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BerichtFortlaufendes Thema · Bericht 2 von 2

700.000 Barrel weg: Drohnen und Blockade treiben Dieselpreise auf Rekordniveau

Ukrainische Drohnen haben den Großteil von Russlands Diesel-Exporten ausgeschaltet, während der Krieg gegen den Iran die Straße von Hormus verknappt. Dadurch steigen die US-Preise an den Zapfsäulen über bisherige Rekorde, und russische Autofahrer stehen Schlange.

Verfasst 5 Min. Lesezeit · 1 Quelle

Video in der Originalsprache

Aus dem englischen Original übersetzt.

Was sich seit unserem letzten Bericht geändert hat

4 Tage später

Damals

Diesel bei 6 $, Trump zeigt auf die Ukraine. Die Daten weisen anderswohin.

Damals noch offen

  • Der genaue, quantifizierte Anteil der ukrainischen Angriffe am Preisanstieg wurde nicht ermittelt.
  • Eine bestätigte ukrainische Stellungnahme zu Trumps Forderung liegt nicht vor.

Worauf wir achten wollten

  • Ob der Druck auf Hormus und die angespannte Raffinerielage den Dieselpreis nahe Rekordniveau halten.
  • Ob Washington trotz der erwarteten nur geringen Entlastung weiteren Druck auf Kyjiw ausübt.

Jetzt

Ukrainische Drohnen haben den Großteil von Russlands Diesel-Exporten ausgeschaltet, während der Krieg gegen den Iran die Straße von Hormus verknappt. Dadurch steigen die US-Preise an den Zapfsäulen über bisherige Rekorde, und russische Autofahrer stehen Schlange.

Inzwischen gesichert

  • Ukrainische Drohnen haben die Produktion in 3 der 6 größten Dieselraffinerien Russlands gedrosselt oder zum Stillstand gebracht und damit etwa 700.000 Barrel pro Tag an Exporten beseitigt.
  • Russlands Diesel-Exporte gingen im Juni gegenüber dem Vorjahr um 60% zurück; 2026 gab es im Durchschnitt alle 3 Tage Angriffe.
  • Der Dieselpreis in den USA erreichte Rekordwerte von mehr als $6 pro Gallone; berichtet wurden ein Durchschnittspreis von $6.30 und ein Rekordpreis von $6.44 sowie ein Benzinpreis von $4.47.

700.000 Barrel pro Tag. Das ist die Zahl, auf die es ankommt, denn es handelt sich weder um einen Rundungsfehler noch um einen Brand in einer einzigen Nacht – sondern um den Großteil dessen, was der weltweit zweitgrößte Diesel-Exporteur normalerweise ins Ausland verkauft, ausgelöscht durch Drohnen.⁠1 Die ukrainische Langstreckenkampagne tief im Inneren Russlands hat Raffinerien, die einst die Weltmärkte belieferten, zu einer anhaltenden Belastung gemacht. Der Verlust kommt nun zu einer zweiten Störung hinzu, die denselben Kraftstoff auf der anderen Seite der Welt verknappt.⁠1

Drei der sechs größten Dieselraffinerien Russlands haben ihre Produktion gedrosselt oder eingestellt, wie aus einem am 19. September 2026 ausgestrahlten Bericht von ABC News hervorgeht.⁠1 In den ersten acht Monaten des Jahres 2026 gab es im Durchschnitt alle drei Tage Angriffe – ein Tempo, das aus Belästigung einen Abnutzungskrieg machte.⁠1 Im Juni gingen Russlands Diesel-Exporte im Vergleich zum Vorjahr um 60% zurück. Dieser Einbruch gegenüber dem Vorjahr zeigt, wie schnell Stahl, Feuer und Reparaturrückstände zu fehlenden Lieferungen führen.⁠1

700,000Verlorene Barrel pro Tag bei den russischen Diesel-Exporten 1
60%Rückgang der russischen Diesel-Exporte im Juni gegenüber dem Vorjahr 1
$6.30 / $6.44Dieselpreise in den USA laut widersprüchlichen Berichten, pro Gallone 1

Der andere Schock ist der Krieg der Vereinigten Staaten gegen den Iran, der nun in seinen siebten Monat geht, sowie die Beschränkungen rund um die Straße von Hormus.⁠1 Die Meerenge ist ein enger Flaschenhals, durch den weiterhin ein großer Teil des weltweiten Öls transportiert werden muss. Selbst eine teilweise Beschränkung hält daher das globale Angebot knapp und lässt keinen Spielraum, um den Ausfall aus Russland aufzufangen.⁠1 Zwei Störungen, ein Markt: weniger in Russland für den Export raffinierter Diesel, weniger ungehindert durch Hormus transportiertes Rohöl und Käufer, die für das Verbleibende stärker bieten.⁠1

Das Ergebnis in den Vereinigten Staaten ist ein Rekord – auch wenn unklar ist, worin genau dieser Rekord besteht.⁠1 Ein Bericht beziffert den durchschnittlichen Dieselpreis auf $6.30 pro Gallone, während eine separate Programmauswertung einen Rekordpreis von $6.44 pro Gallone und einen Benzinpreis von $4.47 nennt.⁠1 Möglicherweise beziehen sich die Zahlen auf unterschiedliche Dinge – einen Durchschnitts- gegenüber einem Spitzenwert, unterschiedliche Tage oder unterschiedliche Quellen –, doch diese Abweichung wurde nicht geklärt.⁠1 Worüber sich beide Berichte einig sind, ist die Richtung: steil nach oben, über alles hinaus, was Autofahrer zuvor bezahlt hatten.⁠1

Zwei Kriege verknappen einen Kraftstoff

Diesel ist kein Benzin. Er treibt Lastwagen, Traktoren, Güterverkehrsnetze und Heizkessel an, die alles andere in Bewegung halten. Ein Preissprung an der Zapfsäule schlägt sich daher direkt bei Lebensmitteln, gelieferten Waren und den Kosten fürs Heizen nieder.⁠1 Wenn Diesel einen Rekordpreis erreicht, bleibt das nicht an der Tankstelle: Innerhalb weniger Wochen zeigt es sich auf Kassenbons, in Frachtzuschlägen und in den Budgets der Landwirtschaft.⁠1 Deshalb trifft dieser besondere Treibstoffkrieg weit über Autofahrer hinaus, und deshalb ist die politische Frage, wer ihn verursacht hat, ebenso wichtig wie der Preis selbst.⁠1

Dieselben Angriffe, die den Exportmarkt auszehrten, sorgten im Inland für Knappheit.⁠1 Da die Raffineriekapazitäten zurückgegangen sind, produziert und exportiert Russland weniger von dem Kraftstoff, den es raffiniert. Die Russen warten an Tankstellen in langen Schlangen, während sich die Engpässe unter flackernden Überdachungen und im abendlichen Abgasdunst bemerkbar machen.⁠1 Das ist der klassische Bumerangeffekt eines Energiekriegs: Man setzt die Raffinerie außer Gefecht, um Einnahmen im Ausland zu verhindern, und gleichzeitig werden die Schlangen im Inland länger.⁠1

Wo

  1. 01Straße von Hormus
  2. 02Russland
  3. 03Ukraine
  4. 04Vereinigte Staaten

Die Schuldzuweisungen sind ungleich verteilt.⁠1 Präsident Donald Trump machte Russlands Krieg gegen die Ukraine für die hohen Preise verantwortlich und sagte nichts über den US-Krieg gegen den Iran oder die Beschränkungen in Hormus, die das Angebot ebenfalls verknappen.⁠1 Diese Auslassung ist bedeutsam, weil seine eigene Regierung an der zweiten Störung beteiligt ist. Nur Moskaus Krieg und Kyjiws Drohnen zu nennen, beschreibt nur eine Hälfte der Zange.⁠1 Die Preise sind nicht das Ergebnis einer einzelnen Kampagne, sondern zweier, die aufeinanderprallen.⁠1

Diesel ist der Treibstoff der Wirtschaft. Wenn also zwei Kriege denselben Kraftstoff treffen, zahlen alle den Preis.

HeyDay-Newsredaktion

Auf der anderen Seite hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj angeboten, Angriffe auf russische Ölanlagen einzustellen, wenn Russland im Gegenzug Zugeständnisse macht.⁠1 Welche konkreten Zugeständnisse gefordert werden, wurde in dem ausgestrahlten Bericht nicht näher ausgeführt; die Logik ist jedoch eine gegenseitige Deeskalation: Die Raffinerien verschonen, wenn Moskau im Gegenzug etwas verschont.⁠1 Moskau hat bisher mit Vergeltungsangriffen auf ukrainische Tankstellen reagiert und damit die Eskalation fortgesetzt, statt sie zu beenden.⁠1

Aus der Distanz betrachtet ist das Muster klar. Die Ukraine hat einen Hebel gefunden, der über die Frontlinie hinausreicht – präzise Angriffe alle drei Tage auf eine Exportwirtschaft –, und Russland hat mit Angriffen auf ukrainische Treibstoffversorgung geantwortet.⁠1 Washington führt unterdessen seinen eigenen ölbezogenen Krieg und beharrt darauf, dass andere für die Preise verantwortlich seien.⁠1 Bis eine dieser Eskalationsspiralen durchbrochen wird – durch einen Waffenstillstand für Raffinerien oder eine Entspannung in Hormus –, werden die Kosten die Lieferkette weiter hinunterwandern: vom Barrel über den Lastwagen bis zum Brot.⁠1

Bekannt

  • Ukrainische Drohnen haben die Produktion in 3 der 6 größten Dieselraffinerien Russlands gedrosselt oder zum Stillstand gebracht und damit etwa 700.000 Barrel pro Tag an Exporten beseitigt. [source-1] 1
  • Russlands Diesel-Exporte gingen im Juni gegenüber dem Vorjahr um 60% zurück; 2026 gab es im Durchschnitt alle 3 Tage Angriffe. [source-1] 1
  • Der Dieselpreis in den USA erreichte Rekordwerte von mehr als $6 pro Gallone; berichtet wurden ein Durchschnittspreis von $6.30 und ein Rekordpreis von $6.44 sowie ein Benzinpreis von $4.47. [source-1] 1

Unbekannt

  • Es gibt keine Klärung dazu, ob $6.30 und $6.44 Durchschnitts- gegenüber Spitzenwerten, unterschiedliche Tage oder unterschiedliche Quellen darstellen.
  • Es werden keine Raffinerien namentlich genannt, und über die Drosselung oder Einstellung hinaus gibt es keine Angaben zum aktuellen Betriebsstatus. Auch die Einzelheiten zu Selenskyjs vorgeschlagenen Zugeständnissen im Gegenzug fehlen.

Als Nächstes

  • Ob das Angebot eines Waffenstillstands für Raffinerien eine russische Antwort nach sich zieht oder Vergeltungsangriffe auf Treibstoffanlagen weitergehen.
  • Ob die Beschränkungen in Hormus gelockert werden und wieder Spielraum schaffen, um weitere Exportverluste aufzufangen.

Chronologie

Tag 6 · 2 Berichte

Chronologie der Geschichte
  1. Berichtete zuerst

  2. 4 Tage später

Quellen1

Von den hier zitierten Quellen veröffentlichte ABC News zuerst, 9 Stunden vor der Ausstrahlung dieses Berichts.
  1. ABC News
  2. HeyDay News

Fortlaufendes Thema · Bericht 2 von 2

Alle Quellen nach Medium

1 Quelle aus 1 Medium· Meistzitierte zuerst

Wie ausgestrahlt
  1. Ukrainian drones have erased 700,000 barrels of Russian diesel a day. That is most of what the world's second-largest diesel exporter normally sells abroad — and it lands on top of a seven-month war that has squeezed the Strait of Hormuz. Diesel powers the trucks, tractors, freight and furnaces that move everything, so record prices travel straight into your food, your deliveries and your heating bill. One report puts the US average at six dollars thirty a gallon; another cites a record six dollars forty-four. The figures do not agree — so what is actually driving diesel to records, and can the fighting stop it?
  2. The drone strikes hit Russia's refining heartland, while the narrow chokepoint a major share of the world's oil still must cross is under restriction. Two disruptions, one market.
  3. Seven hundred thousand barrels a day — the export capacity these strikes have taken off the global market. Russia's June diesel shipments fell sixty percent from a year earlier, and the hits have landed about every three days through the first eight months of this year, turning harassment into a sustained drain.
  4. The chain runs from drone to pump: hit a refinery, capacity drops, the fuel never gets exported, buyers pay more — while the same cut means Russia has less to refine at home and the lines grow.
  5. Three of the six largest refineries are down or slowed, and the shortage is showing up at the pump back home, where drivers wait in long lines even as the country exports less.
  6. The diesel figures do not line up. One report puts the national average at six thirty; a separate account cites a record six forty-four with gasoline at four forty-seven. They may be an average versus a peak, different days, or different sources — and that gap is unresolved.
  7. Zelensky has offered a reciprocal stop to the refinery strikes. Trump blames one war and leaves out the other — the Iran conflict his own administration is part of. Putin answers by hitting Ukrainian fuel infrastructure, and the exchange twists upward.
  8. So what is driving the record? Two disruptions stacked on one fuel: Ukrainian drones cutting Russian exports, and a seven-month Iran war squeezing Hormuz. Both accounts say it is a record; they just disagree on the exact number. And the fighting? Zelensky's offer is on the table, Moscow's retaliation keeps the spiral going, and the cost — at the pump, on the road, and in the lines — is still climbing.

Übersetzung aktualisiert:

Kürzlich ausgestrahlt