Sturm, bevor der erste Notfall vorüber war.⁠5⁠13

Die Gemeinde rief am Freitag, dem 6. November, den lokalen Notstand aus. Am Samstag um 8 Uhr waren in British Columbia noch etwa 40,000 Stromkunden ohne Elektrizität, und BC Ferries sagte angesichts einer weiteren Runde starker Winde weitere Fährverbindungen ab. Die Reparaturteams standen vor einer schwierigen Aufgabe: Kunden wieder ans Netz anzuschließen, während sich weitere Ausfälle entwickelten.⁠12⁠17⁠19

22Evakuierung für Anwesen in Zeballos angeordnet 5
~40,000Stromlose Kunden in B.C. am Samstagmorgen 1719
~80,000Kunden ohne Strom am Höchststand am Freitag 1719

Zeballos hat etwa 125 Einwohner, doch das ist keine Zahl der Evakuierten. Die Zahl der Anwesen ist es ebenfalls nicht. Die Anordnung betraf einen Teil des Ortes, nicht die gesamte Gemeinde, und die Behörden hatten nicht ermittelt, wie viele Menschen den Ort verlassen hatten.⁠1⁠5

Simon John, Häuptling der Ehattesaht Nation, beschrieb einen Fluss, der nach dem heftigen Regen rasch angestiegen und voll war. Die Gefahr ging gemeinsam von angeschwollenen Wasserläufen und instabilen Hängen aus; eine Evakuierung wegen möglicher Erdrutsche belegt nicht, dass jeder gefährdete Hang abgerutscht ist.⁠1⁠12

Weggehen, sich vorbereiten und Schutz suchen sind nicht dasselbe

In der Notfallmitteilung vom 6. November wurden die Anwesen 101–118 Maquinna Avenue und 202–216 Pandora Crescent zur Evakuierung bestimmt. Personen, für die eine Evakuierungsanordnung galt, mussten den Ort verlassen. Die Registrierung für Notfallhilfe wurde an die Zeballos Fire Hall in der 155 Maquinna Avenue verwiesen.⁠12

Eine separate Warnung galt für 402, 404 und 406 Ferris Road. Sie verpflichtete Bewohner und Besucher, sich darauf vorzubereiten, innerhalb von weniger als 30 Minuten aufzubrechen, falls sie dazu aufgefordert würden, und galt bis auf Weiteres. Eine Warnung ist keine Anweisung, sofort zu gehen, aber auch keine Zusicherung, dass es weiterhin sicher ist zu bleiben.⁠13⁠16

Dieselbe Mitteilung vom 6. November riet anderen Bewohnern rund um Pandora, Gold Valley und Reno Roads, zu Hause Schutz zu suchen, sofern sie nicht anderweitig angewiesen würden. Außerdem wurde die Maquinna Avenue zwischen den Hausnummern 101 und 118 gesperrt. Das waren die Einschränkungen in jener datierten Mitteilung – keine Bestätigung, dass sämtliche Straßensperrungen oder Evakuierungsgrenzen unverändert geblieben sind. Die Gemeinde und der Strathcona Regional District aktivierten ihre Notfallzentren.⁠12

In der hier verfügbaren Berichterstattung ist keine datierte Entwarnung für die Evakuierung belegt. Damit bleibt die wichtigste Frage vor Ort offen: Wann werden die Behörden die betroffenen Anwesen für sicher genug erklären, damit die Haushalte zurückkehren können?

Reparaturen im Wettlauf mit dem nächsten Wettersystem

Die Zahlen zu Stromausfällen in der Provinz beziehen sich auf unterschiedliche Zeitpunkte während des Sturms und sind keine konkurrierenden Angaben zu einer einzigen Gesamtzahl. CBC bezifferte die Zahl der Stromlosen in seinem Bericht vom Freitagabend bei der letzten Überprüfung auf mindestens 30,000. Spätere Berichte nannten für Freitag einen Höchststand von etwa 80,000; am Samstag um 8 Uhr waren noch rund 40,000 ohne Strom.⁠1⁠17⁠19

In der Samstagsüberschrift von CHEK war von 80,000 die Rede, im Artikeltext wurden für den am Morgen verbliebenen Stand jedoch etwa 40,000 angegeben, im Einklang mit dem Samstagsbericht von CBC. Die höhere Zahl beschreibt den Höchststand vom Freitag und sollte nicht als Zahl für Samstagmorgen dargestellt werden.⁠17⁠19

Allein auf Vancouver Island hatten am Höchststand am Freitag mehr als 30,000 Kunden keinen Strom. Im zentralen Landesinneren und im Norden verloren etwa 23,000 Kunden in 100 Mile House, Williams Lake, Quesnel und Vanderhoof die Stromversorgung; zeitweise war rund ein Drittel von Prince George ohne Strom. Diese Momentaufnahmen aus den Regionen sollten nicht addiert werden, als wären es gleichzeitige, getrennte Gesamtzahlen.⁠19⁠21

Die Einsatzteams konzentrierten sich auf stark betroffene Gebiete wie Port Hardy, Courtenay, Qualicum und Prince George und reparierten beschädigte Leitungen, Masten und andere Ausrüstung. BC Hydro rechnete damit, dass die Wiederherstellungsarbeiten bis Samstag andauern würden, und beobachtete zwei, möglicherweise drei weitere Wettersysteme bis zur Wochenmitte. Auftragnehmer und weitere Ressourcen wurden für einen längeren Einsatz vorbereitet.⁠21

BC Hydro zufolge können anhaltende Dürre und Hitze Bäume und Wurzeln schwächen und sie dadurch anfälliger machen, wenn Wind und Regen aufkommen. Das erklärt eine Risikoquelle, beweist aber nicht, dass die Dürre jede beschädigte Leitung verursacht hat. Das Versorgungsunternehmen erklärte, in den vergangenen Jahren 150 Millionen Dollar dafür ausgegeben zu haben, gefährliche Bäume und Vegetation in der Nähe seiner Anlagen zu identifizieren und zu entfernen.⁠21

Der unmittelbare Sicherheitshinweis ist konkreter: Halten Sie mindestens 10 Meter Abstand zu heruntergefallenen, beschädigten oder tief hängenden Stromleitungen und melden Sie diese den Rettungsdiensten. Ein Stromausfall in der Nähe macht eine heruntergefallene Leitung nicht sicher. BC Hydro empfiehlt außerdem ein für 72 Stunden ausgestattetes Notfallset mit Wasser, haltbaren Lebensmitteln, Taschenlampen, Batterien und Erste-Hilfe-Material.⁠21

Mehr Wind und Regen, weitere Fährverbindungen abgesagt

BC Ferries sagte wegen der vorhergesagten starken Winde und Wellen die für Samstag um 7 p.m. und 9 p.m. Pazifikzeit geplanten Fahrten in beide Richtungen zwischen Tsawwassen und Swartz Bay ab. Auch auf kleineren Strecken fielen Verbindungen aus, und weitere Abfahrten waren gefährdet. Die Beeinträchtigungen vom Freitag waren also nicht bloß ein Rückstau, der abgebaut wurde; eine weitere Unterbrechung war bereits angekündigt.⁠19

«Unsere Einsatzteams und Betriebsteams beobachten die Lage genau. Auch wenn wir stets versuchen, die Menschen in Bewegung zu halten, muss die Sicherheit unserer Passagiere und Besatzung an erster Stelle stehen», sagte Lilian Kim, Sprecherin von BC Ferries.⁠19

Die Warnungen vom Samstag bezogen sich auf bestimmte Gebiete. Für den Norden von Vancouver Island wurden Böen von bis zu 110 Kilometern pro Stunde vorhergesagt. Sie sollten bis zum späten Nachmittag nachlassen, über Nacht aber weiterhin böig sein. Für weite Teile der Südküste wurden Südostwinde mit 70 Kilometern pro Stunde und Böen bis 90 vorhergesagt; die Winde sollten gegen Mitternacht abflauen. Die Warnungen galten für den Großteil von Vancouver Island, einschließlich Victoria, sowie für Metro Vancouver, die Southern Gulf Islands, die Sunshine Coast und den Fraser Canyon. Dabei handelte es sich um Vorhersagen, nicht um gemessene Windhöchstwerte.⁠17⁠19

Auch bei den Niederschlagszahlen müssen die jeweiligen Zeiträume angegeben werden. Der erste Bericht vom Freitagabend nannte in einigen Gebieten bis zu 175 Millimeter in den vorangegangenen 24 Stunden und prognostizierte bis zum Ende des Wochenendes etwa 250 Millimeter oder örtlich mehr in Teilen von Vancouver Island – einschließlich des bereits gefallenen Regens. Im Bericht vom Samstag hieß es, in Teilen der Insel seien seit Donnerstag bis zu 210 Millimeter zusammengekommen. Ein längerer Zeitraum kann eine höhere Summe ergeben, ohne der früheren Messung zu widersprechen.⁠1⁠19

Eine separate Prognose ließ in Teilen von Vancouver Island über das laufende und das kommende Wettersystem hinweg im Verlauf der folgenden Woche 400 Millimeter oder mehr zu. Das war eine Vorhersage für einen längeren Zeitraum, weder eine gemessene Summe noch die Garantie, dass weitere 400 Millimeter fallen würden.⁠6

Hochwasserabflusswarnungen galten für den Großteil von Vancouver Island, die Süd- und Zentralküste, Sea-to-Sky und das untere Fraser-River-Becken. Die Wasserstände in Flüssen und Bächen im Norden und Westen der Insel stiegen rasch. Entlang eines Großteils der Westküste der Insel machten erhöhte Meeresspiegel, Wellen und Hochwasser zudem kleinere Überschwemmungen tiefliegender Küstengebiete wahrscheinlich – eine andere Gefahr als die Fluss- und Hangrisiken, die hinter der Evakuierung in Zeballos standen.⁠19

Die Gefahr beschränkte sich auch nicht auf die nächtlichen Winde an der Küste. Eine Wetterwarnung für das Landesinnere erstreckte sich von Hope im Süden bis Burns Lake im Norden; Böen von 60–80 Kilometern pro Stunde sollten am Samstagnachmittag stärker werden und am Sonntagmorgen ihren Höhepunkt erreichen. Eine weitere Kaltfront sollte am Sonntagnachmittag stärkere Winde bringen. Eine bestätigte endgültige Zahl zur Wiederherstellung der Stromversorgung oder eine datierte Entwarnung für die Evakuierung gab es weiterhin nicht. Die nächste entscheidende Prüfung war, ob Häuser, Reparaturen und Verkehrsverbindungen der nächsten Runde standhalten würden.⁠19

Quellen14

Von den hier zitierten Quellen veröffentlichte nanaimonewsnow.com zuerst, 32 Stunden vor der Ausstrahlung dieses Berichts. 8 weitere Medien folgten.

5 Medien ohne Datumsangabe:cbc.caBC Gov NewsCanada's National Observercheknews.caglobalnews.ca

Alle Quellen nach Medium

21 Quellen aus 14 Medien· Meistzitierte zuerst

Wie ausgestrahlt
  1. Zeballos officials have ordered twenty-two properties evacuated because of flooding and landslide danger. About forty thousand electricity customers across British Columbia remain disconnected as another storm approaches. When can evacuated households return, and can repair crews catch up before more lines fail?
  2. The Village declared a local state of emergency on Friday, November sixth. Zeballos has about 125 residents, but the evacuation order covers part of the village. Twenty-two is a property count. Officials haven't given a count of the people who left.
  3. Ehattesaht Nation Chief Simon John described a river that had risen sharply and was full after heavy rain. Flooding and unstable slopes threatened the community together. The Village and Strathcona Regional District activated their emergency operations centres.
  4. Residents under an evacuation order were required to leave. A separate alert told affected residents and visitors to prepare to leave in under thirty minutes if instructed. That alert was issued until further notice. Emergency support registration was directed to the Zeballos Fire Hall, at 155 Maquinna Avenue.
  5. The November sixth notice also encouraged other residents around Pandora, Gold Valley and Reno Roads to shelter at home unless directed otherwise. It closed Maquinna Avenue between numbers 101 and 118. Those were the restrictions set out in that notice.
  6. About eighty thousand customers lost power at Friday's provincial peak. An earlier Friday-evening check had put the number at at least thirty thousand. By eight Saturday morning, about forty thousand were still disconnected. Those numbers describe different points in the storm and repair effort.
  7. The fall from about eighty thousand to about forty thousand shows the scale of the restoration work. But new failures were developing while crews repaired earlier damage. BC Hydro expected repairs to continue through Saturday, with further outages possible.
  8. Vancouver Island alone had more than thirty thousand customers without power at Friday's peak. Across the central Interior and North, about twenty-three thousand lost electricity in 100 Mile House, Williams Lake, Quesnel and Vanderhoof. About one-third of Prince George was without power at one point. Those regional figures cover different snapshots and shouldn't be added together.
  9. Prince George was among the hard-hit areas targeted for repairs, along with Port Hardy, Courtenay and Qualicum. Farther south, the Tsawwassen–Swartz Bay ferry crossing faced more cancellations. Zeballos's evacuation emergency was unfolding within a much wider disruption to electricity and travel.
  10. Crews had to repair damaged lines, poles and other electrical equipment. BC Hydro was monitoring two, and potentially three, more weather systems through midweek. It was preparing crews, contractors and other resources for an extended response, while the next storm threatened equipment already under strain.
  11. BC Hydro says prolonged drought and heat can weaken trees and their roots, leaving them more vulnerable when wind and rain arrive. The utility says it has spent 150 million dollars over the past several years identifying and removing dangerous trees and vegetation near lines.
  12. Downed wires add another danger for households already losing light and heat. BC Hydro advises people to stay at least ten metres from downed, damaged or low-hanging power lines, and report them to emergency services. A line can remain hazardous even when nearby homes have lost power.
  13. BC Hydro recommends a stocked seventy-two-hour emergency kit, including water, non-perishable food, flashlights, batteries and first-aid supplies. The next weather systems could prolong the response, even as crews reconnect customers affected by the first storm.
  14. BC Ferries cancelled more departures before the next strong winds arrived. Saturday's seven p.m. and nine p.m. sailings were cancelled in both directions between Tsawwassen and Swartz Bay because of forecast high winds and waves. Smaller routes also lost sailings, and more departures remained at risk.
  15. Some service had resumed after Friday's cancellations, but delays continued as operations caught up. Saturday's further cancellations extended the disruption. BC Ferries said its crews were monitoring conditions and that passenger and crew safety had to come first.
  16. Parts of Vancouver Island had received up to 210 millimetres of rain since Thursday. The earlier Friday-evening figure was up to 175 millimetres in some areas over twenty-four hours. The longer accumulation window explains why those figures can't be treated as the same measurement.
  17. The weekend forecast allowed about 250 millimetres, or locally more, in parts of Vancouver Island, including rain already received. A separate forecast allowed 400 millimetres or more across the current and incoming systems over the following week. That was a longer forecast horizon.
  18. The next coastal storm was expected Saturday, November seventh. Friday evening's initial outlook allowed gusts of 110 to 120 kilometres an hour in parts of the coast. Saturday's warnings narrowed the forecast by region, with different wind strengths and different times for conditions to ease.
  19. Northern Vancouver Island faced forecast gusts up to 110 kilometres an hour. Much of the South Coast faced southeasterly winds of seventy, gusting to ninety. The Interior outlook called for gusts of sixty to eighty kilometres an hour.
  20. Wind warnings covered most of Vancouver Island, including Victoria, plus Metro Vancouver, the Southern Gulf Islands, Sunshine Coast and Fraser Canyon. Northern Island winds were expected to ease by late afternoon but stay gusty overnight. South Coast winds were forecast to die down towards midnight.
  21. High-streamflow advisories covered most of Vancouver Island, the South and Central coasts, Sea-to-Sky and the lower Fraser River basin. Northern and western Island waterways were rising rapidly. Along much of the Island's west coast, elevated ocean levels, waves and high tides made minor low-lying shoreline flooding likely.
  22. Zeballos households still need a safe-return decision, while electricity customers need repairs that can withstand the next weather system. A dated evacuation all-clear and a final restoration count haven't been confirmed. The immediate outlook extends beyond the coast's overnight winds.
  23. The Interior's special weather statement stretched from Hope north to Burns Lake. Winds were expected to strengthen Saturday afternoon and peak Sunday morning. Another cold front was expected to bring stronger winds there Sunday afternoon.

Übersetzung aktualisiert:

Kürzlich ausgestrahlt