Justiz · Fall Tumbler RidgeFortlaufendes Thema · Bericht 2 von 2
Richterin verweigert Bryant im Fall Tumbler Ridge wegen Risiken bei der Online-Überwachung die Freilassung
In Tumbler Ridge wurden acht Opfer getötet. Die US-Amerikanerin, die beschuldigt wird, der Schützin geholfen zu haben, bleibt in Haft, nachdem eine Richterin Internetbeschränkungen für unzureichend befunden hatte, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.
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7 Tage später
Damals
US-Amerikaner wegen mutmaßlicher Hilfe nach Beginn der Tötungen in Tumbler Ridge angeklagtWas wir als offen bezeichnet hatten
Die Vorwürfe sind vor Gericht nicht bewiesen worden. Eine öffentliche Stellungnahme der Verteidigung, ein abschließender Ausgang der Transaktion mit dem Feuerzeug oder eine nachgewiesene umfassendere Verschwörung sind nicht bekannt.
Noch offenDie Verteidigung erklärt nun, Bryant habe mit der Polizei kooperiert, sei nicht vorbestraft und verfüge über starke Bindungen im Westen des Bundesstaats Washington. Die Vorwürfe sind weiterhin nicht bewiesen; Ausgang der Transaktion mit dem Feuerzeug und mögliche umfassendere Verschwörung bleiben ungeklärt. 27
Bei der Haftanhörung geht es um die Haft, nicht um die Schuld. Eine vorläufige Anhörung ist für den 20. Oktober um 13:00 Uhr pazifischer Sommerzeit beziehungsweise 20:00 UTC angesetzt, sofern nicht zuvor eine Anklage einer Grand Jury den Verfahrensweg ändert.
Noch offenTheiler verweigerte Bryant am 13. Oktober aus Gründen der öffentlichen Sicherheit die Freilassung und entschied damit über die Haft, nicht über die Schuld. Der zuvor angekündigte Termin der vorläufigen Anhörung am 20. Oktober wurde nicht unabhängig bestätigt; ebenso wenig ist belegt, dass er durch eine Anklage einer Grand Jury ersetzt wurde. 810
Jetzt
In Tumbler Ridge wurden acht Opfer getötet. Die US-Amerikanerin, die beschuldigt wird, der Schützin geholfen zu haben, bleibt in Haft, nachdem eine Richterin Internetbeschränkungen für unzureichend befunden hatte, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.
Was sich bewegt hat
- Theiler verweigert die Freilassung vor dem Prozess wegen Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Sicherheit.
Acht Opfer: fünf Schüler, eine Lehrkraft und zwei Familienangehörige, die zu Hause getötet wurden. Das ist das menschliche Ausmaß des Angriffs vom 10. Februar in Tumbler Ridge, British Columbia. Vor einem US-Gericht steht nun die Frage, ob eine Frau jenseits der Grenze dabei geholfen hat – und ob sie sicher außerhalb des Gewahrsams auf ihren Prozess warten kann. 1 13
Am Dienstag, dem 13. Oktober 2026, verweigerte US-Magistratsrichterin Mary Alice Theiler James Cody Bryant die Freilassung vor dem Prozess. Sie kam zu dem Schluss, dass Auflagen wie Internetbeschränkungen die Sicherheit der Bevölkerung nicht gewährleisten könnten. Bryant bleibt in Bundesgewahrsam. Die Entscheidung regelt vorerst die Frage der Haft, nicht die strafrechtliche Verantwortung: Sie gilt als unschuldig, und der Verschwörungsvorwurf wurde nicht in einem Prozess bewiesen. 2 8 10
HeyDay News berichtete am 7. Oktober, Bryant sei am Vortag in Bellingham, Washington, festgenommen und im Zusammenhang mit den Tötungen angeklagt worden. Die wichtige Änderung ist die verweigerte Freilassung. Nun liegt auch eine öffentliche Stellungnahme der Verteidigung vor, die in unserem früheren Bericht fehlte: Bryants Anwalt sagt, sie habe mit der Polizei kooperiert, sei nicht vorbestraft und verfüge über starke Bindungen im Westen des Bundesstaats Washington. 7 2
Laut aktueller Gerichtsberichterstattung ist Bryant 30 Jahre alt, tritt auch unter dem Namen Melody Bryant auf und verwendet die Pronomen sie/ihr. Es gibt eine Schreibabweichung, die klar benannt werden sollte: Im Bericht von Global News vom 14. Oktober steht James Cody Bryant; im Bericht von CTV News vom 14. Oktober steht James Cody Bryan. In der Strafanzeige ist der Name als Bryant geschrieben, mit einem abschließenden t. 6 8 2 1 9
Von der Strafanzeige zur fortdauernden Haft
- 2. Oktober 20269
Eine bundesweite Strafanzeige wirft Bryant Verschwörung zum Mord an Personen in einem fremden Land vor.
- 6. Oktober 202611
Bryant wird in Bellingham festgenommen.
- 13. Oktober 20262810
Theiler verweigert die Freilassung vor dem Prozess wegen Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Sicherheit.
Warum Internetbeschränkungen nicht ausreichten
Im Mittelpunkt des Konflikts bei der Haftanhörung standen die Darstellung der Verteidigung zu Kooperation und Verwurzelung vor Ort sowie die Einschätzung der Staatsanwaltschaft zur anhaltenden Gefahr. The Globe and Mail berichtete, die Verteidigung habe erklärt, Bryant habe seit den Schüssen im Februar vollständig mit der Polizei kooperiert. Das ist ein Argument für ihre Freilassung, kein Eingeständnis, dass sie an der Tat beteiligt war. 7
Der stellvertretende US-Staatsanwalt Todd Greenberg argumentierte, Bryant sei fluchtgefährdet und stelle eine Gefahr für die Öffentlichkeit dar. CBC berichtete, er habe außerdem Probleme mit Substanzmissbrauch und Bedenken hinsichtlich der psychischen Gesundheit angesprochen. Das waren Vorbringen der Staatsanwaltschaft, keine gesicherten klinischen Diagnosen. Ebenso sollte sein Argument zur Fluchtgefahr nicht als gesondert bestätigte gerichtliche Feststellung in diesem Punkt dargestellt werden. 4
Die Berichten zufolge von Theiler angeführte Begründung konzentrierte sich auf die öffentliche Sicherheit und die Schwierigkeit, Bryants Online-Verhalten zu überwachen. Internetbeschränkungen wurden ausdrücklich als unzureichende Schutzmaßnahme bezeichnet. Der praktische Unterschied ist wichtig: Eine Auflage, die bestimmte Aktivitäten untersagt, ist nicht dasselbe wie ein zuverlässiges Mittel, sie zu erkennen und zu verhindern. 2 10
Global News berichtete, Mitbewohner hätten erklärt, in Bryants Haus in Bellingham seien noch fünf Computer sowie mehrere weitere internetfähige Geräte gewesen. Dabei handelt es sich um Angaben von Mitbewohnern, nicht um ein verifiziertes Inventar. Die genaue Zahl der anderen Geräte ist unbekannt; ihre Anwesenheit belegt nicht, dass jedes von ihnen – oder ein bestimmtes Gerät – bei einer Straftat benutzt wurde. 2
Auch die verfügbare Darstellung hat Grenzen. Der vollständige vorgeschlagene Freilassungsplan und der schriftliche Haftbefehl sind hier nicht belegt. Aus der Berichterstattung geht nicht hervor, ob GPS- oder elektronische Überwachung vorgeschlagen wurde, wie genau die Aufsicht geregelt werden sollte oder wie das Gericht jede mögliche Auflage bewertete. Sie stützt die engere Schlussfolgerung, dass Theiler die Auflagen für unzureichend hielt, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten, nicht aber die Behauptung, jedes denkbare Überwachungssystem sei geprüft worden. 10
Der Vorwurf geht über eine Bekanntschaft im Internet hinaus
Die als Dokument 1 im Verfahren 2:26-mj-00618-BAT eingereichte Beschwerde enthält einen Anklagepunkt: Verschwörung zum Mord an Personen in einem fremden Land gemäß 18 U.S.C. § 956(a)(1) und (a)(2)(A). Darin wird eine Verschwörung in Whatcom County behauptet, die im August 2025 oder davor begann und bis zum oder ungefähr bis zum 10. Februar 2026 andauerte. In früheren Verfahrensschritten nennt die Beschwerde Magistratsrichter Brian A. Tsuchida; Theiler traf die Haftentscheidung. 9 10
Bei einer Verurteilung droht Bryant für den Vorwurf eine Höchststrafe von lebenslanger Haft. Es wurde keine Strafe verhängt, und die Höchststrafe ist keine Prognose der zu erwartenden Bestrafung. In der verfügbaren Berichterstattung ist kein Prozesstermin genannt. 2
Laut Berichten standen Bryant und der Schützin Jesse Van Rootselaar etwa sechs Monate vor dem Angriff in Kontakt. Die Staatsanwaltschaft wirft Bryant vor, über mehrere Monate bei der Planung der Tötungen geholfen, Van Rootselaar beraten, finanzielle Unterstützung geleistet und angeboten zu haben, den Angriff per Livestream zu übertragen. Dabei handelt es sich weiterhin um Vorwürfe. Ein Angebot, einen Livestream zu übertragen, belegt nicht, dass es tatsächlich einen Livestream gab. 15 1 2
In unserem Bericht vom 7. Oktober beschrieben wir den Vorwurf, der diesen Fall zu mehr als einer bloßen Bekanntschaft mit einer späteren Angreiferin macht: Die Staatsanwaltschaft erklärte, Bryant habe auch nach der Tötung der ersten beiden Opfer weiter geholfen. Dem damaligen Bericht zufolge beriet Bryant Van Rootselaar, nachdem diese ihre Mutter und ihren 11-jährigen Halbbruder zu Hause getötet hatte und das Auto, mit dem sie zur Schule fahren wollte, nicht starten konnte. Die Haftentscheidung bestätigt diese Nachrichten oder ihre Auswirkungen nicht selbst.
An der Tumbler Ridge High School wurden fünf Schüler und eine Lehrkraft getötet, zusätzlich zu den beiden Opfern zu Hause. Acht ist die Zahl der Opfer; dass darin die Schützin enthalten ist, ist nicht belegt. Die Staatsanwaltschaft muss weiterhin beweisen, dass Bryant durch ihre Unterstützung des Angriffs strafrechtlich verantwortlich ist; das Ausmaß des Verlusts kann diesen Beweis nicht ersetzen. 1 13
Was nach der Haftentscheidung offenbleibt
Der Vorwurf finanzieller Unterstützung klärt die in unserem früheren Bericht erwähnte Transaktion mit dem Feuerzeug nicht auf. Betrag, Zeitpunkt, Zahlungsmethode, vorgeschlagene Bedingungen, Abschluss und Verwendung etwaiger Gelder sind weiterhin nicht belegt. Aus dem verfügbaren Material geht auch keine nachgewiesene umfassendere Verschwörung mit weiteren Beteiligten hervor. Das Fehlen solcher Belege beweist nicht, dass es keine weiteren Beteiligten gab.
In unserem früheren Bericht wurde der 20. Oktober um 13:00 Uhr pazifischer Sommerzeit – 20:00 UTC – als Termin für die vorläufige Anhörung genannt, sofern eine Grand-Jury-Anklage den Verfahrensweg nicht änderte. Die aktuelle Berichterstattung hat diesen Termin nicht unabhängig bestätigt, und es ist keine zwischenzeitliche Anklage oder Verfügung belegt, die ihn bestätigt, ändert oder aufhebt. Eine vorläufige Anhörung ist kein Prozess. Der nächste Verfahrensschritt muss überprüft werden; als gesicherte Änderung gilt, dass Bryant während des weiteren Verfahrens in Haft bleibt. 8
Quellen und Gerichtsakten
CTV News, Bericht zur Haftentscheidung vom 14. Oktober 1; Global News, Bericht zur Haftentscheidung vom 14. Oktober 2.
Strafanzeige, bereitgestellte Kopie der Gerichtsakte 5; KOMO, Berichterstattung zu Haft und Identität 6.
The Globe and Mail, Argumentation der Verteidigung zur Kooperation 7; The Seattle Times, AP-Bericht zur Haftentscheidung 8.
US-Justizministerium, Strafanzeige, Dokument 1 9; zusätzlicher Verweis auf einen Bericht zur Haftentscheidung 10.
TheRegional, Bericht zu Festnahme und Gerichtsunterlagen 11; CJDC-TV, Bericht zur Haftentscheidung 12.
Barrie360, Bericht der Canadian Press zu FBI-Details 13; Associated Press, früherer Bericht zu den Vorwürfen 14.
The Independent, Bericht zu mutmaßlicher Planung und Kommunikation 15; CityNews Toronto, Bericht zur Haftentscheidung 16.
Global News, früherer Bericht zum Vorwurf finanzieller Unterstützung 17; UPI, Bericht zu Festnahme und Anklage 18.
Wie ausgestrahlt 15 Zeilen
- On October 7 we reported Bryant's arrest. Now a judge has refused her release. She faces a charge carrying up to life in prison over eight killings. Why couldn't release conditions satisfy the court?
- U.S. Magistrate Judge Mary Alice Theiler ordered Bryant detained on October 13. She concluded that release conditions couldn't ensure community safety. The case concerns alleged help given to the Tumbler Ridge shooter. Bryant is presumed innocent, and prosecutors still have to prove the conspiracy charge.
- The court names the accused James Cody Bryant, with a final T. She also uses the name Melody Bryant and she/her pronouns. Bryant is 30 and lives in Bellingham, Washington.
- Bryant was arrested in Bellingham on October 6. The criminal complaint had been filed four days earlier, on October 2. It charges one count of conspiracy to murder persons in a foreign country. A conviction could bring a maximum sentence of life in prison.
- Prosecutor Todd Greenberg argued that Bryant posed a flight risk and a danger to the public. He also raised substance-abuse issues and mental-health concerns. Those were concerns he asked the judge to consider. He didn't present an established clinical diagnosis.
- The defense says Bryant has cooperated fully with police since the February shooting. Her lawyer also says she has no criminal record and strong ties in Western Washington. The defense offered that cooperation as a reason to release her while the case proceeds.
- Roommates say five computers remained at Bryant's home, along with other internet-connected devices. That count comes from the roommates. Theiler concluded there was no way to ensure Bryant's online behavior would be monitored if she were released.
- Internet restrictions couldn't satisfy the judge's public-safety concerns. The detention decision keeps Bryant in custody as the prosecution advances. Theiler made that decision; Magistrate Judge Brian Tsuchida appears in the earlier complaint proceedings.
- The complaint places the alleged conspiracy in Whatcom County, Washington. The killings happened across the border in Tumbler Ridge, British Columbia. The federal proceedings are in Seattle, where the court is considering whether Bryant helped an attack in another country.
- The complaint alleges a conspiracy beginning in or before August 2025 and continuing until about February 10, 2026. Police say Bryant and Jesse Van Rootselaar communicated for about six months before the attack. Prosecutors allege Bryant helped plan the killings, advised Van Rootselaar and provided financial assistance.
- Prosecutors also allege Bryant offered to help livestream the attack. They must prove what she agreed to do and how she participated. The offer is part of their accusation; nobody has confirmed that a livestream actually happened.
- Prosecutors allege Bryant kept helping after Van Rootselaar killed her mother and 11-year-old half-brother at home. They say Van Rootselaar couldn't start the car she intended to use to reach the school, and Bryant advised her. That allegation puts assistance after the first killings at the center of the case.
- The February 10 attack killed eight victims. Five students and one teacher died at Tumbler Ridge High School. Van Rootselaar's mother and half-brother died at home. The criminal case must determine whether Bryant bears responsibility for helping those killings happen.
- The financial-assistance allegation still leaves a previously described lighter transaction unresolved. We don't know whether that transaction was completed or how any money was used. Prosecutors must prove the alleged assistance, including the messages and actions they say connected Bryant to the attack.
- A preliminary hearing was previously scheduled for October 20 at one in the afternoon in Seattle. Its current status isn't yet confirmed. A grand jury indictment could change that step. No trial date has been set.
Quellen
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