Justiz · Reform der Strafverfolgung
Südkorea teilt die Befugnisse der Staatsanwaltschaft auf, doch die Übergabe ist noch nicht abgeschlossen
Die Reform durchbricht die langjährige Konzentration von Ermittlungs- und Anklagebefugnissen. Ihre unmittelbare Bewährungsprobe ist eine Behörde mit 974 unbesetzten Stellen vor dem Start, ohne dauerhaften Behördenleiter und mit noch nicht abgeschlossenen Systemen zur Fallübertragung.
Video in der Originalsprache
Transkript · WIRD GELADEN
Aus dem englischen Original übersetzt.
ThemenverlaufTag 3
1 Bericht14 Medien31 Quellen1 Video
Jahrzehntelang stand Südkoreas Strafverfolgungssystem in der grundlegenden Kritik: Diejenigen, die über die Erhebung von Anklage entschieden, kontrollierten zugleich die Ermittlungen. Kritiker bemängelten, dass sich dadurch Macht konzentrierte, die mitunter politischen Zwecken diente. Am 2. Oktober 2026 nahm das Land eine andere Ordnung in Betrieb. Staatsanwälte verloren ihre gewöhnliche Befugnis zu direkten Ermittlungen. Die Behörde, die bestimmte Ermittlungen zu schweren Straftaten übernahm, öffnete jedoch ohne dauerhaften Behördenleiter; die Einstellung von Personal und der Aufbau grundlegender Systeme waren noch nicht abgeschlossen. 1 8
Die Ermittlungsbehörde für schwere Straftaten und die neu strukturierte Staatsanwaltschaft lösten nach 78 Jahren die frühere Organisation der Staatsanwaltschaft einschließlich der Obersten Staatsanwaltschaft ab. Ihr Start bedeutet eine erhebliche Neuverteilung von Befugnissen – ist aber noch kein Beleg dafür, dass Fälle künftig gerechter oder effizienter durch die Institutionen bearbeitet werden, die nun gemeinsam für sie zuständig sind. 2 11
Die deutlichste Lücke bei der Einsatzbereitschaft betrifft das Personal. Herald Business berichtete am 1. Oktober, dass 1,900 der geplanten 2,874 Stellen der Ermittlungsbehörde besetzt waren. Damit waren 974 Stellen unbesetzt, etwa 33.9 Prozent der vorgesehenen Belegschaft. Dies ist die letzte ausdrücklich genannte Zahl vor dem Start, keine unabhängig aktualisierte Zählung vom Eröffnungstag. 21
Die wichtigsten Fakten
Diese genauen Zahlen stützen die gerundete Beschreibung von NHK, wonach etwa zwei Drittel der Stellen der Behörde besetzt sind. Der Einstellungsrahmen sah vor, dass Polizeibedienstete und Juristen die übrigen Stellen besetzen sollten; ein belegtes Datum, bis zu dem die Behörde vollständig besetzt sein wird, gibt es jedoch nicht. 1 4
Wer ermittelt und wer Anklage erhebt
Die allgemeine Aufteilung ist klar. Die neue Behörde ermittelt bei bestimmten schweren Straftaten. Die Polizei übernimmt gewöhnliche strafrechtliche Ermittlungen, etwa bei Körperverletzungen und Diebstählen. Die Staatsanwaltschaft bewertet die Beweise, entscheidet über eine Anklage und vertritt die Anklage vor Gericht. Auch das Amt für Korruptionsermittlungen gegen hochrangige Amtsträger bleibt eine Ermittlungsbehörde; die Reform gibt der neuen Behörde nicht die ausschließliche Kontrolle über jeden schweren Fall. Genaue Regeln für Fälle mit sich überschneidenden Zuständigkeiten gehen aus den verfügbaren Berichten nicht hervor. 1 11
Berichte zur Umsetzung nennen sechs Kategorien schwerer Straftaten, für die die Behörde zuständig ist: Korruption, Wirtschaftskriminalität, Straftaten in der Rüstungsindustrie, Drogendelikte, Aufruhr und ausländische Aggression sowie Cyberkriminalität. Zusätzlich wird ein als Rechtsverzerrung bezeichnetes Delikt genannt, auf Koreanisch 법왜곡죄. Die genauen gesetzlichen Tatbestandsmerkmale sind hier nicht belegt. 17
Der Behörde sind außerdem ergänzende Ermittlungen zu sieben Kategorien von Straftaten gegen gefährdete Menschen übertragen, darunter Kindesmisshandlung und Sexualdelikte. Die vollständige Liste liegt nicht vor. Entscheidend ist, dass diese Aufgabe der Ermittlungsbehörde zukommt: Sie ist kein Beleg für eine dauerhafte Ausnahme, die es Staatsanwälten erlaubt, eigene direkte Ermittlungen wieder aufzunehmen. Staatsanwälte können stattdessen ergänzende Ermittlungen oder erneute Ermittlungen durch die Polizei beantragen. 17
Es gibt jedoch eine befristete Einschränkung für die Behauptung, alle Staatsanwälte hätten sofort sämtliche Ermittlungen eingestellt. Korean Yonhap berichtet über ein Gesetz, das ausgewählten laufenden Ermittlungen eine Fortsetzung von bis zu 90 Tagen erlaubt, darunter Fälle im Zusammenhang mit den Kommunalwahlen vom 3. Juni, bei denen die Verjährungsfristen näher rückten. Die vollständigen Regeln für die erfassten Fälle und der Beginn des Zeitraums sind nicht belegt. Es handelt sich um eine berichtete Übergangsregelung für übernommene Fälle, nicht um eine allgemeine Frist, eine dauerhafte Wiederherstellung der Ermittlungsbefugnisse oder eine Messung von Bearbeitungsverzögerungen. 12
Staatsanwälte behalten neben der Anklageerhebung erhebliche Aufgaben: die Vollstreckung von Strafen, den Schutz von Opfern, die Einziehung krimineller Erträge und die Vertretung öffentlicher Interessen. Die Staatsanwaltschaft schaffte 42 Abteilungen für direkte Ermittlungen ab und wandelte deren Aufgaben in 29 Abteilungen für die Verfolgung schwerer Straftaten um; außerdem richtete sie Abteilungen ein, die Entscheidungen der Polizei prüfen, Fälle nicht weiterzuleiten. Die Zahlen 42 und 29 beziehen sich auf unterschiedliche Aufgabenbereiche und sind kein direkter Vergleich der Personalreduzierung. 14
Auch bei der Beantragung von Haftbefehlen spielen Staatsanwälte weiterhin eine Rolle; Berichte zur Umsetzung beschreiben, dass Verdächtige vor solchen Anträgen vernommen werden. Daraus folgt weder eine uneingeschränkte Ermittlungsbefugnis noch die Befugnis, Zwangsmaßnahmen bei Ermittlungen persönlich durchzuführen. Diese Unterscheidung ist wichtig: Die Trennung von Ermittlungen und Strafverfolgung bedeutet nicht, dass Staatsanwälte bei jedem folgenreichen Schritt vor dem Prozess außen vor sind. 14
Start ohne dauerhafte Behördenleiter
Beide Nachfolgeinstitutionen nahmen ohne dauerhafte Behördenleiter ihre Arbeit auf, Berichten zufolge aber unter kommissarischer Führung. Es besteht also eine erhebliche Führungslücke, aber nicht gänzlich fehlendes Management. Kim Ji-yong, auch als Kim Jiyong wiedergegeben, ist weiterhin als erster Behördenleiter der Ermittlungsbehörde nominiert. 8 19
Präsident Lee Jae-myung billigte am 1. Oktober den Antrag auf eine parlamentarische Anhörung zur Bestätigung der Nominierung, berichtete SBS am 2. Oktober. Lee sagte, er werde seine endgültige Entscheidung über die Ernennung nach der Anhörung treffen. Ein Termin für die Anhörung oder die Ernennung steht nicht fest. Die Billigung eines Anhörungsantrags ist keine parlamentarische Zustimmung zu einer Ernennung; aus den verfügbaren Gesetzesbelegen geht nicht hervor, ob eine befürwortende Zustimmung des Parlaments oder ein positives Anhörungsergebnis rechtlich erforderlich ist. 20 30
Berichten zufolge lehnen Hardliner in der Regierungspartei Kim ab; außerdem gibt es Bedenken oder Vorwürfe gegen ihn. Das Präsidialamt erklärte, die Vorwürfe seien nicht schwerwiegend genug, um ihm die Gelegenheit zur Stellungnahme zu verwehren. Ihr konkreter Inhalt ist im verifizierten Material nicht angegeben. Weder ihr Wahrheitsgehalt noch ihre Rolle als alleinige Ursache der Verzögerung sind belegt. 18 23
Jeon Jong-min, stellvertretender Behördenleiter oder Vizeverwalter der Behörde, hielt die Antrittsrede; Choi Jae-min wurde zum Leiter ihres Büros in Seoul bestimmt. Keines der beiden Ämter macht seinen Inhaber zum dauerhaften Behördenleiter. In den verfügbaren Berichten wird Jeon nicht ausdrücklich als kommissarischer Behördenleiter bezeichnet; auch die kommissarischen Leiter beider Institutionen werden nicht abschließend benannt. 29 31 8
Vorbereitung ist nicht dasselbe wie Einsatzbereitschaft
Der Start war keine über Nacht improvisierte Verwaltungsmaßnahme. Nach den Vorbereitungsmaterialien der Regierung stammt die Änderung des Gesetzes über die Regierungsorganisation aus dem Oktober 2025; die maßgeblichen Gesetze für die Nachfolgeinstitutionen stammen aus dem März 2026. Die Nationalversammlung verabschiedete am 17. September 51 Folgegesetze, und vor der Abschaffung wurden 126 Präsidialverordnungen geändert. Diese Meilensteine belegen umfangreiche Vorbereitungen, aber weder den genauen gesetzlichen Inkrafttretenszeitpunkt noch, dass alle betrieblichen Voraussetzungen erfüllt waren. 13 6 3
Der stellvertretende Innen- und Sicherheitsminister Kim Min-jae hielt am 4. August eine Unterrichtung zu den Vorbereitungen; Minister Yun Ho-jung nahm am 2. Oktober in Seoul an der Eröffnungszeremonie und der Enthüllung des Behördenschilds teil. Die Beteiligung des Ministeriums und die Empfehlung seines Ministers, Kim zum Behördenleiter zu ernennen, ersetzen keine belegte gesetzliche Darstellung der ministeriellen Zuordnung und Aufsichtsbefugnisse der beiden Nachfolgeinstitutionen. Diese Rechtsfragen sind weiterhin nicht vollständig geklärt. 13 9 30
Unmittelbarere Hindernisse betreffen die Räumlichkeiten und Computer. Seoul Economic Daily berichtete, dass am Hauptsitz und im Seoul-Büro der Behörde weiter gebaut wurde; die Fertigstellung wurde für Anfang nächsten Jahres angekündigt – Anfang 2027, ohne genaues vertragliches Fristdatum. Computerprobleme behinderten die Übernahme von Fällen aus der Staatsanwaltschaft; eine Verbindung zum KICS-Netzwerk der Polizei war noch nicht eingerichtet. Haftbefehle müssten möglicherweise auf Papier eingereicht werden. Das war eine Möglichkeit, keine Bestätigung dafür, dass bereits alle Haftbefehle von Hand bearbeitet wurden. 29
Über Verzögerungen bei der Fallbearbeitung wurde vielfach berichtet, doch die Belege liefern weder eine belastbare landesweite Gesamtzahl anhängiger Fälle noch eine durchschnittliche Verzögerungsdauer, einen Vorher-nachher-Vergleich oder eine Zahl überfälliger Fälle. Unbesetzte Stellen und Probleme bei der Fallübertragung sind konkrete Einschränkungen. Sie belegen nicht, wie viel Verzögerung jeweils dadurch verursacht wurde, ob die Reform für alle bestehenden Verzögerungen verantwortlich ist oder wie lange die Bearbeitung eines einzelnen Falls dauern wird. 1 29
Diese Bewährungsprobe ist noch nicht bestanden. Dauerhafte Ernennungen, Personalgewinnung, zuverlässige Fallübertragungen und funktionierende Verbindungen zu den Polizeisystemen sind weiterhin ungeklärt. Die Reform hat verändert, wer die Befugnisse innehat. Als Nächstes müssen die Zuständigkeiten so umgesetzt werden, dass die Fälle der Menschen nicht zwischen den für Ermittlungen und Strafverfolgung verantwortlichen Stellen liegen bleiben.
Für diesen Bericht verwendete Quellen
NHK WORLD-JAPAN: Bericht über Reform und Start, 2. Oktober. 1
Yonhap: Nachfolgeinstitutionen nehmen ihre Arbeit auf. 2
Asia Business Daily: 126 Änderungen an Präsidialverordnungen. 3
Herald Business: Personalrahmen und Aufgaben zum Schutz gefährdeter Opfer. 4
Asia Business Daily: Aufgaben des nominierten ersten Behördenleiters. 5
NOCUTNEWS: 51 Folgegesetze verabschiedet. 6
Asia Business Daily: Zuständigkeiten für Ermittlungen und Strafverfolgung. 7
Herald Business: Start ohne dauerhafte Behördenleiter. 8
Yonhap: Fotos von der Eröffnungszeremonie. 9
SBS: Start der Nachfolgeinstitutionen. 10
Korea Times: Abschaffung nach 78 Jahren. 11
Korean Yonhap: Übergangsregelungen und übernommene Ermittlungen. 12
Regierungsbriefing zur Politik: Vorbereitungen der Behörde. 13
Financial News: Abteilungen und Aufgaben der Staatsanwaltschaft. 14
Yonhap: Kabinettsbeschluss vom August zu Änderungen der Ermittlungsbefugnisse. 15
Financial News: Start und Einsatzbereitschaft der Ermittlungsbehörde. 16
Financial News: Ermittlungszuständigkeit und Verfahrensänderungen. 17
Asia Business Daily: Billigung des Anhörungsantrags. 18
Herald Business: Äußerungen des nominierten Behördenleiters Kim Ji-yong. 19
SBS: Antrag auf eine Anhörung zur Bestätigung der Nominierung. 20
Herald Business: Personalstand und Führungspositionen vor dem Start. 21
Yonhap: Fotos des nominierten Behördenleiters. 22
Asia Business Daily: Umgang des Präsidenten mit Kims Ernennung. 23
SBS: Unbesetzte Führungspositionen und Stellungnahme des Präsidialamts. 24
Seoul Economic Daily: Reformversprechen des nominierten Behördenleiters. 25
Korea Herald: Antrag auf eine parlamentarische Anhörung. 26
Korea JoongAng Daily: Start und Lücken bei der Einsatzbereitschaft. 27
Yonhap: Antrag auf eine Anhörung zur Bestätigung der Nominierung. 28
Seoul Economic Daily: Räumlichkeiten, Systeme und Führungspositionen. 29
NewsPim: Lees Entscheidung über die Ernennung nach der Anhörung. 30
CHOSUNBIZ: Antrittsrede von Jeon Jong-min. 31
Wie ausgestrahlt 20 Zeilen
- South Korea has stripped prosecutors of their ordinary power to investigate crimes themselves.
- The agency taking over serious-crime investigations opened without a permanent chief. Its latest pre-launch staffing count leaves 974 planned positions vacant, while computer problems hamper case transfers.
- Can the new system move serious cases to court while its staffing, leadership and infrastructure remain unfinished?
- The staffing gap amounts to roughly one-third of the investigation agency’s intended workforce. Of 2,874 planned positions, 1,900 were filled in the October 1 count: approximately 66.1 percent staffed and 33.9 percent vacant. Those exact figures support the rounded description of an agency about two-thirds staffed. They are not a fresh opening-day personnel tally. No independently updated count establishes how many additional employees, if any, arrived by launch. The recruitment framework envisages police personnel and lawyers filling remaining posts, but there is no verified deadline for reaching full strength.
- The two successor institutions began operating on October 2, 2026. The Serious Crime Investigation Agency and the restructured Prosecution Service replaced the former prosecutors’ organization, including the Supreme Prosecutors’ Office, after 78 years. The operational launch is established; the precise statutory commencement clause is not.
- Police still investigate ordinary crimes such as assaults and thefts. The new agency investigates specified major offenses, while prosecutors assess the resulting evidence, decide whether to bring charges and prosecute in court. Prosecutors have also lost their own direct supplementary-investigation power. They can request supplementary investigation or reinvestigation by police instead. The Corruption Investigation Office for High-ranking Officials remains part of the investigative system, too. This is not a transfer of every serious case exclusively to the new agency: the precise rules for allocating overlapping cases remain unestablished.
- The agency’s remit includes six major-crime categories: corruption, economic crime, defense-industry crime, drug crime, insurrection and foreign aggression, and cybercrime. It also includes an offense described as distortion of the law, called 법왜곡죄 in Korean. Its exact statutory elements are not established.
- Supplementary investigations involving seven categories of crimes against vulnerable people also belong to the investigation agency. These include child abuse and sexual offenses, although the complete seven-category list is unavailable. That responsibility does not establish a permanent exception allowing prosecutors to resume direct investigations themselves.
- Some investigations already underway may nevertheless continue for up to 90 days under a temporary transition provision. These include cases concerning the June 3 local elections that were approaching limitation deadlines. The complete eligibility rules and the period’s starting point are not established, so 90 days cannot be treated as a universal deadline for every outstanding case. Nor is it a measured case-processing delay. It is a limited carryover allowance, not a permanent restoration of prosecutors’ general investigative authority.
- The prosecution service removed 42 direct-investigation departments and converted functions into 29 major-crime prosecution departments. Those numbers describe different organizational functions, not a like-for-like staffing cut. New departments will review police decisions not to refer cases for prosecution. Prosecutors also retain responsibilities for sentence enforcement, victim protection, recovery of criminal proceeds and public-interest representation. They retain a role in seeking detention warrants, including suspect interviews before such requests. That warrant role does not establish unrestricted investigative power or authority to personally execute compulsory investigative measures.
- The reform separates powers that prosecutors previously held together. The National Assembly approved it after decades of criticism that prosecutors exercised excessive authority and sometimes used it for political purposes. Legal experts disagree over whether removing their investigative authority is warranted. Institutional separation addresses that concentration of power; it does not prove that political interference has ended, or that the replacement system will automatically be fairer or faster.
- The launch followed 51 follow-up bills and revisions to 126 presidential decrees. The bills passed on September 17; the decree revisions preceded abolition of the old organization. The Government Organization Act had been amended in October 2025, followed by laws governing the successor institutions in March 2026. Interior and Safety Vice Minister Kim Min-jae delivered an August 4 preparation briefing. Minister Yun Ho-jung attended the October 2 launch ceremony and plaque unveiling in Seoul. Those milestones establish substantial preparation and administrative involvement, not that every operational requirement was ready.
- Both new institutions opened without permanent chiefs, although acting leadership was in place. That is a leadership gap, not an absence of all management.
- Kim Ji-yong remains the nominee for the investigation agency’s inaugural chief. President Lee Jae-myung approved a request for a parliamentary confirmation hearing on October 1 and reserved his final appointment decision until after that hearing. Approval of the hearing request is not parliamentary approval of the appointment. Whether an affirmative Assembly consent vote or a favorable hearing outcome is legally required remains unresolved. There is no established hearing or appointment date. Kim faces opposition from ruling-party hardliners and concerns or allegations whose underlying substance is not specified in the verified material. Their truth, and whether they alone caused the delay, are not established.
- Jeon Jong-min is the agency’s deputy chief or vice administrator and delivered launch remarks. He is not expressly established as its acting chief. Choi Jae-min was selected to head the Seoul office, not the whole agency. The identities of the acting heads of both institutions are not conclusively established in those capacities.
- The Interior and Safety minister recommended Kim, but that recommendation and the ministry’s preparation work do not settle the agency’s statutory oversight arrangements. The precise legal placement and ministerial powers governing both successor institutions, including their Interior and Safety and Justice leadership lines, remain incompletely established. Different English translations of the investigation agency’s name do not mean additional successor agencies exist.
- Computer-system problems are hampering transfers of prosecution cases, and a connection to the police KICS network has not yet been established. Warrants might have to be filed on paper; that is a possibility, not proof that every warrant is already processed manually. Construction at the agency headquarters and Seoul office is continuing, with completion described as early 2027 rather than an exact contractual deadline. The extent of unfinished work, specific software defects and number of affected cases are not established.
- Case-processing delays have been widely reported, but there is no defensible national backlog total, average delay, before-and-after comparison or count of overdue cases. The vacancies and transfer problems are concrete constraints. They do not establish how much delay each caused, whether the reform caused all existing delays, or how long an individual case will take.
- For people reporting child abuse, sexual offenses, corruption or financial wrongdoing, a formally open agency is not the same as an investigation progressing. Suspects also have a stake in how quickly allegations can be tested rather than left unresolved. No verified account establishes that a particular case was lost or a specific victim denied protection because of these launch gaps.
- The answer to whether this system can move serious cases forward is not yet established: the division of responsibilities is operational, but its effect on case-processing times remains unmeasured. Permanent appointments, recruitment, reliable case transfers and a working police-system link remain unfinished. There is no confirmed hearing date, full-staffing deadline or exact infrastructure-completion date.
Quellen
31 Quellen14 Medien1 Video1 Agenturtext
Quellenkarte
Verfolgen Sie die Belege zu diesem Bericht. Die Karte zeigt die Zusammenhänge; die Links darunter öffnen die im Artikel zitierten Quellen.
Die Quellenkarte lädt, während Sie lesen.
Übersetzung aktualisiert:
Änderungsprotokoll
- r1Erstmals veröffentlicht.
