Zum Inhalt springen
Jetzt

Wissenschaft · Ermittlungen zu den Todesfällen in Bella CoolaFortlaufendes Thema · Bericht 2 von 2

Grizzly nach dem Tod von Mutter und Tochter bei Bella Coola gefangen; Zusammenhang nicht belegt

Nach dem Tod von Jennifer Balcarras und Selah Reed haben die Beamten ein Tier, das sie untersuchen können; ein bekannt gegebenes forensisches Ergebnis, das es mit dem mutmaßlichen Angriff in Verbindung bringt, gibt es jedoch nicht. Die Warnung für den Wanderweg gilt weiterhin.

Verfasst 5 Min. Lesezeit · 137 Quellen

Video in der Originalsprache

Aus dem englischen Original übersetzt.

Was sich seit unserem letzten Bericht geändert hat

4 Tage später

Damals

Mutter und Tochter nahe Bella Coola tot aufgefunden; mutmaßlicher Angriff ungeklärt

Was wir berichteten

  • Der Naturschutzdienst teilt mit, dass das zweite Opfer tot aufgefunden wurde.

Jetzt

Nach dem Tod von Jennifer Balcarras und Selah Reed haben die Beamten ein Tier, das sie untersuchen können; ein bekannt gegebenes forensisches Ergebnis, das es mit dem mutmaßlichen Angriff in Verbindung bringt, gibt es jedoch nicht. Die Warnung für den Wanderweg gilt weiterhin.

Jennifer Balcarras und ihre Tochter Selah Reed machten sich auf den Weg zu einem kurzen Nachmittagsspaziergang in der Nähe von Bella Coola in British Columbia, wie ihre Familie erwartet hatte. Sie kannten den Wanderweg, der ungefähr fünf Autominuten von ihrem Zuhause entfernt lag. Balcarras, 48, war Kunsttherapeutin und Mutter von vier Kindern; Reed arbeitete als pädagogische Assistenzkraft und studierte online an der Athabasca University. Angehörige beschrieben ihre gemeinsame Liebe zu Kunst und Wandern. Keine der beiden kehrte zurück.⁠23

Nun haben Naturschutzbeamte im Zuge der Ermittlungen zu ihrem Tod einen Grizzlybären gefangen. Damit haben die Ermittler ein Tier, das sie anhand der Spuren vom Fundort untersuchen können – eine gesicherte Antwort darauf, was geschehen ist, gibt es dadurch nicht. Ein DNA-Abgleich oder ein Ausschluss wurde nicht bekannt gegeben, und die Beamten haben diesen Bären nicht als verantwortlich bezeichnet.⁠2

Der B.C. Conservation Officer Service gab den Fang am 6. November bekannt. Seine jüngste Anweisung an die Öffentlichkeit bleibt unverändert: Das Gebiet um den West Snooka Trail, auch Snooka West Trail genannt, soll weiterhin gemieden werden. In der Nähe wurden Bärensichtungen gemeldet, die Beamten sind weiterhin in Bella Coola, und die Fangmaßnahmen dauern an. Ein Bär in Gewahrsam bedeutet keine Entwarnung für den Wanderweg.⁠125

In unserem Bericht vom 4. November schrieben wir, beide Frauen seien nach einem mutmaßlichen Tierangriff tot aufgefunden worden und zum Zeitpunkt der damals verfügbaren offiziellen Mitteilung seien keine Bären gefangen worden. Der Fang ändert diesen Stand der Fangmaßnahmen. Er klärt weder Ursache und Umstände des Todes, noch identifiziert er ein verantwortliches Tier oder stellt fest, wie viele Bären beteiligt gewesen sein könnten.

Was die Untersuchung klären muss

Der Dienst erklärt, dass er einen forensischen DNA-Abgleich, charakteristische Körpermaße und weitere Merkmale des Tieres verwenden wird, um festzustellen, ob der gefangene Grizzly beteiligt war. Dabei handelt es sich um Ermittlungsmethoden, nicht um Ergebnisse. In der Mitteilung vom 6. November wurden weder ein abgeschlossener Abgleich noch ein Ausschluss oder ein Termin für die Ergebnisse bekannt gegeben.⁠125

Wildbiologen und der Veterinär für Wildtiere der Provinz aus dem britisch-kolumbischen Ministerium für Wasser, Land und Ressourcenverwaltung werden bei der Versorgung des Bären helfen, während die Untersuchungen abgeschlossen werden. Ob er getötet oder freigelassen wird, hängt davon ab, was diese Arbeit ergibt.⁠125

Die Tests sollen klären, ob gefangene Bären an dem Angriff beteiligt waren. Jeder Bär, dessen Verantwortung bestätigt wird, wird zum Schutz der öffentlichen Sicherheit getötet; nicht beteiligte Bären werden freigelassen.

B.C. Conservation Officer Service 125

„Getötet“ bedeutet hier, dass das Tier getötet wird. Diese Unterscheidung ist wichtig: Der Fang allein erfüllt nicht die vom Dienst genannte Voraussetzung für die Tötung eines Tieres. ABC News in Australien berichtete am 5. November, gefangene Bären würden nach den Richtlinien der Provinz getötet. Die jüngste ausdrückliche Aussage, über die Global British Columbia ebenfalls am 7. November berichtete, ersetzt diese allgemeinere Darstellung: Verantwortliche Bären werden getötet, nicht beteiligte freigelassen.⁠9⁠2

Die Beamten verfügen außerdem über forensische und weitere Beweise zu einem separaten Angriff in Bella Coola im Jahr 2025 und werden sie mit den Beweisen zu den gefangenen Bären vergleichen, die untersucht werden. An dem früheren Vorfall waren Schulkinder und Lehrkräfte beteiligt; 11 Menschen wurden verletzt. Der Vergleich ist ein Ermittlungsansatz und kein Beleg dafür, dass bei beiden Vorfällen dasselbe Tier beteiligt war.⁠125⁠2

Der Fang bringt die Ermittlungen somit auf konkrete, aber begrenzte Weise voran. Die Beamten können dieses Tier untersuchen, statt nur nach einem zu suchen. Dass ein Grizzly gefangen wurde, bedeutet jedoch nicht, dass nur ein Bär beteiligt war; die fortgesetzten Fangmaßnahmen zeigen, dass die Ermittlungen noch laufen.⁠2

Die Bergungen und die offenen Fragen

Die Familie meldete Balcarras und Reed am 1. November als vermisst. Suchtrupps fanden Balcarras’ sterbliche Überreste am Montag, dem 2. November, und Reeds am Dienstagnachmittag, dem 3. November. Polizei, Such- und Rettungskräfte sowie Naturschutzbeamte beteiligten sich an den Maßnahmen. Nach Angaben der Behörden lagen die Fundorte der beiden Leichen an den beiden Tagen etwa 150 Meter auseinander.⁠13⁠14⁠5

Reed wird nicht mehr vermisst. In einem am 4. November veröffentlichten Video von CBC News wurde noch über die damals laufende Suche nach ihr berichtet; der Bericht von CBS News vom 4. November hielt die Entdeckung ihrer sterblichen Überreste am Dienstag fest. Die Bergung ersetzt die Darstellung der noch laufenden Suche, auch wenn ältere Aussagen in später veröffentlichten Berichten erschienen. Nicht geklärt sind ein gesonderter formeller Abschluss des Einsatzes oder weitere Einzelheiten zu den Bergungsarbeiten.⁠16⁠1

Inspektor Jeff Tyre vom Naturschutzdienst sagte zunächst, die am Fundort gesammelten Hinweise deuteten auf einen möglichen Angriff durch ein Tier hin. Diese vorläufige Einschätzung ist von einem abgeschlossenen Befund zu diesem konkreten Grizzly zu unterscheiden. Der Tod der beiden Frauen steht fest; die genauen Umstände und die Verantwortung eines Tieres müssen noch durch die Ermittlungen geklärt werden.⁠6

Auch Reeds Alter ist weiterhin ungeklärt. Im früheren Material von CBC wurde sie als 19 Jahre alt bezeichnet, während spätere Berichte, darunter BBC News, ihr Alter mit 20 angaben. Eine maßgebliche Erklärung für diese Abweichung liegt nicht vor.⁠23⁠13

Vorsichtsmaßnahmen reichen über den Wanderweg hinaus

Die Maßnahmen haben den Alltag in der Gemeinde beeinträchtigt. Global British Columbia berichtete am 5. November, dass zusätzliche RCMP-Beamte eingesetzt worden seien, um Schüler auf dem Schulweg zu begleiten. Die Nuxalk Nation kündigte verstärkte nächtliche Patrouillen und freiwillige Heimfahrten für junge Menschen an, die nachts unterwegs sind. Anwohner wurden außerdem gebeten, Lebensmittel und andere Bären anlockende Dinge im Freien zu entfernen.⁠4

Bei den Hinweisen für den Abend ist eine sorgfältige Unterscheidung nötig. Der Bericht von ABC News vom 5. November beschrieb eine verhängte Ausgangssperre. Der spätere Bericht von Global British Columbia vom selben Tag war genauer: Die Gemeinde empfahl, bis 20 Uhr zu Hause zu sein, und diese Empfehlung werde nicht durchgesetzt. Sie ist nicht als verpflichtende polizeiliche Ausgangssperre zu verstehen.⁠12⁠4

Berichtet wurde auch über Transportmöglichkeiten, psychologische Unterstützung und kulturelle Hilfsangebote; zugleich planten die Beamten, weitere Fangvorrichtungen aufzustellen und ihren Einsatz bei Bedarf auszuweiten. Diese Maßnahmen wurden vor der Bekanntgabe des Fangs beschrieben. Ob sie am 7. November fortgeführt oder beendet wurden, ist nicht unabhängig bestätigt; die Warnung, den Wanderweg zu meiden, wurde dagegen in der jüngsten offiziellen Mitteilung ausdrücklich erneuert.⁠7⁠125

Für die Familien und die Gemeinde eröffnet der Fang die Möglichkeit einer klareren Antwort, ist aber nicht selbst die Antwort. Die nächste wichtige Feststellung ist, ob der Bär als beteiligt gilt oder ausgeschlossen wird. Bis dahin bleibt sein Schicksal offen, die Zahl der beteiligten Tiere ist unbekannt, und die Warnung, sich vom Wanderweg fernzuhalten, gilt weiterhin.⁠125

Chronologie

Tag 9 · 2 Berichte

Chronologie der Geschichte
  1. Balcarras und Reed gehen am Nachmittag spazieren und kehren nicht zurück.

  2. Ihre Familie meldet sie als vermisst.

  3. Suchmannschaften finden Balcarras’ sterbliche Überreste im Gebiet des Snooka West Trail.

  4. Der Naturschutzdienst teilt mit, dass das zweite Opfer tot aufgefunden wurde.

  5. Berichtete zuerst

Quellen72

Von den hier zitierten Quellen veröffentlichte CBC News zuerst, 5 Tage vor der Ausstrahlung dieses Berichts. 38 weitere Medien folgten.

12 ältere Beiträge als Hintergrund gelesen.29 Medien ohne Datumsangabe:facebook.comBC Gov Newscastanet.netEh Canada Travelcheknews.caPeople.com

Fortlaufendes Thema · Bericht 2 von 2

Alle Quellen nach Medium

137 Quellen aus 72 Medien· Meistzitierte zuerst

Wie ausgestrahlt
  1. Conservation officers have captured a grizzly for testing after a mother and daughter's deaths.
  2. The trail warning near Bella Coola remains in place, and trapping continues.
  3. On November 4, we reported that both women had been found dead after a suspected animal attack. No bears had been captured at that update. Investigators now have to determine whether this captured grizzly was involved.
  4. Bear sightings have been reported near the area of the suspected attack in British Columbia. Conservation officers are asking people to keep avoiding the West Snooka Trail area, also called Snooka West Trail. A team remains in the community.
  5. The capture gives officers an animal they can examine against evidence from the scene. They still don't know how many bears may have been involved. Evidence initially suggested possible animal involvement, and the circumstances of the two deaths remain under investigation.
  6. Jennifer Balcarras, also known as Jenny, was forty-eight and a mother of four. Her daughter was Selah Reed. Relatives identified the women after they failed to return from what was expected to be a short afternoon walk.
  7. Balcarras worked as an art therapist. Reed worked as an education assistant and studied online through Athabasca University. Family members said they shared a love of art and hiking and knew the trail. It was roughly a five-minute drive from home.
  8. Reed has been identified as both nineteen and twenty years old. That difference hasn't been resolved. The family reported the pair missing on November 1.
  9. Search teams found Balcarras's remains on Monday, November 2, and Reed's on Tuesday afternoon, November 3. Officials said they were about 150 metres apart. Police, search-and-rescue personnel and conservation officers took part in the response.
  10. Reed's discovery ended the uncertainty over whether she was still missing. The investigation then focused on the deaths and the search for any animals involved. An unsuccessful overnight trapping effort was still being described on November 5. The count has since changed to one captured grizzly.
  11. The Conservation Officer Service announced the capture on November 6. No DNA match or exclusion has been announced. Officers plan to use forensic DNA matching, distinctive physical measurements and other characteristics specific to the animal to assess its involvement.
  12. Wildlife biologists and the provincial wildlife veterinarian will help care for the bear while it's assessed. They work with British Columbia's Ministry of Water, Land and Resource Stewardship. The animal's fate depends on what that assessment finds.
  13. The latest policy makes the decision conditional. A bear confirmed responsible will be killed to protect public safety. An unrelated bear will be released. Officers will care for the captured animal while they determine which outcome applies.
  14. Officers also have forensic and other evidence from a separate Bella Coola attack in 2025. They'll compare that evidence with captured bears undergoing assessment. That earlier attack involved schoolchildren and teachers and injured eleven people. Any connection between the two incidents still has to be determined.
  15. The wider response has reached school journeys and travel after dark. On November 5, additional RCMP officers were deployed to help escort students. The Nuxalk Nation also announced increased night patrols and voluntary rides home for young people out at night.
  16. The community recommended being indoors by eight p.m., and the recommendation wasn't to be enforced. Residents were also asked to remove food and other bear attractants from outside. Transportation, mental-health assistance and cultural supports were announced.
  17. Officers were adding capture devices that they could expand as needed. Those community measures date from before the capture update. The latest instruction for the trail is explicit: keep avoiding the area while trapping continues.
  18. Investigators have one grizzly to assess, but they haven't identified it as responsible. They haven't announced a date for the forensic results. Those findings will guide whether the bear is killed or released.

Übersetzung aktualisiert:

Kürzlich ausgestrahlt