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Katastrophen · Evakuierung der Caxton WorksFortlaufendes Thema · Bericht 2 von 2

Alle fünf Blöcke der Caxton Works sollen evakuiert werden – aber wer bezahlt das Leben anderswo?

Die Evakuierungsanweisungen gelten nun für alle fünf Blöcke der Caxton Works. Da Hotelrechnungen Berichten zufolge im Voraus bezahlt werden müssen, brauchen Familien Antworten sowohl zur baulichen Sicherheit als auch zu den Kosten für eine Unterkunft anderswo.

Verfasst 6 Min. Lesezeit · 18 Quellen

Video in der Originalsprache

Aus dem englischen Original übersetzt.

Was sich seit unserem letzten Bericht geändert hat

9 Tage später

Damals

Rund 211 Haushalte in Canning Town evakuiert, Rückkehrtermine unklar

Was wir berichteten

  • Bewohner werden evakuiert. In der umfassenderen Erklärung des Stadtrats ist von rund 211 Haushalten in Sovereign Tower, Centurion Tower und St Vincent Court die Rede.

Jetzt

Die Evakuierungsanweisungen gelten nun für alle fünf Blöcke der Caxton Works. Da Hotelrechnungen Berichten zufolge im Voraus bezahlt werden müssen, brauchen Familien Antworten sowohl zur baulichen Sicherheit als auch zu den Kosten für eine Unterkunft anderswo.

Wer bezahlt eine Unterkunft, wenn Familien mitgeteilt wird, dass ihre Wohnungen zu gefährlich zum Bewohnen sind? In den Caxton Works in Canning Town ist diese Frage für die Bewohner aller fünf Blöcke dringend geworden. Die Evakuierungsanweisungen wurden ausgeweitet, Hotelzimmer müssen Berichten zufolge im Voraus bezahlt werden, und ein Datum für die Rückkehr nach Hause wurde weiterhin nicht bekannt gegeben.⁠1

Die unmittelbare Sicherheitsanweisung ist eindeutig: Die Bewohner müssen bis auf Weiteres fernbleiben. Die finanziellen Regelungen sind es nicht. Aus einem anfänglichen Notfalleinsatz ist eine länger andauernde Vertreibung geworden, ohne dass öffentlich geklärt wäre, wer die Unterkunft finanziert, wie Erstattungen funktionieren oder welche Bauarbeiten die Gebäude sicher machen sollen.

5Von Evakuierungsanweisungen betroffene Blöcke 312
Mindestens 250Vertriebene Haushalte laut BBC London 1
Mehr als 80Kinder in der geschlossenen Kinderkrippe 1

Am 24. Oktober 2026 berichteten wir, dass rund 211 Haushalte aus drei Gebäuden evakuiert worden waren und für Menschen ohne andere Unterkunft über Nacht eine Notunterkunft und Unterstützung bereitgestellt wurden. Dieser Bericht spiegelte die ungefähre Zählung des Bezirks Newham für Centurion Tower, St Vincent Court und Sovereign Tower wider – nicht das nunmehrige Ausmaß der Evakuierung.⁠15

Die Änderung kam am Freitagabend, dem 30. Oktober, als die Bewohner von Thanet Tower und dem Gebäude, das Newham Prince Court nennt, zum Verlassen aufgefordert wurden. Das Update des Bezirks vom 31. Oktober bestätigt, dass den Bewohnern nach weiteren Bedenken zur strukturellen Sicherheit die Evakuierung empfohlen worden war. Es belegt nicht, dass alle das Gebäude verlassen hatten. BBC London nennt das fünfte Gebäude Prince Tower; die Anlage ist auch als Royal Gateway bekannt.⁠1⁠3⁠5

BBC London bezifferte die Zahl der Vertriebenen in seinem Bericht vom 2. November auf mindestens 250 Haushalte. Newham hat keine Gesamtzahl für alle fünf Gebäude veröffentlicht. Diese Mindestzahl entspricht weder einer Zählung einzelner Personen noch dem Bedarf an Hotelzimmern: Haushalte können bei Verwandten, in Hotels oder anderswo untergekommen sein. Sie sollte nicht in eine genaue Zahl benötigter Unterkünfte umgedeutet werden.⁠1⁠15

Das Verlassen der Wohnung ist nur der erste Schritt

Die erste Evakuierung erfolgte am 23. Oktober gegen 03:00 BST ohne Vorankündigung, nachdem Inspektionen durchgeführt und Berichte von Statikern vorgelegt worden waren. Newham erklärte, die Londoner Feuerwehr habe den Bezirk in der vorangegangenen Nacht alarmiert. Am 2. November hingen an den Türmen Warnschilder mit dem Hinweis «Lebensgefahr», während Bewohner Koffer, Pflanzen und andere Habseligkeiten abholten. Diese Besuche zur Abholung persönlicher Gegenstände waren keine Erlaubnis, dort wieder zu wohnen.⁠1⁠15

Für einen Vater, der das Nötigste abholte, stellte die Wohnung, die er mit seiner Frau und zwei kleinen Kindern teilte, seine «gesamte Investition» dar. «Ich habe sonst keinen Ort, an den ich gehen kann», sagte er der BBC. Seine Lage beschreibt nicht jeden Haushalt, macht aber die praktische Zwangslage deutlich: Wer die bezahlte Wohnung nicht nutzen kann, hat dadurch noch lange nicht das Geld für eine andere.⁠1

Die BBC berichtet nun, dass Bewohner Hotelzimmer im Voraus bezahlen müssen. Die in unserem früheren Bericht beschriebene Notunterbringung über Nacht war keine Garantie für dauerhaft kostenlose Zimmer. Keine veröffentlichte Regelung in den verfügbaren Informationen des Bezirks legt fest, wer Anspruch auf Erstattung hat, welche Ausgabenlimits gelten, wie Buchungen erfolgen oder wann Zahlungen geleistet werden. Ebenso belegen die jüngsten Berichte keine allgemeine Zahlungsregelung für alle Bewohner.⁠1⁠3⁠9

Versicherungen bieten keine nachgewiesene allgemeine Lösung. Hard Hat Report zufolge lehnte ein Versicherer die Kostenübernahme für eine vorübergehende Unterkunft ab und stufte das Problem mit der Tragplatte als Baumangel ein. Das ist eine berichtete Einschätzung eines Versicherers, kein technischer Befund zur Ursache – und es belegt nicht, dass die Ansprüche aller Haushalte abgelehnt wurden. Der Versicherungsschutz anderer Bewohner hängt von ihren Policen ab; weder eine Auszahlung noch eine Erstattung kann zugesichert werden.⁠4

Newham erklärt, die besonders schutzbedürftigen Bewohner unterstützen zu wollen, ist aber nicht automatisch verpflichtet, alle Vertriebenen unterzubringen. In seinem Unterstützungsupdate nennt der Bezirk das Beckton Community Centre, 14 East Ham Manor Way, London E6 5NG, als Anlaufstelle. Diese datierte Information bezeichnet einen Unterstützungsort; sie bestätigt weder die aktuellen Öffnungszeiten noch verfügbare Hotelzimmer oder eine garantierte Unterbringung.⁠1⁠3

Was würde die Gebäude sicher machen?

Im Zentrum der Bedenken stehen Transferplatten – große tragende Betonplatten unter den Gebäudeblöcken. Laut BBC erklärte die Hausverwaltung Prime Property Management zuvor, Statiker hätten im Zusammenhang mit einer Transferplatte ein «unmittelbares Lebensrisiko» festgestellt. Zum Bericht des Senders vom 2. November hatte Prime auf dessen Bitte um Stellungnahme nicht geantwortet.⁠1

Construction Management berichtete von einem Riss in einer Betonplatte, die zwei Hochhäuser trägt. Hard Hat Report beschrieb später die Platten unter Thanet Tower und Prince Court als «zu klein und stark überbeansprucht» und schrieb diese Einschätzung Ingenieuren zu. Dabei handelt es sich um berichtete Beschreibungen, nicht um Feststellungen, die Leser anhand eines veröffentlichten Ingenieurberichts überprüfen können. Sie klären weder die Ursache noch die notwendigen Reparaturen oder ob genau derselbe Mangel alle Blöcke betrifft.⁠7⁠5

Im jüngsten Bericht wurden weder ein Einsturz noch Verletzte gemeldet. Das mindert die Bedeutung der Evakuierungswarnung nicht. Umgekehrt liefert die Warnung allein weder ein Sanierungsprogramm noch einen Zeitplan für eine sichere Nutzung. Der zugrunde liegende Ingenieurbericht wurde nicht veröffentlicht, und ein Rückkehrdatum wurde nicht bekannt gegeben.⁠1

Galliard Homes errichtete die Anlage vor etwa neun Jahren; zu den Bewohnern zählen private Mieter und Wohnungseigentümer mit Erbbaurecht. Der Bauträger erklärt, dringend gemeinsam mit unabhängigen Statikern zu ermitteln und mit den zuständigen Parteien an den nächsten Schritten zu arbeiten. Er erkenne die Belastung der Bewohner an und strebe eine sichere Lösung an, die ihnen die Rückkehr ermögliche. Diese Zusagen sind noch keine Sicherheitsbescheinigung und kein datierter Plan.⁠1

Die beteiligten Organisationen haben unterschiedliche Aufgaben. Newham ist Eigentümer des Grundstücks und hat Gesundheits- und Sicherheitsinspektoren sowie Bausachverständige eingesetzt. Prime verwaltet die Gebäude und übermittelt die Evakuierungsanweisungen; der Bezirk arbeitet mit Prime zusammen, damit die Bewohner verstehen, dass sie die Gebäude verlassen müssen. Diese Zuständigkeiten belegen für sich genommen weder, wer einen Mangel verursacht hat, noch, wer rechtlich für Unterkunft und andere Verluste haftet.⁠1⁠3

Die Kosten reichen über die Wohnungen hinaus

Durch die Schließungen sind auch Arbeitsplätze und Kinderbetreuung weggefallen. Ein nicht namentlich genannter Eigentümer eines japanischen Restaurants im Erdgeschoss sagte der BBC, er und seine Mitarbeiter hätten weder Arbeit noch Einkommen aus dem Geschäft und wüssten nicht, wann sie wieder öffnen könnten. Er sprach von langjährigen Beschäftigten mit Familien, Verpflichtungen und Hypotheken.⁠1

Der Eigentümer sagte, weitere 12 mit dem Restaurant verbundene Unternehmen seien betroffen. Das ist seine Darstellung der weiter reichenden Auswirkungen, keine bestätigte Zahl zusätzlicher Betriebe, die schließen mussten. Er befürchtete eine «vollständige Schließung», falls er keine Versicherungsleistung erhalte; eine dauerhafte Schließung ist ein von ihm beschriebenes Risiko, kein feststehendes Ergebnis.⁠1

Auch die Kinderkrippe Golden Sparks, die mehr als 80 Babys und Vorschulkinder betreute, wurde geschlossen. Ein Vertreter betroffener Familien sagte der BBC, manche hätten sowohl ihr Zuhause als auch ihre Kinderkrippe verloren. Andere müssten kurzfristig eine Ersatzbetreuung finden und möglicherweise unbezahlten Urlaub nehmen oder zusätzliche Kosten tragen. Ein alternativer Standort für die Kinderkrippe oder eine umfassende Ersatzlösung wurde nicht festgelegt.⁠1

Am 2. November erklärte Wohnungsbauministerin Flo Eshalomi im Unterhaus, Beamte unterstützten Newham und stünden mit dem Bauträger und den Garantiegebern in Kontakt, um «sicherzustellen, dass sie so schnell wie möglich auf diese Situation reagieren». Diese Intervention belegt nicht, dass eine Finanzierung oder Reparaturen vereinbart wurden. Die Bewohner brauchen weiterhin konkrete Antworten: Welche Arbeiten machen ihre Wohnungen sicher, welche Nachweise erlauben eine Rückkehr und wer bezahlt das Leben anderswo bis dahin?⁠1

Chronologie

Tag 13 · 2 Berichte

Chronologie der Geschichte
  1. Berichtete zuerst

  2. 41 Stunden später

  3. Die London Fire Brigade erhält einen Notruf wegen eines gefährlichen Bauwerks in einem Wohnblock an der Hoy Street in Canning Town. Ein Löschfahrzeug der Feuerwache Poplar rückt aus.

  4. Bewohner werden evakuiert. In der umfassenderen Erklärung des Stadtrats ist von rund 211 Haushalten in Sovereign Tower, Centurion Tower und St Vincent Court die Rede.

  5. 47 Stunden später

Wie ausgestrahlt
  1. Families across all five Caxton Works blocks must stay out of their homes.
  2. On October 24, we reported around 211 households evacuated across three buildings, with emergency accommodation provided overnight. Two more blocks have since come under evacuation instructions. The displacement now reportedly reaches at least 250 households.
  3. Residents now face upfront hotel bills, while businesses and a nursery have closed. What will make these homes safe to return to, and who will pay for somewhere else to live until then?
  4. The original buildings are Centurion Tower, St Vincent Court and Sovereign Tower. The expansion covers Thanet Tower and Prince Court. Newham Council uses Prince Court for the building also called Prince Tower. The development is known as Caxton Works or Royal Gateway.
  5. The additional instructions went out on Friday evening, October 30. Newham's October 31 update confirmed that residents of those two buildings had been advised to leave. That doesn't tell us whether everyone has left. Residents remain instructed to stay away until further notice.
  6. At least 250 means households, each potentially containing several people. Newham hasn't published a total for all five blocks. Families may be in hotels, with relatives or elsewhere, so this figure doesn't tell us how many hotel rooms are needed.
  7. The first evacuation happened without notice at about three in the morning on October 23, following inspections and structural engineers' reports. The London Fire Brigade had alerted Newham the previous night. By November 2, warning posters on the towers said “danger to life”. Residents were collecting suitcases, plants and essentials, with a removal van outside.
  8. Prime Property Management said engineers had identified an “imminent risk to life” linked to a transfer slab, a large supporting concrete slab. Reported concerns include cracking and slabs beneath the additional blocks being too small and heavily overstressed.
  9. The underlying engineering report hasn't been published, so the cause and repair requirements are still unclear. No collapse or injuries have been reported. Galliard Homes built the blocks about nine years ago. Private tenants and leaseholders live there. The developer says it's investigating urgently with independent structural engineers and working with the other parties on next steps.
  10. Newham owns the land and has sent health and safety inspectors and building experts to investigate. Prime manages the buildings and communicates evacuation instructions. The council is working with Prime to make sure residents understand they must leave. Those different responsibilities are now part of the effort to keep people safe and work out what happens next.
  11. A ground-floor Japanese restaurant has closed, leaving its owner and staff without work or income from the business. The owner says another 12 connected businesses have suffered. He fears permanent shutdown if he can't obtain an insurance payout.
  12. His employees have families, commitments and mortgages, and he says they have no information about when work can resume. Separately, one father collecting essentials described his flat as his entire investment. He lives there with his wife and two young children. “I don't have anywhere else to go,” he said.
  13. Golden Sparks nursery cared for more than 80 babies and pre-school children before it closed. Some families have lost access to both home and childcare. Others face finding replacement care at short notice, potentially taking unpaid leave or paying extra.
  14. Residents are being asked to pay for hotel rooms upfront. The overnight emergency accommodation provided during the first evacuation hasn't become a guarantee of continuing free rooms. Reimbursement arrangements remain unclear. An insurer has declined temporary-housing cover, treating the slab problem as a building defect. Other households' cover will depend on their own policies.
  15. Newham says it's trying to help the most vulnerable residents, but it doesn't automatically have a duty to house everyone displaced. Its support update identifies Beckton Community Centre as a rest centre. That dated information doesn't guarantee a hotel placement or confirm current opening hours.
  16. Housing minister Flo Eshalomi told the Commons on November 2 that officials were supporting Newham. She said they were engaging with the developer and warranty providers to ensure they responded “as swiftly as possible”.
  17. Galliard says it recognises residents' distress and wants a safe solution that lets them return. Engineers still need to determine the work required, and responsibility for accommodation and business-interruption costs remains unsettled. No return date has been announced. Residents remain barred from living in the buildings until further notice.

Quellen11

Von den hier zitierten Quellen veröffentlichte Construction Management zuerst, 6 Tage vor der Ausstrahlung dieses Berichts. 3 weitere Medien folgten.

6 ältere Beiträge als Hintergrund gelesen.3 Medien ohne Datumsangabe:Newham Councilrics.orgthehonanews.com

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Übersetzung aktualisiert:

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