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Justiz · Gescheiterte HinrichtungFortlaufendes Thema · Bericht 5 von 5

Nach Christa Pikes gescheiterter Hinrichtung wurde ihr Rettungsnotruf als Fehlalarm abgetan

Neue Notrufunterlagen zeigen, dass eine Anforderung eines Krankenwagens nach Tennessees gescheiterter Hinrichtung als Fehlalarm abgetan wurde. Pike erholt sich im Gefängnis, doch die Ursache des Versagens und ihre Zukunft unter einem Todesurteil bleiben ungeklärt.

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Fortlaufendes ThemaTag 20

5 Berichte248 Medien606 Quellen123 Videos

Das ganze Thema
  1. Update 1Hinrichtung von Christa Pike gestoppt; Tennessee ersucht Obersten Gerichtshof, Aufschub aufzuheben
  2. Update 2Zwei Dosen, eine gescheiterte Hinrichtung: Tennessee setzt nach Pikes Überleben Hinrichtungen aus
  3. Update 3Wer prüft eine gescheiterte Hinrichtung, wenn der Prüfer die Regeln mitgeschrieben hat?
  4. Update 4Christa Pike ist wach. Könnte Tennessee erneut versuchen, sie hinzurichten?
  5. Update 5Nach Christa Pikes gescheiterter Hinrichtung wurde ihr Rettungsnotruf als Fehlalarm abgetanSie sind hier

Was sich seit unserem letzten Bericht geändert hat

5 Tage später

Damals

Christa Pike ist wach. Könnte Tennessee erneut versuchen, sie hinzurichten?

Was wir als offen bezeichnet hatten

  1. Ob Pike aufwacht, welche Verletzungen sie hat und ob ein Arzt des Staates ihren Zustand bestätigen wird.

    Noch offen

    Pike wachte am 6. Oktober auf und kehrte am 10. Oktober ins Gefängnis zurück. Ihre Anwälte haben Verletzungen und den Genesungsverlauf beschrieben, doch eine unabhängige klinische Bestätigung sowie Erkenntnisse über ihre langfristige körperliche und kognitive Prognose fehlen weiterhin. 11447

  2. Was das Versagen verursachte und ob das Medikament in ihren Blutkreislauf gelangte.

    Noch offen

    Der Mechanismus ist nicht bewiesen, und keine öffentlich zugängliche toxikologische Untersuchung belegt, wie viel Pentobarbital in ihren Blutkreislauf gelangte. 372

  3. Wann Stanton Bericht erstattet und ob die Ergebnisse veröffentlicht werden.

    Noch offen

    Bis zum 13. Oktober sind weder eine öffentliche Frist noch abgeschlossene Ergebnisse oder eine Vereinbarung zur Veröffentlichung belegt. 307

  4. Ob die Aussetzung nur bis Ende 2026 oder bis zum Ende von Lees Amtszeit gilt.

    Beantwortet
  5. Stradas Rücktritt wird Ende Oktober wirksam; ein kommissarischer Leiter soll benannt werden.

    Noch offen

    Unsere frühere Formulierung mit Ende Oktober war zu präzise: In der Ankündigung hieß es, Strada werde später im Oktober ausscheiden. Ein genaues Wirksamkeitsdatum oder ein benannter kommissarischer Nachfolger steht nicht fest. 279

  6. Ob Lee vor dem Ende seiner Amtszeit Mitte Januar auf den Antrag auf Umwandlung des Urteils antwortet.

    Noch offen

    Eine Entscheidung über den erneuerten Antrag auf Umwandlung des Urteils wurde nicht bekannt gegeben, und es steht keine Frist fest, die Lee zu einer Antwort vor seinem Ausscheiden aus dem Amt verpflichtet. 512

  7. Ob Suttons Anspruch, eine geistige Behinderung zu haben, angehört wird.

    Noch offen

    Diese Aktualisierung belegt weder eine Anhörung noch eine Entscheidung zu Suttons Anspruch, eine geistige Behinderung zu haben; die Aussetzung der Hinrichtungen allein klärt diese Frage nicht.

Jetzt

Neue Notrufunterlagen zeigen, dass eine Anforderung eines Krankenwagens nach Tennessees gescheiterter Hinrichtung als Fehlalarm abgetan wurde. Pike erholt sich im Gefängnis, doch die Ursache des Versagens und ihre Zukunft unter einem Todesurteil bleiben ungeklärt.

Seitdem beantwortet

  1. Ob die Aussetzung nur bis Ende 2026 oder bis zum Ende von Lees Amtszeit gilt.

    Lees angekündigte Aussetzung gilt für den Rest des Jahres 2026, nicht ausdrücklich für den Rest seiner Amtszeit. Eine Verlängerung und ein möglicher Neustart im Januar sind weiterhin nicht angekündigt. 231502

Was sich bewegt hat

  • Die Leitstelle übermittelt die Anweisung, der Anruf sei falsch und es werde keine medizinische Hilfe benötigt.
  • Anwältin Kelly Gleason fordert sofortige lebensrettende Versorgung.

Am 8. Oktober berichtete HeyDay News, dass Christa Gail Pike nach Tennessees gescheitertem Hinrichtungsversuch wieder zu Bewusstsein gekommen war, sich aber weiterhin in ernstem Zustand im Krankenhaus befand. Inzwischen ist sie zur weiteren medizinischen Versorgung ins Gefängnis zurückgekehrt. Nun offenbaren am 12. Oktober veröffentlichte Notrufunterlagen ein weiteres Versagen in der Hinrichtungsnacht: Ein echter Notruf für einen Krankenwagen wurde als Fehlalarm abgetan. 11 539

Pike überlebte zwei Dosen Pentobarbital während eines einzigen Hinrichtungstermins am 30. September 2026 in der Riverbend Maximum Security Institution in Nashville. Zwischen dem ersten Notruf und der Bestätigung des Einsatzes sowie dem Zugang für die Rettungskräfte vergingen ungefähr eine halbe Stunde. In dieser Zeit wurde der Leitstelle mitgeteilt, dass keine medizinische Hilfe benötigt werde, während Pikes Anwältin sofortige lebensrettende Versorgung forderte. 4

Die Unterlagen legen ein Versagen der Rettungsmaßnahmen offen, klären aber nicht, warum die Hinrichtung scheiterte. Pike, 50, steht weiterhin unter Todesurteil. Tennessee hat Hinrichtungen bis zum Jahresende ausgesetzt, doch weder ihre Genesung noch diese vorübergehende Aussetzung schließen einen weiteren Versuch aus. 11 231

Ein Notfall, der erst verifiziert werden musste

Der erste Anruf ging um 8:40 p.m. Central Daylight Time ein. Name und Titel der anrufenden Person wurden geschwärzt. Der veröffentlichte schriftliche Bericht gibt folgende Worte wieder: „Wir haben heute Abend eine Hinrichtung durchgeführt. Wir haben 10 Gramm Pentobarbital verabreicht. Die Person ist noch nicht verstorben. Das war vor ungefähr 1 Stunde. Und wir rufen wegen eines Krankenwagens an.“ Die Menge und die verstrichene Zeit waren Angaben der anrufenden Person – keine Messung der Menge des Medikaments, die in Pikes Blutkreislauf gelangte, und keine genaue Angabe zum Beginn der Hinrichtung. 3 484

Auf die Frage nach der Atmung sagte die anrufende Person: „Nein. Die Atmung ist sehr angestrengt und langsam.“ Auf die Frage nach Schmerzen in der Brust lautete die Antwort: „Das weiß ich nicht. Die Person ist nicht bei Bewusstsein.“ Am Leben zu sein und zu atmen bedeutete nicht, normal zu atmen oder medizinisch stabil zu sein. 575

Die Leitstelle bat um einen Code zur Standortverifizierung. „Ich, ich habe keinen Code“, antwortete die anrufende Person. Es gibt keine öffentlich zugängliche Erklärung dafür, warum die Person, die den Notfall meldete, den Code nicht hatte. Was folgte, war ein langwieriger Versuch, einen Anruf zu verifizieren, dessen medizinische Dringlichkeit bereits eindeutig beschrieben worden war. 3 575

Notfalleinsatz am 30. September — Central Daylight Time

  1. 8:40 p.m. CDT

    Die erste anrufende Person fordert einen Krankenwagen an.

    4484
  2. 9:03 p.m. CDT

    Die Leitstelle übermittelt die Anweisung, der Anruf sei falsch und es werde keine medizinische Hilfe benötigt.

    575
  3. 9:08 p.m. CDT

    Anwältin Kelly Gleason fordert sofortige lebensrettende Versorgung.

    24
  4. Gegen 9:11 p.m. CDT

    Der Notfall wird bestätigt und den Einsatzkräften wird der Zugang durch das Tor erleichtert.

    4575
  5. 9:14 p.m. CDT

    Rettungsfahrzeuge werden vor dem Hinrichtungsgebäude gesichtet.

    571

Gegen 8:59 p.m. führten Kontakte mit der zentralen Gefängnisleitstelle zu der Aussage, sie habe den Anruf nicht getätigt. Eine Äußerung lautete: „Mir wird gesagt, dass niemand aus unserer Einrichtung Sie angerufen hat, also gibt es im Moment eigentlich nichts zu besprechen.“ Um 9:03 sagte die Leitstelle: „Auf Anweisung unserer Vorgesetzten in der DEC (Department of Emergency Communications) wurde uns mitgeteilt, dass es sich um einen falschen Anruf handelt. Im Riverbend-Gefängnis wird keine medizinische Hilfe benötigt.“ Diese Einschätzung war falsch. Aus den Unterlagen geht nicht hervor, wer die falsche Information weitergab oder was diese Person wusste. 575

Weitere Kontakte gegen 9:06–9:07 führten zur Mitteilung eines Codes und zu Hinweisen vom Tor, dass der Notfall echt war. Um 9:08 rief Gleason an und übermittelte Informationen von einem anderen Anwalt, der sich im Gefängnis befand: „Sie hat die Phasen des Protokolls durchlaufen, und nach dem letzten Stand des bei ihr anwesenden Anwalts lebt sie noch, atmet und benötigt sofortige lebensrettende Versorgung.“ Sky News berichtet von zwei Anrufen der Anwälte zu diesem Zeitpunkt. 575 4

Die Bestätigung und der Zugang durch das Tor gegen 9:11 Uhr waren organisatorische Meilensteine, keine verifizierten Zeitangaben für den ersten Kontakt mit der Patientin oder den Behandlungsbeginn. Die Notrufzentrale kontaktierte außerdem die Tennessee Highway Patrol, um den Zugang zu erleichtern. Gegen 9:34 Uhr lief der Transport, während die Einsatzkräfte noch über das Ziel sprachen. Die Unterlagen belegen eine erhebliche Verzögerung; sie belegen nicht, wie viel zusätzliche Verletzungen diese verursacht hat. 575 571

Eine Korrektur ist wichtig: Der erste Anruf wurde aufgezeichnet. Die Notrufzentrale von Nashville erstellte den veröffentlichten schriftlichen Bericht anhand dieser Audioaufnahme, die sie nach dem Recht von Tennessee zurückhielt. Der Videobericht der BBC vom 13. Oktober bezeichnete den Anruf als nicht aufgezeichnet; dass die Aufnahme nicht öffentlich freigegeben wurde, bedeutet nicht, dass es keine Originalaufnahme gab. Andere Anrufe wurden als Audio veröffentlicht. 2 484 575

Genesung ist kein medizinisches Urteil

Pike wachte am 6. Oktober auf und begann zu sprechen. Ihre Anwälte hatten am Vorabend angenommen, sie sei hirntot, und erwartet, dass die lebenserhaltenden Maßnahmen eingestellt würden. Das war ihre Einschätzung, keine öffentlich verifizierte formelle Feststellung des Hirntods. In ihren ersten Berichten beschrieben sie eine Lungenentzündung, ein Blutgerinnsel, starke Schwellungen an Arm und Hand, Verbrennungen oder Blasen, eingeschränkte Beweglichkeit und Schluckbeschwerden. 21 23

Spätere Aktualisierungen berichteten, dass sie mit Hilfe gehen konnte, ihre verletzten Arme wieder mehr einsetzte und normale Kost erhielt. Berichte vom 8. bis 9. Oktober besagten, ihre Lungen seien frei und die Ärzte seien von ihrer körperlichen Erholung ermutigt, während Verletzungen an den Armen es ihr weiterhin erschwerten, einen Stift zu halten und ihren Namen zu unterschreiben. Konzentrations- und Gedächtnisprobleme hielten an; laut ihren Anwälten hatten Ärzte darauf hingewiesen, dass sich dauerhafte kognitive Folgen möglicherweise erst nach Monaten beurteilen ließen. Dies sind weiterhin Angaben des Anwaltsteams, keine öffentlichen Einschätzungen der behandelnden Ärzte. 13 15 447

Sie wurde am 10. Oktober entlassen und kehrte ins Debra K. Johnson Rehabilitation Center in Nashville zurück. Das Department of Correction bestätigte ihre Rückkehr, ohne weitere klinische Einzelheiten zu nennen. In der Zusammenfassung von ABC News vom 12. Oktober hieß es, sie sei nach 12 Tagen zurückgekehrt; der Bericht von BBC News vom 10. Oktober dokumentierte die Entlassung und Rückkehr zehn Tage nach dem 30. September. Das belegte Rückkehrdatum korrigiert die spätere Zeitangabe. Die Entlassung belegt weder eine vollständige neurologische Genesung noch die Wiederherstellung der Armfunktion. 8 11 512

Das Versagen bei der Hinrichtung bleibt ungeklärt

Laut Darstellung der Verteidigung dauerte es mehr als eine Stunde, zwei intravenöse Zugänge zu legen, wobei mindestens sieben Nadeln verwendet wurden. Die Anwälte hatten vor kleinen Venen und Thrombozytose, einer Erkrankung mit erhöhter Zahl der Blutplättchen, gewarnt. Randy Spivey, der den Versuch beobachtete, sagte, Pike habe kooperiert und mögliche Stellen für einen Venenzugang vorgeschlagen. Dies sind zugeschriebene Darstellungen, keine abgeschlossenen Untersuchungsergebnisse. 9 10 499

Eine mögliche Erklärung ist, dass ein intravenöser Zugang versagte oder falsch platziert war, sodass Pentobarbital ins umliegende Gewebe gelangte. Schwellungen und Verbrennungen sind mit dieser Möglichkeit vereinbar, beweisen sie aber nicht. In ihrem Bericht vom 11. Oktober erklärte The Guardian, das Medikament sei nicht in ihren Blutkreislauf gelangt; öffentlich zugängliche Blutspiegelmessungen oder unabhängige toxikologische Untersuchungen belegen weder, dass überhaupt nichts in den Blutkreislauf gelangte, noch beziffern sie die systemische Aufnahme. 10 372

Gouverneur Bill Lee ordnete eine unabhängige Überprüfung an, und die Generalstaatsanwaltschaft beauftragte am 3. Oktober den ehemaligen US-Staatsanwalt Ed Stanton. Stanton leitete die Überprüfung von 2022, die dazu beitrug, das nun unter Beobachtung stehende Protokoll zu gestalten. Bis zum 13. Oktober waren weder eine öffentliche Frist für den Bericht noch Ergebnisse oder eine Zusage zur Veröffentlichung der zugrunde liegenden Belege bekannt. 307

Die Sicherungsanordnung von Kanzler I’Ashea Myles vom 7. Oktober umfasst Medikamente, IV-Ausrüstung, medizinische Unterlagen und Schulungsunterlagen, Kommunikation, Aufzeichnungen und sonstige Beweise; soweit möglich, schließt sie auch Bemühungen zur Wiederbeschaffung entsorgten Materials ein. Die Sicherung bedeutet keine sofortige Offenlegung. Die Anrufe geben Einblick in einen Teil des operativen Geschehens; sie belegen nicht, dass Videos aus dem Hinrichtungsraum oder die vollständigen medizinischen Unterlagen und Medikamentennachweise veröffentlicht wurden. Die Vorschriften zu Anwaltsbesuchen im Krankenhaus verpflichteten die Gefängnisleiter, innerhalb von zwei Stunden zu reagieren – sie garantierten nicht, dass der physische Zutritt innerhalb dieses Zeitraums gewährt würde. 376 313

Lee lehnte eine Begnadigung am 28. September ab, vor dem Versuch. Pikes Anwälte erneuerten ihren Antrag auf lebenslange Haft ohne Bewährung, doch eine Entscheidung wurde nicht bekannt gegeben. Bei der Anhörung am 7. Oktober erklärte der stellvertretende Generalstaatsanwalt John W. Ayers, es liege kein Hinrichtungsbefehl vor und er wisse nicht, ob Tennessee es erneut versuchen werde. Bis zum 13. Oktober waren weder ein neuer Antrag, ein neuer Befehl oder Termin noch eine Pike-spezifische Entscheidung über einen zweiten Versuch belegt. 201 11 512

Pike war 18 Jahre alt, als sie 1995 ihre 19-jährige Mitschülerin Colleen Slemmer folterte und tötete; 1996 wurde sie zum Tode verurteilt. Ihr Überleben macht weder die Verurteilung noch den Verlust von Slemmers Familie rückgängig. Tennessee muss jedoch darüber Rechenschaft ablegen, was einer Person in staatlichem Gewahrsam widerfuhr – sowohl bei dem Versuch, sie zu töten, als auch als sie gerettet werden musste. 11

Wie ausgestrahlt 37 Zeilen
  1. On October 8, we reported Christa Pike hospitalized. She's now recovering in prison.
  2. A real medical emergency was dismissed as a false call after she survived two doses of an execution drug. Tennessee has halted executions through year-end, but Pike still faces a death sentence. What blocked the rescue response, and could the state try to execute her again?
  3. Pike survived two doses of pentobarbital during one execution session at Riverbend Maximum Security Institution in Nashville. The attempt happened September 30. She's now receiving medical care at the separate Debra K. Johnson Rehabilitation Center.
  4. An unidentified caller requested an ambulance at 8:40 that evening. The caller said staff had administered 10 grams of pentobarbital about an hour earlier. Pike was unconscious, and the caller described her breathing as very labored and slow.
  5. The caller's name and job title were withheld. The dispatcher asked for a location verification code, and the caller didn't have it. Nobody has explained why the person seeking emergency help lacked that code.
  6. Prison central control then denied making the call. Around 8:59, someone answering for the facility said nobody there had called emergency services. Dispatchers were trying to authenticate an emergency while receiving information that undermined the request.
  7. The first call was recorded. Nashville's emergency-communications agency released a written account prepared from that recording, but withheld the original audio under state law. Descriptions calling it unrecorded were wrong. Other calls were released as audio.
  8. Dispatch announced that no medical assistance was needed more than twenty minutes after the ambulance request. That instruction was wrong. Around 9:06 to 9:07, further contacts produced a code and information from the gate that the emergency was real.
  9. The first request came at 8:40. Dispatch called it false at 9:03. Lawyer Kelly Gleason sought life-saving care at 9:08. Officials confirmed the emergency and facilitated gate access around 9:11. Emergency vehicles were seen outside the execution building at 9:14.
  10. Gleason made two emergency calls, relaying information from another attorney who was present at the prison. She said Pike needed immediate life-saving care. She also described Pike as not awake and snoring. Breathing didn't mean she was breathing normally.
  11. About thirty minutes passed between the first call and confirmed gate access. Emergency officials also contacted the Tennessee Highway Patrol to help responders get inside. More than ninety minutes had passed since the execution process began.
  12. Transport was underway around 9:34, although responders were still discussing the destination. Nobody has given the exact time medical teams first reached Pike or began treatment. The delay's effect on her injuries is also unclear. The missing code and conflicting communications obstructed the response.
  13. Pike returned to prison October 10, ten days after the attempt. The twelve-day figure attached to her return was wrong. October 12 was twelve days after the execution attempt, but she'd already left the hospital.
  14. The Department of Correction confirmed her return. Her lawyers Stephen Ferrell, Luke Ihnen, Randy Spivey and Kelly Gleason said she was grateful to first responders and her medical team. She'd been housed at the women's facility for more than thirty years.
  15. Pike, who's fifty, woke and began speaking October 6. The previous evening, her lawyers had understood she was brain dead and expected life support to be withdrawn. No formal brain-death diagnosis was publicly confirmed. Their understanding changed when she woke.
  16. Her lawyers initially described pneumonia and a blood clot in one arm. They also described severe swelling, burns or blisters, impaired arm and hand movement, and trouble swallowing. They said she was angry and confused and restrained to her hospital bed.
  17. Later updates described assisted walking, renewed arm movement and a regular diet. Her lawyers said her lungs were clear and physicians were encouraged by her physical recovery. Those improvements came alongside continuing difficulty with concentration and memory.
  18. Arm injuries still made holding a pen and signing her name difficult. Her lawyers said physicians advised that lasting cognitive effects could take months to assess. They also described profound psychological trauma from surviving the attempt.
  19. The latest account from her attorney described her as alert, speaking and on her feet in prison. Her recovery continues, and her long-term physical and cognitive outlook is still unclear.
  20. Her lawyers say staff spent more than an hour establishing two IV lines and used at least seven needles. They'd warned about her small veins and thrombocytosis, a disorder involving elevated platelets that can increase clotting risks.
  21. The defense described a needle removed bent at a ninety-degree angle. Pike helped staff identify a possible vein and said her arm felt as if it would burst. Randy Spivey, who witnessed the attempt, described her cooperating with the team.
  22. Physician and medical ethicist Lydia Dugdale discussed a possible IV failure that let the drug enter surrounding arm tissue. Swelling and burns fit that possibility. Nobody has confirmed the cause or how much pentobarbital reached Pike's bloodstream.
  23. The Department of Correction maintains that staff followed every step of its execution protocol. It also says the protocol allowed no additional procedures. The review must examine how a procedure the state says it followed produced this outcome.
  24. Governor Bill Lee halted executions for the rest of 2026. He called the failed attempt deeply disturbing and highly disappointing. Lee is term-limited and leaves office in January 2027. Any extension of the pause would require a further decision.
  25. Ed Stanton led Tennessee's 2022 lethal-injection review, which helped shape the protocol now under scrutiny. The attorney general's office retained him October 3 to examine the Department of Correction's actions and whether staff followed the protocol.
  26. Stanton served as U.S. attorney for western Tennessee from 2010 to 2017 and is a partner at Butler Snow. His review also considers whether the protocol needs further changes. Officials haven't announced when he'll report or committed to publishing the findings and supporting evidence.
  27. Chancellor I'Ashea Myles ordered officials to preserve evidence October 7. Her order covers the drugs and their residue, needles and IV equipment, medical records, training and personnel records, witness accounts, official communications, photographs and recordings.
  28. The obligation extends to restraints, gurneys, packaging, waste, notes, logbooks and surveillance video. Officials must also try to recover discarded material where possible. Preserving those items keeps them available for examination. Public access to the remaining execution evidence is a separate unresolved issue.
  29. Myles also set rules for attorney visits while Pike was hospitalized. Written requests had to reach the wardens at least two hours beforehand. Wardens had two hours to respond, while hospital policies continued to govern access.
  30. Corrections Commissioner Frank Strada is stepping down later in October. Lee accepted his resignation October 3. Strada still maintains that the department followed protocol, but said stepping aside served Tennesseans as the independent review moved forward.
  31. Pike remains under the death sentence imposed in 1996. She was eighteen when she tortured and killed her nineteen-year-old classmate, Colleen Slemmer, in 1995. Slemmer's family lost her, and Pike's survival leaves that conviction in place.
  32. Lee denied Pike's original clemency request September 28, before the attempt. Her lawyers renewed their request to replace her death sentence with life without parole. Lee hasn't announced a decision on that request.
  33. At the October 7 hearing, Assistant Attorney General John Ayers said there was no pending execution order. He didn't know whether the state would seek another attempt. Tennessee's Supreme Court has the authority to issue a new order.
  34. In 1947, the U.S. Supreme Court allowed a second electrocution after an accidental equipment failure. That decision was five to four. No court has decided how that precedent applies to Pike's circumstances.
  35. Death-penalty scholar Austin Sarat and medical ethicist Lydia Dugdale have discussed possible constitutional challenges. Those could involve the ban on cruel and unusual punishment and double jeopardy, which restricts repeated prosecution or punishment. Courts would have to decide those arguments.
  36. Senator Marsha Blackburn has called for Tennessee to bring back the electric chair. Changing execution methods would require its own legal and policy decisions. Pike's immediate position still depends on the renewed clemency request and any future execution order.
  37. Through October 13, Tennessee hasn't announced another execution date for Pike or a decision removing her death sentence. The rescue was delayed by authentication failures and conflicting instructions. Why the execution drugs failed remains unresolved while she continues medical care in prison.

Quellen

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