Politik · Umfragen zur ZwischenwahlFortlaufendes Thema · Bericht 2 von 2
Demokraten führen bei Umfrage zur Wahl des Repräsentantenhauses mit acht Punkten, während die Unzufriedenheit mit der Wirtschaft groß ist
Die Umfrage von ABC, The Washington Post und Ipsos beziffert Trumps Zustimmung vor dem Hintergrund weitverbreiteter Unzufriedenheit mit der Wirtschaft auf 33%. Der landesweite Vorsprung der Demokraten ist eine Warnung für die Republikaner, aber keine Prognose darüber, wer das Repräsentantenhaus kontrollieren wird.
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60 Tage später
Damals
Trumps Zustimmung sinkt kurz vor den Zwischenwahlen auf 33%Damals noch offen
- Im vorliegenden Material finden sich keine verifizierten Angaben zur Stichprobengröße, Fehlermarge, Gewichtungsmethode oder vollständigen demografischen Aufschlüsselung.
- Für eine anfängliche Zustimmung von 47%, einen Rückgang um 14 Punkte, eine Erwartung von 71% unter den Republikanern oder einen Vorsprung von fünf Punkten bei der allgemeinen Kongresswahlfrage gibt es keine verifizierte Quelle.
Worauf wir achten wollten
- Ob der Vorsprung der Demokraten beim Vertrauen in Wirtschaftsfragen bis zum Wahlkampf im November anhält.
- Ob Benzinpreise und die Erwartung eines langwierigen Krieges die Zustimmung weiter sinken lassen oder stabilisieren.
Jetzt
Die Umfrage von ABC, The Washington Post und Ipsos beziffert Trumps Zustimmung vor dem Hintergrund weitverbreiteter Unzufriedenheit mit der Wirtschaft auf 33%. Der landesweite Vorsprung der Demokraten ist eine Warnung für die Republikaner, aber keine Prognose darüber, wer das Repräsentantenhaus kontrollieren wird.
Für Haushalte, die auf günstigere Benzinpreise warten, hat die Regierung weiterhin keinen Termin: Eine Entlastung hängt davon ab, dass der Iran-Konflikt endet. Sechzehn Tage vor der Wahl am 3. November beurteilen die Wähler die Wirtschaft, wie sie jetzt ist – nicht die, die sich laut Regierungsvertretern nach dem Krieg ergeben wird. 2 59
Eine neu veröffentlichte Umfrage von ABC News, The Washington Post und Ipsos zeigt, wie schwierig dieses Umfeld für die Republikaner geworden ist. Bei der nationalen Präferenz für die Wahl zum Repräsentantenhaus führen die Demokraten unter den wahrscheinlichen Wählern mit 52% zu 44%, während die Zustimmung zur Amtsführung von Präsident Donald Trump unter Erwachsenen bei 33% liegt. Die am 18. Oktober veröffentlichten Ergebnisse weisen auf einen deutlichen Vorsprung der Demokraten bei den bekundeten Präferenzen hin. Sie entscheiden nicht darüber, wer das Repräsentantenhaus kontrollieren wird. 1 22 28
Die wichtigsten Fakten
Die Unzufriedenheit reicht über den Präsidenten hinaus. In der zentralen Umfrage sagten 72%, das Land bewege sich in die falsche Richtung; etwa drei Viertel beurteilten die Wirtschaft negativ, und 65% hielten den Gewalteinsatz gegen den Iran für einen Fehler. Diese Ergebnisse bringen die Republikaner landesweit in die Defensive. Sie belegen nicht, dass jeder unzufriedene Wähler einen Demokraten wählen wird, und auch nicht, dass die Ablehnung des Militäreinsatzes den Abstand bei der Präferenz für das Repräsentantenhaus verursacht hat. 1
Auch die Zustimmungsrate von 33% muss historisch eingeordnet werden. Am 19. August berichtete HeyDay News über eine separate Reuters/Ipsos-Umfrage, die am Vortag veröffentlicht worden war und Trumps Zustimmung unter Erwachsenen mit 33% angab – damals der niedrigste Wert seiner aktuellen Amtszeit in dieser Umfrage. Die entsprechende Zahl im Oktober stammt aus einer anderen Umfrage. Sie ist eine neue Messung, kein Beweis dafür, dass sich die öffentliche Meinung seit August nicht verändert hat. Die neue Entwicklung hier ist das Ergebnis zur Präferenz bei der Wahl des Repräsentantenhauses im Oktober neben einem weiteren niedrigen Wert für die Zustimmung zum Präsidenten.
Was der landesweite Vorsprung aussagt
Der Vorsprung der Demokraten von acht Punkten ist ein landesweiter Messwert, kein Ergebnis für einen Wahlkreis und keine Sitzprognose. Bei den Wahlen zum Repräsentantenhaus treten eigene Kandidaten an, und es entscheiden die Wähler in den jeweiligen Wahlkreisen. Wo die Unterstützer leben und ob sie wählen gehen, bestimmt, wie sich ein landesweiter Vorsprung in politische Macht im Kongress übersetzt. Die Umfrage gibt den Demokraten Anlass, dem politischen Umfeld zuversichtlich entgegenzusehen, aber keinen Anspruch auf eine Mehrheit.
Für die Umfrage wurden vom 9. bis zum 13. Oktober 2,545 Erwachsene in den USA über das probabilistische Ipsos KnowledgePanel befragt. Darunter waren 2,032 registrierte Wähler. Zur Ermittlung der Ergebnisse für wahrscheinliche Wähler wurde registrierten Wählern eine Wahrscheinlichkeit für ihre Stimmabgabe zugeordnet; Personen, bei denen eine höhere Wahlteilnahme erwartet wurde, erhielten mehr Gewicht. Die verfügbare Methodik nennt keine separate Zahl der Befragten für die Gruppe der wahrscheinlichen Wähler. 19 20
Dieser Unterschied ist wichtig. Das Ergebnis zur Präferenz bei der Wahl des Repräsentantenhauses bezieht sich auf modellierte wahrscheinliche Wähler; die Zustimmungsrate des Präsidenten bezieht sich auf Erwachsene. Gemessen werden unterschiedliche Einschätzungen in unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen. Im Bericht von USA TODAY über dieselbe Umfrage wird eine Ablehnung der Amtsführung durch 66% der Erwachsenen neben einer Zustimmung von 33% ausgewiesen. ABC und The Washington Post sind Auftraggeber, die über dieselbe Umfrage berichten – keine zwei unabhängigen Umfragen, die sich gegenseitig bestätigen. 22 28 6 5
Die veröffentlichten Fehlerspannen betragen plus/minus zwei Prozentpunkte für Erwachsene und 2.2 Punkte für registrierte und wahrscheinliche Wähler. Bei Fragen, die der Hälfte der Befragten gestellt wurden, also 1,271 bis 1,274 Erwachsenen, beträgt die Fehlerspanne 2.8 Punkte. Diese Werte berücksichtigen Gewichtungseffekte, doch aus der verfügbaren Methodik geht nicht hervor, welche relevanten Fragen nur der Hälfte der Befragten gestellt wurden oder welches Konfidenzniveau den Fehlerspannen zugrunde liegt. 19 20
Die Fehlerspanne eines Prozentwerts entspricht nicht automatisch der Unsicherheit der Differenz zwischen zwei Parteien. Sie deckt auch nicht alle möglichen Fehler durch Nichtbeantwortung, Frageformulierung oder das Modell zur Wahlbeteiligung ab. Die ursprüngliche Ergebniszeile zur Wahl des Repräsentantenhauses und der genaue Wortlaut der Frage sind in den Auszügen der Veröffentlichung, auf denen dieser Bericht beruht, nicht verfügbar; auch die detaillierten Gewichtungsverfahren und die Fallzahlen für einzelne Fragen bleiben unklar. Der gemeldete Vorsprung ist ernst zu nehmen, ohne ihm einen Signifikanztest zuzuschreiben, der nicht belegt ist. 19 20 22
Andere Umfragen, eine ähnliche Warnung
Eine separate Umfrage von NBC News Decision Desk in Zusammenarbeit mit SurveyMonkey ergab laut NBC und USA TODAY, dass 71% der Erwachsenen das Land auf dem falschen Weg sahen. Das bestärkt das Bild eines weitverbreiteten Pessimismus. Es bedeutet nicht, dass die 72% der zentralen Umfrage korrigiert werden müssten, und belegt auch keine Veränderung um einen Prozentpunkt im Zeitverlauf. 7 8
Political Wire berichtet, dass die NBC-Umfrage unter Erwachsenen eine Zustimmung von 34% und eine Ablehnung von 66% ergab; bei der Präferenz für den Kongress unter registrierten Wählern lagen die Demokraten demnach mit 55% vor den Republikanern mit 45%. Dabei handelt es sich weiterhin um Zahlen aus Sekundärberichten: Die vollständigen Primärergebnisse, Erhebungszeiträume, Stichprobengrößen und der Fragebogen liegen hier nicht vor. Die Berichte nennen außerdem unterschiedliche Unsicherheitswerte für die Ergebnisse unter Erwachsenen und registrierten Wählern, ohne dass deren Berechnung nachweislich erklärt wird. 31 33
Eine Fox-Umfrage ergibt ein weiteres, eigenständiges Bild: 36% Zustimmung und 64% Ablehnung unter registrierten Wählern. Dafür wurden vom 9. bis zum 12. Oktober 1,202 registrierte Wähler befragt, die zufällig aus einem landesweiten Wählerverzeichnis ausgewählt wurden. Beacon Research und Shaw & Company Research führten 114 Interviews über Festnetz und 786 über Mobiltelefone; außerdem erhoben sie 302 Online-Antworten über Links in Textnachrichten. Die Grundgesamtheit der registrierten Wähler ist ein weiterer Grund, diese Zustimmungswerte nicht als aufeinanderfolgende Messpunkte eines einzigen Trends zu lesen. 18 50 49
Fox bezeichnete das Ergebnis zur Zustimmung als Rekordtief, und The Hill beschrieb es als den niedrigsten Wert in einer der beiden Amtszeiten Trumps; die vollständigen historischen Tabellen, die nötig wären, um diese Einschätzung unabhängig zu überprüfen, liegen nicht vor. Ebenso handelt es sich bei der Beschreibung von Axios, wonach die Demokraten landesweit mit acht bis zehn Punkten führen, um eine zusammenfassende Darstellung mehrerer Umfragen, nicht um eine gepoolte Schätzung oder ein Modell zur Sitzverteilung. 18 50 4
Eine weitere Zahl gehört in eine eigene Kategorie: Der landesweite Umfragedurchschnitt von NBC zur Wahl des Kongresses wies für die Demokraten 51% und für die Republikaner 43% aus; zuletzt aktualisiert wurde er am 14. Oktober. Ein Durchschnitt bündelt Umfragen. Er ist weder das gemeldete Ergebnis der NBC-Umfrage von 55% zu 45% noch das Ergebnis der zentralen Umfrage von 52% zu 44%. Die Ergebnisse weisen politisch in eine ähnliche Richtung, sind aber keine austauschbaren Belege. 36
Wirtschaftlicher Unmut trifft auf einen ungewissen Zeitplan
MS NOW berichtete, dass registrierte Wähler den Demokraten erstmals seit 2014 mehr als den Republikanern zutrauten, die Wirtschaft zu führen. Das wäre politisch bedeutsam, doch die Parteianteile, die Größe des Vorsprungs und die historischen Vergleiche sind durch die verfügbaren Belege nicht abgesichert. Unzufriedenheit mit der Wirtschaft und das Vertrauen in die Fähigkeit einer Partei, sie in Ordnung zu bringen, sind getrennte Einschätzungen; die eine kann nicht für die andere stehen. 2
Finanzminister Scott Bessent bezeichnete die Inflation bei Trumps Amtsantritt mit 3% und zum Zeitpunkt seines Interviews mit 3.7%. Aus dem verfügbaren Bericht geht nicht hervor, welcher Inflationsindex oder welcher Bezugsmonat diesem Vergleich zugrunde liegt. Daher sollten die Zahlen ihm zugeschrieben werden, statt als verifizierter Vergleich innerhalb einer bestimmten amtlichen Datenreihe dargestellt zu werden. Selbst eine niedrigere Inflationsrate würde bedeuten, dass die Preise langsamer steigen, nicht unbedingt, dass sie auf das von den Haushalten erinnerte Niveau zurückfallen. 2
Bessent brachte eine Entlastung bei den Energiepreisen ebenfalls mit dem Ende des Krieges in Verbindung und sagte: „Wir werden es auf die andere Seite schaffen.“ Auf die Frage, ob die Preise bis zum Jahreswechsel sinken würden, sagte er, das „werde davon abhängen, was im Iran-Konflikt geschieht“. Eine Bedingung ist keine Frist. Die Umfrage misst die Unzufriedenheit zum jetzigen Zeitpunkt; die Antwort der Regierung hängt von Ereignissen ab, für die sie keinen Zeitplan genannt hat. 56 59
Die Wahl findet am 3. November statt. Das ist der landesweite Wahltag, nicht der allgemeine Beginn der vorzeitigen Stimmabgabe oder eine Frist zur Bestätigung aller Ergebnisse. Die Wahlergebnisse in den Wahlkreisen und die Wahlbeteiligung – nicht eine Hochrechnung des landesweiten Umfrageabstands – werden über die Machtverhältnisse im Kongress entscheiden. 47 40
Vorerst stützen die Belege eine klare, aber begrenzte Schlussfolgerung: Die Demokraten haben landesweit einen deutlichen Vorsprung bei den Präferenzen, und die Wählerschaft ist zutiefst unzufrieden mit den aktuellen Verhältnissen. Ob sich daraus eine Mehrheit im Repräsentantenhaus ergibt, entscheiden weiterhin die Wähler – Wahlkreis für Wahlkreis.
Wie ausgestrahlt 26 Zeilen
- On August 19, we reported Trump's approval at 33 percent. Today's survey adds an eight-point Democratic House preference lead.
- Republicans face broad dissatisfaction with the economy and the country's direction, sixteen days before the election. But how much can that national advantage tell us about who will actually control the House?
- Democrats draw 52 percent in the national House preference measure, and Republicans draw 44 percent. That eight-percentage-point gap comes from likely voters, with registered voters weighted by their estimated chances of casting a ballot.
- The survey interviewed 2,545 adults from October 9 through October 13. It included 2,032 registered voters. The likely-voter calculation uses those registered voters and their chances of voting, rather than treating every adult as equally likely to participate.
- President Donald Trump's job approval stands at 33 percent among adults, with 66 percent disapproving. That measures a broader population than the likely voters behind the House result. The two findings describe different judgments by different groups.
- The matching approval number from August doesn't tell us opinion stayed unchanged. That earlier survey found the lowest approval of Trump's current term within its own series. Today's figure comes from a different survey, so the two readings can't trace a continuous trend.
- The poll used a probability-based survey panel. Its likely-voter model gives more influence to registered voters judged more likely to vote. So turnout assumptions help shape the House preference result, alongside the answers people give.
- The poll's two news sponsors published findings from the same survey. Counting their coverage separately would double-count the evidence. And a national preference question captures party choice across the country, while each House contest has its own candidates and electorate.
- The published sampling error is plus or minus two points for adults, and 2.2 points for registered and likely voters. Half-sample questions carry a 2.8-point margin. Those margins include the effects of weighting, which adjusts how much different responses count.
- A percentage's error margin doesn't automatically give the uncertainty around the gap between two parties. Sampling margins also leave out possible errors from question wording, people declining to respond, or the turnout model. The exact House question and question-by-question sample details aren't clear yet.
- Individual district elections will decide House control. A national eight-point preference advantage can't be converted directly into seats. The voters who actually turn out, and where they live, determine how national sentiment translates into congressional power.
- The survey finds 72 percent saying the country is headed in the wrong direction. About 75 percent view the economy negatively. And 65 percent say using force against Iran was a mistake.
- Those findings put Republicans in a difficult national environment. They don't tell us every unhappy voter will choose a Democrat. And people's judgments about the economy and military action don't, by themselves, explain why they chose a party in the House question.
- A separate national survey finds 71 percent of adults saying the country is on the wrong track. It reportedly puts approval at 34 percent and disapproval at 66 percent, with registered voters favoring Democrats for Congress by 55 to 45.
- The complete results and methods for that separate survey aren't available yet. Its reported uncertainty figures also lack a clear explanation of how they were calculated. And the difference between 71 and 72 percent across two surveys doesn't show that opinion moved.
- A separate national polling average showed Democrats at 51 percent and Republicans at 43 percent on October 14. That average combines polls. It belongs alongside the individual surveys as a different product, with potentially different questions and populations.
- Another survey puts Trump's approval at 36 percent and disapproval at 64 percent among registered voters. It interviewed 1,202 people from October 9 through October 12, drawing them randomly from a national voter file.
- Two research firms conducted that poll using 114 landline interviews, 786 cellphone interviews and 302 online responses through text-message links. Its registered-voter population differs from the central survey's adult approval measure, another reason the percentages shouldn't be read as successive steps in one trend.
- The national preference results point in a similar political direction. A broader description of Democratic leads ranging from eight to ten points remains a reported synthesis. It doesn't supply a combined estimate or a model of how many seats either party will win.
- Registered voters reportedly trust Democrats more to manage the economy, described as their first such advantage since 2014. The size of that lead and the historical comparison are still unclear. Disliking economic conditions and trusting a party to improve them are separate judgments.
- Treasury Secretary Scott Bessent says inflation was three percent when Trump took office and 3.7 percent at the time of his interview. He hasn't clearly identified the inflation measure or reference month behind that comparison.
- Even a lower inflation rate would mean prices rising more slowly. Households could still be paying more than they did before those increases. The administration's explanation for fuel costs links relief to the end of the Iran conflict.
- Vice President JD Vance says gasoline prices will fall when the conflict ends. He also blames part of today's high prices on refining capacity that went offline during Joe Biden's presidency. That explanation comes without a firm date for cheaper gasoline.
- Bessent also ties lower energy prices to the war's end, saying, “we will get to the other side.” Asked about prices falling by the new year, he says that “will depend on what happens with the Iran conflict.”
- Neither official has given households a firm timetable for relief. The polling captures dissatisfaction now, while the administration's expectation of lower fuel costs depends on how the conflict develops.
- Democrats hold a substantial national preference advantage, but district-level voting will decide whether they gain control of the House. The general election is November 3. Turnout and the results of those individual contests will determine who has the votes to govern.
Quellen
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