Katastrophen · Verlust eines AmbulanzflugzeugsFortlaufendes Thema · Bericht 2 von 2
Sechs Menschen an Bord des Ambulanzflugzeugs vor Nantucket vermutlich tot – Kanada leitet die Untersuchung
Die Küstenwache hat die Suche beendet, und der Betreiber hat alle sechs für verloren erklärt. Was den Jet von Latitude zum Absturz brachte und ob sich seine Rekorder aus etwa 90 Fuß tiefem Wasser bergen lassen, ist weiterhin unbekannt.
Video in der Originalsprache
Transkript · WIRD GELADEN
Aus dem englischen Original übersetzt.
Fortlaufendes ThemaTag 4
2 Berichte58 Medien78 Quellen9 Videos
Das ganze ThemaWas sich seit unserem letzten Bericht geändert hat
43 Stunden später
Damals
Trümmer liefern Suchkräften eine Spur des vermissten Ambulanzflugzeugs, doch sechs Menschen gelten weiterhin als vermisstWas wir als offen bezeichnet hatten
Das Schicksal jedes Insassen, die Ursache des Notfalls und die genauen Umstände, unter denen das Flugzeug ins Wasser geriet, sind weiterhin ungeklärt.
Noch offenZu beobachten sind eine offizielle Aktualisierung zum Status der Insassen, jede Änderung oder Einstellung der Suche, die Bergung des Flugschreibers und die Ankündigung einer förmlichen Untersuchung.
Noch offen
Jetzt
Die Küstenwache hat die Suche beendet, und der Betreiber hat alle sechs für verloren erklärt. Was den Jet von Latitude zum Absturz brachte und ob sich seine Rekorder aus etwa 90 Fuß tiefem Wasser bergen lassen, ist weiterhin unbekannt.
Was sich bewegt hat
- Die TSB gibt bekannt, die Untersuchung zu leiten.
Drei Tage lang war dies eine Suchgeschichte. Seit dem Moment, in dem am 3. Oktober der Kontakt zu einem Jet von Latitude Air Ambulance südlich von Nantucket abbrach, war offen, ob noch jemand lebend gefunden werden könnte. Nun ist es eine Ermittlungsgeschichte, und die erste Frage hat die Antwort bekommen, die niemand wollte. Die US-Küstenwache stellte ihre Suche am Sonntag, dem 4. Oktober, bei Sonnenuntergang ein, ohne dass jemand aus dem Wasser geborgen wurde. Latitude geht davon aus, dass seine vier Besatzungsmitglieder, die Patientin und ihr Sohn tot sind. 5943
Die wichtigsten Fakten
Dies aktualisiert unseren Bericht vom 5. Oktober, in dem die Suche noch lief, Trümmer dem Flugzeug zugeordnet waren und der Verbleib der sechs Insassen ungeklärt war. Die Änderung ist real, aber begrenzter, als es klingt. Niemand wurde geborgen; „vermutlich tot“ ist also die förmliche Erklärung des Betreibers nach dem Ende der Suche. Es ist kein Befund, der aus sterblichen Überresten gewonnen wurde. Wirklich verändert hat sich das institutionelle Bild: Die Rettung ist beendet, und Kanadas Transportsicherheitsbehörde TSB hat die Federführung übernommen, um herauszufinden, warum ein Medizinjet mit einer Schlaganfallpatientin an Bord in den Atlantik stürzte.
Wer an Bord war
Die Küstenwache und die Polizei der Bermudas nannten am Montag alle sechs namentlich. Die Passagiere waren Marilyn Lavonne Bean, 66, und ihr Sohn Sergio Wayne Lottimore, 41, beide von den Bermudas. Ein Freund der Familie sagte, sie sei nach einem Schlaganfall in der Woche zuvor zur medizinischen Behandlung nach Boston geflogen worden. Die vier kanadischen Besatzungsmitglieder waren Kapitän Philip Gregory Childerhose, Erster Offizier Thomas Henry Farquhar, Flugkrankenschwester Sarah Jane Paton und Atmungstherapeutin Jolene Beth Weir, alle angestellt bei Latitude mit Sitz in Hamilton, Ontario. 394445
Die Namen klären einen Punkt, den frühe Berichte unklar ließen. Manche Darstellungen sprachen von zwei Passagieren und vier Besatzungsmitgliedern, andere von einer Patientin und einem Familienmitglied samt Besatzung. Es sind dieselben Personen. 18
Latitudes Präsident Peter Byl nannte den Verlust „unvorstellbar“ und sagte, der Fokus des Unternehmens liege auf den Familien und auf der Unterstützung der Ermittler. Das Unternehmen werde nicht über die Ursache spekulieren. Der Premier der Bermudas, David Burt, sagte am 3. Oktober, die Regierung bete dafür, dass alle sechs gefunden würden. Nach dem Ende der Suche sagte er, die schlimmsten Befürchtungen hätten sich bewahrheitet. 5074
Wie die Suche ablief und endete
Das Flugzeug war eine Gulfstream G100 mit der Kennung C-GRJP und flog als Heartbeat 104. Es startete am Samstag, dem 3. Oktober, gegen 0:41 Uhr vom L.F. Wade International Airport auf den Bermudas mit Ziel Boston. Die FAA benachrichtigte die Küstenwache gegen 2 Uhr, und deren Einsatz begann zu diesem Zeitpunkt. Trümmer wurden in der Nacht zum Sonntag gefunden. 86
Drei Tage im Oktober
- Sa., 3. Okt., 0:41 Uhr8
Der Jet verlässt die Bermudas in Richtung Boston.
- Sa., 3. Okt., etwa 1:00–2:00 Uhr56
Der Kontakt bricht ab, nachdem ein Notfall gemeldet wurde; die FAA alarmiert gegen 2 Uhr die Küstenwache.
- In der Nacht zum So., 4. Okt.6
Ein Trümmerfeld wird gefunden und dem Flugzeug zugeordnet.
- So., 4. Okt., Sonnenuntergang59
Die Küstenwache stellt die Suche ein.
- Mo., 5. Okt.76
Die TSB gibt bekannt, die Untersuchung zu leiten.
Zwei überprüfbare Punkte unterscheiden sich zwischen den Medien. CBC berichtete am 4. Oktober, der Kontakt zur Flugsicherung sei gegen 1:30 Uhr abgebrochen. ABC berichtete später am selben Tag, die FAA habe gegen 2 Uhr den Kontakt verloren. Dabei könnte es sich um zwei verschiedene Zeitpunkte handeln, den letzten Funkverkehr eines Lotsen und den Moment, in dem die FAA Alarm schlug, doch keine Quelle bringt beides in Einklang. 54
Der Umfang der Suche wird in zwei Momentaufnahmen angegeben, die man nicht vermischen sollte. Beim Briefing am Sonntag sagte die Küstenwache, in etwa 53,5 Stunden seien rund 2.840 Quadratmeilen abgesucht worden. Die 7.300 Quadratkilometer von CTV und die „mehr als 7.000“ von CBC entsprechen derselben Größenordnung in metrischen Einheiten. Bei der Einstellung lagen die Zahlen bei etwa 66 Stunden und rund 4.445 Quadratmeilen. 6159
Eines erklären die Stundenangaben nicht: Ab dem Alarm am Samstag um 2 Uhr gerechnet, sind es bis zum Sonnenuntergang am Sonntag etwa 40 Stunden, was zu den „fast 40 Stunden“ des Luftfahrtanalysten Keith Mackey passt. Die Angaben von 53,5 und 66 Stunden passen schlecht zu dieser Zeitrechnung, und die Quellen sagen nicht, warum. Mackey stufte die Überlebenschance als „gering bis null“ ein. Das war seine eigene Einschätzung, kein offizielles Ergebnis. 1
Eine Suche einzustellen, ist keine leichte Entscheidung … Wir sprechen den Familien und Angehörigen, die von der Tragödie betroffen sind, unser tiefstes Beileid aus.
Was die Ermittler haben und was ihnen fehlt
Die TSB leitet die Untersuchung A26F0321, weil Kanada der Eintragungsstaat ist; die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB beteiligt sich als akkreditierte Vertreterin. Laut TSB meldete die Besatzung elektrische Probleme, das Flugzeug sank rasch, und südlich von Nantucket brach der Kontakt ab. Die Ermittler würden in den kommenden Tagen eingesetzt, um bei der Suche nach dem Flugzeug und seiner Bergung zu helfen. 7638
Darüber hinaus ist die öffentliche Aktenlage dünn und widersprüchlich. Eine Quelle sagte ABC am 4. Oktober, Beamte gingen davon aus, dass das Flugzeug 7.500 Fuß abgesackt sei, bevor es auf das Wasser traf. Fox beschrieb einen Absturz um mehr als 10.000 Fuß in drei Minuten, als ein Sturm aufzog. CBC berief sich auf Flugdaten, die etwa 90 Minuten nach dem Start einen Abfall von 24.000 auf 11.000 Fuß zeigten, gefolgt von einem Ausleveln. Die drei Angaben können nicht dieselbe Messung sein: Der Abfall bei CBC beträgt etwa 13.000 Fuß, der größte der drei. Sie könnten unterschiedliche Abschnitte eines einzigen Sinkflugs beschreiben, doch nichts in den Quellen sagt das. Ein Ausleveln belegt nicht, dass sich das Flugzeug erholt hat. 875
Die kursierenden Erklärungen sind Hypothesen. ABC deutete den Funkverkehr der Flugsicherung, in dem ein Lotse das Signal des Piloten als schwach beschrieb, so, dass der Pilot wegen elektrischer Probleme möglicherweise im Blindflug unterwegs war. Ein Gast bei Fox brachte einen Ausfall der Instrumente ins Spiel. Die Aussage der TSB zu elektrischen Problemen ist die einzige offizielle Äußerung, und sie sagt weder, was ausfiel, noch ob dieser Ausfall den Sinkflug verursachte. Ein pensionierter kanadischer Koordinator für Such- und Rettungsdienste, Jean Houde, sagte CBC, ohne Beweise lasse sich die Ursache nicht bestimmen. 475
Deshalb zählt das Wrack mehr als jede Theorie. Die Trümmer liegen in etwa 80 bis 90 Fuß tiefem Wasser, rund 20 Meilen südlich von Nantucket. Houde nannte Suche und Bergung in dieser Tiefe machbar. Der Flugdatenschreiber war beim Briefing am Sonntag nicht unter den geborgenen Trümmern, und keine mir vorliegende Quelle bestätigt, dass das Hauptwrack oder ein Rekorder seither gehoben wurde. 559
Die Fakten ergeben einen Fall, der eher auf dem Meeresboden als im Nachrichtenzyklus entschieden wird. Alles Öffentliche über die letzten Minuten stammt aus Lecks, von Sendern paraphrasiertem Funkverkehr und Flugverfolgungsdaten. Die Ermittler haben bislang nichts veröffentlicht, was sie selbst überprüft haben, abgesehen von der einsätzigen Skizze der TSB. Der nächste Meilenstein ist einfach: ob der Einsatz der TSB zu der Meldung führt, dass das Flugzeug und seine Rekorder aus dem Wasser geholt wurden.
Bekannt
- Ein Trümmerfeld etwa 20 Meilen südlich von Nantucket wurde dem Flugzeug zugeordnet; die Küstenwache stellte die Suche am 4. Oktober bei Sonnenuntergang ein, ohne dass jemand geborgen wurde. 659
- Latitude Air Ambulance erklärt, alle sechs an Bord seien vermutlich tot. 4341
- Die TSB leitet die Untersuchung A26F0321; die NTSB ist akkreditierte Vertreterin; die Besatzung meldete elektrische Probleme, bevor der Kontakt abbrach. 76
- Die sechs Insassen wurden am 5. Oktober namentlich genannt: zwei Passagiere von den Bermudas und vier kanadische Besatzungsmitglieder. 39
Unbekannt
- Was die elektrischen Probleme und den raschen Sinkflug verursachte und wie weit und wie schnell das Flugzeug fiel.
- Der genaue Zeitpunkt des letzten Kontakts und der Grund, warum die Angaben von 1:30 Uhr und 2 Uhr voneinander abweichen.
- Ob das Wrack, die Rekorder oder einer der sechs Insassen aus etwa 90 Fuß tiefem Wasser geborgen werden können.
Als Nächstes
- Die Entsendung von TSB-Ermittlern zur Unterstützung von Suche und Bergung sowie jede Meldung, dass das Wrack oder die Rekorder gehoben wurden.
- Alle vorläufigen Informationen der TSB zum elektrischen Defekt.
Wie ausgestrahlt 12 Zeilen
- On October 5 we reported a search under way; now all six aboard are presumed dead.
- The Coast Guard stopped searching after about 66 hours without recovering anyone, and Latitude Air Ambulance says its four crew, a patient and her son are presumed dead. They were on a medical flight from Bermuda to Boston. What brought the jet down, and can investigators recover its recorders?
- Of four things we flagged to watch, three have answers. The search is suspended, the operator has declared the occupants presumed dead, and Canada's Transportation Safety Board leads the investigation. Flight recorder recovery is still open.
- The Gulfstream G100, flying as Heartbeat 104, left Bermuda at about 12:41 a.m. on October 3, and contact was lost between roughly 1 and 2 a.m.; accounts differ on the minute. The FAA alerted the Coast Guard around 2 a.m. Debris turned up overnight into Sunday.
- The debris field lies about 20 miles south of Nantucket, roughly 150 kilometers southeast of Boston, in water 80 to 90 feet deep. Searchers matched it to the aircraft but found no one, using Coast Guard planes, helicopters, boats and a cutter, plus the New York Air National Guard's 106th Rescue Wing. The flight data recorder was not among the debris recovered by Sunday's press conference.
- The Coast Guard called it off at sunset on Sunday, after about 66 hours and roughly 4,445 square miles. At the Sunday briefing the count was 2,840 square miles over 53.5 hours. Those are different points in time, not competing totals.
- Aviation analyst Keith Mackey had put the chance of survivors at slim to nil after nearly 40 hours, his own assessment. Rear Admiral Matthew Lake, who commands the Northeast District, said suspending a search is not an easy decision. Next of kin had been notified.
- The Coast Guard and Bermuda police named all six on Monday. Marilyn Lavonne Bean, 66, the patient, and her son Sergio Wayne Lottimore, 41, were from Bermuda. The Canadian crew were Captain Philip Gregory Childerhose, First Officer Thomas Henry Farquhar, flight nurse Sarah Jane Paton and respiratory therapist Jolene Beth Weir.
- Bean was being flown to Boston for medical care after a stroke the previous week, a family friend said. All four crew worked for Hamilton, Ontario-based Latitude Air Ambulance, whose president, Peter Byl, called the loss unimaginable and said the focus is supporting families and helping investigators. Bermuda's Premier David Burt said the worst fears had been realized.
- The descent figures conflict. A source puts the drop at 7,500 feet before the plane hit the water; another account says more than 10,000 feet in three minutes; flight data shows 24,000 feet down to 11,000 about 90 minutes in, then levelling off. Levelling off does not show the plane recovered.
- Canada's Transportation Safety Board leads the investigation as state of registry. It says the crew reported electrical difficulties, the aircraft descended rapidly and contact was lost south of Nantucket. The US National Transportation Safety Board takes part, and investigators deploy in the coming days to assist search and recovery.
- Flying blind and instrumentation failure have been floated, but they are hypotheses, not findings. A retired search-and-rescue coordinator cautioned that cause cannot be determined without physical evidence, and Latitude says it will not speculate. One expert called recovery from water about 90 feet deep doable. No one has confirmed that the main wreckage or any recorder has been raised, so what caused the electrical trouble and the descent remains unknown.
Quellen
78 Quellen58 Medien9 Videos2 Agenturtexte
Quellenkarte
Verfolgen Sie die Belege zu diesem Bericht. Die Karte zeigt die Zusammenhänge; die Links darunter öffnen die im Artikel zitierten Quellen.
Die Quellenkarte lädt, während Sie lesen.
Übersetzung aktualisiert:
Änderungsprotokoll
- r1Erstmals veröffentlicht.

