Justiz · Evakuierungen wegen Drohungen gegen Schulen

Bombendrohungen gegen Schulen beeinträchtigen Hunderte; grenzüberschreitende Verbindung nicht belegt

Die Polizei stufte die Drohungen in Nordirland und Schottland als Scherze ein, während bei Durchsuchungen in Ungarn und Teilen Serbiens keine Bomben gefunden wurden. Wer die Nachrichten verschickte – und welche Schulen wieder geöffnet hatten –, ist weiterhin ungeklärt.

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ThemenverlaufTag 1

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Die Kinder der St Colman’s Primary School in Lambeg, County Antrim, mussten so schnell das Gebäude verlassen, dass ihre Sachen zurückblieben. Schülerinnen und Schüler sowie Beschäftigte wurden nach einer per E-Mail eingegangenen Bombendrohung evakuiert. Der Schulleiter bezeichnete sie als „sehr ernste Sorge“ an einem Standort mit 400 Kindern und 80 Beschäftigten. Diese Zahlen beschreiben die Größe der Schule, nicht eine separat bestätigte Zahl der Evakuierten. 26 27

Andernorts wurden am Montag, dem 19. Oktober 2026, Beschäftigte in Edinburgh nach einem Fortbildungstag nach Hause geschickt, eine deutsche Abschlussprüfung in Ungarn unterbrochen und Schülerinnen und Schüler im Zuständigkeitsbereich der Polizei von Kraljevo in ganz Serbien nach Hause geschickt, während Beamte ihre Schulen durchsuchten. Die Störungen waren real, auch wenn es die angedrohten Sprengsätze nicht waren. 34 2 13

Hunderte Schulen in Nordirland, Schottland, Ungarn und Serbien waren von Bombendrohungen betroffen. Die Polizei in Nordirland und Schottland stufte die Nachrichten als Scherze ein; bei abgeschlossenen Durchsuchungen in Ungarn und Teilen Serbiens wurden keine Bomben gefunden. Ein gemeinsamer Absender oder eine Verbindung zwischen den Vorfällen in allen vier Zuständigkeitsbereichen ist jedoch nicht belegt. Es handelte sich um Vorfälle am selben Tag, nicht um eine nachweislich koordinierte Kampagne. 1 30 2 14

Die wichtigsten Fakten

  1. Bis zu 300Schulen in Nordirland, die dieselbe E-Mail meldeten 22
  2. Mehr als 300Anrufe bei Police Scotland, nicht bei Schulen 31
  3. Mehr als 70Betroffene ungarische Bildungseinrichtungen 25

Eine E-Mail, unterschiedliche Entscheidungen der Schulen

Der Police Service of Northern Ireland teilte mit, Schulen hätten gemeldet, dieselbe Nachricht mit einer „allgemein gehaltenen Drohung“ erhalten zu haben, die auch einige Schulen andernorts im Vereinigten Königreich bekommen hätten. Die Polizei „behandelte die Angelegenheit als Scherz“. Die Zahl der Empfänger ist keine Zahl der Evakuierten: Der Erhalt einer E-Mail bedeutete nicht, dass eine Schule ihre Gebäude räumte. 22

Assistant Chief Constable Ryan Henderson schätzte das Risiko für die Öffentlichkeit laut BBC als „gering“ ein. Das ist eine beruhigende Einschätzung, aber keine Aussage, dass keinerlei Risiko bestand, und auch keine gebäudeweise Aufstellung abgeschlossener Kontrollen. Auch die Education Authority bezeichnete die Nachrichten nach Rücksprache mit der Polizei als Scherze und verurteilte die Störungen. 23 25

St Colman’s war eine ausdrücklich genannte Schule, die evakuiert wurde. Aus den Berichten ging nicht hervor, ob die Schülerinnen und Schüler später zurückkehrten oder nach Hause geschickt wurden. Andernorts im County Derry lief der Betrieb an einigen Schulen normal weiter. Die unterschiedlichen Reaktionen sind wichtig: Aus der Verbreitung der E-Mail lässt sich nicht ableiten, wie viele Kinder tatsächlich die Klassenräume verließen. 26 27 29

In Schottland wurde eine separate Untersuchung durchgeführt. Mehrere Schulen in Edinburgh wurden evakuiert, und Beschäftigte, die an einem Fortbildungstag teilnahmen, wurden nach Hause geschickt. Dieses Detail verändert das Bild: In einem evakuierten Schulgebäude mussten sich nicht unbedingt volle Klassenräume mit Schülerinnen und Schülern befinden. Auch Schulen in East Renfrewshire und South Lanarkshire erhielten Nachrichten, doch allein der Empfang belegt nicht, dass diese Gebäude evakuiert wurden. 34 33

Police Scotland stufte die Drohungen als Scherz ein; spezialisierte Cybercrime-Beamte untersuchten ihre Herkunft. Die von STV genannte Zahl von mehr als 300 Anrufen misst die Nachfrage bei der Polizei, nicht die Zahl der betroffenen Schulen. Sie kann weder an die auf den ersten Blick ähnliche Zahl der Schulempfänger in Nordirland gesetzt noch zu ihr addiert werden, um eine Gesamtzahl von Schulen zu erhalten. 30 31

Bei Durchsuchungen in Ungarn wurden keine Bomben gefunden

In Ungarn hieß es in einem Bericht vom Morgen, Medien hätten E-Mails erhalten, in denen behauptet wurde, an mehr als 70 Bildungseinrichtungen seien Sprengsätze platziert worden. Das unterscheidet sich von der Darstellung aus Nordirland, wonach Schulen dieselbe Nachricht direkt erhalten hätten: Aus den Berichten geht nicht hervor, dass jede ungarische Einrichtung eine eigene E-Mail erhielt. 4 5

RTL und Euronews berichteten, dass bei Durchsuchungen in den kontrollierten ungarischen Schulen keine Bomben oder Sprengstoffe gefunden wurden. Innenminister Pósfai Gábor bezeichnete die Drohungen vom Morgen nach den polizeilichen Überprüfungen als „unbegründet“, wie Blikk berichtete. Das Nationale Ermittlungsbüro leitete Ermittlungen wegen einer terroristischen Bedrohung ein – eine Beschreibung der mutmaßlichen Straftat, zu der ermittelt wird, keine Bestätigung dafür, dass eine terroristische Gruppe Sprengstoff platziert hatte. 2 3 6

In Tatabánya durchsuchten Beamte mit einem Sprengstoffspürhund zwei Schulgebäude und fanden in keinem der beiden eine Bombe. Das Árpád Gimnázium gehörte zu den Schulen, die in dem lokalen Bericht genannt wurden. Einige Kinder warteten in Polizeibussen, wobei der Bericht ihre Schule nicht nannte. 8

Eine deutsche Abschlussprüfung in der Stadt musste unterbrochen werden; der verfügbare Bericht nannte den Prüfungsort nicht. Polizeieinsätze wurden auch in Tata und Esztergom bestätigt. Diese Berichte belegen Störungen und die Anwesenheit der Polizei, aber weder eine vollständige Liste der Evakuierungen noch die Bestätigung, dass jedes betroffene Gebäude wieder geöffnet hatte. 2 10

Das Lagebild in den serbischen Regionen bleibt lückenhaft

Aus Serbien liegen Berichte über Evakuierungen in mehreren Städten vor, aber keine bestätigte vollständige nationale Gesamtzahl. Mehrere Schulen in Belgrad wurden evakuiert. Euronews nannte die Grundschule Branko Radičević in Batajnica und die Schule Đura Daničić im Stadtteil Braće Jerković von Voždovac als Empfänger der Drohungen, machte jedoch keine separaten Angaben zu Evakuierung und Rückkehr für jede einzelne Schule. 12 18

Im Zuständigkeitsbereich der Polizei von Kraljevo erhielten 21 Grund- und weiterführende Schulen Drohungen: 18 in Kraljevo und drei in Vrnjačka Banja. Die Schülerinnen und Schüler wurden nach Hause geschickt, während die Polizei Durchsuchungen durchführte. Die Zahlen der beiden Städte sind Teil der Gesamtzahl von 21 Schulen und dürfen nicht zusätzlich dazu gezählt werden. 13

Tanjug berichtete von der Evakuierung von 20 Schulen im Raum Čačak und 27 im Raum Subotica sowie von Evakuierungen in Novi Sad und im Bezirk Südbatschka. Der Bericht umfasste auch Schulen in Prijepolje, Priboj, Nova Varoš, Niš und Leskovac. Diese Berichte aus den Regionen zeigen das Ausmaß der Störungen, erfassen aber unterschiedliche Sachverhalte und liefern keine vollständige Bilanz für Serbien. 12

Das eindeutigste lokale Ergebnis von Durchsuchungen kam aus dem Bezirk Jablanica. Die Polizei in Leskovac bestätigte Kontrollen an 30 Schulen – 28 Grundschulen und zwei weiterführenden Schulen – und dass in diesen Räumlichkeiten keine Sprengsätze gefunden wurden, berichtete TV Leskovac. Separat berichtete Politika, Drohungen gegen sieben Schulen in Niš und Aleksinac seien falsch gewesen. Keiner der beiden Berichte bestätigte, dass der Unterricht an jeder Schule wieder aufgenommen worden war. 14 15

Die Unterscheidung zwischen der Einschätzung, dass eine Drohung ein Scherz ist, einer abgeschlossenen Durchsuchung und der Freigabe zur Rückkehr ist keine Haarspalterei. Es sind unterschiedliche Fragen. Die Polizei kann eine Massen-E-Mail als Scherz einstufen, während Schulen weiterhin praktische Entscheidungen darüber treffen müssen, Gebäude zu räumen, Familien zu kontaktieren und den Schulbesuch wieder aufzunehmen. Ein negatives Durchsuchungsergebnis zeigt, was die Beamten vorgefunden haben; es sagt den Eltern für sich genommen nicht, wohin ihr Kind als Nächstes gehen soll.

Bekannt

  • Die Polizei stufte die Nachrichten aus Nordirland und Schottland als Scherze ein. Bei Durchsuchungen in Ungarn und im Bezirk Jablanica wurden keine Bomben gefunden. 2230214

Unbekannt

  • Die Identität des Absenders, eine mögliche grenzüberschreitende Verbindung und eine vollständige Aufstellung dazu, welche Schulen freigegeben wurden und den Betrieb wieder aufgenommen haben, sind weiterhin ungeklärt.

Als Nächstes

  • Gebäudespezifische Freigaben und Mitteilungen zum Schulbesuch sowie Erkenntnisse der Polizei zur Herkunft der Nachrichten.

Die unmittelbaren Folgen stehen bereits fest: In Lambeg blieben persönliche Sachen zurück, in Edinburgh wurden Beschäftigte nach Hause geschickt, in Tatabánya eine Prüfung unterbrochen und im Raum Kraljevo Schülerinnen und Schüler nach Hause geschickt. Offen ist, wer diese Störungen verursacht hat – und für viele Familien, ob ihre eigene Schule für die Wiederaufnahme des Schulalltags freigegeben wurde. 27 34 2 13

Wie ausgestrahlt 20 Zeilen
  1. Children left their belongings behind when they evacuated their school. Bomb threats disrupted hundreds of schools across Northern Ireland, Scotland, Hungary and Serbia, forcing some buildings to empty. Police treated messages as hoaxes, and completed searches in Hungary and parts of Serbia found no bombs. Who sent the threats, and do the incidents share a source?
  2. Lambeg children left school, Edinburgh staff went home, and a German examination stopped in Tatabánya. Pupils were also sent home around Kraljevo. Those disruptions happened on Monday, October nineteenth, but the response differed from place to place.
  3. Up to 300 Northern Ireland schools reported receiving the same emailed threat. Police described its wording as generalised. Some schools elsewhere in the United Kingdom received that message too. Schools made different decisions about whether to empty their buildings.
  4. St Colman’s Primary School in Lambeg, County Antrim, was evacuated. Pupils and staff left the building, and children went immediately, leaving belongings behind. The principal called the emailed threat “a very serious concern.”
  5. The principal described a site with 400 children and 80 staff. Those figures describe the school’s population. Evacuations also happened in west Tyrone and Derry, while schools in Strabane received emails. Some County Derry schools kept operating normally.
  6. Northern Ireland’s Assistant Chief Constable Ryan Henderson assessed the risk to the public as “low.” Police were investigating the emails, while the Education Authority condemned the disruption and also described the messages as hoaxes following police enquiries.
  7. Police said they were “treating the matter as a hoax.” Across Northern Ireland, receiving the email led to different school responses. The broad police assessment didn't give families an individual search result for each building.
  8. Several Edinburgh schools were evacuated, and staff attending an in-service day were sent home. That was a staff-training day, so an evacuated school building didn't necessarily contain classrooms full of pupils. Police Scotland treated the messages as a hoax.
  9. Schools in East Renfrewshire and South Lanarkshire also received messages. Specialist cybercrime officers investigated where the threats came from. The Scottish response was a separate investigation from the one in Northern Ireland.
  10. Police Scotland received more than 300 calls about the threats. That's a measure of calls. Northern Ireland’s separate figure of up to 300 measures schools reporting an email. The two figures describe different parts of the disruption.
  11. More than 70 educational institutions were affected in Hungary. Emails sent to media outlets claimed explosives had been planted at those institutions. Police searched schools and found no bombs. The National Bureau of Investigation opened an investigation into a terrorist threat.
  12. That investigation examines the threat itself. The searches found no evidence of planted explosives. The way the emails reached the public also differed from Northern Ireland, where schools reported receiving the same message directly.
  13. Interior Minister Pósfai Gábor described the morning’s threats as “unfounded” after police examinations. In Tatabánya, officers searched two school buildings with an explosives-detection dog. Both searches found no bomb.
  14. Árpád Gimnázium was one of the two schools searched in Tatabánya. A German school-leaving examination in the town had to stop. Some children waited in police minibuses. Police also took action in Tata and Esztergom.
  15. Several Belgrade schools were evacuated in Serbia. Two schools receiving threats were Branko Radičević primary in Batajnica and Đura Daničić in the Braće Jerković neighbourhood of Voždovac. Evacuations also affected Novi Sad and South Bačka District.
  16. In the Kraljevo police jurisdiction, 21 schools received threats. Eighteen were in Kraljevo and three in Vrnjačka Banja. Pupils were sent home while police searched. Around Čačak, 20 schools were evacuated, and around Subotica, 27 were evacuated.
  17. The Kraljevo jurisdiction’s 21 schools include both town figures within that total. The 20 around Čačak and 27 around Subotica describe evacuations. Serbia’s regional figures give only part of the national picture, with different measures in different places.
  18. Evacuations also affected schools in Prijepolje, Priboj, Nova Varoš, Niš and Leskovac. Schools in Bačka Palanka received threats too. Interior Ministry personnel checked buildings after pupils and staff had evacuated.
  19. Leskovac police confirmed searches at 30 schools across Jablanica District, including 28 primary and two secondary schools. Officers found no explosive devices in those buildings. Threats affecting seven schools across Niš and Aleksinac were also found to be false.
  20. The sender’s identity and any connection across the four jurisdictions remain unknown. Families also still need building-by-building clearance and return information. Edinburgh staff and pupils around Kraljevo were sent home. For many other affected schools, it isn't clear whether everyone had returned, even after searches found no bombs.

Quellen

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