Justiz · Ermittlungen an CornellFortlaufendes Thema · Bericht 2 von 3
Bei den Ermittlungen zu einem Übergriff an Cornell übernimmt eine staatliche Staatsanwaltschaft – die Lücke bei den Beweisen bleibt
Das Büro von Letitia James wird die strafrechtlichen Ermittlungen leiten, während Cornell eine externe Prüfung verspricht. Was mit der vollständigen Beweisakte geschah, bleibt ungeklärt.
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41 Stunden später
Damals
Cornells Vergewaltigungsermittlungen wieder aufgenommen, Staatsanwalt korrigiert Darstellung zu Snapchat-BeweisenWas wir als offen bezeichnet hatten
Die vollständige Chronologie der Beweisprüfung, der Ausgang des Grand-Jury-Verfahrens und die individuellen Disziplinarakten sind weiterhin nicht belegt.
Noch offenAchten Sie auf eine tatsächliche Entscheidung der Staatsanwaltschaft und eine externe Prüfung mit identifizierbaren Ermittlern, festgelegtem Umfang und Zeitplan – nicht auf eine weitere Absichtserklärung.
Noch offen
Jetzt
Das Büro von Letitia James wird die strafrechtlichen Ermittlungen leiten, während Cornell eine externe Prüfung verspricht. Was mit der vollständigen Beweisakte geschah, bleibt ungeklärt.
Jane Doe sagt, sie habe Cornell wegen der Ereignisse im Verbindungshaus der Chi Phi verlassen. Fast zwei Jahre nach dem mutmaßlichen Übergriff steht die Schilderung der ehemaligen Studentin im Mittelpunkt einer weiteren folgenreichen Frage: Haben die für eine Anklage zuständigen Beamten ihre vollständige Beschreibung der Nacht erhalten und geprüft? In ihrer Klage wirft sie den Männern sexuelle Gewalt vor; die Berichterstattung macht nun auch eine ungeklärte Lücke zwischen den Beweisen sichtbar, die Cornell nach eigenen Angaben übermittelt hat, und dem, was nach Angaben des örtlichen Staatsanwalts bei ihm einging. 10 1 2
New York hat die Leitung der strafrechtlichen Ermittlungen geändert. Am 1. Oktober 2026 ernannte Gouverneurin Kathy Hochul das Büro von Generalstaatsanwältin Letitia James zur Sonderstaatsanwaltschaft, die ermitteln und, falls angezeigt, Anklage erheben soll. Cornell hatte sich am Vorabend bereit erklärt, externe Rechtsberater mit einer getrennten Prüfung des Umgangs der Universität mit dem Fall zu beauftragen. Bei dem einen geht es um mögliche Straftaten, beim anderen um die institutionelle Verantwortung. Keine der beiden Maßnahmen stellt Schuld oder Fehlverhalten fest. 104 109 3
Wir berichteten am 30. September, dass der Bezirksstaatsanwalt von Tompkins County, Matthew Van Houten, die Ermittlungen wieder aufgenommen hatte, dass keine strafrechtlichen Anklagen gemeldet worden waren und dass Cornell der von Hochul geforderten externen Prüfung noch nicht zugestimmt hatte. Letzterer Punkt hat sich geändert. Die Übertragung der Kontrolle über die strafrechtlichen Ermittlungen auf die staatliche Ebene ist eine weitere Veränderung – nicht bloß eine erneute Ankündigung, dass die örtlichen Ermittlungen wieder aufgenommen werden.
Die Schilderung hinter dem Streit um die Beweise
In ihrer Zivilklage verklagt Doe Cornell und sieben Männer, denen sie vorwirft, sie unter Drogen gesetzt und sexuell missbraucht zu haben. Sie behauptet, man habe sie gedrängt, Ketamin zu nehmen, Marihuana zu rauchen und Alkohol zu trinken, bis sie nicht mehr einwilligungsfähig gewesen sei. Außerdem wirft sie Mitgliedern der Studentenverbindung vor, über einen Gruppenchat weitere Übergriffe ermöglicht zu haben. Sie verwendet ein Pseudonym, weil sie weitere Beeinträchtigungen ihres Lebens und ihrer Privatsphäre befürchtet. Diese Vorwürfe sind vor Gericht nicht festgestellt worden. 11 10
Die dokumentierten Polizeiangaben unterscheiden zwischen einigen anfänglichen Handlungen, die sie als einvernehmlich betrachtete, und späteren Handlungen, die sie als unerwünscht beschreibt. Darin ist von wiederholten Ablehnungen, zunehmender Intoxikation, dem Gefühl, keine Entscheidungen treffen zu können, und von ihr als Nötigung bezeichnetem Verhalten die Rede. CNN berichtete zudem über ihre Schilderung, körperlich geschlagen worden zu sein. Diese Unterscheidungen sind wichtig: Die Einwilligung zu einer Handlung belegt nicht die Einwilligung zu jeder späteren Handlung. 15 14
CBS News berichtete, ein Interviewtranskript erhalten zu haben, das folgende Worte von Doe enthält: „Ich kann mit 100%iger Sicherheit sagen: Ich wurde vergewaltigt.“ Van Houten sagte CBS, diese Passage habe in der sechsseitigen, eidesstattlich versicherten Zusammenfassung gefehlt, die die Campuspolizei von Cornell seinem Büro im November 2024 vorgelegt habe. CNN nannte als Datum des ausführlichen Interviews den 14.–15. November 2024. NBC hatte das Transkript nicht unabhängig geprüft; NPR hatte es nicht erhalten, obwohl Does Anwalt Thomas Giuffra ihren Vorwurf bestätigte. 12 14 1 3
Die wichtigsten Fakten
Die unterschiedlichen Angaben zur Übermittlung sind eindeutig. Im Bericht von NBC News vom 1. Oktober wurde Cornell mit der Aussage zitiert, die Universität habe eine umfangreiche Beweisakte übergeben. In einem Bericht von CNN vom 2. Oktober schilderte Van Houten dagegen, er habe eine sechsseitige Erklärung und ein Snapchat-Video erhalten, nicht die größere Sammlung. Cornell hatte zuvor erklärt, die Campuspolizei habe alle Ermittlungsergebnisse mit den Staatsanwälten geteilt. Es gibt kein vollständiges, datiertes Verzeichnis, das abgleicht, was verschickt, erhalten, gekennzeichnet oder geprüft wurde. 1 2 12
Der Umfang der Akte der Universität macht diesen Abgleich dringend, beweist aber keine vorsätzliche Vertuschung. CNN schilderte einen Bericht der New York Times, wonach Cornells interne Untersuchung mehr als 1,000 Seiten zusammentrug. Daraus folgt nicht, dass jede Seite bereits vorlag, als die Polizei erstmals die Staatsanwaltschaft konsultierte. Die Disziplinaruntersuchungen und die polizeilichen Ermittlungen auf dem Campus sind unterschiedliche Verfahren, und spätere Feststellungen können nicht automatisch als Informationen behandelt werden, die bei der ersten Prüfung einer möglichen Anklage vorlagen. 2
Van Houtens spätere Klarstellung ist enger gefasst als seine ursprüngliche Aussage: Bestimmte Worte fehlten in der übermittelten Zusammenfassung, doch er hatte Does ausführliche Schilderung nicht gelesen. Die in dem Bericht wiedergegebene Passage aus dem Interview stellt eine weitergehende Behauptung infrage, sie habe den Ermittlern nie gesagt, dass sie vergewaltigt worden sei. „Ich kann nicht erklären, warum weitere Informationen nicht in mein Büro gelangt sind“, sagte er laut dem Bericht von MS NOW. Um festzustellen, ob Unterlagen nicht verschickt, nicht erhalten, unzureichend gekennzeichnet oder nicht geprüft wurden, ist ein Vergleich Dokument für Dokument erforderlich. 3 115
In unserem Bericht vom 30. September hielten wir auch fest, dass Van Houten seine frühere Aussage korrigierte, er habe keinen Screenshot von Snapchat erhalten. Er räumte ein, sich versprochen zu haben, betonte aber, dessen Besitz hätte seine Einschätzung zur Einwilligung nicht geändert. Diese Korrektur bleibt ein wichtiger Teil der Vorgeschichte. Sie bestätigt nicht, dass er den vollständigen Gruppenchat, das später beschriebene Video, das Interviewtranskript oder die interne Akte von Cornell hatte.
Einwilligung, Dementis und unterschiedliche Entscheidungen
Van Houten verteidigte seine ursprüngliche Entscheidung auf Grundlage der Informationen, die er nach eigenen Angaben erhalten hatte. Dabei verwies er auf eine bewusste Beteiligung, die Einwilligung zu Teilen der Begegnung und den freiwilligen Drogenkonsum. Bewusstsein allein klärt jedoch nicht, ob eine Person während der gesamten Begegnung einwilligungsfähig war. Die juristische Einordnung von CNN unterschied zwischen freiwilliger Intoxikation und ohne Einwilligung verabreichten Substanzen und betonte, einzelne Handlungen anhand der jeweiligen Beweise zu beurteilen. Weder Does Vorwurf noch die frühere Auslegung des Staatsanwalts klären diese Fragen abschließend. 4 14
Weitere dokumentierte Angaben liefern zu prüfende Beweise, aber kein Urteil. CNN berichtete über eine Doe zugeschriebene Textnachricht, wonach 90% der Nacht nicht einvernehmlich gewesen seien, eine Anfrage für ein Vergewaltigungsset vier Tage nach dieser Nachricht und eine gynäkologische Untersuchung zwei Wochen nach dem Vorfall. Die Prozentzahl ist ihre Einschätzung, keine forensische Messung. Weder ein Ergebnis des Sets noch eine vollständige klinische Chronologie ist belegt, und die Beschreibungen der Arztbesuche lassen sich nicht ohne Weiteres als ein oder zwei getrennte Termine einordnen. 2
ABC News berichtete, drei Männer bestritten eine Beteiligung und beanstandeten, die Klage sei unvollständig. Damit wurden die beiden öffentlichen Dementis aus unserem früheren Bericht ergänzt. Die Männer beriefen sich darauf, das Disziplinarverfahren nach Titel IX an Cornell habe sie in gewisser Hinsicht entlastet. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass sich alle sieben geäußert haben oder dass für alle dieselben Feststellungen getroffen wurden. Das Schweigen eines weiteren Beklagten ist kein Eingeständnis. 9
Der Verteidiger Jeremy Saland sagte CNN, seinem Mandanten werde keine sexuelle Handlung mit Doe vorgeworfen, er sei nicht für einen sexuellen Übergriff verantwortlich befunden und weder suspendiert noch exmatrikuliert worden. Er beschrieb eine Snapchat-bezogene Feststellung, die zu einem Aufsatz oder Kursen geführt habe, und verwies auf einen Haarfollikeltest als Stütze für das Dementi, Ketamin konsumiert zu haben. Die vollständige Entscheidung und das Testergebnis sind nicht unabhängig belegt. Seine Darstellung unterstreicht dennoch, warum den sieben Männern nicht dieselben Handlungen zugeschrieben werden können. 14
Auch die Angaben zu den Ergebnissen des Campusverfahrens sind weiterhin nicht miteinander in Einklang gebracht. FRANCE 24 English berichtete am 30. September von zwei Exmatrikulationen und fünf Studierenden, die nach einem Aufsatz, einem Workshop oder einer kurzen Suspendierung ihr Studium wieder aufgenommen hätten. Laut einem Bericht von CBS News vom 30. September, der den Präsidenten von Cornell zitierte, gab es zwei Exmatrikulationen, zwei mehrsemestrige Suspendierungen, zwei Feststellungen, dass keine Verantwortung für sexuelles Fehlverhalten vorliege, und einen Studierenden, der seinen Abschluss gemacht habe, bevor die Untersuchung abgeschlossen war. Es gibt keine verifizierte Erklärung dafür, ob die Abweichung mit dem Zeitpunkt, den Sanktionskategorien oder einer späteren Wiederaufnahme des Studiums zusammenhängt. Disziplinarmaßnahmen auf dem Campus sind kein Strafurteil. 11 12
Für die Aufsicht fehlt weiterhin ein konkreter Ablaufplan
In Hochuls Executive Order Nr. 64 wird der mutmaßliche Vorfall auf den 19.–20. Oktober 2024 datiert; eine Anklage ist davon abhängig, ob die Ermittlungen sie rechtfertigen. AP berichtete, sie habe das Vertrauen in den Umgang des örtlichen Staatsanwalts mit dem Fall verloren. Durch die Ernennung übernimmt James’ Büro die Leitung des Falls. Welche genauen Bestimmungen für die fortgesetzte Unterstützung durch das örtliche Büro, die Übertragung von Unterlagen und die Abgabe der Zuständigkeit gelten, ist jedoch nicht belegt. Aus dem verfügbaren Text der Anordnung lässt sich keine Frist für den Abschluss ableiten. 104 109
Cornells Zusage, eine externe Prüfung durchführen zu lassen, ist real; ihre Umsetzung ist weiterhin nicht verifiziert. Hochul sagte, sie habe vor der Bekanntgabe der Vereinbarung mit Präsident Michael Kotlikoff gesprochen. Es gibt keine bestätigten Angaben zu bestimmten externen Prüfern, einem Prüfauftrag, einem Budget, einer Verpflichtung zur Veröffentlichung oder einem verbindlichen Zeitplan. Ob die Prüfung unabhängig ist, hängt davon ab, wer die Prüfer auswählt und beaufsichtigt, auf welche Unterlagen sie zugreifen können und ob die Öffentlichkeit ihre Erkenntnisse einsehen kann – nicht bloß davon, dass sie außerhalb der Universität angesiedelt sind. 1 3 38
Umfragen mit breiter angelegten Zahlen können diesen Fall nicht klären. Eine Zusammenfassung aus zweiter Hand nennt 15% der Studierenden, die 2025 seit Beginn ihres Studiums an Cornell nicht einvernehmliche sexuelle Kontakte angegeben hätten, gegenüber dem von Cornell bestätigten Wert von 11% im Jahr 2023: eine Differenz von vier Prozentpunkten, kein relatives Wachstum von 4%. Diese Kennzahl für alle Studierenden kann keine Quote für Studierende im Grundstudium ersetzen. Die genauen Ausgangswerte für die gemeldeten Anstiege unter Studierenden im Grundstudium sind weiterhin nicht verifiziert, und die Umfrageteilnahme ging stark zurück. Diese Ergebnisse beschreiben die gemeldeten Erfahrungen auf dem Campus, nicht die Schuld eines Angeklagten. 88 102 99 100
Zum Stand der Berichterstattung vom 2. Oktober sind kein abgeschlossenes staatsanwaltschaftliches Interview mit Doe und Giuffra, keine Vorlage vor einer Grand Jury, kein Ergebnis eines Grand-Jury-Verfahrens und keine Entscheidung über eine strafrechtliche Anklage belegt. Van Houtens frühere Pläne müssen nun zusammen mit der Ernennung auf Staatsebene betrachtet werden, nicht so, als kontrolliere er allein den nächsten Schritt. 91 93
Der Maßstab für beide Maßnahmen ist klar: die vollständige Akte zusammentragen, feststellen, wer was geprüft hat, und Entscheidungen treffen, die durch die Beweise gestützt werden. Die Zuständigkeit zu übertragen, ist folgenreich. Noch ausstehend ist der Nachweis, dass die vollständige Schilderung endlich berücksichtigt wurde.
Wie ausgestrahlt 27 Zeilen
- On September 30, we reported Cornell had not committed to an outside review. Cornell has now agreed. New York has also placed the criminal investigation under Attorney General Letitia James's office, moving responsibility beyond the local prosecutor whose handling of the evidence is in question. What reached prosecutors, and will the new oversight resolve the gaps in that record?
- Governor Kathy Hochul appointed the Office of the Attorney General as special prosecutor on October 1, 2026. The previous evening, Cornell agreed to retain outside counsel to examine its handling of the case. These are separate actions: the state investigates potential criminal conduct; Cornell's promised review examines the university's response to the complaint and its evidence.
- The state mandate includes prosecution only if the investigation warrants it. Executive Order Number 64 identifies the alleged incident as October 19 through 20, 2024, more specific than the month previously reported. Hochul intervened after losing faith in the local district attorney's handling. The appointment does not establish that an assault occurred, that charges are justified, or that police or prosecutors committed misconduct. The detailed provisions governing the local office's continuing assistance, record transfers and relinquishment of authority remain unestablished, as do any required reports or completion deadline.
- More than 1,000 pages were reportedly assembled during Cornell's internal investigation. Yet Tompkins County District Attorney Matthew Van Houten's latest account describes receiving just a six-page statement and one Snapchat video, not the larger collection.
- Cornell maintains that it supplied a large file and previously said campus police shared all investigative information with prosecutors. It referred further questions about the file's contents to the prosecutor. Those accounts conflict, but there is no complete, dated inventory establishing what was sent, received, identified or examined. The mismatch is not proof of deliberate concealment. A file that eventually exceeded 1,000 pages did not necessarily exist in full when police first consulted prosecutors. The campus disciplinary investigation and the police investigation were different processes.
- The detailed police interview is described as about 120 pages. Its reported dates are November 14 and 15, 2024, more than three weeks after the alleged incident. Cornell police submitted a sworn six-page summary in November. That shorter signed statement is not interchangeable with the full interview.
- Doe's allegation in the longer interview is explicit: she was raped. Her attorney, Thomas Giuffra, confirmed that allegation. His quotation repeats the word percent, a wording difference that does not change the substantive accusation. These are Doe's words, not a criminal finding. Van Houten initially characterized the supplied statement as not alleging rape. He subsequently distinguished that summary from her detailed account, which he had not read, and said he had not previously seen the explicit passage. A claim that particular words were absent from a summary is narrower than a claim that she never told investigators she was raped. The longer account challenges that broader characterization.
- Van Houten acknowledged that he could not explain why additional information had not reached his office. He described the transcript as troubling and meriting a reopened inquiry. He also sought Cornell's 2025 internal-investigation conclusion through Doe's attorneys, with a subpoena possible if necessary. Full receipt of the interview by October 2 is not established. Neither is whether missing material was never sent, never received, inadequately identified or simply not examined.
- A Snapchat screenshot was already the subject of a correction in our September 30 report. Van Houten acknowledged that he had misspoken when he said he had not received it. He maintained that possessing the screenshot did not change his assessment of consent. That correction concerns a screenshot, not necessarily the later-described video, the entire group chat, the interview transcript or Cornell's internal file. Receiving one does not establish possession of all the others.
- Jane Doe's civil lawsuit names Cornell and seven men. Filed September 16, 2026, it alleges that she was drugged and sexually assaulted at the Chi Phi fraternity house. She uses a pseudonym because of concerns about further harm to her life and privacy. The allegations have not been established in court.
- The complaint alleges pressure to take ketamine, smoke marijuana and drink alcohol until she could not consent. It also alleges that fraternity members used a group chat to make her available to others for further assault. Her account distinguishes some initial activity she considered consensual, or was pretty okay with, from later activity she describes as unwanted. She describes repeated requests for sex, repeated refusals, increasing intoxication, feeling unable to make decisions, coercion and being physically hit.
- Van Houten's earlier assessment emphasized conscious participation, consent to parts of the encounter and voluntary drug use. One description of his rationale included activity temporarily stopping when she withdrew consent. He stood by his original decision on the information he said he had received, even while reopening the inquiry and seeking more evidence.
- Consent to one act does not establish consent to every later act. Consciousness alone does not resolve capacity to consent at every moment. New York's legal analysis distinguishes voluntary intoxication from substances administered without consent, and potential criminal responsibility must be assessed against the evidence for particular acts. Neither Doe's accusation nor the prosecutor's earlier interpretation settles those questions. Describing conduct as morally wrong or disgusting is not a substitute for proving the elements of a criminal offense.
- A text attributed to Doe describes 90 percent of what happened that night as not consensual. That is her characterization, not a forensic measurement or a court's allocation of individual acts. She reportedly requested a rape kit at an Ithaca emergency room four days after that text—not necessarily four days after the alleged assault. Another account describes an emergency-room pelvic examination two weeks after the incident. The complete clinical chronology, examination findings and kit result remain unestablished. The two descriptions cannot automatically be treated as either the same visit or conclusively separate visits.
- The digital material is also incomplete. It includes a reported photograph of Doe in a room at the fraternity house and a partial group-chat screenshot in the complaint. The group is described as containing about 60 fraternity members. Membership does not prove participation in an assault or knowledge of one. The full conversation, surrounding context, authenticity and individual authorship of every message remain unresolved.
- Three men have denied involvement and challenged the complaint as incomplete, expanding the two public denials recorded in our earlier report. They invoked Cornell's disciplinary process as having cleared them in some respect. That does not establish responses from all seven, identical allegations against them, or identical university findings. Another defendant's silence is not an admission.
- Defense attorney Jeremy Saland denies that his client participated in sexual activity with Doe or took ketamine from her body. His account is that the client was not accused of penetration or sexual activity, was not found responsible for sexual assault, and was neither suspended nor expelled. He describes a campus finding tied instead to participation in a Snapchat group, with an essay or classes as the disposition. He also describes a hair-follicle test supplied during the campus investigation as supporting his client's denial of ketamine use. The test result and complete individual disciplinary decision are not independently established. The defense account nevertheless underscores why the seven men cannot be described as having committed identical conduct.
- Two expulsions appear in both accounts of the campus outcomes, but the remaining five students are described differently. One account says they resumed studies after lesser measures. The more detailed breakdown gives two multi-semester suspensions, two findings of no responsibility for sexual misconduct, and one graduation before the inquiry concluded. Different stages, sanction categories or later enrollment might explain the difference, but none of those explanations is established. Individual findings and appeal histories remain unavailable. A lesser sanction is not necessarily punishment for a proven rape, and a campus decision is not a criminal verdict.
- The internal inquiry is described as lasting four months, with more than 50 interviews, at least 30 witnesses and 12 hearings. Those are separate measures, not figures to add into a single witness total. Its exact start and end dates remain unestablished.
- Doe's account says she withdrew from Cornell because of the alleged incident. Our earlier report recorded her attorney's claims that she could not obtain a tuition refund for her parents and regularly encountered alleged assailants on campus. Those claims remain unresolved. The institutional stakes are concrete: whether a student's full account reaches the officials deciding on prosecution determines whether alleged refusals, injuries and incapacitation can be considered in that decision.
- Fifteen percent versus eleven percent is a four-percentage-point rise, not four percent relative growth. That overall-student comparison concerns reported nonconsensual sexual contact since entering Cornell. It cannot be substituted for an all-undergraduate rate. The surveys took place in spring 2023 and spring 2025. The 2023 figure is confirmed in Cornell's statement; the 2025 overall figure and numerical participation comparison are available through a secondary summary, with the relevant original table rows not accessible for verification.
- The 2025 participation account gives 926 respondents from 6,000 randomly selected students, approximately 15 percent participation, compared with 36 percent in 2023. The response share fell by more than half. Participation is not an assault rate.
- Descriptions of increases of four percent among all undergraduates and twelve percent among undergraduate women remain unresolved because the exact subgroup baselines are unverified. More than 35 percent of female undergraduates surveyed are described as reporting the relevant experience, but the precise rate, denominator and 2023 comparator are not established. The overview describes population estimates, yet the exact weighting, treatment of missing responses, subgroup precision and statistical significance of changes remain unestablished. So does the detailed boundary between contact involving force, incapacitation and coercion. These surveys describe broader campus experience; they do not authenticate Doe's evidence or prove allegations against any individual.
- Cornell has made a commitment, but the machinery of its outside review remains unestablished. Hochul spoke with President Michael Kotlikoff before announcing the agreement. Cornell confirmed acceptance and said it would retain outside counsel on September 30. A university FAQ communication that day also carried the names of Provost Kavita Bala and trustees' chair Anne Meinig Smalling. It did not establish identifiable outside investigators or a binding timetable.
- The answer to the oversight question is partial: Cornell has accepted an external examination, and the criminal inquiry now has a state special prosecutor. What remains unknown is who will conduct the university review, who will select or supervise the reviewers, how their independence will be protected, what police and disciplinary records they can access, and whether findings will be published. No review charter, budget or binding completion timetable is established.
- The evidence-transfer question is still unanswered. No complete chronology establishes what Cornell sent, what prosecutors received or what they actually reviewed. Van Houten's earlier plans included interviewing Doe and Giuffra, pursuing more evidence and assessing a grand-jury presentation. Some descriptions treated that presentation as planned; others made it conditional on evidence supporting charges. Those plans must now be read alongside the state appointment, not as though the local prosecutor alone controls the next stage.
- Petitions and demands for scrutiny or imprisonment express public pressure, not findings of guilt. As of October 2, no completed interview, grand-jury presentation, grand-jury outcome or criminal charging decision is established. There is no established deadline for a charging decision or Cornell's outside report.
Quellen
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