Konflikte · Flughafen RiadFortlaufendes Thema · Bericht 4 von 4
Berichten zufolge werden zwei Terminals am Flughafen Riad wiedereröffnet. Ob Flüge stattfinden, ist eine andere Frage.
Der gemeldete Neustart am King Khalid International Airport verändert den Status der Terminals; ob Flüge tatsächlich stattgefunden haben, ist weiterhin ungeklärt, während die Huthi ihre Drohung erneuern.
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Das ganze ThemaWas sich seit unserem letzten Bericht geändert hat
13 Tage später
Damals
Flughafen Riad bleibt geschlossen, während Saudi-Arabien tödliche Durchbrüche der Luftabwehr untersuchtWas wir als offen bezeichnet hatten
Die Ursache des Brandes in Riad, mögliche Schäden in Khurais und die Frage, ob sich die saudische Regierung oder Aramco dazu äußern werden.
Noch offenDie Ursache des Terminalbrands in Riad ist weiterhin ungeklärt. Die neuen Berichte belegen weder Schäden in Khurais noch eine Stellungnahme der saudischen Regierung oder von Aramco zu diesen Schäden.
Ob die behaupteten Geländegewinne um Dhubab und die Meerenge real sind oder Bestand haben werden und wie viele Menschen die Offensive das Leben gekostet hat.
Noch offenDie neuen Berichte liefern keine unabhängige Bestätigung der Kontrolle über das Gebiet um Dhubab und die Meerenge, der Dauerhaftigkeit der behaupteten Geländegewinne oder der Zahl der Todesopfer der Offensive.
Ob die Opferzahl von über 70 in Taiz und die Einkesselung über die von AFP zitierten Quellen hinaus bestätigt sind.
Noch offenDie verfügbaren Berichte liefern weder eine unabhängige Bestätigung der zuvor gemeldeten Opferzahl von über 70 in Taiz noch der Einkesselung, über die in den Quellen hinaus, die in unserem früheren Bericht zitiert wurden.
Eine Stellungnahme Saudi-Arabiens oder von Aramco zu den Schäden und eine unabhängige Bestätigung der Kontrolle über das Gebiet um Dhubab und die Meerenge.
Noch offenDie verfügbaren Berichte enthalten weder eine Stellungnahme Saudi-Arabiens oder von Aramco zu den zuvor behaupteten Schäden noch eine unabhängige Bestätigung der Kontrolle über das Gebiet um Dhubab und die Meerenge.
Jetzt
Der gemeldete Neustart am King Khalid International Airport verändert den Status der Terminals; ob Flüge tatsächlich stattgefunden haben, ist weiterhin ungeklärt, während die Huthi ihre Drohung erneuern.
Berichten zufolge sind zwei Terminals am King Khalid International Airport in Riad nach mehr als zwei Wochen mit Beeinträchtigungen wieder in Betrieb. Das ist ein wichtiger Schritt für Passagiere und Flughafenbeschäftigte nach tödlichen Angriffen – aber noch kein Beleg für eine funktionierende, anhaltende Wiederaufnahme des kommerziellen Flugbetriebs. Saudi-Arabien teilte mit, die Terminals seien am Sonntag, dem 25. Oktober, wiedereröffnet worden; wie viele Flugzeuge tatsächlich gestartet oder gelandet sind, ist weiterhin nicht geklärt. 2
Den gemeldeten Regelungen zufolge ist Terminal 1 für Inlandsflüge und Terminal 2 für internationale Flüge der nationalen saudischen Fluggesellschaften vorgesehen. Diese Einschränkung ist wichtig: Es wurde nicht angekündigt, dass alle internationalen Fluggesellschaften zurückkehren würden. Time Out Riyadh führt Saudia, Flynas, Flyadeal und Riyadh Air auf und rät Passagieren, vor der Fahrt zum Flughafen den Buchungsstatus bei ihrer Fluggesellschaft zu bestätigen. Dass eine Fluggesellschaft in diesen Regelungen aufgeführt ist, belegt nicht, dass sie an diesem Tag einen Flug durchgeführt hat. 5 7
Am 13. Oktober berichtete HeyDay News über wiederholte tödliche Angriffe auf den Flughafen, die Aussetzung des Betriebs und eine nicht bestätigte Wiedereröffnung. Die neuen Berichte ändern den Status der Terminals. Sie klären jedoch weder das Ausmaß des wieder aufgenommenen Betriebs noch, wie die Verteidigungsanlagen des Flughafens überwunden wurden, noch die Ursache eines späteren Terminalbrands.
Die Erlaubnis zur Wiedereröffnung ist kein Nachweis dafür, dass Flüge stattgefunden haben.
Hier geht es um drei getrennte Schritte: Die Behörden geben ein Terminal zur Nutzung frei, eine Fluggesellschaft entscheidet sich für den Betrieb, und ein Flugzeug startet oder landet tatsächlich. Die Berichte über die Wiedereröffnung am 25. Oktober stützen den ersten Schritt. Einen vollständigen Nachweis der beiden anderen Schritte liefern sie nicht. Die ursprüngliche, datierte Mitteilung des Flughafens oder der Luftfahrtbehörde zur Wiedereröffnung wurde nicht unabhängig authentifiziert; die Angaben zu den Terminals beruhen auf veröffentlichten Berichten über diese Ankündigung. 5 11
The Independent beschrieb am Sonntag nur wenig Verkehr auf Flightradar24. Andere nachgelagerte Berichte sprachen von einer Handvoll Abflügen saudischer Fluggesellschaften. Keiner der Berichte liefert eine vollständige Liste einzelner Flüge mit Kennungen und tatsächlichen Bewegungszeiten, die ausreichen würde, um die Gesamtzahl des Tages festzustellen. Auch die verfügbaren Tracking-Aufnahmen vom 26. Oktober belegen nicht, wie viel Verkehr am 25. Oktober stattfand oder ob der Neustart bis Montag andauerte. 2 62 65 66
Aus diesem Fehlen darf nicht geschlossen werden, der Flughafen sei vollständig geschlossen geblieben. Lückenhafte Tracking-Anzeigen sind keine vollständigen Bewegungsnachweise, und eine Flughafenanzeige ohne datierte Flugzeilen kann nicht belegen, dass sich kein Flugzeug bewegt hat. Auch bei Gesamtzahlen ist Vorsicht geboten: RUH Watch ordnet Flüge dem geplanten Datum in Riad zu, selbst wenn ein Abflug erst nach Mitternacht erfolgt. Solche Zahlen lassen sich nicht einfach als Starts und Landungen eines Kalendertages behandeln. 64 67 68
Wiedereröffnung unter ausdrücklicher Bedrohung
Der gemeldete Neustart fiel mit einer weiteren Warnung des Militärsprechers der Huthi, Yahya Saree, zusammen. Middle East Eye berichtete, er habe den King Khalid International Airport als „unsicher“ und als „militärisches Ziel“ bezeichnet. Berichten zufolge richtete sich die Warnung an internationale, regionale und lokale Fluggesellschaften, Flughafenbeschäftigte und Reisende; sie wurden aufgefordert, den Flughafen nicht zu nutzen. 43 45
Berichten zufolge wurde die Erklärung am Samstagabend, etwa zeitgleich mit der Ankündigung der Wiedereröffnung, abgegeben; der ursprüngliche Zeitstempel wurde jedoch nicht authentifiziert. Als belegte Zitate gelten die Formulierungen „unsicher“ und „militärisches Ziel“, nicht die längere Aussage, der Flughafen werde „niemals sicher“ sein. Die Warnung macht die erklärte Bedrohung der Gruppe deutlich; sie belegt weder unabhängig den Sicherheitszustand des Flughafens noch, dass ein weiterer Angriff stattgefunden hat. 43 48 50
Die Huthi bekannten sich zu dem Angriff vom 10. Oktober, dem die Aussetzung des Flugbetriebs vorausging. Dieses Bekenntnis ist weder eine forensische Erklärung des Angriffs noch ein unabhängiger Beleg dafür, wer die Waffe abgefeuert hat. In den Berichten wurde zunächst von 12 Todesopfern gesprochen. Die BBC zitierte später die indische Botschaft in Riad mit der Aussage, ein indischer Staatsangehöriger sei am 11. Oktober seinen Verletzungen erlegen; damit stieg die Zahl in dieser Darstellung auf 13. 15 17
Zu den zunächst gemeldeten Todesopfern gehörten laut den von der BBC berichteten Zahlen der Luftfahrtbehörde vier saudische Staatsangehörige, zwei Bangladescher sowie je eine Person aus den Vereinigten Staaten, Jordanien, Palästina, Syrien, Sudan und Ägypten. Mehr als 300 Menschen wurden als verletzt gemeldet; detaillierte Berichte nannten 309, doch eine genaue, abgestimmte endgültige Zahl der Verletzten liegt weiterhin nicht vor. 18
Diese Zahlen dürfen nicht mit unserem Bericht vom 13. Oktober über mindestens 20 Todesopfer bei den Angriffen auf den Flughafen in der vorangegangenen Woche verwechselt werden, darunter ein US-Amerikaner. Dabei handelte es sich um eine gemeldete kumulative Zahl ohne vollständige Aufschlüsselung nach einzelnen Vorfällen. Die spätere Zahl von 13 bezieht sich ausschließlich auf den Angriff vom 10. Oktober, nicht auf einen Rückgang der Todesopfer über die gesamte Angriffserie hinweg. Ein am 14. Oktober aktualisierter Bericht der Khaleej Times nannte 14 Todesopfer bei den Angriffen am Wochenende, erläuterte jedoch nicht den Anteil der einzelnen Vorfälle. Diese Zahlen mit unterschiedlichen Bezugsrahmen klären die Gesamtzahl der Todesopfer nicht. 21
Bei einem separaten Vorfall am 11. Oktober traf ein nicht identifiziertes Geschoss Terminal 4; anschließend brach ein Feuer aus. Die Identität des Geschosses und die Ursache des Feuers sind weiterhin ungeklärt. Die Wiedereröffnung der Terminals 1 und 2 ist eine betriebliche Entwicklung, keine Erklärung dafür, was sich in Terminal 4 ereignet hat. 16
Der umfassendere Schlagabtausch ist weiterhin teilweise unbestätigt
Saudi-Arabien meldete außerdem Abfangaktionen in mehreren Regionen. In einem Bericht von CNN Arabic vom 25. Oktober wurde eine Aufschlüsselung dem Sprecher der Koalition, Generalmajor Turki al-Maliki, zugeschrieben: 10 ballistische Raketen in Richtung der Südregion, eine ballistische Rakete in Richtung Riad, eine Marschflugkörperrakete in Richtung Khamis Mushait und eine Drohne in der Region Riad. Das ist eine Meldung über 11 ballistische Raketen, eine Marschflugkörperrakete und eine Drohne – nicht über 12 ballistische Raketen. Die Ergebnisse der Abfangaktionen wurden nicht unabhängig bestätigt. 59
In separaten Berichten vom 24. Oktober war von zwei über Riad und Khamis Mushait abgefangenen ballistischen Raketen die Rede. Die Berichtszeiträume könnten sich überschneiden, sodass die Addition der Meldungen dazu führen könnte, Waffen doppelt zu zählen. Ebenso ist nicht geklärt, ob eine der Abfangaktionen den Behauptungen der Huthi über Angriffe auf saudische Flughäfen und Ölanlagen zuzuordnen ist. 56 58
Der saudische Zivilschutz teilte mit, dass Trümmer von zwei abgefangenen ballistischen Raketen am 25. Oktober in Khamis Mushait und Ahad Rafidah zwei Menschen verletzt und drei Wohngebäude sowie sieben Fahrzeuge beschädigt hätten. Dabei handelte es sich um gemeldete Opfer im Süden Saudi-Arabiens, nicht am Flughafen der Hauptstadt. Die Mitteilung nennt nicht, welche der separat gemeldeten Abfangaktionen die Trümmer verursacht hat. 52 60
Im Jemen behaupteten die Huthi-Behörden, saudische Angriffe hätten Wohngebiete und eine Zementfabrik in Sanaa getroffen. Die Yemen Press Agency meldete vorläufig 10 Tote und 11 Verletzte und schrieb die Angaben dem Gesundheitsministerium in Sanaa zu. Es handelt sich um Vorwürfe ziviler Opfer, nicht um unabhängig bestätigte Feststellungen. 32
Weitere Berichte überschneiden sich, ergeben aber keine verlässliche Gesamtzahl. The Times of Israel berichtete von 11 Todesopfern, wobei die Angaben Huthi-Medien zugeschrieben wurden; ABNA meldete acht Tote in einer Unterkunft für Beschäftigte der Zementfabrik; Dawn berichtete von 16 Toten in Sanaa und Hodeida. In einigen Darstellungen waren unter den Toten sechs Frauen und ein Kind. DW berichtete separat über den Vorwurf, in der „Provinz Huda“ seien mindestens vier Menschen getötet worden; es bleibt jedoch unklar, ob sich dieser Name auf Hodeida oder Hodeidah bezieht, wie der Ort andernorts genannt wird. Die Zahlen lassen sich nicht ohne Weiteres addieren. 34 38 37 1
In den verfügbaren Berichten ist keine konkrete saudische Stellungnahme belegt, die auf diese Vorwürfe ziviler Opfer eingeht, sie zurückweist oder erklärt. Eine Meldung über eine Abfangaktion ist keine Reaktion auf den Vorwurf, im Jemen seien Menschen getötet worden. 1 34
Für Reisende gilt zunächst eine engere Empfehlung als die Schlagzeilen zur Wiedereröffnung nahelegen: Kontaktieren Sie die Fluggesellschaft und bestätigen Sie die Buchung, bevor Sie losfahren. Dass zwei Terminals Berichten zufolge wieder zur Verfügung stehen, ist eine wichtige Entwicklung. Ob daraus eine verlässliche Rückkehr zum kommerziellen Flugbetrieb wird, muss sich erst durch identifizierbare Flüge, einen anhaltenden Betrieb und klare Einschränkungen der Fluggesellschaften zeigen – nicht allein durch die Erlaubnis, den Betrieb wieder aufzunehmen. 5
Wie ausgestrahlt 22 Zeilen
- Saudi Arabia says two airport terminals reopened, giving airlines permission to return after deadly attacks.
- On October 13, we reported suspended operations and no confirmed reopening. Passengers and airport workers now face a partial restart alongside renewed Houthi threats. How much commercial service has actually returned remains unclear.
- King Khalid International Airport was reported to have reopened two terminals on October 25, after more than two weeks of disruption. Authorities designated Terminal 1 for domestic flights and Terminal 2 for international flights operated by Saudi national carriers.
- The airlines listed in the arrangements include Saudia, Flynas, Flyadeal and Riyadh Air. Passengers were told to confirm their booking status with their airline before travelling to the airport. An airline's inclusion in those arrangements doesn't tell passengers whether their particular flight will operate.
- Authorities can clear a terminal for use, but an airline still has to run its service. An aircraft then has to take off or land. The reported two-terminal restart leaves the number of completed flights unresolved.
- Flight-tracking displays were described as showing little activity on October 25. Sparse tracking alone can't tell us how many aircraft moved. Some descriptions mention a handful of departures, but there's still no clear flight-by-flight total for that day or confirmation of sustained operations on October 26.
- The aviation authority initially put the October 10 attack's death toll at 12. The Indian Embassy later said an Indian national had died of injuries on October 11, bringing that account to 13.
- The initial dead included four Saudi citizens and two Bangladeshis. One person each came from the United States, Jordan, Palestine, Syria, Sudan and Egypt. More than 300 people were injured. Detailed figures gave 309, but the exact injury total remains unsettled.
- On October 13, we reported at least 20 deaths across the preceding week's airport attacks, including an American. The 13 deaths now cited concern the October 10 assault alone. Those figures cover different groups of victims.
- A separate later figure put deaths across the weekend attacks at 14, without explaining each incident's toll. The Houthis claimed responsibility for the assault before the suspension. Nobody has explained how the airport's defenses were breached.
- An unidentified projectile struck Terminal 4 on October 11 and a fire followed. The projectile's identity and the fire's cause remain unexplained. The two terminals designated for the restart are Terminals 1 and 2.
- Houthi military spokesman Yahya Saree called the airport unsafe and a military target in a warning issued around the reopening. He warned international, regional and local airlines, airport employees and travellers against using it.
- The warning makes the group's declared threat explicit. It doesn't tell passengers whether another attack has happened. The renewed fighting has also broken a UN-brokered truce that had largely held since 2022.
- Riyadh's airport is one part of a wider exchange. Houthi authorities allege deadly Saudi strikes in Sana'a. Saudi authorities describe missile debris injuring people in Khamis Mushait and Ahad Rafidah, far from the capital's airport.
- Saudi-led coalition spokesman Turki al-Maliki announced interceptions across several regions on October 25. His breakdown covered ballistic missiles, a cruise missile and a drone. Saudi Arabia says its forces intercepted those weapons.
- The coalition said it intercepted 10 ballistic missiles directed toward the southern region and one toward Riyadh. It also announced one cruise missile toward Khamis Mushait and one drone in the Riyadh region. That makes 11 ballistic missiles in this breakdown.
- Separate October 24 announcements described two ballistic missiles intercepted over Riyadh and Khamis Mushait. The reporting windows may overlap, so adding the announcements could count weapons twice. The Houthis claimed attacks on airports and oil facilities, but which claims match which interceptions remains unclear.
- Saudi Civil Defense said debris from two intercepted ballistic missiles injured two people in Khamis Mushait and Ahad Rafidah. It reported three residential buildings and seven vehicles damaged. Those injuries occurred in southern Saudi Arabia.
- In Yemen, Houthi authorities alleged Saudi strikes hit residential areas and a cement factory in Sana'a. Their preliminary toll was at least 10 killed and 11 wounded. Saudi Arabia hasn't responded specifically to the civilian casualty allegations.
- Houthi media put Sana'a's toll at 11. Eight deaths were also alleged at cement-factory workers' accommodation. A combined toll of 16 was reported for Sana'a and Hodeida. These overlapping allegations haven't been independently confirmed and can't safely be added together.
- Some descriptions included six women and a child among the dead. A separate allegation put at least four deaths in a place called Huda province. Other descriptions use Hodeida or Hodeidah, but it's unclear whether those names refer to the same location.
- Two terminals are now reported reopened, but the scale and continuity of commercial flights remain unclear. Passengers have been instructed to contact their airline and confirm their booking status before travelling to King Khalid International Airport.
Quellen
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