BerichtFortlaufendes Thema · Bericht 1 von 5
Drei Redaktionen sollen draußen bleiben: Das Weiße Haus zieht eine Grenze für die Presse
Trump erklärt, CNN, Politico und MSN Now seien mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen, weitere könnten folgen — doch ohne Angaben zu Akkreditierungen, Türen oder Flugzeugen weiß niemand, ob es sich um einen Gerichtsfall oder einen Einschüchterungsversuch handelt.
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Video in der Originalsprache
Aus dem englischen Original übersetzt.
Für die Reporter, die dem Präsidenten folgen sollen, ist der Job zunächst körperlich und erst dann politisch: ein Platz im Briefingraum, ein Platz im Pool, der ihm durch einen Flur folgt, ein Platz im Presseflugzeug, der es ihnen ermöglicht zu beobachten, was er tut, wenn er Washington verlässt.1 Diese Woche wurde diesen Reportern mitgeteilt, dass ihnen dieser Standpunkt nicht mehr zusteht.1 CNN, Politico und MSN Now — in den Transkripten des Austauschs als MS NOW wiedergegeben — wurde mitgeteilt, dass sie mit sofortiger Wirkung aus dem Weißen Haus verbannt sind; weitere Medien wurden gewarnt, dass es ihnen genauso ergehen könnte.1
Die Ankündigung kam von Präsident Donald Trump im Oval Office und wurde direkt vor dem Pressepool gemacht.1 Es gab weder ein Schreiben zu den Akkreditierungen noch eine Erklärung dazu, ob Reporter am Eingang des Gebäudes abgewiesen würden, und auch keine Auskunft darüber, ob sie nicht mehr mit der Air Force One reisen dürften.1 Eindeutig waren die Absicht und der Zeitpunkt: drei nationale Redaktionen auf einmal ausgeschlossen, verbunden mit der offenen Drohung, dass die Liste noch nicht vollständig ist.1
Trump stellte die Maßnahme nicht als Verfahrensänderung dar.1 Er präsentierte sie als Vergeltung für Berichte, die er als gefälscht und falsch bezeichnete, und sagte, der Ausschluss solle so weit wie möglich gehen, bis die Medien sich in Ordnung gebracht hätten.1 Als Reporter auf seinen Eid auf den ersten Verfassungszusatz hinwiesen, antwortete er, er sei nicht verpflichtet, Medien, die absichtlich negative Berichte schrieben, in das aufzunehmen, was er als Haus des Volkes bezeichnete.1 Im selben Austausch verband er zwei unterschiedliche Maßnahmen: einen formellen Ausschluss der drei Organisationen und eine separate Anweisung zur Präsentation von The New York Times und The Washington Post — er bezeichnete sie als Fake News und sagte, ihre Zeitungen dürften im Weißen Haus nicht mehr ausgelegt werden, beharrte aber darauf, dass sie nicht hinausgeworfen worden seien.1
Ein Verbot für die freie Presse — und es sollte so weit wie möglich gehen, bis sie sich in Ordnung gebracht haben.
Um den Ausschluss zu rechtfertigen, griff Trump auf seine eigene Erfolgsbilanz zurück.1 Er behauptete, sieben umkämpfte Bundesstaaten und 87 Prozent der Counties gewonnen zu haben, und erklärte, die Wahlberichterstattung sei insgesamt zu 96 Prozent und die Berichterstattung von NBC zu 93 Prozent negativ gewesen.1 Diese Zahlen wurden im Raum als seine eigenen Behauptungen vorgetragen, nicht als unabhängig überprüfte Erkenntnisse; weder ein Gericht noch eine Aufsichtsbehörde hat darüber entschieden.1 In der Berichterstattung über den Austausch gelten sie als angeführte Begründung für staatliches Vorgehen gegen bestimmte Redaktionen, nicht als Belege, die außerhalb dieses Austauschs geprüft worden wären.1
Die institutionelle Antwort kam schnell.1 Die White House Correspondents Association verurteilte den Ausschluss als verfassungswidrige staatliche Einmischung in die Presse.1 CNN erklärte, es stehe zu fairer und genauer Berichterstattung und habe ein verfassungsmäßiges Recht, ohne Behinderung durch die Regierung zu berichten — eine direkte Zurückweisung der Annahme, negative Berichterstattung sei ein Grund für den Ausschluss.1 Was keine der beiden Reaktionen klären kann, ist die praktische Frage, die das Weiße Haus offengelassen hat: Werden Pool-Berichterstattung, Briefings und Reisen fortgesetzt, während Anwälte streiten, oder sind die Reporter bereits ausgesperrt?1
Der Präzedenzfall zum Pressezugang
Dies ist nicht das erste Mal, dass ein Weißen Haus versucht, sein Publikum auszuwählen.1 Im November 2018 entzog Trump dem CNN-Korrespondenten Jim Acosta seine Presseakkreditierung; ein Bundesrichter — Timothy Kelly, von Trump ernannt — hob den Entzug auf und brachte Acosta in den Briefingraum zurück.1 Diese Aufhebung ist der Präzedenzfall, auf den sich jede Anfechtung des aktuellen Ausschlusses als Erstes berufen wird, und sie lenkt den Blick auf die Vorgehensweise.1 Der unterzeichnete Entzug einer Akkreditierung oder ein physischer Ausschluss ist staatliches Handeln, das ein Richter sofort überprüfen kann; eine stille Einschränkung — weiterhin im Gebäude, aber von Briefings, dem Pool oder dem Flugzeug ausgeschlossen — kann erfolgen, ohne jemals eine schriftliche Spur zu hinterlassen.1
Das Verbot kommt wenige Wochen vor den Zwischenwahlen, und der in der Berichterstattung angeführte Hintergrund verschärft die politische Brisanz.1 Umfragen von Reuters-Ipsos bezifferten Trumps Zustimmungswert auf 35 Prozent, gegenüber 41 Prozent im Jahr 2018, zu einem Zeitpunkt, an dem Umfragen auf erhebliche Verluste der Republikaner hindeuteten.1 Der gezogene Vergleich mit der letzten Regierung war pointiert: Präsident Joe Biden entschuldigte sich einst bei Peter Doocy, dem Korrespondenten von Fox News, nach einer Beleidigung, die bei offenem Mikrofon zu hören war — und nahm weiterhin seine Fragen entgegen.1 Die Debatte über den Pressezugang führt auch auf eine Bemerkung zurück, die Ronald Reagan 1985 machte.1
Bekannt
Unbekannt
- Keine bestätigte verantwortliche Person für die Durchsetzung, kein genannter Maßstab für eine Korrektur und keine bestätigten weiteren betroffenen Medien.
- Keine bestätigte Grundlage für die als Rechtfertigung angeführten Berichterstattungszahlen von 96 Prozent und 93 Prozent.
Als Nächstes
- Ob die Akkreditierungen formell entzogen oder der Zugang stillschweigend eingeschränkt wird.
- Ob Gerichte entscheiden sollen, ob ein Präsident auswählen darf, welche Redaktionen Zutritt haben.
Vorerst beruht die Geschichte auf dem, was gesagt wurde, und dem, was nicht gesagt wurde.1 Gesagt wurde, dass drei Redaktionen wegen einer Berichterstattung, die der Präsident als absichtlich negativ bezeichnet, so weit wie möglich verbannt werden sollen.1 Nicht gesagt wurde, wie das umgesetzt wird — durch den Entzug von Akkreditierungen, einen physischen Ausschluss oder den Verlust von Flugreisen. Ohne diese Antwort kann niemand sagen, ob es sich um eine Schlagzeile handelt, die abschrecken soll, oder um einen Fall, der Bestand haben soll.1 So oder so ist die Verfassungsfrage dieselbe: Gehört das Haus des Volkes dem Volk und denen, die für es berichten, oder demjenigen, der es innehat und entscheidet, wer zusehen darf?1
Chronologie
Tag 1 · 5 Berichte
Berichtete zuerst
Was wir sendeten · Update 1Sie sind hier
Drei Redaktionen sollen draußen bleiben: Das Weiße Haus zieht eine Grenze für die PresseWas wir sendeten · Update 2Neuer
Ausgesperrt, vereint, vor Gericht: Das Presseverbot des Weißen Hauses steht erstmals vor einem RichterKelly erlässt die ursprüngliche einstweilige Verfügung zur Wiederherstellung des Zugangs mit Dauerausweis.
Kelly ordnet vorläufig an, CNN, MS NOW und Politico wieder Zugang mit Dauerausweisen zum Weißen Haus zu gewähren.
Der Fernsehpool nimmt die Aufnahmen und Verteilung gemeinsamen Bildmaterials aus dem Weißen Haus wieder auf.
Reisehinweise streichen CNN von seinem vorgesehenen Auftrag am Samstag; spätere Hinweise nennen stattdessen Real America’s Voice News.
Real America’s Voice begleitet Trump; ein schriftlicher Bericht besagt, dass es für die Reise keinen Fernsehpool gibt.
Was wir sendeten · Update 3Neuer
Die Presseausweise kamen zurück. CNNs Platz an Bord der Air Force One nicht.11 Tage später
Der Richter verlängert den Zugangsschutz bis zum 13. Oktober und prüft längerfristige Abhilfe.
Was wir sendeten · Update 4Neuer
Justizministerium untersucht Sender, die sich weigerten, CNN zu ersetzenKelly erlässt eine einstweilige Verfügung zum Schutz des Zugangs während des laufenden Verfahrens und befasst sich mit den Ansprüchen nach dem Ersten Verfassungszusatz.
Was wir sendeten · Update 5Neuer
Dauerausweise fürs Weiße Haus geschützt, aber der Streit um den Pressezugang ist nicht vorbei
Quellen1
BBC News
- HeyDay News
Fortlaufendes Thema · Bericht 1 von 5
Alle Quellen nach Medium
1 Quelle aus 1 Medium· Meistzitierte zuerst
BBC NewsZuerst1 Video1
- Zuerst berichtet
- US President Donald Trump bans CNN and Politico from White House · Video
Wie ausgestrahlt
- Three national newsrooms are now barred from the White House.
- CNN, Politico and MSN Now are out — a decision announced from the Oval Office with no detail on what it actually changes. The White House says more outlets could follow, and the practical stakes are explicit: pooled coverage, briefings, and the travel that tracks the president all hang in the balance.
- What nobody has answered is how the ban works — revoked credentials, physical exclusion, or a cut from the press plane, including Air Force One. That enforcement question decides whether this becomes a courtroom fight or a quiet squeeze, and it is the question this report follows.
- The three outlets named are CNN, Politico and MSN Now — the third carried as MS NOW in the course of the exchange. The president was explicit it takes effect immediately, and warned more will follow.
- That is the president's own framing — retaliation, offered on the record, for coverage he calls false.
- Asked about his oath to the First Amendment, the president answered that he is not required to admit outlets that write purposely negative stories into the people's house. And he paired two ideas that are not the same: the formal bar on three organizations, and a separate directive aimed at The New York Times and The Washington Post — calling them fake news and saying their papers may no longer be displayed in the White House, while insisting they had not been thrown out.
- To justify the bar, he cited his own electoral record — seven swing states won, eighty-seven percent of counties — and asserted ninety-six percent negative election coverage overall, with ninety-three percent for NBC. Those are his own claims in the room, not verified findings, and they stand as the predicate for a government action against specific newsrooms rather than a ruling from any court or regulator.
- So this is what stands: the bar on three organizations is in force, and the White House Correspondents Association calls it unconstitutional government interference. What has not been stated is anything about the mechanism — not credentials, not the building door, not the plane. And the separate display directive about the Times and the Post, the president says, stops short of removing them.
- This is not the first attempt. In November 2018 he stripped CNN's Jim Acosta of his credentials, and a federal judge he appointed overturned it, putting Acosta back in the briefing room. That reversal is the first thing any challenge reaches for — a reminder that the method chosen now decides whether this is a headline or a case.
- The ban lands weeks before midterm elections, and the backdrop is stark: approval at thirty-five percent now, against forty-one percent in 2018 — a gap that sharpens the stakes of picking a fight with the press.
- The contrast with the last administration is sharp. President Biden once apologized to Fox's Peter Doocy after a hot-mic insult — and kept taking his questions. The same press-access debate traces back to a remark Ronald Reagan made in 1985.
- The unresolved question is enforcement. If the bar becomes a formal credential revocation or physical exclusion, it is a state act a judge can test immediately. If it instead operates as a pressure campaign — reporters still in the building but cut from briefings, the pool, or the press plane — it could run without ever facing a single court. Either way, the constitutional question a court must answer is whether a president may choose which newsrooms he admits into the people's house — and whether a White House that can bar three can bar the rest.
Übersetzung aktualisiert:
Kürzlich ausgestrahlt

Auf Englisch verfügbar
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