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Justiz · Schüsse der Polizei von Philadelphia

Sieben Angehörige der Polizei von Philadelphia schossen. Nach Angaben der Polizei schoss der verletzte Mann nicht.

Die Polizei sagt, der Mann habe eine Handfeuerwaffe auf Beamte gerichtet, aber nicht abgefeuert. Die Ermittler müssen klären, ob der Einsatz tödlicher Gewalt durch die sieben Beteiligten mit dem Gesetz und den Richtlinien der Behörde vereinbar war.

Ausgestrahlt Verfasst 6 Min. Lesezeit10 QuellenHeyDay News Desk · About usWatch report

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ThemenverlaufTag 1

1 Bericht10 Medien10 Quellen

Im vorläufigen Polizeibericht heißt es, der Mann habe seine Waffe nicht abgefeuert. Sieben Angehörige der Polizei von Philadelphia schossen mit ihren Waffen und verletzten den 37-Jährigen schwer. Die Ermittler müssen klären, was zwischen den Versuchen der Beamten, ihn zum Niederlegen der Waffe zu bewegen, und ihrer Entscheidung zu schießen, geschah. 2

Der Erste stellvertretende Polizeipräsident John Stanford sagte, der Mann habe am Freitag, dem 23. Oktober 2026, im 5100er-Block der Funston Street im Viertel Mill Creek in West Philadelphia eine Handfeuerwaffe auf Beamte gerichtet. Vier Beamte und drei Vorgesetzte eröffneten das Feuer. Die Behauptung, der Mann habe die Waffe auf sie gerichtet – die zentrale Begründung für die Schüsse –, ist in den verfügbaren Berichten nicht unabhängig bestätigt worden. 2 3

Die Beamten leisteten ihm Hilfe und brachten ihn in einem Streifenwagen mit mehreren Schusswunden ins Penn Presbyterian Medical Center. Es wurde nicht gemeldet, dass sonst jemand verletzt wurde. Sein zuletzt gemeldeter Zustand war bis Samstagmorgen, dem 24. Oktober, kritisch; eine neuere medizinische Einschätzung ist nicht bekannt. Die Polizei hatte weder angegeben, wie viele Schüsse abgegeben wurden, noch wie oft er getroffen wurde. 2 3 4

Dass so viele Angehörige der Polizei geschossen haben, ist auffällig, aber für sich genommen kein Urteil über ihr Handeln. Die Ermittlungen müssen klären, ob der Einsatz tödlicher Gewalt mit dem Gesetz und den Richtlinien der Behörde vereinbar war, einschließlich der Frage, welcher Bedrohung sich die Beamten im Moment der Schussabgabe ausgesetzt sahen. Die erste Erklärung der Polizei ist der Ausgangsbericht, nicht das abschließende Ergebnis.

Vom Gesprächsversuch zu den Schüssen

Gegen 17:15 Uhr Ostküstenzeit ging ein Notruf wegen einer Person mit einer Waffe ein. Außerdem machte eine Anwohnerin oder ein Anwohner Beamte in der Nähe an der Kreuzung 52nd und Race Street auf sich aufmerksam. Stanford sagte, die Beamten hätten den Mann auf der Straße angetroffen, wo er sich eine Handfeuerwaffe an den Kopf hielt. Sie zogen sich zurück, sicherten das umliegende Gebiet und versuchten, ihn dazu zu bewegen, die Waffe niederzulegen. 1 3

Stanford beschrieb die Äußerungen des Mannes als mit suizidalem Verhalten vereinbar. Das war die Einschätzung des Amtsträgers, keine klinische Diagnose. Laut seiner Darstellung redeten die Beamten weiter mit dem Mann und hielten dabei Abstand. Der Mann ging zunächst auf eine Veranda und wechselte dann auf die Veranda eines verlassenen Hauses. Stanford sagte, der Mann habe daraufhin die Handfeuerwaffe auf die Beamten gerichtet, woraufhin sie schossen. 3

Der Zeitpunkt ist wichtig, denn 17:15 Uhr war die ungefähre Zeit des Notrufs oder des Einsatzes wegen einer bewaffneten Person – nicht eine bestätigte Uhrzeit der Schüsse. The Philadelphia Inquirer berichtete, dass kurz nach 17:35 Uhr Schüsse gemeldet wurden. Stanford schätzte, die Beamten hätten etwa 15 Minuten lang versucht, mit dem Mann ins Gespräch zu kommen. Diese Angaben beschreiben den Zeitraum vor den Schüssen; sie liefern weder einen genauen Zeitpunkt des ersten Schusses noch eine unabhängig ermittelte Dauer der Verhandlungen. 3

Stanford äußerte sich ausdrücklich zur Waffe des Mannes: «Er feuert seine Waffe nicht ab.» Zugleich sagte er, dass die Ermittler die Waffe noch untersuchen müssten. Seine Aussage war somit eine vorläufige Einschätzung und kein abgeschlossenes forensisches Ergebnis. Dem Bericht zufolge richtete der Mann eine Waffe auf Beamte; von einem Schusswechsel ist darin nicht die Rede. 2

Überwachungsvideos zeigen, wie die Polizei versucht, mit dem Mann zu verhandeln, berichtete CBS Philadelphia. Dass solche Aufnahmen existieren, belegt weder, dass sie das angebliche Richten der Handfeuerwaffe zeigen, noch dass sie die Augenblicke unmittelbar vor den Schüssen aufklären. Auch enthalten die verfügbaren Berichte keine unabhängige Zeugenaussage, die diese entscheidende Behauptung bestätigt oder widerlegt. Stanford übermittelte das Lob von Anwohnern für die Bemühungen der Beamten, mit dem Mann zu kommunizieren; dieses Lob wurde der Öffentlichkeit jedoch von dem Polizeibeamten mitgeteilt. 1 2

Die Polizei war bereits am Vorabend, Donnerstag, dem 22. Oktober, wegen eines häuslichen Vorfalls mit dem Mann und seiner Partnerperson ausgerückt. Stanford sagte, der Streit habe sich zunächst offenbar gelegt, sei am Freitag aber wieder aufgeflammt. Die Ermittler untersuchen diesen Vorfall und die Vorgeschichte der Anrufe von dieser Adresse. Die Art des Streits, die Zahl früherer Anrufe und die Schilderung der Partnerperson sind nicht geklärt; aus den verfügbaren Informationen geht nicht hervor, dass sich aus dem Streit eine Anklage ergeben hat. 1 2 3

Der Maßstab und die getrennten Überprüfungen

Die veröffentlichte Richtlinie Philadelphias zum Einsatz tödlicher Gewalt setzt die Schwelle hoch. Allein das Vorhandensein einer Waffe ist nicht der ausschlaggebende Maßstab. 8

Tödliche Gewalt darf nur unter extremsten Umständen angewendet werden und wenn alle milderen Zwangsmittel ausgeschöpft wurden oder vernünftigerweise nicht eingesetzt werden konnten.

Polizeibehörde von Philadelphia 8

Stanford sagte, die Abteilung für interne Angelegenheiten und die Ermittlungsgruppe für Schusswaffeneinsätze mit Polizeibeteiligung untersuchten den Vorfall. Ihre Aufgaben sind unterschiedlich: Die Ermittlungsgruppe prüft, ob sie strafrechtliche Anklagen empfehlen soll, während das Team für Schusswaffeneinsätze der Abteilung für interne Angelegenheiten untersucht, ob Beamte gegen die Dienstvorschriften verstoßen haben. Keine der beiden Prüfungen hat in diesem Fall zu einem endgültigen Ergebnis geführt. 2 6

Auch die unmittelbaren Dienstzuweisungen der sieben Beteiligten sind noch unklar. In einem Bericht von CBS Philadelphia vom 23. Oktober hieß es, sie würden gemäß den Vorschriften beurlaubt; in Berichten von FOX 29 und The Philadelphia Inquirer vom 23. Oktober war von Verwaltungsaufgaben die Rede. Daraus geht weder hervor, dass alle sieben suspendiert oder nach Hause geschickt wurden, noch lässt sich daraus ihr Bezahlungsstatus ableiten. Das veröffentlichte Verfahren der Behörde sieht vor, dass ein Beamter nach einer Schussabgabe während der Überprüfung nicht im Außendienst eingesetzt wird. Das ist eine Verfahrenssicherung, keine Feststellung von Fehlverhalten und kein Freispruch. 1 2 3 8

Die Bürgerkommission zur Polizeiaufsicht hat eine feste Aufgabe bei der Überprüfung von Schusswaffeneinsätzen der Polizei und der dazugehörigen Beweismittel. Ihr veröffentlichtes Verfahren sieht eine sofortige Benachrichtigung ihres geschäftsführenden Direktors und den Einsatz von Ermittlern am Tatort vor; anschließend sollen verfügbare Audio- und Videoaufnahmen sowie weitere Beweismittel geprüft werden. Dabei handelt es sich um die vorgeschriebenen Schritte, nicht um eine unabhängige Bestätigung, dass sie in diesem Fall alle erfolgt sind. 6

Nach diesem Verfahren haben die Beamten, die geschossen haben, 72 Stunden Zeit, eine Aussage zu machen. Ein fallbezogener Zeitplan für Befragungen oder eine abgeschlossene Aussage sind nicht bekannt. Der Ermittlungsbericht zum Schusswaffeneinsatz und die verfügbaren Beweismittel werden der Bezirksstaatsanwaltschaft und der Aufsichtskommission vorgelegt; über strafrechtliche Anklagen entscheidet die Bezirksstaatsanwaltschaft. 6

Unabhängig davon prüft der Ausschuss zur Überprüfung des Einsatzes von Zwangsmitteln, ob die Richtlinien eingehalten wurden. Die Aufsichtskommission wirkt daran neben der Polizeiführung mit. Ein Verstoß gegen die Richtlinien kann zu Disziplinarmaßnahmen oder zur Entlassung führen, selbst wenn die Staatsanwaltschaft keine Anklage erhebt. Eine Entscheidung im einen Verfahren ersetzt keine Entscheidung im anderen. 6 8

Vorerst geht es unmittelbar um die Frage, ob sich der verletzte Mann erholt. Für die Klärung der Verantwortlichkeit braucht es Beweise, die sowohl die Bedrohung erklären, der sich die Polizei nach eigenen Angaben ausgesetzt sah, als auch das Handeln der sieben Angehörigen, die schossen. Die Versuche, mit dem Mann zu verhandeln, gehören ebenso zu diesem Beweismaterial wie die Behauptung, er habe die Waffe auf die Beamten gerichtet. Keines davon sollte als Ergebnis der Ermittlungen behandelt werden.

Wie ausgestrahlt 17 Zeilen
  1. Seven police personnel fired at one man, leaving him critically wounded.
  2. The 37-year-old suffered multiple gunshot wounds. Three supervisors were among those who fired. Investigators must determine whether the officers' decision to use deadly force complied with the law and department policy.
  3. Officers shot the man on the 5100 block of Funston Street, in West Philadelphia's Mill Creek neighborhood. The shooting happened Friday, October 23. A resident had flagged down nearby officers at 52nd and Race streets about a man with a gun.
  4. First Deputy Commissioner John Stanford said officers found the man in the street, holding a handgun to his own head. He said officers backed away, secured the surrounding area and tried to persuade him to drop it. Stanford described the man's comments as consistent with suicidal behavior.
  5. Police received the armed-person call around 5:15 p.m. Shots were reported just after 5:35 p.m. Stanford estimated that officers tried talking with the man for about 15 minutes. Those times describe the response and the report of gunfire, rather than an exact first-shot time.
  6. Stanford said the man moved onto a porch, then onto the porch of an abandoned house. Officers continued telling him to put down the gun while keeping their distance. Stanford said the man then pointed the handgun toward officers, prompting them to fire.
  7. Seven police personnel fired, Stanford said: four officers and three supervisors. Police then gave the wounded man aid and drove him to Penn Presbyterian Medical Center in a patrol car. He arrived in critical condition.
  8. Critical condition remained the man's latest known condition into Saturday morning, October 24. No one else was reported hurt. Police hadn't specified how many rounds they fired or how many times the man was struck.
  9. Stanford said the man didn't fire his gun. He also said investigators still needed to examine the weapon. His description of what happened was preliminary, with the allegation that the man pointed it at officers still central to the investigation.
  10. Surveillance video captured police trying to negotiate with the man. It doesn't settle what happened immediately before the shots. Stanford also relayed praise from neighbors for the officers' efforts to get the man to drop the weapon. That praise came through the police official.
  11. Department procedure removes a shooting officer from street duty during review. The seven have been described as headed for leave and as assigned administrative duty. Their actual assignments are unclear. Removing them from street duty doesn't decide whether their actions were lawful.
  12. Police had also responded to a domestic incident involving the man and his partner the previous night, October 22. Stanford said the dispute appeared to settle, then resurfaced Friday before the man emerged with the gun. Investigators are examining that incident and the history of police calls at the address.
  13. Philadelphia's deadly-force policy reserves it for the most extreme circumstances, when lesser force has failed or couldn't reasonably be used. Investigators will examine the officers' actions against that standard. The review must also address the circumstances that led seven police personnel to shoot.
  14. Internal Affairs and the Officer-Involved Shooting Investigations Group are investigating. The shooting-investigation unit considers whether to recommend criminal charges. Internal Affairs examines compliance with department policy. The city's Citizens Police Oversight Commission also has a standing role in reviewing police shootings and the evidence behind them.
  15. The shooting-investigation report and available evidence go to the district attorney and the oversight commission. The district attorney makes charging decisions. Separately, the Use of Force Review Board examines policy compliance, with the oversight commission participating alongside police leadership.
  16. The commission's standing process calls for immediate notification of its executive director and investigators going to the scene. Police policy allows officers who fired 72 hours to give a statement. No case-specific interview schedule has been announced.
  17. The reviews haven't yet determined whether this shooting complied with the law and department policy. The criminal and administrative decisions proceed separately. A policy violation can lead to discipline or dismissal even if prosecutors don't bring criminal charges.

Quellen

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