Katastrophen · Josephine auf See
Josephine zieht sich zurück, doch die Gefahr an der Küste ist nicht vorbei
Josephines Übergang zum posttropischen Stadium und ihre Zugbahn auf See beendeten weder die Küstenüberschwemmungen noch die gefährliche Dünung. Ob sie die vorhergesagte Windstärke eines Hurrikans erreichte, ist nicht bestätigt.
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ThemenverlaufTag 1
1 Bericht13 Medien33 Quellen
Was bedeutet es für die Küste, wenn sich ein Sturm entfernt, seine tropische Einstufung verliert – und ihm weiterhin eine Verstärkung vorhergesagt wird? Bei Josephine bedeutet es, dass die Zugbahn auf See keine Entwarnung ist. Am Donnerstag, dem 22. Oktober, waren Teile des US-Mittelatlantiks bereits von Überschwemmungen betroffen, während hohe Dünung große Teile der Ostküste und Teile des atlantischen Kanada erreichte. Das National Hurricane Center warnte, lebensgefährliche Brandung und gefährliche Strömungen seien wahrscheinlich. 1
Am frühen Freitag, dem 23. Oktober, war ein wichtiger Teil der Vorhersage noch nicht bestätigt: ob Josephine anhaltende Winde in Hurrikanstärke entwickelt hatte. Die letzte bestätigte Analyse des Hurrikanzentrums bezifferte diese Winde weiterhin auf rund 65 mph. Der Sturm war posttropisch geworden und wurde als kräftiges außertropisches Tief beschrieben; die stärkeren Winde waren jedoch eine Erwartung – keine bestätigte Messung. 1 29
Diese Unterscheidung ist wichtig, ohne die Gefahr für die Küste zu schmälern. Josephine musste nicht erst den vorhergesagten Höhepunkt auf See erreichen, um an Land Schäden zu verursachen. Das Hurrikanzentrum meldete entlang von Teilen des Mittelatlantiks geringfügige bis örtlich mäßige Küstenüberschwemmungen. In seiner früheren Warnung hieß es außerdem, Überschwemmungen um die Zeit des Hochwassers würden voraussichtlich den Rest der Woche anhalten. 1 2
Die Küste bekam die Auswirkungen bereits zu spüren
Hatteras Island in North Carolina ist ein konkreter Ort, der unter die weitreichende Warnung fällt. Das Büro des National Weather Service in Morehead City/Newport meldete dort Küstenüberschwemmungen und hohe See. Auch der Raleigh News & Observer berichtete über Beeinträchtigungen des Reiseverkehrs entlang der Outer Banks. Diese Berichte belegen Auswirkungen, aber keine bestimmte Straßensperrung, deren Dauer oder die Tiefe des Hochwassers. 21 25
Die verfügbaren Berichte enthalten keine bezifferte Gesamtschadenssumme, keine Zahl von Rettungseinsätzen und keine Angaben zu Verletzten. Ebenso wenig nennen sie für einzelne Orte im atlantischen Kanada bezifferte Auswirkungen. Das begrenzt, was sich berichten lässt, ist aber kein Beleg dafür, dass die betroffene Küste unversehrt blieb. 21 25 26
Die Dünung reichte weiter als das unmittelbare Gebiet der stärksten Winde Josephines. Das Hurrikanzentrum teilte mit, dass hohe Dünung große Teile der US-Ostküste und Teile des atlantischen Kanada beeinträchtigte. In seiner Vorhersage waren außerdem bis Donnerstagabend Böen in Sturmstärke entlang von Teilen der nordöstlichen US-Küste möglich. Dieser Zeitraum ist vorbei; daraus lässt sich weder ableiten, dass diese Böen tatsächlich auftraten, noch eine neue Vorhersage für Freitagmorgen machen. 1
In der letzten Warnung des Hurrikanzentrums stand eine scheinbar beruhigende Aussage: Es galten keine Küstenbeobachtungen oder -warnungen. Dieselbe Warnung beschrieb jedoch anhaltende Überschwemmungen und gefährliche Dünung. Der Warnstatus kann daher vernünftigerweise nicht als Freibrief verstanden werden, die Gefahren zu ignorieren. Er belegt auch nicht, welche gesonderten örtlichen Warnungen vor Küstenüberschwemmungen, hoher Brandung oder gefährlichen Strömungen am frühen Freitag noch galten; ihre genauen Gebiete und Ablaufzeiten wurden nicht bestätigt. 1 21
Was sich innerhalb von sechs Stunden änderte
Josephines Entwicklung lässt sich am besten verstehen, wenn man die Analysezeitpunkte den Zahlen zuordnet. Die beiden Berichte des Hurrikanzentrums vom Donnerstag beschreiben ein schneller ziehendes System, das seine Einstufung änderte – nicht einen gemessenen Sprung bei der öffentlich angegebenen Windgeschwindigkeit. Eine spätere kanadische Meeresanalyse präzisierte die Lage, beantwortete aber nicht die Frage nach der Windstärke.
Josephines bestätigter Verlauf auf See
- 22. Oktober, 11 Uhr AST23
Josephine war subtropisch, befand sich etwa 200 Meilen südöstlich von Nantucket und zog mit 12 mph nach Nordosten. Die anhaltenden Winde lagen bei etwa 65 mph; der geschätzte Luftdruck betrug 988 Millibar.
- 22. Oktober, 17 Uhr AST1
Josephine war posttropisch, befand sich etwa 235 Meilen ostsüdöstlich von Nantucket und zog mit 17 mph nach Nordosten. Die anhaltenden Winde lagen weiterhin bei etwa 65 mph und der geschätzte Luftdruck weiterhin bei 988 Millibar.
- 22. Oktober, 2300 UTC30
Environment Canada verortete das System mit einem Luftdruck von 988 Millibar über der südlichen Georges Bank, ohne in der verfügbaren Meldung eine numerische Position des Zentrums oder eine Schätzung der anhaltenden Windgeschwindigkeit anzugeben.
Bei der letzten Analyse des Hurrikanzentrums lag Josephines Zentrum bei 40.0 Grad nördlicher Breite und 65.8 Grad westlicher Länge, außerdem etwa 335 Meilen südsüdwestlich von Halifax in Nova Scotia. Diese Entfernungsangaben beziehen sich auf Donnerstag, 17 Uhr Atlantic Standard Time – 2100 UTC –, nicht auf den Zeitpunkt, zu dem eine Webseite später aktualisiert wurde. Eine Aktualisierung der Seite am frühen Freitag machte die Position vom Donnerstag nicht zu einer neuen Beobachtung. 1 29
Die frühere technische Warnung gab die anhaltenden Winde mit 55 Knoten und Böen bis 65 Knoten an. Die dazugehörige öffentliche Mitteilung nannte anhaltende Winde von 65 mph. Es handelt sich um übereinstimmende, auf ganze Einheiten gerundete Angaben, nicht um widersprüchliche Intensitätsschätzungen. Insbesondere darf die Böenangabe von 65 Knoten nicht mit der Angabe von 65 mph für anhaltende Winde verwechselt werden. 3 17
Die frühere Vorhersage hatte den Übergang zum posttropischen Stadium für 0000 UTC am 23. Oktober angesetzt. Die spätere Warnung stellt fest, dass dieser Übergang bis 2100 UTC am 22. Oktober bereits erfolgt war, also drei Stunden vor dem in der Vorhersage genannten Zeitpunkt. Sie legt nicht den genauen Zeitpunkt des Übergangs zwischen den beiden Analysen fest. 3 1
Die stärkeren Winde sind weiterhin eine Vorhersage
Das Hurrikanzentrum erwartete, dass sich Josephine bis in die Nacht auf Freitag zu einem kräftigen außertropischen Zyklon mit Winden in Hurrikanstärke verstärken würde. Die vorhergesagte Zugbahn führte den Sturm von den Vereinigten Staaten weg, südlich an Nova Scotia und Neufundland vorbei. Weder der Wechsel der Einstufung noch die Zugrichtung auf See widersprachen dieser Verstärkungsprognose. 1
Die spätere Zusammenfassung von Environment Canada enthielt jedoch keine Schätzung der anhaltenden Windgeschwindigkeit. Sie kann daher nicht bestätigen, dass sich Winde in Hurrikanstärke entwickelt haben. Die letzte für diesen Bericht verfügbare bestätigte Schätzung der anhaltenden Winde bleibt die Angabe des Hurrikanzentrums von 65 mph um 2100 UTC am Donnerstag. 30 29
Der nächste namentlich genannte Vorhersagepunkt auf See war der Laurentian Fan: Environment Canada prognostizierte, dass Josephine dort am Freitag um 20 Uhr Atlantic Daylight Time – entsprechend 2300 UTC – einen Luftdruck von 988 Millibar haben würde. Die frühere Prognose des Hurrikanzentrums sah nach einer Verstärkung eine allmähliche Abschwächung und eine Auflösung bis 1200 UTC am 26. Oktober vor. Beides sind noch zu überprüfende Vorhersagen, keine bereits abgeschlossenen Phasen der Sturmgeschichte. 30 3
Mit der letzten öffentlichen Warnung endete die Reihe öffentlicher Mitteilungen einer Behörde zu Josephine. Sie verkündete weder, dass sich der Zyklon aufgelöst habe, noch machte sie die in derselben Mitteilung beschriebenen Überschwemmungen und die hohe Dünung ungeschehen. Für Küstengemeinden ist das die entscheidende Antwort: Das Zentrum zog sich zurück, doch die unmittelbare Gefahr durch Hochwasser um die Zeit des Hochwassers und gefährliche Brandung weit entfernt vom Zentrum blieb groß. 1 2
Wie ausgestrahlt 16 Zeilen
- Josephine has flooded parts of the Mid-Atlantic coast while moving farther offshore. Large swells reach much of the eastern U.S. coastline and parts of Atlantic Canada, with life-threatening surf and rip currents likely. Whether the cyclone reached its forecast hurricane-force winds is still unclear.
- Josephine's center was about 235 miles east-southeast of Nantucket at five p.m. Atlantic Standard Time on Thursday, October 22. It was also about 335 miles south-southwest of Halifax. Those distances describe Thursday evening's position as the storm headed northeast.
- The cyclone was moving at 17 miles an hour, with an estimated central pressure of 988 millibars. Josephine had become post-tropical, described as a powerful extratropical low. Its new classification came alongside a forecast for further strengthening overnight.
- Josephine's sustained winds were near 65 miles an hour, with higher gusts, in that Thursday evening analysis. The forecast called for hurricane-force winds Thursday night or early Friday. As of early Friday, 65 miles an hour remains the latest sustained-wind estimate.
- The expected track carried Josephine away from the United States, remaining south of Nova Scotia and Newfoundland. But an offshore track still leaves beaches exposed to the storm's swells. Gale-force gusts were also possible along parts of the northeastern U.S. coast through Thursday evening. That forecast covered the evening that has now passed.
- Hatteras Island had coastal flooding and high seas. Travel disruption was also reported along the Outer Banks. Those impacts put a specific place on the broader Mid-Atlantic flooding, which ranged from minor to locally moderate along affected sections of the coast.
- The earlier forecast expected coastal flooding to continue around high tide through the rest of the week. Large swells were already affecting much of the eastern seaboard and parts of Atlantic Canada. The dangerous surf and rip-current forecast extended the coastal threat well beyond the area of the cyclone's strongest winds.
- The final public advisory listed no coastal watches or warnings, while also describing ongoing flooding and dangerous swells. Its warning status didn't give beaches an all-clear. The hurricane center ended its public advisories on Josephine that evening, with the cyclone still active offshore and coastal hazards continuing.
- Josephine was still subtropical at the earlier Thursday analysis, moving northeast at 12 miles an hour. Six hours later, it was post-tropical and moving at 17 miles an hour. Its public sustained-wind estimate stayed near 65 miles an hour, and pressure stayed at 988 millibars.
- The earlier center was about 200 miles southeast of Nantucket, with its position estimated accurate within 30 nautical miles. The earlier forecast had placed the post-tropical transition at midnight UTC. Josephine had already changed classification by nine p.m. UTC, three hours before that forecast point.
- The earlier technical analysis gave sustained winds of 55 knots and gusts to 65 knots. Its midnight forecast projected 65 knots sustained, with gusts to 80 knots. The stronger figures describe what forecasters expected Josephine to produce later.
- The public 65-mile-an-hour sustained wind is the rounded presentation of that 55-knot estimate. The separate 65-knot figure describes gusts. Keeping the units and the type of wind together prevents a gust measurement from being mistaken for a stronger sustained-wind estimate.
- A later marine analysis placed Josephine over southern Georges Bank at 988 millibars, two hours after the final hurricane-center analysis. That moved the offshore picture forward, but the latest sustained-wind estimate still comes from the earlier analysis. The next Canadian offshore forecast point was the Laurentian Fan on Friday evening.
- The earlier outlook listed average track errors of 125 nautical miles near day four and 175 nautical miles near day five. Average intensity error was 15 knots each day. Those averages leave room for larger errors in the eventual track or strength.
- That longer-range outlook called for gradual weakening after the forecast strengthening. Two forecast points give the offshore storm's expected next steps, while high-tide flooding and dangerous surf remain the immediate coastal stakes.
- Josephine was forecast over the Laurentian Fan at 988 millibars by eight p.m. Atlantic Daylight Time on Friday. The earlier outlook called for the cyclone to dissipate by midday UTC on October 26. Both points remain forecasts of the storm's future position and survival.
Quellen
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