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Wissenschaft · Flussverschmutzung

Forellensterben im County Down bedroht jahrelange Arbeit zur Wiederherstellung der Flüsse

Ein Angelverein schätzt, dass in drei Flüssen etwa 1.000 Forellen verendet sind, darunter Fische, die zum Laichen zurückkehrten. Die Ermittler haben die Verschmutzungsquelle und die endgültige Zahl der verendeten Fische noch nicht festgestellt.

Verfasst 4 Min. Lesezeit · 24 Quellen

Video in der Originalsprache

Aus dem englischen Original übersetzt.

Für die Freiwilligen, die seit Jahren versuchen, den Inler wiederherzustellen, stehen die toten Forellen für zunichtegemachte Arbeit – und eine weitere Bedrohung für die Zukunft des Flusses. Die Verschmutzung hat standorttreue Bachforellen und Meerforellen getötet, die zum Laichen zurückkehrten, und zwar in drei Flüssen im County Down. Betroffen ist ein Flusssystem, das sich nach Angaben des Angelvereins noch immer von früheren Fischsterben erholte.⁠1

Glenn McKibbin, Sekretär des Inler Angling Club, schätzt, dass etwa 1.000 Fische verendet sind. Für die Mitglieder und Freiwilligen, die sich für die Verbesserung des Flusses einsetzen, nannte er den Verlust „seelenzerstörend“. Bei dieser Zahl handelt es sich um seine Schätzung, nicht um eine von den Ermittlern bestätigte endgültige Zählung.⁠1

Betroffen sind die Flüsse Gransha, Ballystockart und Inler. Der Inler, auch Enler genannt, fließt durch Comber. Das Department for Agriculture, Environment and Rural Affairs, kurz Daera, hat eine Untersuchung bestätigt und erklärt, gemeinsam mit der Northern Ireland Environment Agency an der Ermittlung der Verschmutzungsquelle und der Zahl der getöteten Fische zu arbeiten, berichtet BBC Northern Ireland.⁠1⁠2

Daera teilte der BBC mit, dass ein Mitglied der Öffentlichkeit den Vorfall am Dienstag um 09:30 GMT gemeldet habe. In dem Bericht wird das Kalenderdatum dieses Dienstags nicht genannt, und es wird auch nicht festgestellt, wann die Verschmutzung erstmals ins Wasser gelangte. Der Zeitpunkt der Meldung ist nicht zwangsläufig der Beginn des Vorfalls. Weder der betreffende Stoff noch die verantwortliche Person oder Organisation wurden in den vorliegenden Berichten identifiziert.⁠1

Ein Verlust, der über die sichtbaren Fische hinausgeht

Der Zeitpunkt ist für die Besorgnis des Vereins zentral. McKibbin zufolge sind sowohl standorttreue Fische als auch Wanderfische betroffen, die zur Fortpflanzung zurückkehren. Wenn ausgewachsene Tiere auf ihrem Weg zu den Laichplätzen verenden, kann das einen Teil der Fische kosten, die für die nächste Generation sorgen würden. Die Schäden könnten somit über die unmittelbare Zahl der Todesfälle hinausgehen.⁠1

Viele wandernde Forellen ziehen zum Laichen in kleinere Nebenflüsse. Diese Bäche können saubereres, kühleres oder kiesgrundiges Wasser und Schutz vor größeren Raubfischen im Hauptfluss bieten. Deshalb kann eine Verschmutzung von Laichgewässern besonders schädlich sein: Sie kann die Fische genau dann treffen, wenn ihre Rückkehr den Bestand eigentlich erneuern soll.⁠1

Es „hätte an keinem schlechteren Ort im Fluss und zu keiner schlechteren Zeit passieren können“.

Glenn McKibbin, Sekretär des Inler Angling Club 1

McKibbin beschrieb, dass „die aktuellen und künftigen Fischbestände für Jahre ausgelöscht“ seien. Seine Worte geben die Einschätzung des Vereins zum Ausmaß des Rückschlags wieder, sind jedoch weder das Ergebnis einer abgeschlossenen ökologischen Bestandsaufnahme noch ein bestätigter Zeitplan für die Erholung. Es gibt noch keine gesicherte Messung der Verluste bei Eiern, Jungfischen oder künftigen Generationen und auch keine bestätigte Angabe zur Länge des betroffenen Flussabschnitts.⁠1

Er warnte auch vor möglichen Folgewirkungen für Eisvögel, Graureiher und Otter, die am Fluss leben. Die Sorge gilt der Tierwelt, die vom Nahrungsnetz des Flusses abhängt, und nicht nur den Forellen selbst. In den vorliegenden Berichten werden jedoch weder Todesfälle bei diesen Arten belegt noch Auswirkungen auf sie beziffert.⁠1

Wiederherstellung unterbrochen, nicht auf Anfang gesetzt

Die Bestürzung des Vereins hat eine dokumentierte Vorgeschichte. In einem am 23. August 2013 veröffentlichten Bericht hielt die BBC fest, dass nahe Comber im Enler fast 5.000 tote Bach- und Meerforellen gefunden wurden. Ein zweiter BBC-Bericht vom 26. Juli 2015 schilderte bis zu 300 tote Forellen; zwei separate Fischsterben wurden vermutet. Dabei handelt es sich um frühere Vorfälle, nicht um Ergänzungen oder Bestätigungen der aktuellen Schätzung.⁠3⁠12

Zur Erholung gehörte mehr, als nur darauf zu warten, dass die Fische zurückkehrten. Ein Bericht des Wild Trout Trust vom 2. Dezember 2016 beschrieb, wie der Verein mithilfe von Entschädigungszahlungen nach der Verschmutzung von 2013 eine Wildforellenfischerei wiederaufbaute. Schon vor diesem jüngsten Verlust waren für die Wiederherstellung anhaltende Anstrengungen und Mittel erforderlich.⁠19

Diese Vorgeschichte verleiht McKibbins Beschreibung erschöpfter Freiwilliger besonderes Gewicht. Sie verändert auch die Frage, vor der Ermittler und Behörden stehen. Es ist entscheidend festzustellen, was diesmal geschehen ist; ebenso wichtig ist es, zu verstehen, wie die zwischen den Vorfällen erzielten Fortschritte geschützt werden können. Ein Fluss kann sich nicht verlässlich erholen, wenn die Arbeit an seinem Wiederaufbau immer wieder unterbrochen wird.

McKibbins Kritik geht über diesen konkreten Verschmutzungsfall hinaus. „Wasserläufe im ganzen Land werden weiterhin wie Abwasserkanäle behandelt“, sagte er. Die „lächerlich geringen Geldstrafen“, die nach solchen Vorfällen üblicherweise verhängt würden, schreckten seiner Ansicht nach nicht ab; das derzeitige System sei kaputt. Das sind seine Kritikpunkte an der Durchsetzung der Vorschriften – keine Feststellungen zu einer Strafe in diesem Fall, zur Identität eines Verursachers oder zur nachgewiesenen Wirksamkeit von Geldstrafen.⁠1

Der Vereinsvorsitzende David Pyper sagte, der Verlust sei besonders enttäuschend für Menschen, die ihre Zeit der Pflege des Flusses widmen. Der Verein hoffe, dass die Untersuchung die Ursache feststellen und dazu beitragen werde, angemessenen Schutz für den Fluss und seine Tierwelt zu sichern, sagte er. Außerdem fordert der Verein die örtlichen Vertreter und Behörden auf, Flüssen Priorität einzuräumen, Mittel für eine bessere Wasserqualität bereitzustellen und weitere Vorfälle zu verhindern.⁠1

Die unmittelbaren Fragen sind konkret: Was ist ins Wasser gelangt, woher kam es, wie viele Fische sind verendet und wie viel vom Laichbestand hat überlebt? In den vorliegenden Berichten wurde weder ein Abschlussdatum für die Untersuchung noch ein offizieller Zeitplan für die Erholung genannt. Für die Menschen, die diese Gewässer wiederherstellen, wird nicht allein die Zahl der verendeten Fische entscheidend sein. Entscheidend wird sein, ob die überlebenden Fische – und die in ihren Fluss investierte Arbeit – eine Chance bekommen, sich ohne einen weiteren Rückschlag durch Verschmutzung zu erholen.⁠1

Quellen9

Von den hier zitierten Quellen veröffentlichte BBC Northern Ireland zuerst, 89 Minuten vor der Ausstrahlung dieses Berichts.
  1. BBC Northern Ireland
  2. HeyDay News

18 ältere Beiträge als Hintergrund gelesen.4 Medien ohne Datumsangabe:4ni.co.ukservice.gov.uktownlandsofulster.comWild Trout Trust

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24 Quellen aus 9 Medien· Meistzitierte zuerst

Wie ausgestrahlt
  1. Pollution has killed brown and sea trout across three rivers. The loss includes fish returning to spawn, threatening the next generation as well as fish already living there. What caused the pollution, and how far could this set back a river already recovering from earlier fish kills?
  2. Inler Angling Club secretary Glenn McKibbin estimates about 1,000 fish have died. That gives a sense of the scale facing the people caring for these waters, while investigators work to determine the final number.
  3. The Department for Agriculture, Environment and Rural Affairs, known as Daera, has opened an investigation. It's working with the Northern Ireland Environment Agency to trace the pollution. A member of the public reported the incident on Tuesday morning.
  4. The fish died in the Gransha, Ballystockart and Inler rivers in County Down. The river system is associated with Comber, where the Inler is also known as the Enler. Both resident brown trout and migratory sea trout have been affected.
  5. The returning fish were coming back to reproduce. Losing adults at that point can reduce the fish available to produce the next generation, so the consequences can extend beyond the immediate death toll.
  6. Many migratory trout move into smaller tributaries, the streams feeding a larger river, to lay their eggs. Cleaner, cooler or gravel-bottomed water can provide spawning habitat, with fewer large predators than in the main river.
  7. McKibbin says the timing and location made this especially damaging. He described “current and future fish stocks obliterated for years to come”. That's his assessment of the loss; investigators haven't announced a recovery timetable.
  8. McKibbin also warns of knock-on effects for resident kingfishers, herons and otters. Those animals depend on the river's food web. His concern reaches beyond the trout themselves to the wildlife supported by the same water.
  9. Volunteers had already spent years trying to bring this river back. McKibbin called the latest loss “soul-destroying” for members working to improve it. He said the river was still recovering from major pollution incidents in 2013 and 2015.
  10. In 2013, almost 5,000 brown and sea trout were found dead in the Enler near Comber. In 2015, up to 300 died, with two separate fish kills suspected. Each figure describes an earlier incident on this river.
  11. A restoration account published in December 2016 described the club rebuilding a wild trout fishery using compensation following the 2013 pollution. The river's recovery had already required sustained work and resources before this latest setback.
  12. McKibbin is also challenging how waterways are protected. He said they continue to be “treated like sewers”, and argued that the fines usually imposed after pollution incidents fail to deter them. He called the current system broken.
  13. Club chairperson David Pyper described the loss as particularly disappointing for people who dedicate their time to the river. The club wants local representatives and authorities to prioritise rivers and direct resources towards better water quality and preventing further incidents.
  14. Investigators haven't yet identified what entered the water or who was responsible. They still have to determine the full fish toll. For this river's recovery, the immediate setback is the loss of resident trout and returning spawning fish across three waterways.

Übersetzung aktualisiert:

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