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Energie · Russischer DieselFortlaufendes Thema · Bericht 5 von 5

Russische Diesel-Tanker drehen ab – Trumps Lieferzusage bleibt unbelegt

Zwei Tanker änderten ihre angegebenen amerikanischen Pläne, während New Jersey für den Umschlag russischen Treibstoffs Strafen androhte. Das Finanzministerium hält seine Genehmigung für rechtmäßig; eine abgeschlossene Lieferung in die USA ist weiterhin unbestätigt.

Verfasst 6 Min. Lesezeit

Video in der Originalsprache

Aus dem englischen Original übersetzt.

Was sich seit unserem letzten Bericht geändert hat

19 Tage später

Damals

Trump setzt die meisten neuen Russland-Sanktionen aus, bevor die versprochene Entlastung bei Diesel nachgewiesen ist

Was wir als offen bezeichnet hatten

  1. Eine abgeschlossene Lieferung, eine anhaltende Ersparnis für Verbraucher, eine umgesetzte Aussetzung der Geheimdienstzusammenarbeit oder ein gegenseitiger Waffenstillstand im Energiebereich sind nicht belegt.

    Noch offen

    Eine abgeschlossene Lieferung in die USA und eine anhaltende Ersparnis für Verbraucher sind in der jüngsten Berichterstattung nicht belegt. Ebenso wenig belegt sie eine umgesetzte Aussetzung der Geheimdienstzusammenarbeit oder einen gegenseitigen Waffenstillstand im Energiebereich.⁠1

  2. Der 12. Oktober ist der nächste datierte Prüfpunkt: ob Europa die vorgeschlagenen Sanktionen beschließt, während Washington seine berichtete Geheimdienstbedingung umsetzt, ändert oder fallen lässt.

    Noch offen

    Der in unserem früheren Bericht genannte Stichtag 12. Oktober ist verstrichen, doch die für dieses Update verfügbaren Belege zeigen weder das Ergebnis der von Europa vorgeschlagenen Sanktionen noch den Ausgang der berichteten Geheimdienstbedingung Washingtons.

Jetzt

Zwei Tanker änderten ihre angegebenen amerikanischen Pläne, während New Jersey für den Umschlag russischen Treibstoffs Strafen androhte. Das Finanzministerium hält seine Genehmigung für rechtmäßig; eine abgeschlossene Lieferung in die USA ist weiterhin unbestätigt.

Am 18. Oktober berichtete HeyDay News, dass Präsident Donald Trumps angekündigte Entlastung durch russischen Diesel nicht durch eine abgeschlossene Lieferung belegt worden war. Die jüngsten Schifffahrtsberichte schließen diese zentrale Lücke nicht: Bis zum 5. November hatten zwei Tanker ihre angegebenen amerikanischen Zielhäfen verlassen, während ein dritter New York durch die offene Anweisung «auf Order» ersetzt hatte. Die neue Entwicklung ist ein Rückzug von den genannten Schifffahrtsplänen – kein Beweis dafür, dass die Vereinbarung aufgehoben wurde, aber bislang auch kein Beleg dafür, dass der Treibstoff amerikanische Kunden erreicht hat.⁠1

Die Unsicherheit geht inzwischen über die Navigation hinaus. New Jerseys Gouverneurin Mikie Sherrill hat Hafen- und Terminalbetreiber davor gewarnt, russischen Treibstoff anzunehmen, und ihnen für dessen Umschlag Strafen angedroht, während das Finanzministerium seine Genehmigung verteidigt. Für ein Unternehmen, das über die Annahme einer Ladung entscheidet, ist die Kombination aus bundesstaatlicher Genehmigung und angedrohter Durchsetzung auf Staatsebene heikel. Keine der beiden Rechtspositionen ist bislang von einem Gericht geklärt worden.⁠1

Trump kündigte die Vereinbarung am 9. Oktober gemeinsam mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin an. Mehr als 300,000 metrische Tonnen Diesel würden sofort auf den amerikanischen und globalen Märkten verfügbar, weitere größere Lieferungen sollten folgen, sagte er. Das Versprechen kam, als die US-Dieselpreise während des Krieges mit dem Iran Rekordhöhen erreichten. Fast einen Monat später fällt das öffentlich belegte Ergebnis deutlich bescheidener aus als das Versprechen: wechselnde Schiffsangaben, nicht offengelegte Geschäftsbedingungen und keine bestätigte Lieferung in die USA.⁠1

Ein Zielhafen ist keine Lieferung

Die beiden genannten Tanker, Talisman und Leruo, liefen im Oktober aus Primorsk aus, einem russischen Ostseehafen. The Independent berichtete am 5. November unter Berufung auf Kpler und MarineTraffic, beide hätten ihren Kurs geändert, nachdem sie zunächst Ziele an der US-Ostküste angegeben hatten. Einer nahm Kurs auf Brasilien, der andere auf das Mittelmeer. Ein separater Bericht von The Independent unter Berufung auf die Financial Times nannte ebenfalls beide Schiffe als Tanker, die ihre ursprünglich angegebenen amerikanischen Ziele aufgegeben hatten.⁠1⁠2

Welches Schiff welche Weiterfahrt nahm, ist hier nicht verlässlich geklärt. Der vollständige Bericht von The Independent ordnet die Namen nicht den Routen nach Brasilien und ins Mittelmeer zu; Meduza schrieb in seinem Bericht vom 5. November, Leruo nehme Kurs auf Brasilien. Belastbar ist die Feststellung, dass beide ihre amerikanischen Pläne geändert haben – nicht eine definitive Route für jedes Schiff oder einen endgültigen Entladehafen. Leruo wird als Schiff in Hongkonger Besitz und unter der Flagge Sierra Leones beschrieben – unterschiedliche Merkmale desselben Schiffs, keine widersprüchlichen Identitäten.⁠1⁠15

Die früheren Angaben zeigen, wie vorläufig diese Pläne waren. Vesseltracker berichtete am 23. Oktober, Leruo habe mit einer in Primorsk geladenen Gasöl-Ladung ihr vorgesehenes Ziel von Itaqui in Brasilien zu «Atlantikküste, auf Order» geändert. Windward berichtete am 3. November, dass als Ziel von Talisman nun eine Formulierung angegeben wurde, die mit «Auf Order» begann. Das sind Daten der Berichte, keine unabhängig authentifizierten Zeitstempel der zugrunde liegenden Änderungen der Zielangaben.⁠18⁠13

Das dritte Schiff befand sich noch im Nordatlantik auf dem Weg in die Vereinigten Staaten, als es New York durch «auf Order» ersetzte und damit den Entladeort offenließ. Diese Formulierung belegt keine abgesagte Fahrt, nimmt einer genannten Zielangabe aber ihre Genauigkeit.⁠1

Eine Zielangabe im automatischen Schiffsidentifikationssystem nennt ein beabsichtigtes Ziel. Sie belegt weder, dass ein Käufer die Ladung angenommen hat, noch, dass ein Terminal sie entladen wird oder ein Import abgeschlossen wurde. Selbst eine bestätigte Ankunft im Hafen würde für sich genommen keine Entladung beweisen. Die bislang gemeldeten Bewegungen belegen daher Unsicherheit im Lieferplan, nicht eine Lieferung.

Genehmigung trifft auf angedrohte Durchsetzung

Sherrills Warnung vom 2. November rückte diese kommerzielle Unsicherheit stärker in den Fokus. Sie riet den Hafen- und Terminalbetreibern in New Jersey, russischen Treibstoff zurückzuweisen, und argumentierte, die Regierung könne das 2022 nach dem Einmarsch in die Ukraine vom Kongress beschlossene Verbot russischer Energieimporte nicht außer Kraft setzen. In der Mitteilung ihres Büros wurden schwerwiegende zivil- und strafrechtliche Folgen angedroht.⁠1⁠3

The Independent zitierte aus ihrem Schreiben: «Jeder Versuch, aus dem illegalen Handel mit russischem Treibstoff Profit zu schlagen, wird mit harten Strafen geahndet.» NJ.com berichtete, das Entladen des Treibstoffs werde Unternehmen und Einzelpersonen «wahrscheinlich harten Strafen sowohl zivil- als auch strafrechtlicher Art aussetzen», und Sherrill habe «jedes verfügbare rechtliche und regulatorische Mittel» zugesagt. Dies sind Aussagen über mögliche rechtliche Folgen und beabsichtigte Durchsetzung – keine Feststellungen, dass ein namentlich genannter Betreiber eine Straftat begangen hat. Das vollständige Schreiben lag für diesen Bericht nicht vor.⁠1⁠5

Auch eine parteiübergreifende Gruppe von Senatoren hat Trump aufgefordert, die Vereinbarung rückgängig zu machen. Amerika solle Putin «keine finanzielle Lebensader bieten», erklärten sie. Abgeordnete haben Banken, Hafenbehörden und Kraftstoffvertriebe vor möglicher Haftung und künftigen Untersuchungen des Kongresses gewarnt. Solche Drohungen können die Finanzierung oder das Entladen einer Ladung erschweren, auch ohne Gerichtsbeschluss. Sie belegen nicht, weshalb einer der beiden Tanker den Kurs geändert hat.⁠1

Aufgrund regulatorischer Bedenken und Sanktionsbedenken werden wir möglicherweise nicht sehen, dass diese Ladung an der US-Atlantikküste gelöscht wird.

Matt Smith, Kpler-Analyst 1

Das Instrument des Finanzministeriums ist die General License Nr. 135 des Office of Foreign Assets Control vom 9. Oktober 2026. Sie genehmigt Transaktionen im Zusammenhang mit dem Verkauf, der Lieferung, dem Entladen und dem Import von Diesel russischen Ursprungs. Der verfügbare einleitende Wortlaut umfasst ansonsten verbotene Transaktionen nach zwei Russland betreffenden Sanktionsverordnungen, vorbehaltlich Ausnahmen. Die vollständigen Bedingungen und Ausschlüsse konnten nicht überprüft werden; daher kann die Lizenz nicht verantwortungsvoll als pauschale Genehmigung für jede Transaktion mit diesen Ladungen behandelt werden.⁠4

Diese Unterscheidung ist auch für die Schiffe wichtig. Talisman und Leruo werden als von westlichen Maßnahmen sanktioniert beschrieben, doch maßgebliche schiffsspezifische Einträge wurden hier nicht festgestellt. Eine befristete Transaktionsgenehmigung ist nicht dasselbe wie die Streichung eines Schiffs von einer Sanktionsliste; die Belege zeigen weder, dass beide Schiffe ausdrücklich von den USA blockiert sind, noch, dass jede Transaktion mit einem der beiden zulässig ist.⁠15⁠4

Am 5. November erklärte das Finanzministerium, seine Ausnahmegenehmigung stehe «im Einklang mit allen geltenden Gesetzen», und nannte den 7. April als Enddatum. Der Hauptbericht nannte kein Jahr. Ergänzende Berichte geben den 7. April 2027 an; dieses Jahr, der genaue Stichtag und der vollständige Gültigkeitszeitraum der Genehmigung wurden jedoch nicht anhand der vollständigen maßgeblichen Lizenz geprüft. In der verfügbaren Berichterstattung hat kein Gerichtsurteil den Streit beigelegt: Sherrills Einwand ist kein gerichtliches Verbot, und die Verteidigung des Finanzministeriums keine gerichtliche Zustimmung.⁠1⁠7

Der kommerzielle Nachweis steht weiterhin aus

Russische Vertreter weisen die Vermutung zurück, dass die Lieferungen scheitern. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, die kommerziellen Einzelheiten seien nicht verfügbar, aber «der gesamte Diesel wird seine Käufer finden». Der Putin-Gesandte Kirill Dmitrijew wies die Darstellung einer Umleitung zurück: «Fake. Die für die USA bestimmten Tanker setzen ihren Kurs fort.» Keine der beiden Aussagen belegt eine abgeschlossene Lieferung in die USA.⁠1

Das Weiße Haus und der Kreml haben weder den Preis noch die Zahlungsbedingungen oder beteiligte Unternehmen offengelegt. Auch ist unklar, ob die Vereinbarung schriftlich festgehalten wurde. Kpler-Analyst Matt Smith sagte, es sei unklar, ob es für die Lieferungen amerikanische Käufer gebe. Ein nicht namentlich genannter Regierungsvertreter erklärte, mehr russischer Diesel werde den Preisdruck lindern, sagte aber nicht, ob davon etwas direkt in die Vereinigten Staaten gelangen werde.⁠1

Dieselkosten sind weit über die Zapfsäule hinaus von Bedeutung: Lkw-Fahrer und Landwirte nutzen Diesel zur Herstellung und zum Transport von Waren. Die vorliegenden Routenberichte belegen jedoch keine messbare, der Vereinbarung zuzuschreibende Ersparnis für Verbraucher. Der praktische Nachweis erfordert eine identifizierbare Ladung, einen nachgewiesenen Käufer, eine rechtmäßige Entladeregelung und eine verifizierte Löschung. Bis dahin verfügt die Regierung über eine Genehmigung, die sie für gültig hält, und über ein Angebot, von dem sie sagt, es werde helfen – nicht aber über eine belegte Lieferung in die USA.⁠1

Chronologie

Tag 32 · 5 Berichte

Chronologie der Geschichte
  1. Trump unterzeichnet die umfassendere Aussetzung der Sanktionen. Gregory W. Meeks bringt einen Gesetzentwurf zur Blockierung des Dieselabkommens ein.

  2. Der geplante Beginn der Sanktionen steht bevor, während die meisten neuen Maßnahmen zurückgehalten werden.

  3. 16 Tage später

Wie ausgestrahlt
  1. Two tankers carrying Russian diesel turned away from their declared American destinations, leaving deliveries uncertain. Port operators face threatened penalties even though Washington has authorized the fuel. Can these shipments reach American buyers while state and federal officials clash over their legality?
  2. On October 18, we reported that the promised diesel relief hadn't been demonstrated through a completed delivery. Now two tankers have changed course, and a third has left its unloading destination open. An American delivery still hasn't been confirmed.
  3. The two named tankers are Talisman and Leruo. Both departed Primorsk, Russia's Baltic Sea port, in October. Leruo is Hong Kong-owned and sails under Sierra Leone's flag.
  4. One tanker headed toward Brazil, and the other entered the Mediterranean. Which named ship took which route is unclear. Both had moved away from their declared U.S. East Coast destinations by November 5. Their final unloading ports remain unsettled.
  5. President Donald Trump announced the arrangement with Russian President Vladimir Putin on October 9. He said more than 300,000 metric tons of diesel would become immediately available to American and global markets, with larger shipments following. The promise came as U.S. diesel prices reached record highs during the war with Iran.
  6. Two tankers, Talisman and Leruo, have changed their American plans. Both are described as sanctioned under Western measures. Their destination changes leave the proposed supply dependent on where the cargoes actually unload and who agrees to take them.
  7. A third vessel was still in the North Atlantic, heading toward the United States. But it replaced New York with “for orders,” leaving its unloading point open. A ship's destination field communicates its intended destination. A completed import requires the cargo to be discharged and accepted, even after a vessel reaches port.
  8. Leruo had earlier switched its declared destination from Itaqui, Brazil, to “Atlantic Coast for orders.” It was carrying gasoil loaded at Primorsk. Talisman also changed its destination to wording beginning “For Order.” Both ships' declarations have shifted during this proposed supply arrangement.
  9. New Jersey's governor has told port and terminal operators to reject Russian fuel. Mikie Sherrill argues that the administration can't override the Russian energy import ban Congress enacted in 2022 after the invasion of Ukraine. She has pledged to use the state's legal and regulatory powers to keep the fuel out of its facilities.
  10. Sherrill warned that unloading Russian fuel would likely expose businesses and individuals to harsh civil and criminal penalties. Her letter promised “every available legal and regulatory tool.” Operators now face a state enforcement threat while the federal government defends its permission.
  11. A bipartisan group of senators also wants Trump to reverse the arrangement. They say America “should not provide Putin with a financial lifeline.” Lawmakers have warned banks, port authorities and fuel distributors about possible liability and future congressional investigations. Those threats can discourage companies from handling cargo, although nobody has shown that they caused either tanker to divert.
  12. Treasury issued its diesel authorization on October 9 through its sanctions office. The license covers certain otherwise prohibited transactions involving the sale, delivery, unloading and importation of Russian diesel. It contains exceptions, so companies still have to consider the conditions governing their transactions.
  13. Treasury says the exemption complies with all applicable laws. It gives April 7 as the endpoint, reportedly in 2027. No court has ruled on the dispute. Port operators therefore face competing state and federal legal positions as they decide whether to handle these cargoes.
  14. Kremlin spokesman Dmitry Peskov says commercial shipment details are unavailable, but “all the diesel will find its buyers.” Russian presidential envoy Kirill Dmitriev rejected the diversion claim outright. He said, “Fake. Tankers destined for the US continue on course.”
  15. The White House and Kremlin haven't disclosed the price, payment terms or participating companies, or said whether they signed a written agreement. American buyers remain unclear. An administration official says more shipments will ease price pressure. Diesel costs reach truckers, farmers and consumers through production and transport. No measured consumer saving or completed American delivery has been demonstrated.

Quellen17

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Übersetzung aktualisiert:

Kürzlich ausgestrahlt