BerichtFortlaufendes Thema · Bericht 1 von 2
Diesel bei 6 $, Trump zeigt auf die Ukraine. Die Daten weisen anderswohin.
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Aus dem englischen Original übersetzt.
Wer hat den Preis für amerikanischen Diesel auf 6 $ pro Gallone getrieben – ukrainische Drohnen oder ein weit entfernter Engpass und ein Raffineriesystem, das nichts mehr hergibt? Diese Frage stellt sich angesichts der jüngsten Forderung von Präsident Donald Trump an Kyjiw, und die Marktdaten geben eine klare Antwort: nicht Kyjiw.1
Laut einem am 14. September 2026 veröffentlichten Bericht von DW News machte Trump öffentlich ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien für den Rekordpreis verantwortlich und forderte die Ukraine auf, Angriffe auf russischen Dieselkraftstoff einzustellen.1 Die Anschuldigung kam, als der durchschnittliche US-Preis erstmals 6 $ pro Gallone überschritt und damit 60% höher lag als ein Jahr zuvor.1 Damit wird ein Krieg verbündeter Länder für einen globalen Treibstoffschock verantwortlich gemacht statt jener Versorgungswege und Anlagen, auf die die Daten tatsächlich hindeuten.1
Die Zahlen weisen in eine andere Richtung
Die Energieanalystin Olga Khakova vom Global Energy Center des Atlantic Council sagt, die Ukraine sei nur ein kleiner Faktor bei dem, was Autofahrer bezahlen.1 Ihr Vergleich ist deutlich: Rund 10% des weltweit auf dem Seeweg transportierten Diesels passieren die Straße von Hormus, während russische Diesel-Exporte selbst auf ihrem Höchststand nur 2-3% der globalen Nachfrage ausmachen.1 Anders gesagt: Der Einfluss ukrainischer Drohnen betrifft nur einen Bruchteil dessen, worüber der Korridor im Nahen Osten bestimmt.1
Der übrige Engpass liegt im Raffinerie- und Exportsystem selbst.1 US-Raffinerien laufen bereits mit 95-97% ihrer Kapazität, und die US-Diesel-Exporte liegen nahe einem Rekord von 2 Millionen Barrel pro Tag.1 Amerikanische Raffinerien produzieren so viel Treibstoff wie möglich, und ein großer Teil davon fließt ins Ausland. Das verknappt das Angebot im Inland und lässt wenig Spielraum, um Schocks abzufedern.1 Khakovas Schlussfolgerung aus dieser angespannten Lage: Ein Ende der ukrainischen Angriffe würde nur geringe Entlastung bringen.1
Diese Unterscheidung ist wichtig, denn Diesel ist kein Benzin. Er ist der Treibstoff, der die Wirtschaft in Bewegung hält – Lastwagen im Güterverkehr, Landmaschinen, das Baugewerbe und die Schifffahrt laufen mit Diesel.1 Jeder Preissprung verteuert den Transport von Waren in die Geschäfte, die Einbringung der Ernte und den Warentransport; diese Kosten werden dann an alle weitergegeben, die Waren kaufen.1 Ein Preis von 6 $ pro Gallone bei einem Anstieg von 60% im Jahresvergleich ist daher nicht nur eine Zahl an der Zapfsäule, sondern eine Abgabe auf die gesamte Lieferkette.1
Wer ist wer
- Donald TrumpPräsident der Vereinigten Staaten; macht die Ukraine verantwortlich und fordert ein Ende der Angriffe
- Wolodymyr SelenskyjPräsident der Ukraine; Adressat der Forderung, auf die keine bestätigte Reaktion vorliegt
- Olga KhakovaEnergieanalystin beim Atlantic Council; sagt, die Ukraine sei ein kleiner Faktor
Wo
- 01Straße von Hormus
- 02Kyjiw, Ukraine
- 03Moskau, Russland
- 04Washington, Vereinigte Staaten
Auch ist das Ziel, das Trump genannt hat, nicht neutral. Die Angriffe richten sich gegen russische Treibstoffinfrastruktur, die Moskaus Invasion aufrechterhält.1 Der Präsident fordert ein Land, das sich gegen einen umfassenden Krieg verteidigt, auf, die Angriffe einzustellen – gestützt auf eine wirtschaftliche Behauptung, der die Marktdaten widersprechen.1 Die geografischen Gegebenheiten verdeutlichen die Diskrepanz: Der größte Druckpunkt, den der Experte nennt, ist eine schmale Wasserstraße weit entfernt von der Ukraine, durch die Tanker auf ihrem Weg durch Hormus auch die Weltmärkte mit sich führen.1
Bekannt
- Der US-Dieselpreis überschritt erstmals 6 $ pro Gallone und lag 60% über dem Vorjahreswert. 1
- Trump machte ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien verantwortlich und forderte Kyjiw auf, Angriffe auf Dieselkraftstoff einzustellen. 1
- Laut einem Experten entfallen auf Hormus 10% des auf dem Seeweg transportierten Diesels, gegenüber 2-3% der Nachfrage bei russischen Exporten; die US-Raffinerien arbeiten mit 95-97% ihrer Kapazität und die Exporte liegen bei fast 2M Barrel pro Tag. 1
Unbekannt
- Der genaue, quantifizierte Anteil der ukrainischen Angriffe am Preisanstieg wurde nicht ermittelt.
- Eine bestätigte ukrainische Stellungnahme zu Trumps Forderung liegt nicht vor.
Als Nächstes
- Ob der Druck auf Hormus und die angespannte Raffinerielage den Dieselpreis nahe Rekordniveau halten.
- Ob Washington trotz der erwarteten nur geringen Entlastung weiteren Druck auf Kyjiw ausübt.
Die ehrliche Einschränkung lautet: Dieser Bericht stützt sich auf einen einzigen Bericht von DW News, und der genaue Beitrag der ukrainischen Angriffe wurde über Vergleichswerte hinaus nie beziffert.1 Eine unabhängige Bestätigung wurde nicht eingeholt, und eine ukrainische Reaktion wurde nicht bestätigt.1 Fest steht die Richtung der Belege: Die Ukraine spielt eine Rolle, aber eine geringe, während Hormus, die angespannte Raffineriekapazität und Rekordexporte den weitaus größeren Teil ausmachen.1 Wenn der Dieselpreis also das nächste Mal steigt, ist wahrscheinlich eher ein Engpass als eine Drohne die Ursache.1
Chronologie
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700.000 Barrel weg: Drohnen und Blockade treiben Dieselpreise auf Rekordniveau
Quellen1
DW News
- HeyDay News
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1 Quelle aus 1 Medium· Meistzitierte zuerst
DW NewsZuerst1 Video1
- Zuerst berichtet
- Trump blames Ukraine for record US diesel prices. Is he right? · Video
Wie ausgestrahlt
- Diesel just hit $6 a gallon in the United States for the first time.
- That's a 60% jump in a year. It's the fuel that moves the economy - trucking, farming, construction, and shipping all run on it. Every jump lifts the cost of getting goods to shelves, bringing in harvests, and moving supplies. This isn't just a number at the pump; it's a cost that ripples through the entire supply chain.
- Now the president says Ukraine is to blame. Is he right?
- President Trump is publicly blaming Ukrainian strikes on Russian refineries for the record prices, and he's demanding Kyiv stop hitting diesel fuel. Energy analyst Olga Khakova says that's only part of the story. Trump's demand puts the blame on a wartime ally, while the market data points elsewhere.
- The president specifically called on Kyiv to stop the strikes on Russian diesel infrastructure, saying they're driving up prices worldwide.
- Khakova points out that the Strait of Hormuz carries about ten percent of the world's seaborne diesel, while Russian exports at their peak account for only two to three percent of global demand. In other words, what Ukraine can affect is a fraction of what the Middle East controls.
- So which matters more? The expert puts the weight on the chokepoint.
- Khakova says the market data points to the Middle East and the tightness of the global refining and export system, not Ukrainian drones.
- American refineries are already running at 95 to 97 percent capacity, and diesel exports are near a record two million barrels a day. The expert's conclusion: stopping the Ukrainian strikes would bring only marginal relief.
- Refineries worldwide are already running near capacity, leaving little room to absorb shocks.
- And every rise at the pump gets passed along to everyone who buys goods.
- The president's target is Russia's fuel exports. But the biggest pressure point is a narrow waterway far from Ukraine: the Strait of Hormuz, where tankers thread through on their way to world markets.
- The Strait of Hormuz is the single most important waterway for global diesel, and its disruption sends ripples through the entire market.
- It's the fuel that moves freight, runs farm equipment, powers construction, and drives shipping.
- The US is producing as much diesel as it can, but much of it is flowing abroad. That tightens supply at home, and it's one reason prices are at record highs.
- The Middle East war has been squeezing that corridor for months, and that's the pressure the market treats as dominant. The war has disrupted shipping, and the chokepoint is at the center of it.
- The war in the Middle East has been a constant source of supply risk, and that risk is baked into the price.
- Attacks on refineries in the region have taken capacity offline, adding to the squeeze.
- Those strikes are aimed at Russian fuel infrastructure that sustains Moscow's invasion. The president is asking a country defending itself against a full-scale war to halt them, based on a claim the market data contradicts.
- Still, there are open questions. The precise share of the price rise linked to Ukraine's strikes has never been quantified, and there's no confirmed response from Kyiv. The analysis rests on a single report, and independent confirmation hasn't been obtained. Without that, the analysis remains one account.
- So the evidence says Ukraine is a factor, but a small one. The real drivers are the Strait of Hormuz, tight refining, and record exports. The president's demand wouldn't lower the price at the pump. So the next time you see a diesel price climb, the cause is more likely a chokepoint than a drone.
Übersetzung aktualisiert:
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