Wissenschaft · Monarchfalterwanderung
15 Monarchfalter aus Wisconsin erreichten Mexiko. Was verraten ihre Signale?
Winzige Funksender verbinden in Wisconsin markierte Schmetterlinge mit Nachweisen aus mehr als 1.000 Meilen Entfernung. Sie können die Wanderung erhellen – doch 15 Ankünfte unter 68 markierten Monarchfaltern sind keine Überlebensrate.
Verfasst 5 Min. Lesezeit · 20 Quellen
Video in der Originalsprache
Aus dem englischen Original übersetzt.
Wenn ein in Wisconsin markierter Schmetterling in Mexiko auftaucht: Wie viel über seine Reise haben wir tatsächlich erfahren?
Genug, um ein Insekt, das Anfang September in jemandes Hand gehalten wurde, mit einem lebenden Zugvogel mehr als tausend Meilen entfernt in Verbindung zu bringen. Nicht genug, um alles zu wissen, was zwischen diesen Begegnungen geschehen ist – oder was im Winter geschehen wird. Bis zum 4. November 2026 waren in Mexiko 15 Monarchfalter mit winzigen Funksendern nachgewiesen worden, die in Wisconsin markiert worden waren; landesweit waren 68 markiert worden. Das geht aus dem Bericht von Paul A. Smith vom 5. November im Milwaukee Journal Sentinel hervor, der von Wausau Pilot & Review erneut veröffentlicht wurde. Das ist ein dokumentierter Meilenstein der Wanderung, keine Überlebensrate.3
Für Maggie Steinhauer, Forschungsleiterin am Urban Ecology Center in Milwaukee, ist die Verbindung auf ungewöhnliche Weise persönlich. Drei der 14 markierten Monarchfalter des Zentrums hatten Mexiko erreicht. Sie hat schon Vögel beringt, doch zum ersten Mal weiß sie mit Sicherheit, dass ein von ihr markiertes Tier mehr als 1.000 Meilen weit gereist ist. Die Project-Monarch-App zu überprüfen, gehört inzwischen zu ihrem täglichen Ablauf und zu den Dingen, die sie mit Kollegen und der Gemeinschaft teilt.3
Monarchfalter, die wir hier noch vor zwei Monaten in der Hand hielten, sind jetzt in Mexiko.
An der Initiative in Wisconsin beteiligten sich das Urban Ecology Center, das Beaver Creek Reserve in Fall Creek, BioCorps an der University of Wisconsin–Madison und die Southern Wisconsin Bird Alliance im Goose Pond Sanctuary in Arlington. Mark Martin, ein pensionierter staatlicher Naturschutzbiologe, der sich gemeinsam mit seiner Frau Susan Martin um Goose Pond kümmert, nannte die Gesamtzahl für den Bundesstaat. Die meisten Markierungen fanden Anfang September statt.3
Der Bericht von Wisconsin Public Radio über die Ausbringung der Sender beschrieb, dass am Goose Pond 30 Monarchfalter solarbetriebene Funksender erhielten. Diese Falter gehören zur landesweiten Markierungsaktion; sie sind nicht 30 zusätzliche Ankünfte in Mexiko. Bei einer Geschichte über Tiere, die nicht durchgehend beobachtet werden können, ist es wichtig, die Zahl der markierten Tiere von der Zahl der Nachweise getrennt zu halten.8
Was ein Funksignal verraten kann
Der Sender heißt BluMorpho. Er wurde von Cellular Tracking Technologies in Rio Grande, New Jersey, entwickelt und hergestellt. Er wiegt 0.06 Gramm beziehungsweise 60 Milligramm, verglichen mit einem ungefähren Körpergewicht eines Monarchfalters von 0.5 Gramm. Das solarbetriebene Gerät wird auf dem Rücken des Schmetterlings, am Thorax, befestigt. Es ist klein genug, um von einem Insekt getragen zu werden, stellt aber dennoch eine physische Last dar – und ist nicht einfach ein unsichtbarer Punkt in einer App.38
Es handelt sich um Funksender, nicht um verifizierte GPS-Aufzeichnungsgeräte an Bord. Ein teilnehmendes Smartphone oder ein Empfänger zur Wildtierverfolgung, darunter Empfänger im Motus-Netzwerk, kann das Signal eines Senders aufnehmen. Die App Project Monarch protokolliert Zeitpunkt und Ort des Nachweises und trägt ihn auf einer Karte ein. Das daraus entstehende Protokoll ist eine Abfolge von Begegnungen mit dem Nachweisnetzwerk, keine lückenlose Aufzeichnung jeder Richtungsänderung und jedes Zwischenstopps.317
Diese Unterscheidung schmälert den Fortschritt nicht. Jahrzehntelang befestigten Forscher nummerierte Papiermarken mit Kleberückseite an den Flügeln von Monarchfaltern. Wurde eine davon in Mexiko gefunden, ließ sich der Markierungsort mit einem Winterquartier in Verbindung bringen, doch über die Reise dazwischen verriet sie deutlich weniger. Wiederholte Funknachweise eröffnen Möglichkeiten, Wanderwege, zeitliche Abläufe und Orte zu untersuchen, an denen die Schmetterlinge zum Ausruhen oder zur Nahrungssuche verweilen.3
Die Zahlen zu den in Wisconsin angekommenen Faltern liefern noch keinen detaillierten Bericht über jeden einzelnen Schmetterling. Die vorliegenden Berichte enthalten für die 15 Ankömmlinge weder Rekonstruktionen individueller Routen noch genaue Reisezeiten oder benannte Zwischenstopps. Sie können keinen bestimmten Engpass auf der Wanderung belegen und den Verantwortlichen für die Flächenpflege auch nicht sagen, welchen konkreten Ort diese Gruppe am dringendsten brauchte. Die Technologie verspricht eine bessere Möglichkeit, solchen Fragen nachzugehen, aber noch keine abschließenden Antworten.
Es gibt Hinweise darauf, dass die Technologie auch über die Herbstwanderung hinaus Bewegungen aufzeigen kann. Smith berichtet, dass Tests im Jahr 2025 ergaben, dass Monarchfalter die Sender von den Vereinigten Staaten und Kanada bis nach Mexiko tragen konnten. In jener Saison wurden mehrere Hundert Sender eingesetzt, darunter auch im Norden von Illinois. Einige Schmetterlinge überlebten den Winter und wurden Anfang 2026 bei ihrer Rückkehr in die Vereinigten Staaten nachgewiesen. Es handelte sich um früher markierte Falter – kein Beleg dafür, was mit den diesjährigen Zugfaltern aus Wisconsin geschehen wird.3
Die Zahl ist kein Urteil
Die naheliegendste Rechnung führt zugleich zur falschen Schlussfolgerung: 15 durch 68 teilen und das Ergebnis als Anteil der überlebenden Falter bezeichnen. Damit würden die Grenzen der Beobachtung in eine Behauptung über das Schicksal der Schmetterlinge verwandelt.
Ein nicht nachgewiesener Monarchfalter kann anderswo noch leben oder vorbeigezogen sein, ohne registriert zu werden. Die verfügbaren Informationen beziffern für diese Gruppe weder die Abdeckung durch Empfänger noch die Nachweiswahrscheinlichkeit oder mögliche Ausfälle der Sender. Ohne diese Messwerte und spätere Beobachtungen lassen sich die fehlenden Nachweise nicht in Todesfälle, fortgesetzte Wanderungen und Tiere aufteilen, die das Netzwerk schlicht nicht erfasst hat. Ebenso belegt ein Nachweis irgendwo in Mexiko nicht, dass ein Falter eine endgültige Winterkolonie erreicht hat – geschweige denn, dass er den Winter überlebt.318
Die Zahlen zu den Ankünften beruhen zudem auf einem einzigen veröffentlichten Bericht und nicht auf einer unabhängig verfügbaren Einzelabrechnung für jeden markierten Falter aus Wisconsin. Das ist ein Grund, die Herkunft der Zahlen zu nennen und ihre Aussage eng zu begrenzen – nicht, die dokumentierten Wanderungen abzutun. Die Belege stützen die Aussage, dass Bewegungen nach Mexiko nachgewiesen wurden. Sie stützen keine vollständige Bilanz des Überlebens der Gruppe.3
Außerhalb von Wisconsin tragen Hunderte weitere Monarchfalter Sender, die in anderen Bundesstaaten und Kanada eingesetzt wurden. Wissenschaftler, die über die Xerces Society, Monarch Joint Venture und Monarch Watch beteiligt sind, werden die Datenerhebung und -analyse leiten. Der Nutzen für den Naturschutz wird sich daraus ergeben, zu verstehen, wie Bewegungen mit Wetter, Nahrung und verfügbarem Lebensraum zusammenhängen – nicht daraus, wie eindrucksvoll die Karte aussieht.3
Martin beschreibt das langfristige Ziel als die Bereitstellung ausreichender Nahrung und geeigneter Lebensräume während des gesamten Lebenszyklus der Monarchfalter, wovon auch andere Arten des Graslands und der Prärie profitieren würden. Unterdessen tauscht Steinhauer mit den Partnern beim Markieren bereits Beobachtungen zu Wettermustern und zur Verfügbarkeit von Lebensräumen aus. Die öffentliche Faszination und die wissenschaftliche Forschung befruchten einander, doch keine von beiden ist ein Beleg dafür, dass sich die Monarchfalterpopulation erholt hat.3
In den kommenden Wochen werden sich voraussichtlich weitere Zugfalter in den Winterreservaten nordwestlich von Mexiko-Stadt sammeln. Spätere Nachweise könnten zeigen, welche markierten Falter den Winter überleben und nach Norden ziehen, und Forschern helfen, zu untersuchen, wo die Fortpflanzung die Wanderung an die nächste Generation weitergibt. Marsicek zufolge reichen die Pläne bereits bis ins Jahr 2027. Vorerst ist der Erfolg zugleich bedeutend und konkret: Schmetterlinge, die Menschen in Wisconsin in der Hand hielten, wurden in Mexiko nachgewiesen. Die nächsten entscheidenden Signale werden uns zeigen, was geschah, nachdem sie dort angekommen waren.3
Quellen12
Google News last hour 3
- HeyDay News
6 ältere Beiträge als Hintergrund gelesen.7 Medien ohne Datumsangabe:
Alle Quellen nach Medium
20 Quellen aus 12 Medien· Meistzitierte zuerst
Google News last hour 3wausaupilotandreview.com3
- Zuerst berichtet
- New tags produce flood of migration data on monarchs as some already reach Mexico | Smith - Wausau Pilot & Review
- New tags produce flood of migration data on monarchs as some already reach Mexico | Smith - Wausau Pilot & Review
- Tagged with new technology, monarchs are set for a big reveal | Paul A. Smith - Wausau Pilot & Review
Cellular Tracking Technologiescelltracktech.com2
Monarch Joint Venturemonarchjointventure.org2
Monarch Watch Blogmonarchwatch.orgZuerst2
Southern Wisconsin Bird Allianceswibirds.org2
Adopt a Monarchadoptamonarch.org1
https://www.wmtv15news.comwmtv15news.com1
Project Monarchprojectmonarch.org1
urbanecologycenter.org1
WPRwpr.org1
Wie ausgestrahlt
- Fifteen monarch butterflies carried tiny transmitters all the way to Mexico. They came from 68 tagged in Wisconsin. For people who handled them weeks earlier, those detections connect them to animals now more than a thousand miles away.
- What can those signals tell researchers about the journey, and whether the butterflies survive it? The Mexico count covers detections through November fourth, twenty twenty-six. Most of Wisconsin's tagging happened in early September. Retired conservation biologist Mark Martin supplied the statewide total, bringing together work by several tagging partners.
- Three of the Urban Ecology Center's 14 tagged monarchs have reached Mexico. That Milwaukee group worked alongside Beaver Creek Reserve in Fall Creek, BioCorps at the University of Wisconsin–Madison, and the Southern Wisconsin Bird Alliance at Goose Pond Sanctuary in Arlington.
- Maggie Steinhauer, the Urban Ecology Center's research manager, has banded birds before. But this is the first time she's known for certain that an animal she tagged traveled more than a thousand miles. Checking the Project Monarch app has become part of her daily routine, and something she shares with coworkers and the community.
- The transmitter weighs 0.06 grams, or 60 milligrams. A monarch's body weighs about 0.5 grams. Researchers attach the solar-powered device to its back, on the thorax. That puts a radio transmitter on an insect light enough to rest on a flower.
- Cellular Tracking Technologies develops and manufactures the BluMorpho tags in Rio Grande, New Jersey. Tests in twenty twenty-five showed monarchs could carry them from the United States and Canada to Mexico. Several hundred were deployed that season, including in northern Illinois. Some of those butterflies survived winter and were detected returning to the United States earlier this year.
- A tagged butterfly sends a radio signal that a participating phone or wildlife-tracking receiver can pick up. Receivers include the Motus wildlife network. Project Monarch's app then logs the time and location and adds that detection to a map.
- Between those encounters, researchers have gaps in the journey. They can't turn the fifteen arrivals into a survival rate for all 68 butterflies. An undetected butterfly may still be alive elsewhere. And a detection in Mexico doesn't tell researchers whether that butterfly has reached its final winter colony or will survive the winter.
- Thirty monarchs received solar-powered radio tags at Goose Pond Sanctuary during this season's deployment. They're part of the statewide tagging effort. Mark Martin and his wife, Susan Martin, are caretakers of the Southern Wisconsin Bird Alliance reserve, where those insects began their tracked journeys.
- For decades, researchers put numbered, adhesive-backed paper tags on monarch wings. Finding one in Mexico could link its tagging site with a winter destination. Repeated radio detections can help fill in the journey between them, including where butterflies pause to rest or feed. Scientists can investigate how migration timing and paths relate to weather and available habitat.
- Brenna Marsicek says monarchs people held just two months ago are now in Mexico. The alliance's outreach director says following those journeys is connecting people with the butterflies and teaching them about migration. Partners are also exchanging observations about weather patterns and habitat availability.
- Hundreds of other monarchs carry transmitters in other states and Canada. Scientists with the Xerces Society, Monarch Joint Venture and Monarch Watch will lead data collection and analysis. Martin says the long-term goal is adequate food and habitat throughout the monarch's life cycle. He says that habitat can also help other grassland and prairie species.
- Marsicek says tagging plans already extend into twenty twenty-seven. More migrants are expected at reserves northwest of Mexico City in the coming weeks. Later detections could show which tagged butterflies survive winter and move north, and where they reproduce as the next generation takes over.
Übersetzung aktualisiert:
Kürzlich ausgestrahlt

Auf Englisch verfügbar
Ditlev Ironman Florida record: Official timing confirms 7:19:17 win




