Wissenschaft · Mondfisch im Derwent
Ein riesiger Mondfisch wurde in tieferes Wasser geschoben. Dann kam er zurück.
Ein Anwohner schob den Riesenfisch in Richtung tieferes Wasser, fand ihn aber später wieder im Flachwasser. Ein Biologe befürchtete, dass er sterben würde; sein Schicksal ist jedoch unbestätigt.
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Video in der Originalsprache
Aus dem englischen Original übersetzt.
Chris Reed schob einen riesigen Mondfisch aus dem Flachwasser der Montrose Bay hinaus und versuchte, dem Meerestier den Weg zurück in tieferes Wasser zu ermöglichen. Als er gegen 15 Uhr zurückkehrte, war der Fisch wieder dort, wo Reed ihn nicht haben wollte: erneut im flachen Wasser. Ihn wegzuschieben hatte nicht ausgereicht, um ihn dort zu halten.1
Die Begegnung im tasmanischen River Derwent sorgte für einen eindrucksvollen Anblick, aber keine bestätigte Rettung. In einem am 5. November 2026 veröffentlichten Interview mit ABC Hobart Drive schätzte der Meeresbiologe Neville Barrett die Überlebenschancen des Tieres als schlecht ein und verwies auf seinen offenbar schlechten Zustand und das vom Süßwasser beeinflusste Wasser. Kein verifizierter späterer Bericht belegt, ob der Fisch das offene Meer erreichte, Hilfe erhielt oder starb.1
Reed war mit seinen Kindern Rose und Sven nahe dem GASP-Steig in der Montrose Bay in Hobarts nördlichen Vororten spazieren. Zunächst glaubten sie, eine Robbe entdeckt zu haben. Eine Frau in der Nähe hielt das Tier für einen verletzten Hai; Reed fragte sich kurz, ob es ein junger Wal sein könnte. Die ungewöhnliche Form des Tieres machte diese ersten Vermutungen zunichte. Reed, der noch nie zuvor einen Mondfisch gesehen hatte, schickte seinem Freund Elliot Stiles ein Video, und dieser erkannte das Tier.1
Der Fisch lag auf der Seite. Reed schätzte seine Länge auf mehr als zwei Meter und seine Höhe auf ebenso viel – ein im Wasser gewonnener Eindruck, keine gemessene Länge. Sein Gewicht und seine genaue Art sind nicht bestimmt worden. Auch belegen die ersten Vermutungen der Umstehenden nicht, dass das Tier verletzt war.1
Reed ging ins Wasser und schob den Fisch hinaus, bis ihm das Wasser etwas mehr als bis zur Taille reichte. Dann wurde der Untergrund zu felsig, mit Muscheln unter den Füßen, und ihm wurde kalt. Jemand am Ufer sagte ihm, dass ein Anruf getätigt worden sei und Hilfe unterwegs sei, woraufhin er aufhörte. Mehr lässt sich aus dieser Aussage nicht ableiten: Sie belegt weder, dass Einsatzkräfte eintrafen, noch, dass eine organisierte Rettung folgte.1
Als Reed gegen 15 Uhr zurückkehrte, stellte er fest, dass das Tier wieder ganz ins flache Wasser gelangt war. Er fragte sich, ob es verwirrt oder verletzt war. Das waren verständliche Vermutungen, aber keine davon war eine Diagnose. Feststellen konnte er, dass sein Versuch, den Fisch wegzuschieben, ihn nicht aus dem Flachwasser ferngehalten hatte.1
Ein Meeresfisch in einer Flussmündung
Für Barrett, wissenschaftlichen Mitarbeiter am Institute for Marine and Antarctic Studies, war nicht einfach nur ungewöhnlich, einen Mondfisch in Tasmanien zu finden. Mondfische leben in tropischen und gemäßigten Meeren, auch in Gewässern so weit südlich wie rund um die Insel. Überraschend sei vielmehr gewesen, einen so weit im Inneren einer Flussmündung zu finden: Es seien Hochseetiere, erklärte er, die selbst in Küstengewässern nur selten zu sehen seien.1
Das ist, muss ich sagen, äußerst ungewöhnlich.
Als mögliche Erklärung verwies er auf die Form des Derwent. Die Flussmündung verengt sich von der Storm Bay aus nach innen, was ein Tier möglicherweise weiter flussaufwärts leitet und es daran hindert, den Weg hinauszufinden. Das ist ein plausibler Weg in eine schwierige Lage, aber keine Rekonstruktion der Reise dieses einzelnen Tieres. Niemand hat verfolgt, wie dieser Fisch nach Montrose gelangte.1
Ungewöhnlich bedeutet nicht beispiellos. Redmap verzeichnet zwei separate bestätigte Mondfisch-Beobachtungen aus dem Gebiet des Derwent vom Dezember 2014: eine von Richard Curtis gemeldete Beobachtung am 13. Dezember und eine weitere von Theo Muir Wilson bei Lindisfarne am 14. Dezember. Aus den Aufzeichnungen geht nicht hervor, ob die Beobachter dasselbe Tier gesehen haben; auch die Art des Mondfischs bei Montrose wird in keiner der beiden Aufzeichnungen bestimmt. Barrett berichtete außerdem von gelegentlichen Begegnungen rund um die Norfolk Bay und einem kürzlich nahe Burnie angespülten Mondfisch.70711
Selbst in geeignetem Wasser ist es eine enorme Aufgabe, ein solches Tier zu bewegen. Barrett bezifferte das Gewicht eines durchschnittlichen Mondfischs grob auf 250 Kilogramm bis eine Tonne und sagte, die Tiere könnten zweieinhalb Tonnen oder mehr erreichen. Keine dieser Angaben ist ein Gewicht für Reeds Fisch. Sie geben einen Eindruck davon, mit welchem schwerfälligen Tier er es beim Schieben zu tun hatte – und nicht mit etwas, das er einfach hätte hochheben können.1
Eine schlechte Prognose, kein abschließendes Urteil
Barretts Einschätzung war düster: Seiner Meinung nach würde der Fisch wahrscheinlich sterben. Dass er ins Flachwasser zurückkehrte, deutete für Barrett darauf hin, dass er bereits in schlechtem Zustand war. Auch der Ort gab Anlass zur Sorge: In diesem Teil des Derwent bringt der Flussabfluss Süßwasser an die Oberfläche – eine Umgebung, an die ein vollständig im Meer lebender Fisch nicht angepasst ist.1
Diese Überlegungen sind wichtig, aber auch ihre Grenzen. Es gibt weder eine Untersuchung des Tieres noch Messungen seiner Süßwasserexposition oder eine gesicherte Ursache für seine Beschwerden. Die Sorge galt den Folgen des Kontakts mit Süßwasser – sie ist kein Beleg für eine Chemikalienverschmutzung oder eine bestätigte Vergiftungsdiagnose. Die Todesprognose eines Experten kann eine Beobachtung, dass das Tier gestorben ist, nicht ersetzen.1
Die Beobachtung kann dennoch zum Wissen über diese schwer fassbaren Fische beitragen. Redmap, das mit dem IMAS verbunden ist, lädt Bürgerinnen und Bürger dazu ein, Arten zu melden, die in ihrer Gegend selten sind. So können Forschende Beobachtungen erfassen und kartieren sowie Veränderungen der Verbreitung im Laufe der Zeit verfolgen. Das Projekt dient der Beobachtung und ist kein Notfall-Rettungsdienst; zudem belegt ein einzelner ungewöhnlicher Besucher keine klimabedingte Ursache.77
Für diesen Mondfisch ist die letzte gesicherte Szene die, die Reed bei seiner Rückkehr vorfand: ein riesiges Meerestier, das trotz seines Versuchs, es wegzuschieben, wieder im flachen Wasser lag. Seine Überlebenschancen waren schlecht. Sein Schicksal ist weiterhin unbekannt.1
Quellen54
Pulse Tasmania
ABC Tasmania
- HeyDay News
25 ältere Beiträge als Hintergrund gelesen.37 Medien ohne Datumsangabe:
Alle Quellen nach Medium
80 Quellen aus 54 Medien· Meistzitierte zuerst
ABC Tasmaniaabc.net.au7
- Zuerst berichtet
- 'Massive' sunfish found in River Derwent
- Huge fish believed to be bump-head sunfish washes up at Petrel Cove along SA coast - ABC News
- Drive - ABC listen
- Giant sunfish washes up on Western Australia's southern coast - ABC News
- Beer bottles on floor of River Derwent make ideal home for endangered handfish - ABC News
- Whales in the River Derwent off Hobart's northern suburbs. - ABC News
- Huge sunfish washes up on Tasmanian beach - ABC News
Tasmanian Country Newspapertasmaniancountry.com6
wikipedia.orgZuerst5
Redmapredmap.org.au4
inklinkl.com2
tas.gov.au2
Animalsnationalgeographic.com1
Wie ausgestrahlt
- A sunfish returned to the shallows after a resident pushed it toward deeper water. Marine biologist Neville Barrett said the animal would probably die, with freshwater exposure adding to his concern. How did an ocean-going fish reach so far upriver, and what chance did it have of surviving?
- Chris Reed found the fish near the GASP walkway at Montrose Bay, in Hobart's northern suburbs. He was walking with his children, Rose and Sven, when they spotted the animal lying on its side in shallow water.
- At first, they thought they were looking at a seal. A woman nearby thought it was an injured shark, and Reed briefly wondered whether it was a young whale. He'd never seen a sunfish before. He sent a video to his friend Elliot Stiles, who identified it.
- Reed estimated the sunfish was over two metres long and just as high. Those dimensions came from what he saw in the water. Even without a measurement, his description gives a sense of the animal he tried to move.
- Reed entered the water and pushed the fish outward until he was a little more than waist-deep. He stopped as the bottom became too rocky, with shells underfoot, and he was getting cold. Someone on shore told him a call had been made and assistance was coming.
- By around 3 p.m., when Reed returned, the fish had moved all the way back into shallow water. He wondered whether it was confused or injured. His effort to push it farther out hadn't kept it away from the shallows.
- Sunfish rarely enter an estuary like the Derwent. Barrett, a research associate at the Institute for Marine and Antarctic Studies, described this sighting as extremely unusual. These animals live mainly in the open ocean, and they're rarely seen even in coastal waters.
- Sunfish inhabit both tropical and temperate oceans, including waters as far south as Tasmania. Barrett suggested that the shape of the Derwent could help explain how one might end up so far inland.
- The Derwent narrows inward from Storm Bay. Barrett suggested that this shape could funnel an ocean-going fish farther upstream, leaving it struggling to find its way out. That's one possible explanation for its arrival at Montrose.
- There have been earlier Derwent sightings. Two separate Redmap records name Richard Curtis and Theo Muir Wilson in December 2014. Barrett also described occasional sunfish encounters around Norfolk Bay, and a recent animal washed up near Burnie.
- Barrett put an average sunfish at roughly 250 kilograms to one tonne. He said they can reach two and a half tonnes or more. Those are general figures. This fish wasn't weighed, but that bulk helps explain why moving one is so cumbersome.
- Barrett's concern went beyond the animal's size. He thought its return to the shallows suggested it was already in poor condition. River runoff also brings fresh water to the surface in this part of the Derwent. A fully marine fish isn't adapted to live in that environment.
- Barrett believed the fish would probably die because of its apparent condition and exposure to freshwater-influenced water. Nobody has confirmed what happened afterward, including whether help arrived, whether it reached open water, or whether it died.
- Unusual sightings also contribute to Redmap, the marine observation project associated with IMAS. It collects community observations of species uncommon in a particular area. Researchers use those records to log and map sightings and help track changes in where marine species occur over time.
Übersetzung aktualisiert:





